3. Oktober 2013

Ist doch mir egal

Ob man einmal anfangen wird, solche Fahrzeuge abzuschleppen. Das darf man ja nur, wenn sie etwas blockieren, Feuerwehrzufahrten beispielsweise. Hier wären es Radwege. Gilt das auch? 

An einem Samstag bei gutem Wetter herrscht Ausnahmezustand in Stuttgart. Aber für den sparsamen Schlauberger gibt es ja immer sozusagen dauerreservierte Freiflächen zum Parken, nämlich Radwege.



Praktisch Dauerparkplatz ist die Einfahrt für Radler über die Hauptstätter Straße in die Cottastraße (die hier Einbahnstraße in Gegenrichtung ist). Dieser Transporter zwingt Radler, den aus der Cottastraße heraus startenden Autos genau vor den Kühler zu fahren. Oder muss absteigen und warten.  

Auch der hier fand es an einem anderen Samstag völlig unnötig, darauf zu achten, dass er mitten auf diesem ohnehin komplizierten Radweg steht. Und dieser Abschnitt wird von vielen Radlern befahren. (Tübinger Straße, Feinstraße, Google Maps)








Und der hier hat vermutlich gar nicht gemerkt, dass er mit seinem langen Kühler weit auf den Radweg vorgestoßen ist. Ein zweiter wollte sich gerade daneben stellen, als ich kam, und hat mich förmlich auf den Kühler genommen, ist dann aber wieder hinausgefahren. 

Hier müssen wohl mal Pfosten her. Denn wenn das erst offiziell Teil der Hauptroute 1 (Tallängsweg) ist, geht so was nicht mehr. (Holzstraße beim Breuninger, Blick Richtung Planie.)


Und am Sonntag sah es nicht viel anders aus.
Diesmal in die andere Richtung geschaut.


Die Missachtung der Radwege erscheint womöglich als lässliche Sünde, denn der Radler kommt ja immer irgendwie weiter. Aber es ist genau das respektlose Verhalten Radfahrern gegenüber, das sie zu Kampfradlern macht. Sie halten sich dann eben auch nicht an die Regeln. Oder sie fangen gar nicht an, sich an Regeln zu halten. 






Na ja, hier kommt man doch noch durch, wird sich der Besitzer des Anhängers am Sonntag gedacht haben. Bei Tag auch kein großes Problem, wenn man bremst und gut zielt. Aber ob man das Teil bei Nacht rechtzeitig sieht (vor allem von der anderen Seite, wo keine Rückstrahler reflektieren)? 

Und dieser Bus stellt sich auf den für Radler freigegebeen Gehweg, sodass gar keiner mehr richtig durchkommt. (Marienplatz)



Das ist die Theodor-Heuss-Straße. Für Radler ist es durchaus nicht einfach, die Radspur zu verlassen, denn der Autoverkehr rast von Ampel zu Ampel.





Vor allem der kleine Sportwagen blockiert hier vollständig die Radroute, die vor dem Umbau des Landtags noch bestand.






Kommentare:

  1. Also der Trans-O-Flex parkt ja nicht nur auf dem Fahrradweg. Sondern parkt unmittelbar vor einem Zebrastreifen. Dass das verboten ist lernt man sogar schon in der Fahrschule.

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  2. Stimmt ... Vielleicht sollte ich noch einen Fußgängerblog anfangen. Autos parken ja auch auf Ecken und blockieren den Bordstein für alle, die über die Straße wollen, sie stellen sich auf Zebrastreifen, parken unmittelbar an den Haltelinien für Ampeln, stehen in Feuerwehrgassen und auch sonst im Halteverbot. (Wobei übrigens auch Radfahrer sich ja nur ungern an die Regeln halten.) Ist es bescheuert von mir, dass ich manchmal denke, man sollte zurückkehren dazu, sich an Regeln zu halten?

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