7. August 2014

Bitte mal überdenken - Cannstatt Neckardamm am Rosensteinbunker

Es gibt in Stuttgart einige altgediente Radspuren, die für ein paar Radler angelegt wurden, für die zunehmende Menge an Radfahrern aber nicht mehr taugen.  

Und zwar deshalb, weil sie zu eng und Flickwerk sind und Radfahrer sie nur dann gut benutzen können, wenn sie sich den praktikablen Weg selbst suchen.

Auf dem Foto sieht man, dass der eine Radfahrer auf der Fahrbahn fährt, die anderen ihm auf dem Gehweg entgegenkommen. Beide fahren im englischen Modus, also auf der jeweils links von einander. An dieser Stelle, nämlich am Rosensteinbunker in Cannstatt geht das praktisch nicht anders. (Sie Karte unten)
Dieser Übergang über die Rosensteinbrücke ist ein gutes Beispiel für eine Radführung, die nicht mehr funktioniert, wenn mehr als ein Radfahrer sie benutzt. Radler, die von der König-Karls-Brücke kommen und Richtung Max-Eyth-See wollen, haben keine andere reelle Möglichkeit als auf dem Neckardamm zu fahren, der bei den meisten Leuten als Radweg gilt, obgleich er lediglich für Radfahrer freigegeben ist. Hier mischen sich vor allem am Wochenende viele Radler mit vielen Fußgängern.

Der Neckardamm wird von der Rosensteinbrücke unterbrochen. Es gibt keinen direkten Übergang, weder für Fußgänger noch für Radfahrer. Entweder man fährt auf dem Gehweg links über die Brücke und nimmt den Fußgängerüberweg an der Wilhelma (wer nach Münster will, sollte das tun) oder man muss ordentlich kurven. Und zwar scharf rechts, dann links.

Dann Stopp an einer Fußgängerampel mit Radspur. Sie führt zu einer Verkehrsinsel ausschließlich für Radler mit Radlerampel. Die ist nicht so lange grün wie die Fußgängerampel. Also Vorsicht!

Gegenüber am Rosensteinbunker haben sich inzwischen auch Radler aufgestellt. Wenn nun beide Radler-Ampel-Grün bekommen  fahren sie aufeinander zu, jeweils auf der rechten Seite.

Und nun passiert etwas, das nur deshalb gut geht, weil Radler es gewohnt sind, sich ihren Weg zu suchen und sich zu arrangieren, also durchzuschlängeln.

Weil der Gehweg vor dem Rosensteinbunker von den Radlern benutzt wird, die stadteinwärts fahren, ist kein Platz für die Radler, die Richtung Hofen raus wollen. Also biegen alle, die sich hier auskennen,  von der Radspur weg nach links auf die Fahrbahn. Sie kreuzen dabei die ihnen entgegenkommende Spur. (Foto oben) Für ein paar Meter fahren die Radler nun jeweils auf der linken Seite der Entgegenkommenden. Anders geht das kaum, wenn sich hier mehrere Radfahrer oder gar ganze Wochenendgruppen begegnen.

Die Autofahrer, die hier von Rechts die Abbiegespur zur Brücke hochkommen, wo der die rote Radmarkierung ihre Fahrbahn kreuzt, haben übrigens ein Stoppschild mit Haltelinie vor der Radspur und ein Schild "Achtung Radfahrer".

Hier wünsche ich mir seit langem eine mutige Lösung für einen praktikablen Radübergang, die in Rechnung stellt, dass vor allem am Wochenende viele Radler unterwegs sind, von denen sich etliche an dieser Stelle auch gar nicht auskennen.

Wobei ich mir vor allem eine Ausweg auf die Fahrbahn (Badstraße) wünsche, damit die Radler eine Alternative zum Neckardamm bekommen. Und zwar die Radler, die am Wochenende nicht ausflugsmäßig unterwegs sind, sondern von A nach B kommen wollen. Und dies ohne sich unter Fußgänger mischen zu müssen. Der Neckardammweg zwischen dieser und er Wilhelmsbrücke ist ja auch besonders eng.



1 Kommentar:

  1. Ich habe das gekurve von Stuttgart Richtung Münster aufgegeben. Ich fahre nach dem Leutze gerade aus nach Cannstatt wilhelmsplatz. Kurz nach der Bahnunterführung auf die linke Spur und dann die Wilhelmstr. zur Brunnenstr. Dann im Kreisverkehr links Richtung Neckarine. An der Ampel dann links über die Reinhold Meyer Brücke und weiter nach Remseck. Das ist eine echte Pfadfinderstrecke.

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