27. Juni 2013

Der Radweg - Olgastraße

Radwege sind launisch und helfen nicht beim Linksabbiegen. Sie haben auch gern mal eine kleine Baustelle ohne Vorwarnung oder man hat temporäre Halteverbotsschilder aufgestellt. Abgesehen natürlich vom Lieferverkehr, der auf ihnen hält.

Zum Beispiel die Olgastraße stadtwärts. Hier mit einer kleinen Asphaltflickerei, die ordentlich unter den Reifen knallt. Auch kann es der Autofahrer nicht erwarten, bis er endlich rechts rüber kann, rollt mit zwei Reifen auf meinem Radweg und schneidet dann rüber.

Oben an der Ampel endet der Radweg zuverlässig, und wenn ich weiter runter will (nicht nach rechts), dann muss ich mich auf der linken Autospur einordnen.

Radwege sehen Linksabbiegen nicht vor. Nicht einmal das Geradeausfahren. Dabei hat man noch Glück, wenn er kurz vor der Kreuzung und mehrspurigen Ampelanlage endet. Blöder ist es, wenn er es eigentlich gar nicht erlaubt, dass man sich links hält.
Dieser Radweg beginnt an der Charlottenstraße und geht bis ganz hier herauf. Er wird auch ganz gut benutzt, denn er hat wenige Ampeln und einen Kreisverkehr und ist recht friedlich bis zu dem hier gezeigten Punkt. Aber zum Linksabbiegen muss der Radler die Hochraser-Spur kreuzen. Autofahrer wollen hier oft geradeaus, statt links.

In Gegenrichtung, stadtwärts, saust man ohne Radweg hinunter - Platz ist genug da - und durch den Kreisverkehr, bis der Moment kommt, wo sich ohne Not wieder ein Radweg materialisiert. Er ist vielleicht dreißig Meter lang und endet an der Ampel, Abzweig Blumenstraße.







Beim Massenstart zusammen mit dem Autoverkehr wird man als Radler hinter der Kreuzung auf die dort parkenden Autos geschickt. Ja, sie ist halt schmal, die Straße, deshalb hat ja da kein Radweg mehr hingepasst, oder nur auf Kosten der Parkplätze.

Wo man sie als Radler wirklich braucht, sind sie nicht. Wo es schwierig wird, hören sie auf. An engen Ampeln schaffen sie eben gerade nicht den Platz, den ich als Radler bräuchte, um gefahrlos rüber zu kommen. 

Und dann kann sich die Lage auch mal unverhofft so darstellen, dass mir beim Anradeln auf die dreispurige Ampelanlage zur Querung der Charlottenstraße was Gelbes entgegenkommt.

Hier hätte man besser jeglichen Radweg weggelassen. Er verführt nämlich dazu, sich in Gefahr zu begeben. Radler, die länger leben wollen, suchen ich im Bohnenviertel einen anderen Weg, den es auch gibt.


Denn vorn an der Ampel ist meine Spur, wenn ich geradeaus hinüber ins stillere Gerichtsviertel will, übrigens die mittlere. Sonst werde ich von denen, die schräg rechts fahren wollen, über den Haufen gefahren. Ich stehe an der Ampel also zwischen Blech, und zwar ziemlich päp. 


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