11. Januar 2015

Alles friedlich

Ein Sicherheitsstreifen für Radler, der ausgesprochen gut funktioniert, ist der die Olgastraße hinauf bis zum Abzweig zur Neuen Weinsteige. Den radeln viele hoch.

Wer klug ist, hält von den geparkten Autos dabei immer einen Meter Abstand. Das bedeutet, man radelt nicht in der Mitte des Sicherheitsstreifens, sondern etwas weiter links.

Autofahrer müssen in jedem Fall beim Überholen einen Sicherheitsabstand von rund einem Meter vom Radfahrer lassen. Das kann unter Umständen dazu führen, das der aufwärts fahrende Bus hinter mir als Radfahrer bleibt, wenn von oben Gegenverkehr kommt. Davon darf man sich als Radler nicht aus dem Tritt bringen lassen. So sind die Regeln bei uns.



Sicherheitsstreifen sind keine Radwege. Sie zeigen nur allen Verkehrsteilnehmern an, dass hier Radfahrer unterwegs sind und den nötigen Raum dafür bekommen sollen. Autos dürfen auf ihnen fahren, müssen aber Platz machen, sobald ein Radler kommt.
Sie dürfen zum Beispiel an der Ampel nicht so stehen, dass Radler den Radstreifen nicht mehr befahren können.





Autofahrer dürfen zwar auf einem solchen Streifen halten (besser ist es allerdings, sie tun es nicht, denn sie gefährden damit Radfahrer), aber sie dürfen nicht darauf parken. Es nützt auch nichts, wenn man sich zur Hälfte auf den Gehweg stellt. Das ist auch verboten.

An dieser Stelle ist es übrigens für Radler, die Richtung Neue Weinsteige hoch wollen, mit dem Linksabbiegen ein bisschen stressig. Man muss sich links einordnen und darauf achten, dass Autofahrer nicht hier beschleunigen, weil sie geradeaus bei Grün rüber wollen. Das soll aber geändert werden. Mal sehen, wann.

Kommentare:

  1. Im 1. Fall ist ein Meter Überholabstand nicht ausreichend, weil er in der Regel erst ab 1,5m als solcher betrachtet wird und außerdem ein Radfahrer bergauf noch zusätzlich schwankt und daher mit extra Abstand überholt werden muss (war Prüfungsfrage beim Führerschein btw). Der "Sicherheitsstreifen" sorgt dafür, dass das mit Sicherheit nicht passiert.

    Im 2. Fall: Autler parken doch immer wie sie wollen, aber eine Gefährdung bei Halten sehe ich hier nicht, schließlich ist es ausdrücklich erlaubt.

    Im 3. Fall muss man sich nicht einordnen, sondern man kann auch indirekt abbiegen.

    Im allgemeinen legen "Sicherheitsstreifen" einem Radfahrer extra Pflichten auf, ohne ihm de facto Vorteile zu verschaffen. Sie benachteiligen demnach Radfahrer.

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  2. Ich bin kein Fan von indirekt abbiegen, und an dieser stelle geht es tatsächlich auch gar nicht. Es ist nicht schlimm, sich hier einzuordnen, und es wird hier in absehbarer Zeit eine Radführung geben, die das erleichtert. Und mir leuchtet nicht recht ein, warum halten auf dem Radstreifen oder Sicherheitsstreifen weniger "schlimm" sein sollte als parken, denn in dem Moment, wo ich vorbeikomme, steht da einer, und ich muss raus in den Autoverkehr, was nicht jeder Autofahrer einsehen will. Das heißt oft, bremsen, absteigen, abwarten, dann auf die Fahrbahn fahren. Auf Radführungen sollte kein Auto halten oder parken. Sie können ja auch die daneben liegende Fahrbahn nehmen, dann blockieren sie wenigstens die Autos.

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  3. Zu ric0ch3t, 11. Januar 2015 um 09:36:

    »Im allgemeinen legen "Sicherheitsstreifen" einem Radfahrer extra Pflichten auf, ohne ihm de facto Vorteile zu verschaffen.«

    Ja, zwar nicht in der Straßenverkehrsordnung, aber im Bußgeldkatalog (bei Bernd Sluka):

    3 Gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen durch Nichtbenutzen

    3.4 eines markierten Schutzstreifens als Radfahrer (15€)

    3.4.1 - mit Behinderung (20€)

    3.4.2 - mit Gefährdung (25€)

    3.4.3 - mit Sachbeschädigung (30€)

    Friedhelm Waitzmann, Stuttgart, publicJJJJMM.fwnsp@spamgourmet.com

    Bitte JJJJ durch das aktuelle Jahr und MM durch den aktuellen Monat ersetzen.

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