3. November 2013

Eines schönen Tages ... der Marienplatz

Irgendwann haben wir vielleicht eine Regelung am Marienplatz, die die zwei wichtigsten Kriterien für Radfahrer erfüllt: von Fußgängern getrennt fahren und nur wenige Ampeln, an denen man warten muss. 

Wie es bisher geht, habe ich oft beschrieben. Wer aus der Tübinger Straße kommt und Richtung Vaihingen will, schlingert irgendwie durch den Fußgängerbereich des nördlichen Marienplatzes, über die Fußgängerampel und durch die verkehrsberuhigte, aber bevölkerte Passage beim Rewe in die Möhringer Straße.

Wer klug ist, legt diesen Weg jetzt schon auf der Straße zurück, muss dann aber irgendwie den Bordstein hochhopsen, um in die Möhringer Straße zu kommen.
Wer aber aus der Tübinger Straße kommend ins Lehenviertel will (Süden, Filderstraße), muss sich durch die Fußgänger und über eine von beiden mehrzügigen Fußgängerampeln schlagen und findet auf der Fildertraße keine Lösung vor, die ihn auf die rechte Straßenseite bringt. (Siehe)

Nehmen wir mal an, man würde ernsthaft Radler von Fußgängern trennen und einen Radweg um den Marienplatz legen, in jede Richtung einen. Dann sähe das so aus (Foto oben). Nachteil: Beide Male geht der Radweg über die Busspur. Wenn ein Bus hält, kommen Radfahrer in Versuchung, den Bus zu überholen oder über den Gehweg auszuweichen.

Noch problematischer ist der Ausgang der Möhringer Straße auf den Marienplatz. Lenkt man Radfahrer direkt rüber auf den Radweg, der zur Tübinger Straße führt, so braucht es für Autofahrer eine neue Ampel (Nr. 1). Praktischwweise würde man den Fußgängern gleichzeitig grün geben. Das aber führt dazu, dass die Radfahrer in die Fußgänger rasseln, also durch eine Radlerampel (Nr. 2) zum Warten gezwungen werden müssten.

Ich halte es für möglich, dass Radler den Umweg auf der Straße ihm den Marienplatz herum nehmen würden, um in die Filderstraße zu kommen und auf ihr weiter Richtung Lehen zu fahren. Allerdings nur dann, wenn es auch dort einen Radweg gibt und Radler nicht drei Mal hintereinander an Autoampeln warten müssen, weil Fußgänger und Querverkehr grün bekommen.

Am liebsten wäre es mir, die Marienplatzumrundung einschließlich der Tübinger Straße und der Filderstraße bis zur Kreuzung würde Fahrradstraße, die übrigens Vorfahrtstraße bleibt. Sie bekäme blaue Kreise mit Radsymbol auf die Fahrbahn gemalt (die billigste Lösung übrigens), und dort hätten Radfahrer dann Vorrang vor den Autos und übrigens auch vor den Fußgängern, außer natürlich an den Fußgängerüberwegen. Die Fußgängerampel beim Rewe könnte wegfallen und in einen Zebrastreifen umgewandelt werden. Damit wären alle Problemstellen, auch die Bushaltestellen, entschärft. Radler könnten an haltenden Bussen vorbeifahren, müssten aber am Zebrastreifen warten. Der Bus dürfte allerdings das Problem sein. Er möchte freie Fahrt und nicht am Zebrastreifen warten.

Natürlich gilt dann 30 km/h für Autofahrer, aber viel schneller kann man dort sowieso nicht fahren. Und wie das mit der Fahrradstraße geht, würden Stuttgarter Autofahrer auch besser verstehen, wenn es nicht nur eine einzige gäbe.

Kommentare:

  1. Die Idee Am Marienplatz gefällt mir gut. Ich entscheide mich aber bereits an der Tannenstr. ob ich über die Böheimstr. und Filderstr. Richtung Lehenviertel oder die Böblingerstr. in die Tübingerstr. richtung Heusteigviertel fahre. Damit ist die REWE Passage für mich uninteressant. Das funktioniert bisher recht gut. Vornehmlich fahre ich dort gegen 17:00 Uhr, also im Berufsverkehr.

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  2. Mache ich auch gern so. Wenn man über Böheim- und Filderstraße will, wäre übrigens eine Freigabe der Einbahnstraße Liststraße (die auf die Böheimstraße kommt) wünschenswert. Man würde sich die Kreuzung Hauptstätterstraße sparen.

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  3. Wenn man aus der Tübinger zum Lehen will, biegt man eine vor dem Marienplatz links ab und hat nur eine Ampel über die Hauptstätterstraße. Allerdings oben an der Filderstraße ein Stopp-Zeichen.

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  4. Jaja, es gibt viele Möglichkeiten wenn man die entsprechende Ortskenntnis hat. Da ich aber einige Zeit in diversen Liegeradforen unterwegs war kenne ich auch Erfahrungen von Fremden. Und da funktioniert nicht mal der Necakkadweg von Remseck nach Esslingen, weil der beschilderte Weg im Zickzack beim Daimler entlang führt und die Alternative entlabg der B10 nicht gefunden wird um zügig voranzukommen.

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