24. Januar 2014

Viele Radfahrer - Wien

Wien ist stolz auf sein Angebot an Radstrecken, die es attraktiv und sicher nennt. Und in Wien sind im vergangenen Jahr die Menschen für gut 2,4 Millionen Fahrten aufs Rad gestiegen, trotz wochenlangen Schnees im Winter. Der Radverkehr nimmt zu, auch in dem Maß, wie die Radwege durchgängiger befahrbar werden. 

In Wien gibt es einen Cityring für Radfahrer, den Ringradweg rund um die Innenstadt. Der ist nicht neu, und er hat auch schon für viel Ärger gesorgt, weil die zumehmende Zahl von Radlern mit den Fußgängern in Konflikte geriet. Daraufhin musste der Ring neu geplant und ausgebaut werden. Aber Schwächen bleiben. Seit der Ring geschlossen ist (Ende 2013), fahren nach Angaben von Fahrradwien dort auch deutlich mehr Menschen mit dem Rad. Das belegen Zählungen:

"Die Zählstelle mit der besten Entwicklung war 
der äußere Opernring. Hier stieg die Anzahl der Radfahrenden von 266.618 im Jahr 2012 auf 382.077 im Jahr 2013. Das ist ein Plus von 43,3 Prozent. Der neue Radweg auf der äußeren Seite der Wiener Ringstraße wurde im Jahr 2011 eröffnet. Es zeigt sich, dass der Wiener Ring fürs Radfahren dadurch an Attraktivität gewinnt."

Auch in Wien läuft es nicht ideal. Es sind nur mehr Radler unterwegs.

Obwohl Wien uns voraus ist, hat auch auch das Radwegsystem einschließlich des Ringradwegs Schwächen, die mich schmunzeln machen, weil sie so typisch sind für manchmal etwas wenig mutige Gebastel, auf der Suche nach einem Kompromiss mit dem Autoverkehr, den man nicht zu sehr verärgern will.





Blog-Leser Gerhard schreibt mir: Ich war vor einiger Zeit auch mal dort und habe gesehen, dass es dort unter anderem richtige "Radautobahnen", also äußerst gut ausgebaute Radwege, gibt."

Auf seinem Foto sieht man auch, dass man Fußgängerüberwege auf Radwege legen kann. Ob das richtig gut funktioniert, ist eine andere Frage, aber es wäre eine Lösung beispielsweise für den Marienplatz in Stuttgart, wenn man um den herum einen ordentlichen Radweg legen wollte.

"Allerdings", fährt Blogleser Gerhard fort, "wird auch schnell abkassiert, wenn man unberechtigt in einer Fußgängerzone herumradelt wie im beiliegenden Bild vor dem Stephansdom."



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