23. Dezember 2013

Zur Feiertagspause - RiS als Telefon-App


Das kostenlose Geschenk zur Weihnachtspause. 

Ich probiere noch und freue mich über kritische Zuschriften. Wenn man will, schickt die App einem Push-Nachrichten zu, wenn ein neuer Post erscheint oder wenn ich auf Facebook etwas Neues einstelle.

RiS macht eine Feiertags- und Jahreswechselpause.
Im neuen Jahr geht es weiter mit kleinen und großen Ärgernissen und vielleicht auch mit Erfolgen, schönen Entwicklungen und meinen Reflexionen über die Befindlichkeiten von Radlern, Fußgängern und Autofahrern in Stuttgart. Danke für den sehr lebhaften Zuspruch.
Hat Spaß gemacht mit euch lesenden Radler/innen.




21. Dezember 2013

Unser Weihnachtswunsch - ein bisschen Tübingen

Tübingen ist kleiner als Stuttgart, hat aber auch ordentlich Hänge und Steigungen. Hier gab es aber immer viele Studierende und deshalb auch viele Radfahrer.

In Tübingen ist die kritische Masse erreicht. Es gibt wirklich viele Radfahrer. Sie fahren überall, sie schieben auch, wo sie das müssen, sie warten an roten Ampeln. Fußgänger drehen sich um, bevor sie über einen Radweg zur Fußgängerampel gehen. Schöööön!

19. Dezember 2013

Radfahren in Den Haag - Radschnellwege

Blogleser Sebastian ist als Radler in etlichen Städten unterwegs gewesen. Damals wusste er noch nicht, dass ich Bilder für meinen Blog brauche und hat nicht speziell Radwege und Radfahrer fotografiert. Aber ein paar hat er mir geschickt.

Beispielsweise in Den Haag. In den Niederlanden kennt man Radfahrer ja schon etwas länger als bei uns.

Das Foto zeigt eine Kreuzung an einem Hauptradweg, einer Ausfallstraße.

Merkmale:

17. Dezember 2013

Der hat echt ein Problem

Die Löwentorstraße verbindet die Pragstraße mit dem Hallschlag, auch für Radfahrer. Über den Radweg habe ich schon ein paar Bemerkungen gemacht. Sein regelmäßiges Ende vor den Kreisverkehren bringt Radler unter Umständen in Bedrängnis 

Diesem Laster bin ich zufällig im Auto stadteinwärts hinterhergefahren. Und er macht deutlich, wie gefährlich Radwege für Radfahrer sein können, wenn Fahrer großer Autos nicht so richtig wissen, wo ihre rechten Räder gerade rollen.

15. Dezember 2013

Die Fußgängerseele des Radfahrers

Zu Recht beschweren sich Fußgänger oft, dass Radfahrer auf Gehwegen fahren, auch auf denen, die für sie nicht freigegeben sind. Es gibt viele Radfahrer, die haben die Seele eines Fußgängers. 

Sie sehen sich nicht als geräderte Verkehrsteilnehmer wie Autos, sondern fühlen sich bedroht, ungeschützt und schwach, den Autos gegenüber.

11. Dezember 2013

Schutzstreifen schaffen doch Sicherheit

Das ist das Ergebnis einer Studie der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen und des Verkehrsministeriums in Baden-Württemberg. 

In der Stuttgarter Zeitung war am 4. Dezember zu lesen, dass bisher die Empfehlung galt, Radsteifen nur auf Fahrbahnen anzubringen, die sieben Meter oder breiter sind. Jetzt hat sich gezeigt, dass diese Radmarkierungen (nicht zu verwechseln mit Radwegen), dem innerstädtischen Verkehr nützen. Autofahrer fahren etwas langsamer und überholen Radler auch mit etwas mehr Abstand. Das hat eine Videoüberwachung solcher Strecken gezeigt.

Allerdings müssen die Schutzstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn angelegt sein und dürfen nicht irgendwie auf den ersten Blick nicht durchschaubar über die Straße wechseln.

9. Dezember 2013

Banges Warten

Was wird die Stadt machen? Und zwar mit dem Übergang der Hauptroute 1 von der Tübinger Straße in die Eberhardstraße. Wird das für Radfahrer was Vernünftiges werden? 

Hier (siehe Karte unten) müssen Radler, die aus Stuttgart Süd kommen oder dorthin wollen, derzeit eine ziemlich komplexe Kreuzung mit Ampelanlage überwinden, die für sie nicht eingerichtet ist, sondern für Autofahrer. Sie verleitet deshalb momentan auch noch viele Radler zu recht fantasievollen Lösungen.

7. Dezember 2013

Das Auto stammt vom Fahrrad ab

Und Stuttgart war einst Pionierstadt des Radfahrens. Das erklärt mir Markus Speidel vom Stadtmuseum Stuttgart, das ab 2017 im Wilhelmspalais untergebracht sein wird. Ich habe ihn im Tagblattturm im Stockwerk 11, Kulturamt, Planungsstab Stadtmuseum besucht.

In Stuttgart gab es nämlich einen Turnlehrer, Johann Friedrich Trefz, der um 1869 ein Velociped baute. Und eines davon gibt es sogar noch, Markus Speidel hat es im Deutschen Museum in München gefunden. Dort steht es momentan im Depot und wartet darauf, herausgeholt und in Stuttgart im künftigen Stadtmuseum ausgestellt zu werden. Ein Foto durfte ich vom Fotos dieses Trefz-Rads nicht machen, aber eine Skizze habe ich gemacht.

5. Dezember 2013

Straßenkampf in der Innenstadt


Minus 1 bis 0 Grad. Trotzdem sind an einem Dezembermorgen um halb zehn etliche Radler unterwegs. In Stuttgart wird inzwischen auch im Winter deutlich mehr gefahren als noch vor einigen Jahren. Nur dass Autofahrer es sich wieder abgewöhnt haben, auf Radfahrer zu achten.

Im Sommer fällt es ihnen leichter, weil viel mehr Radler unterwegs sind. Aber wer am Morgen die Scheiben seines Wagens freikratzen muss, kann sich offenbar kaum vorstellen, dass es Leute gibt, die Handschuhe anziehen und eine Mütze aufsetzen, um den Weg in und durch die Stadt auf dem Rad zurückzulegen. Fußgänger können sich das übrigens auch nicht vorstellen, obwohl sie auch Stiefel und Handschuhe tragen.

3. Dezember 2013

Radfahren in Brünn

Manchmal ist man irgendwo und sieht Radwege und Radler. Interessant, was andere Städte so für oder gegen ihre Radfahrer tun. 

Ich war jetzt kürzlich in Brünn/Brno in Tschechien, eine knapp 400.000-Einwohnerstadt mit einem wunderbaren historischen Stadtkern. Der einzigen Radweg, den ich gesehen habe, führte an meinem Hotel vorbei. Kurios: Der Radweg liegt zwischen der Rechts-Einbiege-Abbiege-Spur und der Geradeaus-Spur.

1. Dezember 2013

Radler dürfen bei Rot über die Ampel - in Paris

Das wollen wir auch. Den Gelben Pfeil gibt es in Frankreich auch schon. Jetzt erlaubt Paris den Radlern, bei Auto-Rot zu fahren. Ein gelbes Radsymbol an der Ampel zeigt den Radlern, dass sie fahren dürfen. (Vorfahrt haben sie natürlich nicht.) 

So paradox das klingt: Die Stadt hofft, damit das Risiko für Verkehrsunfälle zu senken. Das könnte funktionieren, weil Radler dann merken, dass man an sie denkt. 

29. November 2013

Das Königsträßle zur Waldau

Stuttgart hat nicht nur die Königstraße, eine Einkaufsmeile, die man nicht mit dem Rad befahren darf, sondern auch ein Königsträßle. Es ist die Verlängerung der Alten Weinsteige und führt direkt nach Dagerloch zu Waldau hinauf. 

Steil? Nun ja. Wenn man die Alte Weinsteige überwunden hat, kommt einem das Königsträßle nicht mehr steil vor.

27. November 2013

Was ist der Unterschied?

Rosi fährt in Stuttgart Rad. Aber eher zähneknirschend. Sie kennt andere Städte, wo sie sich als Radlerin respektiert fühlt. In Stuttgart nicht. Sie überlegt sogar, ob sie wieder wegzieht, weil das Radfahren (vor allem in Vaihingen oben) so garstig ist. 

Ich habe sie gefragt, was eine gute Fahrradstadt ausmacht. Hier ihre Antwort: 

25. November 2013

Die Zwei-Meter-Regel

Na, am Wochenende mal wieder im Wald gewesen und durchs Grüne geradelt? Haben Sie auch auf die zwei Meter geachtet? In Baden-Württemberg legt das Landeswaldgesetz nämlich fest, dass Radfahrer im Wald nur auf Wegen fahren dürfen, die breiter als zwei Meter sind. 

Mountainbiker aber fahren auf schmalen Pfaden. Und sie möchten die Regelung abgeschafft sehen. Die gesetzliche Regelung ist an die zwanzig Jahre alt und dient natürlich dazu, Mountainbiker aus den Wäldern fernzuhalten. Waldspaziergänger sind selten begeistert, wenn Downhiller urplötzlich an ihnen vorbeischießen. Und gefährlich ist es auch.

24. November 2013

Radschnellwege - woanders geht's

Schnellweg Kopenhagen
Nordrhein-Westphalen hat einen Wettbewerb ausgeschrieben und die Gemeinden aufgefordert, Pläne für Radschnellwege zwischen den Ortschaften vorzulegen. Es geht um 150 Kilometer. Rind um Aachen, Bad Oeynhausen, Düsseldorf, Köln und Rhede.

Verkehrsminister Groschek: Wir wollen in den nächsten Jahren einen Quantensprung für den Radverkehr in NRW.

23. November 2013

Eine Hauptroute mit Treppe?

Von Mühlhausen am Neckar  gibt es keinen Radweg nach Mönchfeld hinauf. Jedenfalls keinen praktikablen. Die Radspur endet unten in Mühlhausen an der Abzweigung Arnoldstaße (nach links).

Danach muss der Radfahrer hat die Wahl zwischen einer ziemlich schmalen Landstraße mit einem Parallelweg durch den Wald und einem sehr steilen Aufgang über die Keltersteige, um nach Mönchfeld hineinzukommen.

21. November 2013

Was wünscht ihr euch als Radler in Stuttgart?

Das habe ich meine Facebook-Leser/innen gefragt.
Die Antworten lauteten:

  • Keine Radwege. Oder sichere, die durchgehen.
  • Mehr Verkehrsfläche für Radler, weniger für Autos.
  • Weniger parkende Autos auf Radwegen.
  • Aus allen Stadtteilen Schnurstrackswege ins Zentrum mit Wegweisern (was besonders für Auswärtige oder Erstfahrer wichtig ist.)
  • Generell Tempo 30 in der Stadt (ausgenommen ein paar Vorbehaltsstaßen.
  • Ein zusammenhängendes Fahrradwegenetz anstelle des derzeitigen Flickenteppichs.
  • Abschaffung der 2-Meter-Regel für Waldwege (Radler dürfen auf schmaleren Waldwegen nicht fahren.) 
  • Trennung von Radfahrern und Fußgängern.

19. November 2013

Cannstatt sperrt sich ein bissle


Die Hauptroute 1 soll den direkten Weg von der König-Karls-Brücke zum Wilhelmsplatz in Cannstatt mit einem Schlenker umgehen. Hinweisschilder wird es im kommenden Frühjahr geben. 

Nur lassen sich Radfahrer ungern von der direkten Route ablenken. Es wird ihnen nicht einleuchten, nach der König-Karls-Brücke nach rechts geschickt zu werden, wenn der Wilhelmsplatz nur ein paar hundert Meter entfernt liegt. Man muss nur unter der Eisenbahnbrücke durchfahren. Das aber war und ist seit je her die Schwachstelle des Fahrradwege-Systems von Stuttgart. 

Blogleser Sebastian hat sich ausführlich mit der Situation am Wilhelmsplatz auseinandergesetzt und schreibt: 

17. November 2013

Der Konflikt - Radweg oder Parkplätze

Plötzlich sin
d die Parkplätze weg und ein Radweg ist da. Das ärgerte alle, die vor einem Laden bisher kurz halten, rausspringen, was kaufen und wieder ins Auto steigen konnten. Geht nun nicht mehr. "Für die paar Radfahrer?", heißt es dann ergrimmt. 

In Kaltental vor der Papeterie ist das der Fall. Hier geht die Hauptroute 1 nach Vaihingen hinauf. Früher endete der Radweg auf der Böblinger Straße kurz hinter der Einmündung der Schwarzwaldstraße an zwei Kurzzeitparkplätzen. Der Radler musste auf die Fahrbahn ausweichen und konnte erst dahinter auf seinen Radweg zurückkehren. Ein absolutes Unding. Wenn auch eine typische Stuttgarter Flickschusterei-Lösung. Schön, dass der Radweg nun durchgeht.

Allerdings hat sich für Radfahrer, die hier bergauf fahren, dann doch nicht viel geändert. Denn nun parken hier nicht mehr zur zwei Fahrzeuge, sondern auch gern mal drei. Halt eben auf dem Radweg. (Und auf dem Gehweg.)

15. November 2013

Radfahren in Berlin - Eine Stadt will es wissen.

Und zwar will die Senatsverwaltung  von ihren Radfahrern wissen, an welchen Kreuzungen oder in welchen Kreisverkehren die Gefahren lauern. 

In der Pressemittelung heißt es: "Unter www.radsicherheit.berlin.de steht ab bis zum 10. Dezember 2013 ein neues Internetportal zum Dialog zwischen Planung und Radfahrenden zur Verfügung.

11. November 2013

Der Pedelec-Bausatz

Er heißt Copenhagen Wheel und wurde anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 vom Massachusetts Institute of Technology entwickelt. Das FlyKly Smart Wheel ist die leichtere und schlankere Version des Typs. 

Es ist, einfach gesagt, ein Bausatz, mit dem man ein beliebiges altes oder neues Rad zu einem Pedelec umrüsten kann. Also zu einem Fahrrad mit einem Elektromotor, der den Pedaltritt unterstützt. 

Das besondere dabei: das FlyKly Smart Wheel lädt die Batterie auch auf, wenn man bremst oder bergab fährt. Man wird sie allerdings oft genug - sie soll 30 Km reichen - an der Steckdose aufladen müssen. Und dazu muss man leider das ganze Fahrrad (oder das ausgebaute Hinterrad) zum Stecker tragen. Oder anders: Man braucht eine Steckdose im Fahrradkeller oder in der Garage oder muss das Rad in die Wohnung schaffen.

9. November 2013

Radfeinde sagen:

Stuttgart ist Autostadt und wird niemals Fahrradstadt werden. Schon wegen der Berge. Außerdem leben wir alle von der Autoindustrie. Geld sollte man zur Förderung der Radwege nicht ausgeben.

Bestenfalls sei der öffentliche Nahverkehr zu fördern. Manche sagen das mit spürbarem Hass, andere mit Kopfschütteln. Ich glaube, wir brauchen keine Wut aufeinander, und sage: Wenn deutliche mehr Leute mit dem Rad in Stuttgart herumfahren als bisher, dann haben die Autofahrer mit ihren Autos mehr Platz.

Es gibt Menschen, die können oder wollen nicht Rad fahren, sie brauchen ihr Auto, sind darauf angewiesen und sie wollen Auto fahren. Total okay. Niemand muss Rad fahren. Aber ich finde, es sollte mehr Leuten möglich sein, mit dem Rad durch Stuttgart zu fahren, die das wollen.

7. November 2013

Eines schönen Tages ... der City Ring

Bald ist Stuttgart eine Fahrradstadt. In der Innenstadt ist der Anteil von Radfahrern am Verkehr auf fast 30 Prozent gestiegen. 

Vor allem in den Sommermonaten lassen viele Autofahrer/innen ihren Wagen stehen und fahren mit dem Rad zur Arbeit oder zum Shoppen in die Stadt. Denn Radfahren ist bequem und gut geregelt, seitdem der Cityring für Radfahrer fertig ist.

Die Zeiten sind vorbei, wo dem Radler an der Theodor-Heuss-Straße und der an der Holzstraße (Breuninger) nur ein paar hundert Meter Radweg und die Fahrradstraße Eberhard/Marktstraße zur Verfügung standen und er sich auf allen anderen Wegen durch Fußgänger schlängeln musste.

5. November 2013

Weiße Linien reichen nicht - Radweg Waiblinger Straße

Es ist halt alles nicht so einfach. Über den neuen Radweg Fellbach/Cannstatt (Hauptorte 1) wird heftig diskutiert. Auch hier im Blog.  Der eine findet ihn toll, vor allem als schnellen Weg nach Fellbach, für den andern gehört er zu seinen Favoriten der beschissensten Radwege von Stuttgart, und zwar weil er stellenweise echt gefährlich ist.  

Bevor ich ihn radeln konnte, hat Blogleser Sebastian mir folgenden Bericht mit Bildern geschickt. Leicht ist es nicht, ich sagte es schon, aber es reicht eben nicht, weiße Linien in den Asphalt zu legen und Radzeichen aufzuspritzen. Was ja auch Geld kostet. Hier und dort wäre eine echte Baumaßnahme nötig gewesen, die dem Radler den Platz schafft, der ihm als ernstzunehmender Verkehrsteilnehmer zusteht.

Hier Sebastians Bericht. Vielen Dank dafür:

3. November 2013

Eines schönen Tages ... der Marienplatz

Irgendwann haben wir vielleicht eine Regelung am Marienplatz, die die zwei wichtigsten Kriterien für Radfahrer erfüllt: von Fußgängern getrennt fahren und nur wenige Ampeln, an denen man warten muss. 

Wie es bisher geht, habe ich oft beschrieben. Wer aus der Tübinger Straße kommt und Richtung Vaihingen will, schlingert irgendwie durch den Fußgängerbereich des nördlichen Marienplatzes, über die Fußgängerampel und durch die verkehrsberuhigte, aber bevölkerte Passage beim Rewe in die Möhringer Straße.

Wer klug ist, legt diesen Weg jetzt schon auf der Straße zurück, muss dann aber irgendwie den Bordstein hochhopsen, um in die Möhringer Straße zu kommen.

1. November 2013

Ritzel statt Rußpartikel

Heute Abend wieder wie jeden ersten Freitag im Monat: die Ausfahrt von und mit Critical Mass

Starrpunkt wie immer am Feuersee in Stuttgart, 18:30 Uhr bei der Roten Kapelle. Und funktionierende Beleuchtung mitbringen. Es ist stockfinster.

Dafür mal das Radeln im Feiertagsabendverkehr genießen. Die Ausfahrten werden von der Polizei begleitet und sind für Normalradler geeignet. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden und führt über Straßen, die normalerweise von Autos und nur denen befahren werden.

31. Oktober 2013

Ungeliebte Radler - Hamburg

Hamburg liebt seine Radfahrer nicht wirklich. Es hat nur viele. Eigentlich ist Hamburg auch noch viel mehr als Stuttgart (oder Berlin) eine Autostadt. Hier gibt es zu Tageszeiten Staus, an denen wir in  Stuttgart mit dem Auto einfach so durchbrausen können. 

Hamburg hat eine reiche Bevölkerung, einerseits, andererseits aber auch viele wirklich Arme. Und auch deshalb viele Radfahrer: Studenten, Frauen und Alte, die sich keine Autos leisten können oder wollen. Ich habe wenige Rennradler und wenige Überzeugungsradfahrer gesehen, viel mehr solche, die ihre längeren Wege eben mit älteren Rädern zurücklegen.

Und so richtig toll sind die Radwege in Hamburg nicht, eher wie kürzlich schon beschreiben vernachlässigt, alt und unorganisiert.

30. Oktober 2013

Abwarten - Radweg Waiblinger Straße

In der Stuttgarter Zeitung (Print) lese ich heue, dass wegen des neuen Radwegs an der Waiblingen Straße in Cannstatt/Fellbach Stau herrscht. "Besser wäre dran, wer mit dem Fahrrad unterwegs wäre." 

Anwohner aber beobachten nur wenige Radler auf dem Radweg und finden die Baumaßnahme sinnlos. Radler finden, es gebe grünere und schönere Wege von Fellbach nach Cannstatt. Und viele Radler sind offenbar auch noch auf den Gehwegen unterwegs.

Gescheitert? Nein. Ich schlage vor: Abwarten.

27. Oktober 2013

Mit dem Rad zur Arbeit

Das scheuen viele aus jeweils guten Gründen. Man will nicht verschwitzt ankommen und der Arbeitgeber hat keine Dusche. Da könnte ein Pedelec Abhilfe schaffen. Der zweite Hinderungsgrund: Wer sich in Stuttgart nicht ziemlich gut auskennt, ist ratlos, welcher Weg fürs Rad geeignet ist.

Mit dem Auto fährt man die Straßen, die man mit dem Rad nicht fahren möchte. Die Stadtbahn bietet auch keine Anhaltspunkte. Welche Straßen, Wege und Brücken führen aber für einen Radfahrer am besten zum Ziel? Wegweiser fehlen fast ganz. An jeder Kreuzung, an jeder Ecke ist das Weiterkommen für Radfahrer anders geregelt. Im Grunde findet sich als Radfahrer hier nur zurecht, wer an der Stelle schon mal war. Und nur routinierte Radler erkennen an ihnen unbekannten Ecken schnell, wie es für sie vermutlich weitergeht.

25. Oktober 2013

Stadtpfadfinder - Teil 2

Die Unklarheiten fangen am Marienplatz an. Eigentlich beim Einbiegen aus der Tübinger Straße nach links auf den Marienplatz. Aber darüber wollen wir heute nicht reden. Es gibt, wenn ich links am Marienplatz entlang zur Filderstraße hoch ins Lehenviertel fahren will, zwei Ampelanlagen.

Die eine ist mit Symbolen auf den Lichtzeichen für Radler ausgewiesen, aber sehr eng angelegt. Allein die Zufahrt durch diese Senke, dann der Überweg selbst.

24. Oktober 2013

Hindernisse mit Federn

Es gibt lästige Hindernisse auf Radwegen, Gullideckel, Schlaglöcher, Fahrzeuge des Gartenamts oder Baufahrzeuge. Und es gibt Graugänse. 

Die sind das witzigste Hindernis, das ich in Stuttgart kenne. Sie sind nämlich durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Wiesen und Wege des Schlossgartens gehören ihnen.

23. Oktober 2013

Stadtpfadfinder - Teil 1

Zur Förderung der Kampfradler-Mentalität trägt bei, dass viele Situationen für Radfahrer ungeklärt bleiben. Wir müssen schnell den besten Weg finden und können beim besten Willen oft gar nicht legal fahren. 

Beispielsweise hier am Ausgang der Fahrradstraße Richtung Charlottenplatz. Der Radweg (Hauptroute 1) geht dort links, wo das Auto einbiegt. Für mich als Radler gibt es keine Spur, die mich dorthin führt, wenn ich auf der rechten Straßenseite vorfahre. Über die durchgezogene Linie dürfte ich nicht, und die Abbiegung über die Verkehrsinsel für Fußgänger würde von mir verlangen, dass ich eine abrupte mehr als 90-Grad-Kurve fahre.

21. Oktober 2013

Ein Radweg, der keiner ist - Rosensteinstraße

Auf der Nordbahnhofstraße führt ein Radweg zur Rosensteinstraße hoch, der von Fahrbahn und Gehweg deutlich abgegrenzt ist. Der versandet vor der Kreuzung auf der Fahrbahn. Nach der Einbiegung in die Rosensteinstraße bietet sich auf dem Gehweg ein Radstreifen an. Vorsicht, der ist aber kein Radweg! 

Er trägt zwar ein Radpiktikogramm im Pflaster, aber das blaue Schild für Radweg fehlt. Es handelt sich hier nur um einen für Radler freigegeben Gehweg, der seltsamerweise auf dem Trottoir als Radweg markiert ist, wenn auch für Fußgänger kaum erkennbar.

19. Oktober 2013

Ja, in Hamburg ...

da kann man Radfahren, denkt man immer, sagt man mir oft. Aber wie es scheint, hat Hamburg zwar ein riesige Radwegenetz, ist aber noch viel mehr Autostadt als Stuttgart. Das lese ich in Die Zeit online unter dem Titel: Hamburg, Stadt der kompromisslosen Autogerechtigkeit. Demnach sind in Hamburg die Radwege alt und die Autofahrer aggressiv. 

"Ständig sind Radfahrer in Gefahr, weil Autos rechts abbiegen, ohne zu schauen. Ständig fahren Autos so knapp an einem links vorbei, dass einem schlecht wird, nur um dann vor der roten Ampel 30 Meter weiter eine Vollbremsung hinlegen zu müssen. Ständig muss man mitten im Verkehr auf die Straße, weil jemand den Radweg zuparkt, oder der Radweg einfach endet, woraufhin man dann, will man kurz darauf links abbiegen, mehrere Spuren überqueren muss.

17. Oktober 2013

Das funktioniert so nicht

Ich warte auf den Moment, wo der Ordnungsdienst der Polizei, Radfahrer abpasst und ihnen Strafzettel ausstellt, weil sie eine rote Ampel missachtet haben, auf der falschen Seite des Radwegs gefahren sind, den Radweg nicht benutzt haben oder auf einen verbotenen Gehweg gefahren sind. (Siehe Bußgeldkatalog.) Das wäre ein fatales Signal. 

Auf die Idee könnte die Polizei kommen, weil sich die Meisten beim Thema Radfahren in Stuttgart über das Verhalten von Radfahrern beschweren. Man sei ja seines Lebens nicht sicher, die seien überall, die hielten sich an keine Regeln.

Was Radfahrer auf keinen Fall tun sollten

Nie auf dem Gehweg fahren, wenn er nicht per Schild freigegeben ist. Und wenn Sie schon auf dem verbotenen Gehweg fahren, dann rasen Sie nicht wie die gesenkte Sau an Ladentüren oder Haustüren vorbei.

Es könnte nämlich jemand heraustreten, der den Radler garantiert nicht rechtzeitig sieht. Für sich selbst können Sie ja jedes Risiko eingehen, das Sie eingehen wollen. Aber im Straßenverkehr sind anderer auch noch unterwegs. Sie verletzen andere. Zumindest aber versetzen Sie ihnen einen mordsmäßigen Schrecken.

15. Oktober 2013

Bitte an Radfahrer denken

Die Pfarrstraße wird nachmittags mit einer Schranke verschlossen, damit Autos aus der Katharinenstraße nicht mehr einbiegen können.

Die Schranke lässt aber wie auch im Heusteig eine Lücke für Radfahrer (oder Motorräder). Leider glauben die Gäste der Gaststätten an der Pfarrstraße, die Schranke sei ein guter Parkplatz. Sie parken die Lücke zu. Mit dem Rad komme ich nicht mehr durch.

13. Oktober 2013

Was Fußgänger auf keinen Fall tun sollten

Begegnungen mit Radfahrern sind für Fußgänger gar nicht angenehm. Leider müssen wir in Stuttgart sehr oft auf Gehwegen fahren, die für uns freigegeben sind. Und im Schlossgarten gibt es auf weiten Strecken gar keine Alternative. 

Radler haben auf gemischten Wegen keinen Vorrang. Sie müssen auf Fußgänger achten. Leider sind sie zuweilen dennoch zu schnell unterwegs. Das ist konfliktfrei, solange Fußgänger geradeausgehen und auf dem Weg genug Platz ist.

Gefährlich wird es, wenn der Fußgänger auf Radfahrer erschrocken oder zu höflich reagiert und beiseite tritt. Wir Radfahrer können nicht vorhersehen, in welche Richtung.

11. Oktober 2013

Ah ... das gab es auch mal.

Tatsächlich, man kennt auch in Degerloch Radfahrer. Kannte sie zumindest. Hier sollen, dürfen oder können sie fahren. Gemeint ist wohl, gegen die Einbahnstraße zum Rathaus von Degerloch. 

Aber es ist wohl schon lange her, dass man das Radzeichen mit unklarer nicht durchgezogener Linie in einem Anfall von Tatendurst aufs Kopfsteinpflaster gepinselt hat.


10. Oktober 2013

Lautenschlager Straße - eine Chance für Radfahrer vertan

Das Pflaster ist neu, die Pfosten aufgestellt, der Fußgängerüberweg nach rechts verlegt. Und nun?

Für uns Radler ist die Lautenschlager Straße eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Theodor-Heuß-Straße und Bolzstraße zum Hauptbahnhof. Aber an Radler hat man bei der Umgestaltung gar nicht mehr gedacht.

Sie war immer gegen die Einbahnrichtung für Radfahrer erlaubt. Aber jetzt ist die Einmündung, in der uns die Autos entgegenkommen, so schmal geworden, dass es eine Kibbelei wird. Rechts und links stehen Pfosten. Kommt ein Sprinter, geht gar nichts mehr.

9. Oktober 2013

Ein Amerikaner fährt auf dem Radweg

... Rums. Dies ist ein herrlicher Film über die Unmöglichkeit, in New York auf dem Radweg zu fahren. 

Casey Neistat zeigt uns, wie das geht. Denn er hat einen Strafzettel bekommen, weil die Polizei ihn erwischt hat, wie er neben den Radweg fuhr. Okay, sagt er sich, dann fahre ich künftig auf diesem verdammten Radweg, koste es, was es wolle. Schauen Sie es sich bis zum Ende an.

Blog Minds.com

6. Oktober 2013

Ein Mann und eine Radkutsche

Der Transport von Erwachsenen auf einem Rad ist nicht erlaubt. Laut StVO darf man nur Kinder unter 7 Jahren auf einem Rad transportieren. Radkutschen brauchen also überall eine Sondergenehmigung.

Der Mann, der es in Stuttgart versuchen will und derzeit mit der Stadverwaltung verhandelt, heißt Tilmann Weinig. Er hat sich von Alexander Urban diese Radkutsche bauen lassen und sie am Montag in Tübingen abgeholt. Sie ist mit einem sarken Elektromotor versehen und kann locker mit Gästen auch Steigungen bewältigen.  Der Akku hat auch die ganze, bergige Strecke von Tübingen über die Dörfer nach Stuttgart (37 km) durchgehalten, aber gebraucht hat Tilman dafür dann doch knapp fünf Stunden, sagt er.

5. Oktober 2013

Gefährliche Radlerampeln, zum Vierten - eine Denksportaufgabe


Diese Ampel ist ein schönes Beispiel dafür, dass Radfahrer im dritten Modus fahren müssen, dem speziellen Radfahrermodus, wenn sie sich auf einem Radweg befinden. 

Hier gelten nicht die Regeln für Fußgänger, denn da stehen Ampeln auf der gegenüberliegenden Seite, aber auch nicht die, die wir als Autofahrer gewöhnt sind. Aufofahrer haben stets klare Ampelregelungen mit mehreren Ampeln, die ihnen zeigen, welche Spur fahren darf und welche halten muss.

4. Oktober 2013

Heute Abend die etwas andere Tour durch Stuttgart

Um 18:30 Uhr am Stuttgarter Feuersee (bei der Roten Kapelle) treffen sich heute Abend wieder die Radlerinnen und Radler, die einmal im Monat in kritischer Masse auf Straßen durch Stuttgart fahren, die sonst nur Autofahrern vorbehalten sind. 

Dieses Mal wird es eine echte Tunneltour. Sie geht durch den Schwanentunnel und über die König-Karls-Brücke nach Cannstatt und auf dem Rückweg durch den Wagenburgtunnel.  Im September waren wir 92, heute wollen wir die 100 knacken. (Ich zumindest werde mir alle Mühe geben.)

Auf der Tour kann jeder mitfahren. Ein besonderes Können oder besondere Kondition sind nicht nötig. Dafür ist die Stimmung gut.

Hier der Link zur Route

3. Oktober 2013

Ist doch mir egal

Ob man einmal anfangen wird, solche Fahrzeuge abzuschleppen. Das darf man ja nur, wenn sie etwas blockieren, Feuerwehrzufahrten beispielsweise. Hier wären es Radwege. Gilt das auch? 

An einem Samstag bei gutem Wetter herrscht Ausnahmezustand in Stuttgart. Aber für den sparsamen Schlauberger gibt es ja immer sozusagen dauerreservierte Freiflächen zum Parken, nämlich Radwege.


2. Oktober 2013

Ein Herz für Radfahrer/innen

... habe ich, meint Isabelle Butschek von der online-Redaktion der Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung. Sie hat heute über meinen Blog berichtet.

"Stuttgart - Diese Stadt macht es ihren radelnden Bewohnern nicht gerade leicht. Schon die Topographie ist eine Sache für sich ..." meint sie. Und so geht es weiter ...


1. Oktober 2013

Was will uns dieses Schild sagen?

Wo ist der Radweg, auf den es hinweist, hälftig geteilt mit dem Gehweg? Das Schild steht Richtung Kaltental an der Kreuzung Böblinger Straße mit der Schickardtstraße, die rechts vom Schabtunnel her kommt. 

Die Böblinger Straße hat keinen Radweg. Man fährt sie vom Marienplatz kommend auf der schmalen Fahrbahn. Kurz vor der Ampel aber will man die Radler offenbar von der Straße haben und gibt den Gehweg frei. Was ja nicht heißt, dass ich als Radler dort fahren muss. Allerdings dürfen Autofahrer hier nur rechts oder links, nicht geradeaus. Für mich als Radler ist hier das Geradeausfahren nicht freigegeben. Statt dessen sehe ich dieses Schild, das genau auf der Ecke an der Fußgängerampel steht. Es weist einen für mich verpflichtenden Radweg aus. Aber wo ist der?

29. September 2013

Gefährliche Radampeln, zum Dritten

Radampeln sind für Radler besonders gefährlich, weil sie urplötzlich auftauchen und von uns jäh einen Konzeptwechsel verlangen. Meistens nämlich überqueren wir Straßen auf für Radler freigegebenen Fußgängerüberwegen. Wir verhalten uns wie Fußgänger.

Wie Fußgänger schauen wir auf die Ampel auf der anderen Straßenseite. Wird das Zeichen grün, fahren wir los. Radampeln stehen aber an unserer Bordsteinkante. Und es gibt mehrzügige Überwege, wo auf der nächsten Verkehrsinsel für Radler eine Ampel steht und der Blick voraus nach Gegenüber oder auf eine Fußgängerampel tödlich sein kann.

27. September 2013

Es geht doch was

Nämlich von Vaihingen über die Kaltentaler Abfahrt und die Böblinger Straße nach Heslach hinunter. Der Radweg unten ist jetzt auch fast fertig. Es rollt. Fein. 

Der Radverkehr hat dem Autoverkehr eine ganze Spur genommen. Der Radweg, der in beide Richtungen befahren wird, ist breit. Rechterhand rauscht, duftet und tropft der Wald, links rollen die Autos. Uns trennt ein Bordstein. Das ist für Stuttgarter Verhältnisse ein wunderbarer Radweg.  Der letzte Asphaltschliff fehlt der Strecke zwar noch, aber sie gefällt mir jetzt schon.

25. September 2013

Man versteht es nicht - Neckarwestweg Teil 2

Das ist die Fußgängerampel auf der Wilhelmaseite der Rosensteinbrücke über den Neckar. Sie ist ausdrücklich für Radfahrer erlaubt. Doch die Gehwege, die geradeaus auf diese Ampel zu- und von ihr wegführen, sind beide für Radler verboten. 

Reine Fußgängerbreiche mit Extra-Schildern. Man kann hier nur über die Gehwege der Brücke fahren oder nach links über die Ampel zur Wilhelma hinüber. Stadtauswärts (Richtung Münster) ist der Gehweg bis zur nächsten Brücke, der Wilhelmsbrücke, für Radfahrer gesperrt. (Inzwischen,  Stand ende 2014 nicht mehr.)Man darf drüben nur entweder nach rechts auf dem Gehweg über die Brücke zurückfahren oder auf die Fahrbahn.

23. September 2013

Gar nicht an Radfahrer gedacht.

Zur Bändigung des Autoverkehrs werden ehemals doppelspurige Straßen zurückgebaut oder irgendwie halbseitig blockiert. So hier in Sonnenberg. 

Eigentlich könnte man mit dem Rad sehr gut auf der Laustraße durch das verkehrsberuhigte Sonnenberg radeln. Man könnte auch am Ende dieser Straße links abbiegen, um dann auf der Heinestraße rechts nach Degerloch hinüber zu radeln.