31. Dezember 2015

Alles Gute fürs neue Jahr!

Allzeit nagelfreie Fahrt wünscht euch Radfahren in Stuttgart. 

Ich danke für rege Diskussionen und Kritik, für Anregungen, für Fotos und Berichte, für Korrekturen und Denkanstöße. Mir macht es immer noch Spaß, das Blog zu füllen. Und offenbar lest ihr ihn auch noch ganz gern. Oft weist ihr mich auf Themen hin, denen ich dann nachgehe.

Wie war euer Radel-Jahr eigentlich? Ich habe den Eindruck, dass immer mehr Menschen in Stuttgart mit dem Fahrrad unterwegs sind, auch jetzt im Winter. Die für mich rein subjektiv eindrücklichste Radfahrt des vergangenen Jahres war die Critical Mass im September, die uns am Volksfest vorbeigeführt hat, und die ich auf einem YouMo-Cruiser zurückgelegt habe. Eine total entspannte Endferienfahrt.

An welche Radfahrt erinnert ihr euch gern?


29. Dezember 2015

Am Freitag wieder - Critical Mass

Der erste Tag des Jahres gehört in Stuttgart der Critical Mass. Wie jeden ersten Freitag im Monat treffen wir Radler uns um halb sieben am Feuersee für einen Winter-Night-Ride. 

Das vergangene Jahr war für die CM eigentlich ganz erfolgreich. Die Teilnehmerzahl nimmt stetig zu.

Die Radverbände, die Critical Mass und Radfahren in Stuttgart sind einander verbunden im Engagement für den Radverkehr. Der ADFC ist gewissermaßen das Arbeitstier unter den Radverbänden, entwickelt Strecken, arbeitet bei der Entwicklung von Radrouten mit. Die CM bringte jeden Monat Hunderte Radler auf die Straße und macht mit fantasievollen Aktionen darauf aufmerksam, dass der Verkehrsraum nicht nur den Autos gehört. Und RiS begleitet all diese mit Artikeln.

27. Dezember 2015

Falsch geparkt, aber schön verpackt

Foto von Critical Mass
Zum Nikolaus hat Critical Mass eine fantasievolle Aktion gestartet, um Autofahrern zu zeigen, dass falsch geparkte Autos unübersehbar sind. Sie wurden verpackt. 

Eine charmante Art, ein Dauerärgernis in eine witzige Aktion umzuwandeln. Könnte sein, dass die Besitzer dieser Fahrzeuge wenigstens kurz mal ins Nachdenken gekommen sind. Auch CM hat auf seiner Fotostrecke die Kennzeichen der Fahrzeuge unkenntlich gemacht. Ich mache das auch meistens. Aber es ist nicht verboten, Fotos von gefährlich geparkten Autos mit lesbarem Kennzeichen ins Netz zu stellen, denn ein Normalbürger kann den Halter über das Kennzeichen nicht identifizieren, das kann nur die Polizei.

24. Dezember 2015

Schöne Festtage wünscht euch RiS


Die Weihnachtsfrau hat die Rentiere gegen ein Rad eingetauscht. Damit kommt man ja auch viel schneller durch den Weihnachtsverkehr in Stuttgart.

23. Dezember 2015

Das Fahrrad wird modern

Foto von Connected Cycle
Für alle, die Freude an Innovation haben, hier vier Fundstücke. Ich habe Hoffnung, dass der Drahtesel auf einem guten Weg in die Moderne ist. 

Das Pedal mit GPS und Internetverbindung. Es lädt sich beim Treppeln auf und dient dann als Diebstahlsicherung mit Alarm oder als Ortungsgerät fürs Fahrrad. Connected Cycle bietet das als Start-up-Technologie an. Kaufen kann man das Pedal noch nicht, sich aber schon mal anmelden, wenn man es haben möchte. Das Pedal ist sozusagen das Internetmodul des Fahrrads. Es zeichnet Routen und Geschwindigkeit auf.

21. Dezember 2015

Kinder auf die Fahrbahn - Autos auf den Fußweg

Ich kann mir nicht helfen, ich finde das einfach nicht gut. Reihenweise parken die Fahrzeuge im Mühlrain auf dem Fußweg. 

Kinder, die zum Kindergarten gehen, können sich zwischen Türen und Zaun durchquetschen. Ein Rollstuhlfahrer hat keine Chance, der muss Bordstein runter auf die Fahrbahn. Eine alte Frau mit einem Rollator auch. Gerade für die sind Bordsteine eine Hürde, und die Aussicht, eine so lange Strecke auf der Fahrbahn laufen zu müssen (gaaaanz langsam), ist Stress pur. Hier fahren ja Autos. Eine ganz böse neue Mode! Einen guten Grund gibt es dafür nicht, denn es gibt echte Parkplätze entlang der Straße.

19. Dezember 2015

Die trostloseste Straße Stuttgarts

Vermutlich gibt es noch andere trostlose Straßen, aber die die Böblinger Straße in Heslach gehört zu den Spitzenreitern.

An einem Winterabend halb sieben sind kaum noch Menschen unterwegs, ein paar Läden leuchten trübe, viele sind zu, die teils endlosen Wände sind dunkel, ein paar Radbügel stehen herum, die eine Fußgängernase begrenzen.

Die Fahrbahn ist ausschließlich für Autos und Stadtbahn ausgelegt. 

17. Dezember 2015

Der Solarradweg in Holland

Im niederländischen Ort Krommerie gibt es einen Radweg, dessen Fahrbahn aus Solarzellen besteht und Strom produziert. Erfunden hat sie SolaRoad

Räder sind leicht, brauchen nicht viel Platz und werfen keinen großen Schatten. Also kann man die Fahrflächen noch für etwas anderes nutzen, nämlich dazu, Sonnenstrom zu erzeugen.

Die Solarpaneele liegen auf 70 Metern länge unter einer etwa ein Zentimeter dicken Glasschicht, die rutschfest präpariert worden ist, und produzieren unerwartet viel Strom. Nach einem Jahr sind die Macher hochzufrieden. Sogar bei bedecktem Himmel kommt noch Strom aus der Radstraße.

15. Dezember 2015

Je weniger Autos, desto mehr Leben in der Stadt

Wer hält hier und kauft ein, nicht der Autofahrer.
Jan Gehl plant Städte um und macht sie lebenswert.In Kopenhagen die längste Fußgängerzone Europas gebaut.

Was rät er einem Bürgermeister aus einer Smog-Millionen-Metropole? Das hat ihn das online-Wirtschaftsmagazin gefragt.

Er antwortetet, wer würde zwei Grunderfahrungen der Stadtplanung mit ihm teilen. "Die erste ist eine mittlerweile vielfach belegte Erkenntnis: Erst formen wir unsere Städte, dann formen sie uns. Zweitens: Mehr und breitere Straßen führen zwangsläufig zu mehr Autoverkehr in der Stadt. Weniger Straßen und weniger Parkplätze hingegen schaffen Platz für Radfahrer, Fußgänger, Cafés und Plätze, kurz: das Leben." 

13. Dezember 2015

Ist das Fahrrad eine Schleichkatze?

Autos sind laut, Räder leise. Fußgänger hören Autos hinter sich, aber nicht den Radler, der von der Seite kommt, und laufen ihm vor die Felgen.

Als Radfahrerin höre ich auch nicht den Radler, der mich gleich überholen wird. Räder - auch E-Räder sind zu leise. Blinde haben gar keine Chance, Elektroautos, Pedelcs und Fahrräder im Stadtgetöse zu hören. Sollten Elektrofahrzeuge und Räder also ein Geräusch machen?


11. Dezember 2015

Autofahren in Stuttgart

Ist nicht einfach. Viele Straßen, viele Schilder und überall muss man fürs Parken bezahlen. Und dann noch diese blöden Radfahrer und ihre Fahrradstraße ... 

Es gibt immer einige, oft übrigens Auswärte, die sich die Suche nach Parkhäusern sparen (wo gehts da rein, wo kommt man raus, zu stressig) und mit dem Wagen in die Innenstadtstraßen rammeln und das Auto irgendwo abstellen, wo eine freie Fläche isst. Sie tun es, sozusagen aus der Not geboren. "Ich kenne mich hier nicht aus! Und ich will doch nur ganz schnell ..."

9. Dezember 2015

Radroute Weinsteige - der ADFC macht einen Vorschlag

Entweder die Alte Weinsteige hinauf (13 Prozent) oder durch den Wald, so kommen Radler bisher nach Degerloch hinauf.

Man kann auch die Neue Weinsteige auf der Fahrbahn hochfahren, aber das traut sich kaum jemand.

Ich bin ein Fan eines Panoramaradwegs die Neue Weinsteige hinauf. Aber das würde eine Fahrspur kosten und ist wohl (noch) nicht machbar in Stuttgart. Der ADFC war bisher gegen halbe Sachen: Wenn Fahrrad die Weinsteige hinauf, dann ordentlich und auf bequemem Radweg. Sonst nicht. Im Sommer bin ich mit Frank Zülke die Neue Weinsteige hochgeradelt, und wir haben uns genau angeschaut, was machbar wäre, ohne den Autoverkehr zu beinträchtigen.

In bewundernswerer Detailarbeit hat der  ADFC einen realisierbaren  Vorschlag ausgearbeitet.

7. Dezember 2015

Menschen sind keine Autos

Wo Autos fahren, fehlen Fußgänger und Konsumenten
Der Radverkehr ist in Städten dem Autoverkehr, was die Auswirkungen betrifft, überlegen. Schließlich sind Menschen und alles andere, was transportiert wird, keine Autos.

Klingt komisch, ist aber wahr. Das Auto ist ein Panzer, der den Menschen, den es transportiert, von der Umgebung isoliert. Autofahrer sehen nichts außer ihrem Ziel. Fußgänger und Radfahrer sehen dagegen ihre Umgebung und treten mit ihr in Interaktion: Sie bleiben stehen und gehen in Läden am Wegesrand, setzen sich in Café oder kaufen sich ein Eis.

5. Dezember 2015

Das Auto hat ausgedient, zumindest in der Stadt

Quelle: difu
Das Deutsche Institut für Urbanistik  hat 6000 Menschen nach ihren Wünschen für die Zukunftsstadt befragt.  Demnach wünschen sich die meisten eine Stadt mit weniger Autoverkehr. Und sie wollen sogar selber etwas dafür tun.

Fast die Hälfte der Befragten möchte im Alltag mit dem Rad oder Pedelec fahren. Nur ein Fünftel will in der Stadt mit dem Auto unterwegs sein. Für Öffentliche Verkehrsmittel gilt das Gleiche. Damit wollen sich zwei Drittel der Befragten in der Zukunfstadt mit dem Rad, zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen.

4. Dezember 2015

Polizei kontrolliert Radfahrer in der Tübinger Straße

Gestern Abend hat sich die Polizei mit sechs Mann und drei Motorrädern an der Schleuse Tübinger-/Feinstraße aufgestellt, alle Radfahrer angehalten und die Beleuchtung kontrolliert. 

Mich stoppte man auch, obwohl ich die Polizisten mit einer potenten LED-Leuchte blendete "Ich möchte nur schnell mal nach dem Rücklicht schauen", sagte der Beamte zu mir. Da das auch tat, durfte ich weiterfahren.

Keine fünfzig Meter weiter auf der Tübinger Straße gen Marienplatz kam mir eine Radlerin entgegen, die völlig ohne Beleuchtung fuhr.

3. Dezember 2015

Radler und Fußgänger verstehen sich besser als man denkt



Eigentlich ist es kein Problem, Radfahrer/innen in Fußgängerzonen wie der Königstraße zuzulassen. Eine über zwanzig Jahre alte Untersuchung zeigt, die Aufregung über Radfahrer ist wesentlich größer als die realen Probleme mit ihnen.

Was meist nicht bedacht wird: der Lieferverkehr  stört und behindert Fußgänger viel raumgreifender. Autos betrachten wir jedoch als notwendiges Übel, das wir ohne Erregung hinnehmen, Radfahrer/innen werden dagegen schnell als Störenfriede gebrandmarkt.
Und zwar vorwiegend von Fußgängern, die selbst mit dem Auto in die Innenstadt gefahren sind. Es scheint, dass Autofahrer, die in Fußgängerzonen zu Fußgängern werden, Radfahrer als Verkehrsteilnehmer nicht mögen und auch nur schlecht einschätzen können. Sitzen sie im Auto, schimpfen sie, weil der Radfahrer vor ihnen zu langsam ist, sind sie zu Fuß untewegs, empfinden sie Radler, die mit knapp 10 km/h rollen als "Raser" oder stellen sie bewusst so dar.

1. Dezember 2015

Radspur in die Illegalität - Lautenschlager Straße

Die Stadt hat die Fußgängerfurt mit Ampel in der Lautenschlagerstraße am Hauptbahnhof durch einen Zebtrastreifen ersetzt. Das ist gut. 
Denn einbiegen dürfen hier (vom Hotel Steigenberger Graf Zeppelin kommend) nur Taxis, also keine anderen Autos, keine Motorräder.

Finde ich als Radlerin auch gut, denn bisher bin ich, vom Hauptbahnhof über die Fußgänger-/Radampel kommend, hier bei Fußgänger-Rot und Auto-Grün auf die Fahrbahn eingeschwenkt. (Eine ungeklärte Situation,)  Aber große Frage: Wohin führt diese Radspur eigentlich?

29. November 2015

Eine wetterfeste Radbahn für Berlin

Quelle radbahn.berlin.de
Das plant ein Team in Berlin. Auf der Internetseite heißt es: "Geschützt, stressfrei und schnell vorankommen."

Und zwa unter dem Dach des U1-Hochbahn-Viadukts entlang. Da parken bisher Autos drunter oder es befindet sich gar nichts weiter dort. Ideal für einen wetterfesten Radschnellweg mit grüner Welle für Radfahrer, Servicestationen und Gastronomie.
Quelle radbahn.berlin.de

27. November 2015

Die Schönheit der Stadt bei Nacht



Die Critical Mass für Zwischendurch ist da.

Jeden Freitag (außer dem 1. Freitag im Monat), 20 Uhr ab Marienplatz. Also gleich heute.

Das ist die Radtour für Puristen, ohne vorher festgelegte Strecke. Treffen, radeln, Spaß haben.


Wer hat Vorrang, Auto oder Fußgänger? Kaum jemand weiß das.

Diese Fußgängerinseln auf Fahrbahnen helfen Fußgängern, eine Straße zu überqueren, sind aber eine echte Herausforderung für alle. Denn fast niemand kennt die Verkehrsregel, die hier gilt.

Müssen die Autofahrer halten, und die Fußgänger zur Verkehrsinsel gehen oder von der Verkehrsinsel weitergehen lassen?

Mich hat kürzlich eine Fußgängerin angepfiffen, die hier an dieser Stelle die Fahrbahn überquert hat (ein Auto hielt und ließ sie durch) und sich ärgerte, dass ich als Radlerin hinter ihr weitergefahren bin. "Verkehrsregeln gelten auch für Radfahrer!", rief sie erbost.

25. November 2015

Pedelec fahren im Winter

Wer schon mit dem Pedelec durch einen Winter gefahren ist, hat gemerkt, dass der Akku Kälte nicht mag. Die Energiezufuhr nimmt ab, die Reichweite auch.

Batterien mögen keine Kälte. Also am besten, den Akku mit ins Büro oder abends mit in die warme Wohnung nehmen. Für einige Bosch-Akkus gibt es Neoprenschutzhüllen, was für alle interessant sein könnte, die eine lange Strecke mit dem Pedelec zur und von der Arbeit fahren. Anonsten kann man ja auch selber was basteln mit viel Neopren, Silberfolie und Klebeband.

23. November 2015

Das Wasserstoff-Fahrrad

Was Autos können, können Fahrräder auch: mit einer Brennstoffzelle den Elektromotor für die Pedalunterstützung befeuern.

Noch sind Räder mit Wasserstoff-Tanks anstelle des Akkus viel zu teuer. Aber das gibt sich sicher in den nächsten Jahren.

Linde hat ein Antriebssystem mit Brennstoffzelle entwickelt. Das Rad sieht noch etwas bepackt aus. Die Reichweite einer Wasserstoffflaschenfüllung beträgt etwa 100 km, gefüllt ist der Tank allerdings in 5 Minuten, während man fürs Wiederaufladen des Akkus ja doch rund vier Stunden braucht. Man wird auch nie wieder den Akku ersetzen müssen (so etwa nach 500 Aufladungen). Allerdings sagt die Firma nichts darüber, wieviel eine Füllung der Wasserstoffflasche kostet und welche laufenden Kosten das Rad damit verursacht.

Ich finde die Version ziemlich interessant. Darauf  aufmerksam gemacht hat mich Blogleser Ralph.


21. November 2015

Baulich breiter, aber psychologisch schmaler geworden



Unter der Eisenbahnbrücke nach Cannstatt wurde der Spritzschutz entfernt und der Gehweg neu asphaltiert. Alles wirkt breiter. 

Doch leider wird der Rad-/Gehweg damit schmaler, und zwar weil Radler und Fußgänger dem Bordstein fernbleiben und sich lieber wandnahe bewegen. Sie fühlen sich jetzt nicht nicht mehr geschützt. 

Blogleser Sebastian hat sich die Situation genau angeschaut. Hier sein Bericht: 

19. November 2015

Ein Zeichen soll es richten

Wikipedia, user Ebayabe
Sie heißen Sharrows. Das setzt sich zusammen aus share und arrow (teilen und Pfeil) und bedeutet, dass man auf die Fahrbahn ein Radzeichen mit Pfeil malt. 

Es kommt aus dem englischsprachigen Raum und  zeigt Autofahrern und Radlern, dass sie sich diese Fahrbahn teilen.

In Österreich haben Radler in Reutte und Tulln durchgesetzt, dass solche Sharrows auf die Fahrbahn kommen. Infolgedessen hat Wien in einem Pilotprojekt einen Versuch gestartet. Drei Straßen bekamen die Piktogramme, und es wurde beobachtet, wie es Radlern damit geht. Eine Studie stellt nun fest: Es finden mehr Interaktionen zwischen Radlern und Autofahrern statt, und Radfahrer werden weniger knapp überholt.

17. November 2015

Wie sitzt man richtig auf dem Fahrrad?

Die Hüfte knirscht, der Fuß tut weh, der Rücken schmerzt, die Hände schlafen ein. Wie sitzt man eigentlich richtig auf einem Fahrrad? 

Beim ADFC hat sich Juliane Neuß intensiv darüber Gedanken gemacht, wie der Mensch aufs Fahrrad passt. Darin steht unter anderem, dass man nicht kerzengerade auf dem Sattel sitzen sollte, weil das die Bandscheiben zusammenstaucht, sondern leicht vorgebeugt, damit der Rücken die Erschütterungen abfangen kann. Und mit krummem Rücken sitzen, ist auch verkehrt, also mit Buckel überm Becken.

15. November 2015

Was tun, wenn Radspur endet?

In Elmshorn endet ein Schutzstreifen für Räder vor einer Verkehrsinsel. Die Straße wird schmaler. 

Radfahrer haben Angst, Autofahrer wissen auch nicht so genau, wie sie sich verhalten müssen. Eine Verkehrsplanerin muss das Ganze erklären, wie ein Zeitungsbericht schildert.

Solche Verkehrsführungen sind eigentlich üblich. Hier, in der Löwentorstraße endet die Radspur in einer Sicherheitsspur, die schmaler wird, vor der Einfahrt in den Kreisverkehr. Frage: Wer hat denn hier Vorrang, Radler oder Auto? Antwort: Keiner. Ein Autofahrer darf den Radler, der vor ihm einfährt, nicht überholen. Landen beide genau gleichzeitig an der Verengung, müssen sie sich irgendwie einigen, wie zwei Autofahrer, die von zwei Außenspuren gleichzeitig auf deine mittlere Spur wechseln wollen.

13. November 2015

Ein Fußgängerüberweg für Radler? - Marienplatz

Das ist keine Lösung. Am Marienplatz soll der Fußgängerüberweg an der Ampel beim kleinen Rewe und der Möhringer Straße verbreitert werden. 



Das ist nur auf den ersten Blick ein Vorteil, sogar für Radler. Denn sie bekommen mehr Platz, um aus dem Gässchen durch die Fußgänger hindurch auf den Marienplatz zu fahren, entweder auf die Fahrbahn oder auf den Platz. Für Fußgänger ist das extrem nachteilig. Denn erstens werden die Radler weiterhin in den Fußgängerbereich des Marienplatzes geleitet, und zweitens werden sich Radler, die auf die Fahbahn wollen, diagonal durch die Fußgänger schlängeln. Das bedeutet: mehr Stress für Fußgänger, den wir Radler ihnen gar nicht bereiten wollen.

Radler sind keine Fußgänger und sie sollen und wollen die Fußgänger auch nicht mehr stressen. 
Dieser Artikel in der Stuttgarter Zeitung beschreibt das Ansinnen der Grünen im Gemeinderat, von der Verwaltung ein neues und grundlegend anderes Konzept für den Marienplatz zu bekommen.

11. November 2015

Autos mit Umkippschutz gefährden Fußgänger und Radfahrer

Wenn man einmal misstrauisch wird ... Nachdem wir jetzt feststellen mussten, dass VW die Abgaswerte seit Jahren systematisch schönt, fangen viele an, auch bei anderen Elementen genauer hinzuschauen.

Blogleser Peter hat mir geschrieben: "Wenn ich es nicht von Tagesschau.de hätte, würde ich es gar nicht glauben." Der Artikel, auf den er sich bezieht, beschäftigt sich eigentlich mit dem Feinstaub und den Stickoxiden, die Autos produzieren, und einer Autoindustrie, die nicht ernsthaft daran denkt, Fahrzeuge zu bauen, die umweltfreundlich sind und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.

9. November 2015

Ist Radfahren eine Ideologie?

Warum sind Menschen, die den Radverkehr gut finden und meinen, es dürfte ruhig mehr sein, Ideologen? Ist Radfahren eine Ideologie? Und ist Autofahren keine?

Eine Ideologie ist, sagen wir mal, eine Meinung, von der man meint, dass noch viele andere sie für richtig halten sollten. Sie kann sowohl in die Zukunft weisen, als auch sich auf die Vergangenheit beziehen. "Das haben wir schon immer so gemacht" oder "Das müssen wir jetzt anders machen."

Solche Meinungen gab es früher auch schon: Niemand wird ein Auto kaufen, solange es Pferde gibt. Computer werden niemals Allgemeingut werden. Wer braucht schon ein transportables Telefon?

In Leipzig wehrt sich die CDU in der Stadt gegen die "absurde" Forderung der Grünen, dass Radfahrer auf den Fahrbahnen fahren sollen.

7. November 2015

Warum fahren diese Radler auf dem Fußweg?

Warum fährt dieser Radler die Immenhofer Straße nicht auf der Fahrbahn hoch? Er will die Autos nicht aufhalten. 

Er spart sich den Stress, hinter sich Autos röhren zu hören, die nicht vorbeikommen.

Will man Radfahrer von den Gehwegen runterbekommen, muss man ihnen Sicherheit auf der Fahrbahn anbieten.

Entweder man sorgt dafür, dass Autos nicht schneller unterwegs sind als die Radler (an so einer Bergstrecke wären das 10 km/h) oder man sorgt für einen bequemen Radstreifen, auf dem sie hochradeln können, ohne Autos auszubremsen.

5. November 2015

Ist Autofahren denn keine politische Meinungsäußerung?

Radfahren ist offenbar eine politische Meinungsäußerung, wenn man nach dem Ordnungamt der Stadt Stuttgart geht. 

Morgen, Freitag, radelt wieder die kritische Masse Stuttgart. Hintergrund der Akton: Mehr als 16 Radler dürfen im Block fahren, nebeneinander und auch gemeinsam weiterradeln, wenn die Ampel schon rot geworden ist, so wie lange Lasterzüge oder Kollonen von Polizei- oder Militärfahrzeugen auch.

3. November 2015

Neues E-Rad-Antriebssystem zum Selbereinbauen

Quelle: go-e.bike
Die Erfinder sitzen in Österreich. Das System heißt go-e ONWheel. Der Motor wird unter den Rahmen gesetzt und hat eine Walze, die das Rad direkt über die Lauffläche des Hinterrads antreibt.  

Wer schon mal am eigenen Rad geschraubt hat, kann Motor und Akku innerhalb von zehn Minuten ans eigene Rad setzen. Die Hersteller sagen, es gehe sogar in fünf Minuten. Der Clou: Wenn man mal ohne Motor fahren will, dann nimmt man ihn ganz ab. Klick-ab, Klick-rein.

1. November 2015

Erste Downhill-Strecke in Stuttgart eröffnet


Am Freitag war es so weit. Sportbürgermeisterin Eisenmann hat zusammen mit Vertretern der Ämter und der Downhiller das Band durchgeschnitten. 

Downhillerin Katrin Karkof  stürzte sich als erste den Trail hinunter. 

Er  gilt als anspruchsvoll, aber nicht gefährlich. Am Freitag mussten allerdings noch einige Stelle festgeklopft werden. Doch die ersten jubelten auf der Strecke.

Fahrradfreundliche Unternehmen - eine Rarität

 Ein Tiefgaragenplatz für einen Radständer. Sehr schön.
(Kolping Bildungswerk, Rosensteinstr. Stuttgart)

Seit acht Jahren zertifiziert der ADFC  "fahrradfreundliche Unternehmen" und hat dafür Kriterien aufgestellt.Will ein Unternehmen dieses Zertifikat, wird es von einem Berater besucht.

Der guckt zum Beispiel, ob genügend Abstellmöglichkeiten da sind, und vergibt Punkte. Einem Pressebericht zufolge hat ADFC in Deutschland seit 2007 knapp zwanzig Unternehmen so ausgezeichnet (Stand 2014).

In Baden-Württemberg waren nach Angaben des Fahrradclubs die Firma Paul Lange & Co  in Stuttgart und die Wala Heilmittel GmbH in Bad Boll die ersten Arbeitgeber, sogar bundesweit, die das Zertifikat wollten und bekommen haben.*

29. Oktober 2015

Geht doch

Auf der König-Karls-Brücke Richtung Cannstatt-Zentrum kann man es jetzt sehen, wenn die Ampel für Radfahrer rot wird. 

Sie gehörte zu den unsichtbaren Ampeln, über die ich schon vor zwei Jahren geschrieben habe. Jetzt hat man das Schild, das die rote Streuscheibe beim Heranfahren verdeckte, nach oben versetzt. Sehr schön.

So sah das vorher aus. Die Rückseite des runden Schilds verdeckte die rote Streuscheibe der Ampel.

27. Oktober 2015

Anarchie am Milaneo

Unverständlicherweise ist Radlern die Durchfahrt zu ihren Abstellplätzen an der Stadtbibliothek verboten. 

Dass niemand das Rad dorthin schiebt, ist klar. Das ist auch nicht zumutbar.

Dieser Bereich hinter dem Schild (hier dürfen nur noch Autos von Behinderten rollen), ist aber inzwischen zu einer Wendeplatte  für den Parkplatzsuchverkehrs mutiert. Hier zeigt sich wieder: Solange am Straßenrand Parkpätze sind, fahren auch viele Autos bis vor und müssen dann wenden, statt gleich das Parkhaus anzusteuern.

Sie fahren teils bis ganz vor. Und für Motorradfahrer gelten ja sowieso keinerlei Regeln.

25. Oktober 2015

Immer diese Radler!

Die fahren doch alle viel zu schnell, höre ich immer wieder von Fußgängern, die selber nicht Rad fahren. Fußgängern wäre es am liebsten, es gäbe gar keine Radfahrer. 

Autofahrern wäre das auch am liebsten. Aber bleiben wir heute mal bei den Fußgängern.

Die beschweren sich über rasende Radler. Der da! Sehen Sie den? Dabei ist der Radler im so genannten Mischverkehrsbereich der Tübinger Straße genauso schnell unterwegs wie die Autos vor und hinter ihm, nämlich mit etwa 20 km/h. Was Fußgänger bei Autos als langsam empfinden, kommt ihnen bei Radfahrern unverantwortlich schnell vor.

23. Oktober 2015

Radler sind offenbar immer die letzten in der Vorfahrtsordnung

Es gibt einen Verkehrsentwicklungsplan (VEK) 2030, in dem wir nachlesen können, worauf es bei moderner Mobilität in der Stadt Stuttgart ankommt. 

Er stammt vom Amt für Stadtentwicklung und trägt kein Datum. Darin findet sich auf Seite 39 ein Plan für die Querung der Radhauptroute 1 am Tagblatturm (Torstraße) von der Tübinger in die Eberhardstraße.

Und der alarmiert die Radverbände und Radlerorganisationen. Der ADFC hat mich darauf aufmerksam gemacht. Den Planern geht es hier nicht so sehr um die Radfahrer, als vielmehr um eine Sanierung des Platzes mit Leitbildfunktion. Der Bereich Steinstraße, Eberhardstraße und Torstraße sei einst für die autogerechte Stadt organisiert worden und für heutige Verhältnisse überdimensioniert.

22. Oktober 2015

Ist Radfahren in Stuttgart das beste Radblog 2015?

fahrrad.de Top Fahrrad-Blogs-WahlWenn ihr meint, Radfahren in Stuttgart sei das beste Radblog in diesem Jahr, dann gebt mir eure Simme auf dieser Seite. 

Ihr müsst bei "dasfahrradblog.blogspot.de" den Kreis schwarz klicken. Wer will, kann seine E-Mail-Adresse angeben und an der Verlosung von 100 Euro teilnehmen.

Und weiterverbreiten dürft ihr das auch.

21. Oktober 2015

Gehwege sind auch nicht für Radfahrer gedacht

Das Gehwegradeln ist in Stuttgart weit verbreitet. Ein Grund: Immer wieder werden Radler von der Fahrbahn auf freigegebene Gehwege geleitet. 

Die einen wissen, dass sie nur auf solchen radeln dürfen, wo auch ein Schild "Rad frei" steht. Alle anderen denken, dass Radler grundsätzlich auf Gehwegen rollen dürfen, wenn sie das für besser halten. Sie sehen keinerlei Schilder.

Selbst dort, wo auf der Fahrbahn Radspuren oder Sicherheitsstreifen sind (die meisten kennen den Unterschied zwischen beiden nicht), bevorzugen vor allem langsamere Radfahrer den Fußweg. In Möhringen gibt Radspuren, auf denen kaum ein Radler fährt. Und es gibt Schulwege für Radler, die ausschließlich über freigegebene Gehwege verlaufen.

19. Oktober 2015

Lächelnd radfahren - die E-Harley

Sie kommt aus der Schweiz und ist der E-Rad-Cruiser von YouMo. Den bin ich eine Woche probegeradelt. 

Man fährt das Teil heiter und entspannt und bringt Passanten zum Lächeln. Hinter mir eine Fahne von Bewunderung: Cool! - Heißes Rad!

Für Normalradler ungewohnt, aber gut, ist die Sitzhaltung. Man sitzt tief und total senkrecht auf breitem Sattel. Der Tritt geht nicht nach unten, sondern schräg nach vorn. Wenn man das raushat, dann zieht das Teil mit der Pedelec-Unterstüztung ab wie ein Moped. Da hält man sich gern mit den Händen am Lenker und lässt sich ziehen. Nach der ersten Eingewöhnung ein tolles Fahrgefühl.

17. Oktober 2015

Was macht die Radlerin jetzt?

Schön, dass so viele in Stuttgart inzwischen mit dem Rad fahren. 

Bei meiner Rückkehr aus dem Urlaub (auf dem Beifahrersitz eines Autos) habe ich mich gefreut auf der Böheimstraße gleich zwei Radler zu sehen.

Die Böheimstraße im Stuttgarter Süden ist eine Tempo-50-Straße ohne irgendwelche Vorkehrungen für Radfahrer. Der Hauptverkehr Richtung Vaihingen wird durch den Heslacher Tunnel abgeleitet, aber es sind immer noch recht viele Autos unterwegs. Wir haben von der Radlerin ordentlich Abstand gehalten, um sie nicht zu stressen. Das überholende Fahrzeug (ziemlich knapp im Abstand) stresst sie dann zum ersten Mal.

15. Oktober 2015

Radfahren mit Kindern

Am Wochenende raus und mit den Kindern Rad fahren. Sehr schön. Allerdings Stress pur für Eltern. 

Ich bin an einem sonnigen Samstag im Oktober eher zufällig zwei Müttern mit ihren Kindern hinterher geradelt.

Die Kinder vorneweg, die Mütter als Bollwerk gegen überholende Radler hinter ihnen. Und permament soufflieren sie nach vorn: "Jetzt ganz langsam!" - "Rechts fahren!" - "Pass auf, Radfahrer!" Für Kinder und Familien mit Kindern ist Stuttgart sehr sehr schwierig.


13. Oktober 2015

Duschhauben fürs Fahrrad

Sattelüberzüge kann man kaufen oder man wartet, bis man einen geschenkt bekommt. Aber will man so was überhaupt? Eine Wahl habe ich nicht. 

Fahrradsättel werden als Werbeträger entdeckt. Da müssen Leute herumgehen, die über alle Sättel Hüllen ziehen.

Mag ja angenehm sein, wenn es geregnet hat. Aber wohin mit der Duschhaube, wenn man sie nicht mehr braucht oder überhaupt nie gewollt hat?

11. Oktober 2015

Goldrad

Diesen Cruiser habe ich bei Schwabengold in der Calwerstraße gesehen. Ich durfte ein Foto machen. 

Es sei komplett mit vierundzwanziger-Gold überzogen, erklärte mir der Inhaber.

Das Rad stammt von dem Künstler Dr. Pinsel. Und er verkauft es nicht. Es soll jemand dafür schon zweieinhalbtausend Euro geboten haben. Zu wenig, falls man es unbedingt haben will.

9. Oktober 2015

Schlossgarten trennt Radler von Fußgängern

Foto: Blogleser Sebastian
Denen, die  in den letzten Tagen durch den Mittleren Schlossgarten geradelt sind, ist es vermutlich aufgefallen. Oder eben nicht, weil Radler ja auch keine Schilder sehen. 

Ein Stück des Bereichs zwischen Neckartor und der Lustschlossruine ist jetzt für Radfahrer/innen gesperrt. Der ist nun den den Fußgänger/innen vorbehalten. Ohnehin ist der Alte Reitweg, also die neue Straße hinter dem Innenministerium, für Radler der bequemere Weg.


7. Oktober 2015

Doppelt beschildert wirkt auch nicht besser

Das ist der Zahntweg, eine Basisstrecke für Radler, die zwischen Wilhelma und Rosensteinschloss radeln. 

Hier sind etliche Berufspendler unterwegs. Dieser Weg, der früher zum Elefantensteg führte, war noch nie für Radler freigegeben. Er ist aber immer schon befahren worden. Die Radler kennen ihn und sind hier langsam unterwegs. 

Es gab sicher auch viele, die das Schild "nur für Fußgänger" überhaupt nie wahrgenommen haben, und völlig unbefangen hier fuhren. 

Neu sind sind die Radverbots-Schilder.

5. Oktober 2015

Was ziehen wir an?

Der Sommer ist rum. Der Winter kommt bald. Soll ich jetzt wieder auf mein Auto umsteigen und im Stau stehen?, fragen sich manche, die in dem schönen langen Sommer das Radeln für sich entdeckt haben.

Alles eine Frage der richtigen Kleidung. Ich fahre seit zehn Jahren mit dem Pedelec auch durch den Winter (nur nicht bei Eis oder Schnee). Der Vorteil: Es sind weniger Radfahrer auf den teils engen Hauptrouten unterwegs. Die Held/innen sind unter sich. Allerdings werden es immer mehr. Der andere: Man weiß immer, welches Wetter ist. Und bei Regen ist die Luft besonders gut.