23. Januar 2015

Baustellenalarm - Pragstraße macht es Bergab-Radlern schwer

Und zwar an der Pragstraße. Das hat die Radspur bergab zum Verschwinden gebracht.

Wer vom Löwentor zum Neckar runter radeln will, sollte den Rosensteinpark/Schlossgarten wählen. Er oder sie muss sich aber einigermaßen gut auskennen, denn die Stadt will die Umleitung nicht ausschildern.

Auf der bergab linken Seit ist vom Löwentorbogen bist zur Quellenstraße ein gemischter Rad-/Fußweg ausgeschildert. Ab der Quellenstraße, so schreibt Jörg, ist der Radler illegal unterwegs und zwar auf dem Fußweg. Ohnehin schon blöd, dass Radler auf der linken Straßenseite bergab geschickt werden. Er rollt in den Ein- und Ausfahrten entlang der Pragstraße den Autos vor den Kühler, die nicht mit Radlern von rechts oben rechnen.



Blogleser Jörg hat der Stadt eine gelbe Karte geschrieben und eine abschlägige Antwort erhalten. Keine beschilderte Umleitung durch den Schlossgarten. Man muss die Pragstaße linksseitig runter und stößt dann auf einen Abschnitt, der für Radler nicht freigegeben ist. Also wieder mal illegal zur Ampel, an der man dann auf die rechte Seite queren kann.

Wer einen guten Orientierungssinn hat, findet den Weg durch den Rosensteinpark nach unten, auch wenn es nicht immer runter geht.

Eine anschauliche Karte von Jörg D.

Kommentare:

  1. Es gibt Antworten auf Gelbe Karten? Hätte ich nicht gedacht. Ich warte schon seit Juli auf Antwort. Bemängelt habe ich, daß die Route des Citytour-Buses durch die Fahrradstraße führt. Durch den Teil am Breuninger vorbei, der allerhöchstens für Lieferverkehr frei bis 11 Uhr ist. Antwort bisher: keine.

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    1. Lieber Martin, ich habe auf die zwei Gelben Karten, die ich geschrieben habe, Antwort bekommen, wenn auch spät. Eigentlich sind diese Gelben Karten ja für Scherben auf Radwegen und solche Kleinigkeiten gedacht, nicht für diese generellen Beschwerden, aber sie werden, wir mir scheint, verstärkt dafür benutzt, und das ist auch gut so. Über die Fahrradstraße muss man sowieso noch mal nachdenken - ich werde auch noch mal darüber schreiben - denn sie ist inzwischen zum Autoparkplatz und Auto-Rangierbahnhof verkommen. So geht das überhaupt nicht, was sich da an Fahrzeugen durchschiebt und Radler ausbremst und an den Rand drängt. Falls du krasse Bilder hast ... Gerne.

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  2. Die Baustellenabsicherung ist auch ansonsten unter aller Sau. Auf dem ersten Bild ist ja außer einer Leitbake an der Betonschwelle zur Fahrbahn nur Stahlgitter-Bauzaun zu sehen. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie das im Dunkeln aussieht und wie sich ein Radfahrer zurecht finden soll, der nicht bestens mit dieser Straße vertraut ist.
    Wenn da ein Unfall passiert, dann muss die Straßenverkehrsbehörde haftungstechnisch mit ins Boot, falls sie so dreist war, das Gerümpel auch noch anzuordnen - anderenfalls der Bauträger, der die verkehrsrechtliche Anordnung nicht korrekt umgesetzt hat.

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  3. Ich kann den Satz "Er rollt in den Ein- und Ausfahrten entlang der Pragstraße den Autos vor den Kühler, die nicht mit Radlern von rechts oben rechnen." nur unterstreichen. Nur Dank beidseitig gutem Reaktionsvermögen blieb es letzte Woche bei blauen Flecken, als ein PKW-Fahrer lediglich nach links sah und ich auf seiner Motorhaube landete. Das hätte - für mich - auch ganz anders ausgehen können.

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    1. Es läuft letztlich immer alles darauf hinaus, dass der Radler sehr langsam fahren muss. Es ist immer der Radler, der die Fehler der anderen Verkehrsteilnehmer und der Verkehrspolitik durch extrem vorsichtiges und vorausschauendes Fahren ausgleichen muss. Für Erwachsene kein so großes Problem wie für Jugendliche. Denen fehlt einfach die Erfahrung im Erkennen von gefährlichen Situationen. Das ist das, was mich am meisten ärgern. Diese Gefährdung Jugendlicher (die vermutlich gar nicht erst Rad fahren, weil die Eltern es nicht wollen, gerade weil ihnen die Situation gefährlich erscheint.)

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  4. Ich darf die Pragstraße auch jeden Tag auf dem Nachhauseweg nach Canstatt runterfahren und kenne das Problem nur zu gut.

    Hier liegt es aber nicht an der Baustelle, sondern an der Radwegsführung allgemein. Der Radweg gegen die Fahrtrichtung ist leider der offizielle Radweg. Der alte, abgerissene Radweg war soweit ich das noch weiß ein Gehweg der für Radfahrer freigegeben war.

    Da die Fahrbahn in Richtung Wilhelma durch die Baumaßnahmen auch verengt ist, fällt ein Radeln auf der richtigen Seite mit dem Verkehr auch sehr schwer. Man steht nämlich mit den Autos im Stau. Der Rosensteinpark fällt für mich auch flach, da ich am Ende dann in die katastrophale Ampelsituation an der Wilhelma gerate. Früher konnte man immerhin noch verbotenerweise über die Elefantenbrücke.

    Deswegen habe ich mich damit abgefunden vorsichtig gegen die Fahrtrichtig die Pragstraße herunterzufahren. Mit fast einer Vollbremsung pro Tag und Autofahrern die mit meinem plötzlichen Auftauchen aus der "falschen" Richtung meist sehr empört sind.

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  5. Zu Anonym, 26. Januar 2015 um 09:45: Liebe/r Anonym, wurde der Unfall von der Polizei aufgenommen? Wenn ja, wäre es vielleicht sinnvoll, Du würdest die Unfallkennzeichnungsdaten, also Datum mit Uhrzeit und Hausnummer und eventuell Aktenzeichen, hier veröffentlichen.

    In den Online‐Angeboten der Stuttgarter und der Cannstatter Zeitung habe ich nichts gefunden.

    Für einen die Ordungsbehörde anprangernden Leserbrief in den Zeitungen ist es jetzt vielleicht zu spät, aber jedenfalls könnte dieser Unfall, der eine nicht nur abstrakte Gefährdung auf diesem Radweg beweist, als Argumentationshilfe dienen, falls man sich mit dem Ordnungsamt herumschlagen muss, weil man diesen linken Radweg nicht benutzt hat und dabei erwischt wurde.

    Was hältst Du (und die anderen Leser hier) davon?

    Friedhelm Waitzmann, Stuttgart, publicJJJJMM.fwnsp@spamgourmet.com

    Bitte JJJJ durch das aktuelle Jahr und MM durch den aktuellen Monat ersetzen.

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