9. November 2013

Radfeinde sagen:

Stuttgart ist Autostadt und wird niemals Fahrradstadt werden. Schon wegen der Berge. Außerdem leben wir alle von der Autoindustrie. Geld sollte man zur Förderung der Radwege nicht ausgeben.

Bestenfalls sei der öffentliche Nahverkehr zu fördern. Manche sagen das mit spürbarem Hass, andere mit Kopfschütteln. Ich glaube, wir brauchen keine Wut aufeinander, und sage: Wenn deutliche mehr Leute mit dem Rad in Stuttgart herumfahren als bisher, dann haben die Autofahrer mit ihren Autos mehr Platz.

Es gibt Menschen, die können oder wollen nicht Rad fahren, sie brauchen ihr Auto, sind darauf angewiesen und sie wollen Auto fahren. Total okay. Niemand muss Rad fahren. Aber ich finde, es sollte mehr Leuten möglich sein, mit dem Rad durch Stuttgart zu fahren, die das wollen.

7. November 2013

Eines schönen Tages ... der City Ring

Bald ist Stuttgart eine Fahrradstadt. In der Innenstadt ist der Anteil von Radfahrern am Verkehr auf fast 30 Prozent gestiegen. 

Vor allem in den Sommermonaten lassen viele Autofahrer/innen ihren Wagen stehen und fahren mit dem Rad zur Arbeit oder zum Shoppen in die Stadt. Denn Radfahren ist bequem und gut geregelt, seitdem der Cityring für Radfahrer fertig ist.

Die Zeiten sind vorbei, wo dem Radler an der Theodor-Heuss-Straße und der an der Holzstraße (Breuninger) nur ein paar hundert Meter Radweg und die Fahrradstraße Eberhard/Marktstraße zur Verfügung standen und er sich auf allen anderen Wegen durch Fußgänger schlängeln musste.

5. November 2013

Weiße Linien reichen nicht - Radweg Waiblinger Straße

Es ist halt alles nicht so einfach. Über den neuen Radweg Fellbach/Cannstatt (Hauptorte 1) wird heftig diskutiert. Auch hier im Blog.  Der eine findet ihn toll, vor allem als schnellen Weg nach Fellbach, für den andern gehört er zu seinen Favoriten der beschissensten Radwege von Stuttgart, und zwar weil er stellenweise echt gefährlich ist.  

Bevor ich ihn radeln konnte, hat Blogleser Sebastian mir folgenden Bericht mit Bildern geschickt. Leicht ist es nicht, ich sagte es schon, aber es reicht eben nicht, weiße Linien in den Asphalt zu legen und Radzeichen aufzuspritzen. Was ja auch Geld kostet. Hier und dort wäre eine echte Baumaßnahme nötig gewesen, die dem Radler den Platz schafft, der ihm als ernstzunehmender Verkehrsteilnehmer zusteht.

Hier Sebastians Bericht. Vielen Dank dafür:

3. November 2013

Eines schönen Tages ... der Marienplatz

Irgendwann haben wir vielleicht eine Regelung am Marienplatz, die die zwei wichtigsten Kriterien für Radfahrer erfüllt: von Fußgängern getrennt fahren und nur wenige Ampeln, an denen man warten muss. 

Wie es bisher geht, habe ich oft beschrieben. Wer aus der Tübinger Straße kommt und Richtung Vaihingen will, schlingert irgendwie durch den Fußgängerbereich des nördlichen Marienplatzes, über die Fußgängerampel und durch die verkehrsberuhigte, aber bevölkerte Passage beim Rewe in die Möhringer Straße.

Wer klug ist, legt diesen Weg jetzt schon auf der Straße zurück, muss dann aber irgendwie den Bordstein hochhopsen, um in die Möhringer Straße zu kommen.