7. Juni 2014

Brückendämmerung

Stuttgarts Fußgänger verlieren eine wichtige Verbindung der beiden Teile von Cannstatt über den Neckar hinweg: die Holzbrücke und den Elefantensteg.

Und für die Radler wird es ebenfalls ein herber Verlust, obgleich es nie erlaubt war, über die beiden Stege zu radeln. Sie waren immer nur den Fußgängern vorbehalten.

In den Pfingstferien ist der Weg noch da, nach den Pfingstferien beginnt die Deutsche Bahn mit dem Abriss, denn genau an diese Stelle kommt die neue Eisenbahnbrücke. Geplant ist, dass unter sie später dann einmal ein Fußgänger- und Radweg gehängt wird. Aber das dauert noch Jahre.

5. Juni 2014

Na, dann mal los! Wir sind dabei.



Stuttgarter Zeitung
Er könne sich vorstellen, in die Mitte einer vierspurigen Stadtautobahn einen Radweg zu bauen, so wird Oberbürgermeister Fritz Kuhn am 3.6.2014 von der Stuttgarter Zeitung zitiert. Wohlan denn. Packen wir's an. 

Wir brauchen in Stuttgart den Radweg nicht unbedingt in der Mitte unserer vier bis sechs-spurigen Stadtautobahnen des Cityrings. Es wäre völlig ausreichend, wenn man die jeweils rechten Fahrspuren in Radwege umwidmen würde: Glatter Asphalt, eindeutige Radzeichen (ich bevorzuge ja die Version Fahrradstraße, weil dann Autos auch noch drauf fahren können) und Ampelschaltungen, an denen Radler nicht länger als 20 Sekunden warten müssen.

3. Juni 2014

Was tun mit dem Marienplatz?


Die Tübinger Straße wird jetzt Fahrradstraße. Schön. Aber wie kommen wir eigentlich über den Marienplatz, der ja ebenfalls Teil der Radhauptroute 1 ist? Da ist noch gar nichts geklärt.  

Derzeit werden Radler aus der Tübinger Straße mit einem Selbstmordpfeilchen an der Ausfahrt der Tübinger Straße quer über die Spur der einbiegenden Autos auf den Fußgängerbereich des Platzes gelenkt. Und dann schlingert man durch genervte Fußgänger zur Fußgängerampel.

1. Juni 2014

Fahrradunfälle - gefährliche Situationen


Gestern gab es bei Dornstadt nahe Ulm einen tödlichen Radunfall. Wie oft passiert das eigentlich? Und was ist für Radfahrer besonders gefährlich? Ich habe mir die Radunfälle der ersten fünf Monate dieses Jahres in Baden-Württemberg angeschaut. 

Die meisten Radler haben Angst, wenn sie auf der Fahrbahn unterwegs sind. Mehr Gefahr droht ihnen allerdings auf Radwegen. Und von ihnen selbst.

In den Presseportalen der Landespolizeidirektionen habe ich bis Januar zurückrechechiert.

Demnach gab es im Land in den ersten fünf Monaten vier tödliche Radlerunfälle (siehe unten). Das Baden-Württembergische Verkehrsministerium legte im März eine Unfallstatistik für das vergangene Jahr vor. Derzufolge gab es im Land 436 Unfälle mit Radfahrern (ein Rückgang um 18 gegenüber 2012). 298 Radler verletzten sich dabei leicht, 60 schwer. (Von Todesfällen lese ich da nichts.) In 21 Fällen ist in den Unfalldaten notiert, dass es sich um Pedelec-Fahrer handelte. Die Unfälle wurden zu 55 % (240 Fälle) von den Radfahrern selbst verursacht, bei 77 Unfällen handelte es sich um Alleinunfälle.

In Baden-Württemeberg ereigneten sich vom 1. Januar 2014 bis jetzt rund 70 Rader-Unfälle. Schaut man sich diese Unfälle an, erkennt man, dass Autos für Radfahrer gefährlich sind, vor allem, wenn Autofahrer abbiegen wollen. Genauso gefährlich sind allerdings die Radfahrer für sich selbst.