22. Februar 2014

Radparkplatz ohne Zugang

Mit dem Rad zur Arbeit fahren ist in. Zwar fördern die meisten Firmen Radler nicht, während sie Autofahrern traditionell Parkplätze oder Tiefgaragen zur Verfügung stellen und Stadtbahnfahrern Zuschüsse zahlen. Einen Bonus bekommen die meisten Radfahrer nicht, dafür müssen sie um Abstellplätze kämpfen. 

Der SWR hat vor dem neuen Eingang in der Kuhnstraße jetzt Fahrradständer aufgestellt. Ob sie im Sommer reichen, wird sich zeigen.

Zunächst einmal kommt man auf dem Rad legal gar nicht bis dorthin.
Wenden wir ums mal um und schauen, wo die Radler eigentlich herkommen. Sie sind die Nhier schlage ich einen gelben Pfeil vor, der den Radlern das Geradeausfahren bei Auto-Rot erlaubt) und haben die Ausfahrt aus der Tiefgarage des SWR passiert.
eckarstraße stadtausqwärt ganz bis zum Ende gefahren, haben an der Ampel gewartet, wo man zum Schwanenplatztunnel (nach Cannstatt) abbiegt (

Und nun? Würden sie auf der Kuhnstraße weiterfahren, so müssten sie auf Höhe der Radständer bremsen, absteigen, das Rad quer zur Fahrbahn stellen, eine Lücke zwischen den geparkten Autos suchen und das Rad den ziemlich hohen Bordstein hinaufheben.

Geht gar nicht.

Also fahren sie auf dem breiten Gehweg bis zu den Abstellstangen. Der Gehweg ist aber nicht für Radfahrer freigeben. Hier fahren sie illegal. Ist im Prinzip ja egal, sagt man mir achselzuckend. Aber wenn es uns darum geht, illegales Verhalten vorn Radfahrern abzustellen, dann müssen wir schon überall dafür sorgen, dass es einen praktikablen und legalen Weg zum Ziel gibt.

"Die sollen halt das Stückle schieben", ist keine kluge Antwort. Vor allem, weil sie meist mit so einem Grinsen vorgetragen wird, das eine gewisse Freude daran verrät, Mitmenschen Umstände zuzumuten, die sich anders als man selbst und die Mehrheit verhalten.

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