2. August 2013

Keine Kompromisse - Neckarstraße


Die Neckarstraße ist ein schönes Beispiel für das verzweifelte Bemühen der Stadt zu zeigen, dass sie weiß, dass es auch Radfahrer gibt. Sie ist Richtung Cannstatt die einzige Alternative zum Schlossgarten, wo man unter Fußgängern radeln muss.

Dort, wo es völlig unproblematisch ist zu radeln, gibt es einen Radweg. Dort, wo es eng wird, gibt es ihn nicht. Radwege sind kein Kompromiss mit dem Autoverkehr, vielmehr unterliegen sie dem Autoverkehr immer.

31. Juli 2013

Schöner radeln

Wie groß ist die kritische Masse, die ein Radfahren in Stuttgart gemütlich macht? Critical Mass Stuttgart lädt jeden ersten Freitag im Monat zu einer gemeinsamen Rad-Ausfahrt ein. 

Nächster Termin ist der 2. August.
Startpunkt ist der Feuersee in Stuttgart, 18:30 Uhr. 

Genauer Treffpunkt ist die Rotebühlstraße, Ecke Hermannstraße, genau gegenüber der Johanneskirche sein. So dass man Richtung Stadtmitte los fahren kann.

29. Juli 2013

Ich seh dich doch. - Nachtfahrten ohne Licht

Also siehst du mich auch. Ungefähr das muss ein Radfahrer denken, der nachts ohne Licht unterwegs ist. Eine erstaunlich infantile Haltung. 

Im Sommer fahren viele, die sonst nicht fahren. Oder nur tagsüber. Diese Tagesradler entdecken, wenn es plötzlich dunkel ist, dass ihr Licht nicht funktioniert. Aber auch im Winter sehe ich, dass drei von zwanzig Radlern ohne Licht unterwegs sind, gern im Schlossgarten.

Erstaunlich, wie viele Radler nicht damit rechnen, das es dunkel sein könnte, wenn sie sich auf den Heimweg machen.

Inzwischen sind nicht mehr nur Dynamo-Lichtanlagen Pflicht. Erlaubt sind auch die hellen LED-Lampen mit Nabendynamo und sogar die batteriebetriebenen Lichter, die man sich an den Lenker und hinten ans Rad klemmt. Hauptsache Licht!

28. Juli 2013

Radfahrer haben die Seele eines Fußgängers

Autofahren lernt man in einer Schule, Radfahren nicht. Es ist wie beim Lesen und Schreiben. Viele glauben, sie könnten mal schnell ein Buch schreiben, nur weil sie schreiben können. 

Wir wachsen als Kinder in die Fertigkeit hinein, Rad zu fahren. Dass es irgendwelche Regeln gibt, wird ins manchmal mitgeteilt, manchmal nicht. Ich bin jetzt vielen Radlern begegnet, die ein nur sehr ungefähres Wissen über die Regeln für den Radverkehr besitzen. "Ach, das ist kein Radweg?" - "Nein, das ist ein Gehweg, der für Radler nur freigeben ist. Und ab hier dürfen Sie überhaupt nicht mehr auf dem Gehweg fahren." - "Aber auf der Straße ist es mir zu gefährlich." Gibt es ein Recht des Schwächeren auf Illegalität? Beim Radfahren anscheinend.