9. Dezember 2014

Zwölf Gründe fürs Radfahren

Radfahren ist nicht nur schön, sondern auch gesund. Denn der Mensch ist ein Bewegungstier. Leider gönnen wir unserem Tier oft zu wenig davon. Regelmäßig radeln hilft gegen Missmut und Frust und macht Sie zu einem neuen Menschen. 

Autofahren kann jeder (der mal den Führerschein gemacht hat), aber sich die Stadt mit eigener körperlicher Arbeit zu erobern, macht Sie zu etwas Besonderem. Ihre autofahrenden Arbeitskolleg/innen werden Sie bewundern, wenn Sie trotz Regens mit dem Rad gekommen sind. Und Sie merken, wie mit der Lust an der Bewegung Ihr Selbstvertrauen steigt. Auch ein Alltagsport wie Radfahren schafft Identität in einer Arbeitswelt, in der wir oft nicht als  Individuen wahrgenommen werden. Wir sind dann immerhin Radfahrer.

Hier zwölf Gründe fürs Radeln:

  • Radfahren macht glücklich. Nach etwa einer halben Stunde Ausdauersport schütten wir die Glückshormone Endorphine und Serotonin aus. Das fördert nicht nur im Körper, sondern auch im Gehirn das Nervenwachstum. Damit kann man sehr wirkungsvoll Niedergeschlagenheit und Depressionen entgegenwirken. 
  • Radfahren senkt das Krebsrisiko. Für Frauen hat die Uni Heidelberg herausgefunden, dass in den Wechseljahren schon eine halbe bis eine Stunde Radfahren pro Tag das Brustkrebsrisiko um ein Drittel senkt. Generell sind wir gesünder, wenn wir uns drei bis fünf Mal die Woche eine längere Strecke mit mäßiger Anstrengung bewegen. 
  • Radfahren stärkt das Immunsystem. Sobald Sie sich mit dem Rad auf den Weg machen und treppeln, wachen die Abwehrkräfte auf und machen Jagd auf Viren und Bakterien. 
  • Radfahren ist gut für den Rücken. Die regelmäßig (und nicht ruckartig) kreiselnden Beine lockern Becken- und Rückenmuskeln. Allerdings sollte man den Oberköprer nicht mehr als 30 Grad über den Lenker beugen. 
  • Radfahren trainiert die Atemwege. Einmal am Tag ein bisschen außer Atem kommen ist gut. Beim Radfahren atmen wir auch dann tiefer, wenn wir uns nicht sonderlich anstrengen müssen. Die Lunge bekommt Sauerstoff, die Atemmuskulatur arbeitet. Das schützt vor Erkältungen und kann sogar Asthma mildern. 
  • Radfahren macht schlank. Der Effekt ist zwar nicht gigantisch, dafür aber nachhaltig. Eine Stunde Radfahren verbraucht rund 400 Kalorien, also eine etwa eine Mahlzeit. Wer in normalem Tempo radelt, bewegt sich außerdem in einem Stoffwechsel-Bereich, bei dem die Fettverbrennung aktiviert wird. Zwischendurch mal für fünf Minuten Gummi geben kostet noch mehr Kalorien. 
  • Radfahren hilft gegen Diabetes 2. Denn der Körper verbraucht die Energie, die  ihm über Kohlehydrate und Zucker zugeführt werden. Wer sich regelmäßig ordentlich bewegt, braucht weniger Insulin. Es gibt sogar Leute, die brauchen dann gar keines mehr. 
  • Radfahren ist gut für die Knie. Die Gelenkknorpel werden schon nach fünf Minuten Radeln neu mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Zugleich schont Radfahren die Knie vor Stößen, die es etwa beim Joggen abfangen muss. Acht Stunden im Büro sitzen ist übrigens ganz schlecht für Knie. 
  • Radfahren entlastet Herz und Kreislauf. Das Herz muss ein bisschen stärker pumpen als wenn Sie im Auto sitzen. Ideal wären fünf mal die Woche mindestens 30 Minuten, aber auch schon ein Weg zur Arbeit von 15 Minuten (den man ja auch zurück muss), kurbelt Herz und Kreislauf an. 
  • Radfahren macht beweglich. Wir müssen treten, lenken, bremsen, Kurven fahren, Bordsteine rauf oder runter, anhalten, ausweichen. Das alles schult unsere Aufmerksamkeit, das Reaktionsvermögen und die Koordination. Das ist gut für Körper und Gehirn. 
  • Radfahren macht stärker. Denn nebenbei trainieren wir unsere Beine, auch den oft so wenig benutzten großen Oberschenkelmuskel, aber auch Muskeln im Gesäß und für die Hände. Wer Beinmuskeln aufbauen möchte fährt ihn hohen Gängen, wer was für Pomuskeln tun will, stellt den Sattel niedriger. 
  • Radfahren befreit den Kopf (und macht Kinder besser in Mathe). Sie kommen erfrischt bei der Arbeit an. Und nach der Arbeit haben sie zwanzig Minuten Urlaub für den Kopf. Denn fürs Radeln brauchen Sie Aufmerksamkeit. Sie können nicht über das grübeln, was im Geschäft war. Und das hilft, Arbeit vom Privatleben zu trennen.
Wer Rad fährt ist gesünder. Er oder sie spart der Krankenkasse zwischen 1.500 und 4.000 Euro jährlich. Auch der Arbeitgeber gewinnt dabei, denn es gibt weniger Krankheitstage. 

Kommentare:

  1. <>
    Bitte nicht so etwas schreiben. Das gilt nicht für Typ 1 Diabetiker und die gibt es auch. Für die hört sich das wie Hohn an!

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    1. ..........Heulsuse!!!!!!!!

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    2. mit der Heulsuse meinet ich natürlich Michael.......Sorry Heulmichael......

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    3. Bleibt mal friedlich! Ich bin dankbar für Leute, die mich auf meine Fehler aufmerksam machen. :-)

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  2. *hehe* ... und selbst wer sich sportlich andersweitig austobt oder wer schlichtweg ein bekennender Bewegungsmuffel ist, für den kann das Rad aber trotzdem und immer noch einfach die schlauere, weil schnellere, stau- und parkplatzsuchfreie Nahverkehrsalternative sein. Dafür lässt sich sich dann auch gerne sogar einen Gesundheitsnutzen aufzwingen.

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  3. Radfahren befreit den Kopf, weil die erforderliche Aufmerksamkeit im Straßenverkehr es unmöglich macht, sich noch über die Arbeit zu ärgern? Prust!!!!
    Das steht außerdem in einem gewissen Gegensatz zu "Radfahren macht glücklich", denn der innerstädtische Straßenverkehr ist kaum geeignet, binnen 20 Minuten irgendwelche Glücksgefühle zu erzeugen.

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    1. Lieber Anonymus, ich höre da eine gewisse Aggressivität. Ja, die Aufmerksamkeit für den Straßen- und Schlossgarten-Fußgängerverkehr lenkt ab und die Bewegung auch. Ist ja auch nicht schlimm, wenn das Unterwegssein die Aufmerksamkeit erfordert.

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  4. Eine hübsche Aufstellung. Da denkt man beim Radeln oft gar nicht dran ;-)

    Eine kleine Korrektur bei Punkt 6: Wer in normalem Tempo radelt, bewegt sich im aeroben Bereich, nicht im anaeroben. Anaerob wirds erst, wenn der Puls nach oben geht bzw. die Puste langsam ausgeht...

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