25. Oktober 2014

Ganz oder gar nicht - schlecht geplante Radspur

Schlecht geplante Radspuren werden von Radfahrern ignoriert. Und von anderen, denen sie zu Pass kommen, benutzt. 

Aus der Filderstraße führt seit Kurzem eine Radspur über die Hauptstätter Straße zum Marienplatz. Das Problem: Aggressive rechtsabbiegende Autos (und Lastwagen) machen die Geradeausfahrt für Radfahrer zur Selbstmordaktion, es sei denn sie sind, so wie hier das Moped, die ersten. Alle nachfolgenden Radler laufen ernste Gefahr, von abbiegenden Autofahrern umgefahren zu werden.

Also wird diese Anlage anders genutzt, als von der Stadt vorgesehen.


23. Oktober 2014

Radfahren ist nicht gefährlicher als Autofahren

Und je mehr Radler/innen unterwegs sind, desto ungefährlicher ist das Radeln. Man nennt es Sicherheit durch Anzahl (Safety by Numbers). Denn je mehr Radler fahren, desto mehr achten Autofahrer auf sie.  Radfahrer werden zur Selbstverständlichkeit im Straßenverkehr. 
Die österreichische Seite Radland beschreibt für die Stadt Wien: Im Jahr 2002 betrug der Radverkehrsanteil 2 Prozent. Je 1 Million Rad-Kilometer verunglückten 5 Radler/innen. 
Sieben Jahre später, im Jahr 2009 war der Radverkehrsanteil auf 5, 5 Prozent gestiegen (das ist immer noch nicht viel), und es verunglückten nur noch 1,5 Radler/innen auf eine Million Rad-Kilometer. 

22. Oktober 2014

Eine Begegnung der dritten Art

Die hatten der Bezirksbeirat Süd und die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, darunter etliche Radler, gestern in der Sitzung zum Thema Tübinger Straße. 

Es war ein Lehrstück in Politik. Und eine schöne Antwort auf die Frage: Warum geschieht eigentlich nichts?

Ich neige nicht dazu, auf die Verwaltung zu schimpfen. Die Leute in der Stadtverwaltung arbeiten auch hart. Aber ich konnte mir bisher nicht vorstellen, dass ein Chef der unteren Verkehrsbehörde (Verkehrsregelung und Management) völlig unvorbereitet zu einer Sitzung kommt und weder den Beschluss von Gemeinderat und Bezirksbeirat kennt, noch schlüssige Argumente vortragen kann, warum dieser Beschluss nicht umgesetzt werden soll.

21. Oktober 2014

Und wieder grüßt die Tübinger Straße

Heute im Bezirksbeirat Süd, 18:30 Uhr, Generationenhaus Heslach. 

Eingeladen ist ein Vertreter des Ordnungsamts, um dem Bezirksbeirat Süd zu erklären, warum die Tübinger Straße noch nicht Fahrradstraße werden kann und die komische Radlerschleuse vorerst beibehalten werden muss.

Und das, obgleich sowohl Gemeinderat als auch Bezirksberiat Süd beschlossen haben, dass mit der Eröffnung des Gerber die Tübinger Straße Fahrradstraße wird und an der Feinstraße für den Durchgangs- und Schleichverkehr gesperrt wird. Und zwar richtig, nicht mit dieser Schleuse, die ständig von Autofahrern missachtet wird.

Am vergangene Mittwoch haben sich viele Radler die Strecke angeschaut und sind sie abgefahren. Und ich habe schon mal vorab über die beiden Pläne informiert, den Beschluss von Gemeinderat und Bezirksbeirat und das Konzept des Ordnungsamts.

Die Sitzungen des Bezirksbeirats sind immer öffentlich. Sie finden im Generationenhaus in Heslach statt, und zwar im Saal im zweiten Stock. Beginn 18:30 Uhr.

19. Oktober 2014

Hinüber gut, zurück eine böse Überaschung - Querung Paulinenstraße

Rund ums Einkaufszentrum Gerber wird alles neu gebahnt. So ist am Ausgang der Marienstraße Richtung Stuttgart West eine gut durchdachte Radlerquerung über die Paulinenstraße entstanden. 

Da es hier keinen Fußgängerüberweg gibt, entstehen auch keine Irritationen durch parallel anders geschaltete Fußgängerampeln. Sehr schön.

Man radelt allerdings zunächst gegen die Einbahn die Marienstraße entlang, was den Autofahrern nicht ganz klar ist.