3. Juni 2014

Was tun mit dem Marienplatz?


Die Tübinger Straße wird jetzt Fahrradstraße. Schön. Aber wie kommen wir eigentlich über den Marienplatz, der ja ebenfalls Teil der Radhauptroute 1 ist? Da ist noch gar nichts geklärt.  

Derzeit werden Radler aus der Tübinger Straße mit einem Selbstmordpfeilchen an der Ausfahrt der Tübinger Straße quer über die Spur der einbiegenden Autos auf den Fußgängerbereich des Platzes gelenkt. Und dann schlingert man durch genervte Fußgänger zur Fußgängerampel.

Wer Richtung Heslach und Vaihingen will, der fährt jetzt schon besser auf der Fahrbahn weiter, bedrängt allerdings von Autos und einem Bus. Bisher verführt einen die Beschilderung mitten in der Fußgängerfurt vor dem Rewe (durch die dort wartenden Fußgänger hindurch, weil nur dort der Bordstein niedrig ist) in die Schleuse zur Möhringer Straße zu zielen. Das kann man eigentlich nicht noch einen Sommer lang so lassen.

Routiniertere Radler fahren hier lieber über die Böblinger Straße weiter und biegen erst die nächste nach links und fahren sie zur Möhringer Straße hoch.

Und genau so könnte man künftig die Radler lenken und zwar - versuchsweise zunächst - mit breiten Radstreifen, die den Autofahrern und Radlern zeigen: Hier fahren Radfahrer.

Zwei gravierende Veränderungen müsste es dann allerdings für den Autoverkehr geben. Die Hohenstaufenstraße abwärts muss ein Stoppschild vor der Einfahrt in den Marienplatz bekommen. Und der Verkehr der von der Filderstraße her kommt, muss am Fußgängerüberweg vor dem Rewe ebenfalls mit einem Schild gestoppt werden. Oder beide per Ampel. Das wird allerdings nahezu undenkbar erscheinen, weil hier ein Bus fährt. Und Busse sollen ja auf Vorrangstraßen fahren.

Es wird sich nie ganz verhindern lassen, dass Radler nachwievor über den Marienplatz selbst fahren, also über den Bereich, auf dem sich Fußgänger aufhalten. Vor allem, wenn sie zum neuen Rewe wollen oder gar hinauf ins Lehenviertel.

Der geschicktere Weg dafür ist aber eigentlich der durch die Kolbstaße auf der Fahrbahn mit einer Radlerampel. Und so kommt man auch aus dem Lehen am besten zur Tübinger Straße hinunter. Deshalb hier der Vorschlag noch einmal ergänzt um die Fahrt durch die Kolbstraße.

Wer eine bessere Idee hat, teile sie mir bitte mit. Ideal ist das nämlich nicht. Der Autoverkehr, der sich am Spätnachmittag durch die Straßen um den Platz schiebt, ist gigantisch. Die Böblinger Straße ist total dicht. Es ist der Wahnsinn. Und da sollen dann noch Radler durch?

Kommentare:

  1. Ich fahre abends, wenn ich von Vaihingen richtung Heusteigviertel möchte noch mehr Straße. Von der Burgstallstrasse wechsle ich direkt in die Böheimstrasse. Dann am Marienhospital entlang, ein kurzes stück Filderstrasse um dann nach dem Maienplatz links in die B14 einzubiegen. Gleich wieder rechts, entweder durch die Vorfahrt am Hotel oder wenn der Fußweg zu voll ist bis zur Ampel und dann recht in die Kolbstrasse. Dann wieder links die Heusteigstrasse entlang und das nerfigste Stück Weg ist geschafft. Der Rest sind dann ruhige Nebenstrassen.

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  2. Und wie müsste der Marienplatz aussehen, damit du dort lang fährst? (Und warum nimmst du nicht die Filderstraße und biegst von dort in den Strohberg ein?) Ich finde das sehr interessant, warum man sich eine bestimme Route erarbeitet hat. Meistens spielen solche Kriterien wie "lange Ampelphasen" oder stockender Autoverkehr (Böblinger Str.) eine Rolle.

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    1. Ja, das war ein Prozess. Anfangs bin ich am Tunnel geradeaus gefahren, muss dann aber danach links abbiegen. Da die Straße dort nicht sonderlich breit ist und leicht ansteigt war ich immer in nicht überwindbares langsames Hindernis. Jetz biegt meine Spur links ab, es gibt eine 2. Linksabbiegerspur und ich habe auf der Hauptstraße Gefälle. Gut, die Kolbstrasse steigt dann wieder an, aber da bin ich fast allein und es wäre genug platz um überholt zu werden. Ausser Fahrrad fahre ich auch noch PKW, selten LKW und oft Linienbus. Da sieht man verschiedene Betrachtungsweisen für eine Situation. Wenn ich mir durch kaum Nachteil viele Vorteile für die restlichen Verkehrsteilnehmer bekomme nehme ich den geringen Nachteil gerne in Kauf. Die Höhendifferenz in der Kolbstr. ist etwas mehr, dafür komme ich mit Schwung in die Steigung und nicht ab der Ampel.

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  3. Altmünsteraner3. Juni 2014 um 11:21

    Alles Toll, aber die Kreuzung Hohenstaufenstrasse Tübingerstrasse MUSS verändert werden. Wir, meine gerade radfahren lernende Tochter und ich, kommen nahezu täglich in die Bedrouille vom Marienplatz zum Bioladen zu kommen, ein lebensgefährliches Unterfangen. Die Autos biegen mit 50 in die Tübingerstrasse ab, oder kommen nur mit Blick auf die Kreuzung aus der selben heraus, meist parken dann noch einige vor der Bank.....Deshalb muss man die Geschwindigkeit herausnehmen vielleicht durch einen sleeping policeman am Eingang der Tübingerstrasse und zwar so hoch, dass nur noch im Schritttempo abgebogen werden kann, mit einer Furt für Radler - wie schon der Holländische Mitbürger für die Tübingerstr vorgeschlagen hatte, ein Zebrastreifen direkt dahinter und mit einer rot gekennzeichneten Rad und Busspur auf der Hohenstauferstr/Möhringerstr auf beiden Seiten mit Vorfahrt nur für eben solche und Tempo 30 im gesamten Marienplatzbereich. und noch was Allgemeines: warum soll ich als Radler Umwege fahren, Ziel sollte es doch sein, die Attraktivität des Radelns zu steigern, also schnell und direkt von A nach B zu kommen, und keinen Umweg über Degerloch zu wählen, um vom Marienkrankenhaus in die Tübingerstr zu fahren!!!!! am besten über 6 spurige Strassen.....

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