29. Juni 2015

Radeln mit Beschiss

Übertreibung macht anschaulich, sagte schon meine Großmutter. Gut formulierte Bösartigkeiten sind ja auch mal schön zu lesen. 

"Batterien treiben nicht länger nur den Herzschrittmacher an, sondern inzwischen ganze Horden gut betuchter Mitbürger, die mal eben 2000 Euro für ein gestyltes Stück Sondermüll ausgeben. Mag der moderne Rentner auch ohne Greenpeace-Beutel nicht aus dem Haus gehen: Pedelecs mit ihren Batteriepaketen, am besten noch mit Problemstrom geladen, sind nicht nur in ihrer Wirkung für den Bewegungsapparat fragwürdig, sondern auch von der Ökobilanz her", schreibt Achim Achilles im Spiegel.
Mir haben den Artikel die Autoliebhaber unter meinen Followern grinsend auf die Facebook-Seite gestellt. Bisschen Spott muss sein. Ist ja auch unfair, wenn ein flatternder Rock mit Helm und Gepäckträgertasche an der Alten Weinsteige einen über den Lenker gebeugten Tour-de-France-Träumer überholt.

2006, als man Pedelecs praktisch kaum kannte, guckte mich mal an der Ampel ein Müsli-Radler mit Bart und rostigem Drahtesel von der Frisur bis zum Motor an und sagte aus tiefster Brust: "Das ist ja Beschiss!"

Ich bin dann an der Ampel schneller weggekommen als er und frage mich seitdem. "Wen bescheiße ich eigentlich?" Den Müsli-Radler um das Flair des politisch Korrekten und Alleinverantwrotlichen für die Umwelt? Den Rennradler in Tour-de-France-Montur um den Egotripp des Leistungssportlichen? Die Oma, die ihre Einkäufe auf dem Rad heim schiebt? Muss Radfahren so etwas sein, wo man jede Sekunde die Herausforderung annimmt, im Nachteil zu sein, den Bergen gegenüber und schwitzenden Rennradlern oder jungen Studenten, die, kaum sind sie da, schon wieder weg sind. Ich habe mir ein Pedelec gekauft, weil ich nicht erst duschen wollte, wenn ich irgendwo ankomme. Es hat sich zu meinem Stadtfahrzeug entwickelt. Ich fahre sicher öfter Rad als viele, die Radfahren als Kampf gegen den inneren Schweinehund begreifen. (Oft gewinnt der Schweinehund.)

Das Pedelec verdirbt die Sitten und Kategorien. Auf einmal radeln alle Rentner sich auf rasenden Pedelecs in den Tod und ärgern die Rennradler, die ohne Licht durch dunkle Parks sausen. Sie sind nicht mehr alleine. Die Alten (ja auch du wirst älter, Achilles) sind auch wieder da. Sie sind überall, diese Alten. Sie sind die Mehrheit. Und es ist das Recht der Minderheit, die Mehrheit mit Hohn und Spott zu überziehen.

Ja, inzwischen sind sichtbar mehr Pedelecs unterwegs in Stuttgart. Aber überholt werde ich auf der Tübinger Straße und im Schlossgarten von Rennrad- und Trekking-Radlern, die mit ihren leichten Rädern auf ebener Stecke locker die 30 km/h überschreiten. 95 Prozent aller Pedelecs, die hier unterwegs sind, wird der Saft bei über 25 km/h abgedreht. Sie fahren nur bergauf wirklich schneller als Normalräder, und da bedeutet ein höheres Tempo als das dem Normalrad abgekeuchte 5-7 km/h bei 13 %  Steigung eine höhere Sicherheit für die Radler. Wer mit 12 km/h den Berg hochradelt, fährt weniger Schlangenlinien und ist für Autofahrer besser einzuschätzen.

Die schnellen Pedelcs (bis 45 km/h), über die Achilles so herzieht, dürfen weder auf Radwegen, noch Radstreifen noch in Parks gefahren werden. Sie gelten verkehrsrechtlich als Mofas und haben auch ein Kennzeichen. Und sie sind selten.

Ja, mag sein, dass es mehr Unfälle mit Pedelecs gibt (sind ja auch mehr Pedelecs unterwegs), aber ich denke, es liegt nicht so sehr an diesen Rädern, die nicht wirklich schneller sind als Normalräder, sondern daran, dass es halt tatsächlich ältere Leute sind, die wieder aufs Rad steigen und sich auf den oft arg engen und arg verschlungenen Radführungen nicht so souverän zurechtfinden wie junge Menschen. Die meisten Unfälle erleiden Radler, weil sie selber einen Fehler machen, weil sich Lenker auf Radwegen verhaken, weil sie an Bordsteinen ausgleiten, und so weiter. Eine Studie zeigt, dass Pedelec-Fahren nicht gefährlicher ist als das Fahren mit anderen Fahrrädern. Ob jemand in kritische Situationen kommt, hängt nicht vom Fahrrad ab, sondern vom Radfahrer selbst. Die Studie stellt fest, dass bei den Pedelecs eher die Nutzergruppe das Problem ist. Die Älteren, die sich über die neue Mobilität freuen, haben zumindest anfangs gelegentlich Schwierigkeiten mit dem Handling der Räder. Das hätten sie mit anderen Rädern auch, nur die fahren sie halt nicht. 

Kinder und Jugendliche sind übrigens die zweite Gruppe derer, die häufiger Unfälle mit Autos haben. Auch sie können den Verkehr oft nicht richtig abschätzen. Aber nicht vergessen: Radfahrer leben nicht gefährlicher als Autofahren. Und das größte Risiko, bei einem Unfall schwer verletzt zu werden, haben Fußgänger.

Kommentare:

  1. Volle Zustimmung! Ich finde, alle Rennradler sollten auch ein Pedelec besitzen. Für Erholungs-Fahrten, wo der Puls in Zone 1 bleiben muss, ist ein Pedelec einfach perfekt geeignet

    Eine Sache aber: Ein TdF-Fahrer kommt die Weinsteige trotzdem schneller hoch. Die Strecke von Liststraße bis Tankstelle kommt ein Profi-Fahrer rechnerisch in 3:45 Minuten hoch. Da muss ein Pedelec-Fahrer schon sehr sportlich sein, um mithalten zu können :-)

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    1. Wie viele TdF-Fahrer haben wir in Stuttgart? :-) Übrigens gab es ja mal ein Wettrennen (2007) zwischen Rennradradlern und Pedelecradlern den Herdweg hinauf, und da hat eine Pedelec-Fahrerin gewonnen, knapp vor einem Rennradradler, beide übrigens sehr sportlich und gut trainiert. Aber klar, ein gut trainierter Rennradler ist einem schlecht trainierten Pedelec-Radler überlegen, auch am Berg. Ich kenne auch sportliche Radler, die ein Pedelec haben, wenn sie geschäftsmäßig unterwegs sind. Und in der Tat ist das Pedelec ein guter Trainer. Ich bin schon nach dem ersten Jahr Pedelec-Radeln im Allgäu auf dem Normalrad zwei Durchschnittsstunden-Kilometer schneller gewesen.

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  2. Ach Gottchen, ja der Spiegel, darf es zur Unterhaltung und Bespassung der ganz überwiegend immer noch autofahrenden Leser mal ein wenig Pedelec-Bashing sein?

    Geschenkt. Das Ganze ist einfach zu albern.

    Mein Rad mit dem kleinen Motor, der meist eh nur an Steigungen zugeschaltet wird, ist weder Freizeitspielzeug noch Fitnessgerät, sondern meine Mobilitätsalternative zum Pkw im Nahbereich.

    Und der böse kleine Sondermüll-Akku? Der ist im Grunde nur eine Miniversion dessen, was in jedem Elektro-Auto verbaut ist, aber auch in jedem Handy und jedem Tablett.

    Und der böse Ladestrom? Bei mir ist das häuslicher Ökostrom. Im Gegensatz zu Bahn und sonstigem öffentlichen Nahverkehr, die, wenn überhaupt elektrisch angetrieben, nach wie vor kräftig Atomstrom nutzen.

    Was war noch? Ach egal, eigentlich gar nicht wichtig... ;-)

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  3. Was hat denn den geritten? Wenn der schon über Pedelecs so schreibt, wie schreibt er erst über Fahrzeige, die fossile Brennstoffe mitten in der Stadt verbrennen?

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  4. Jaja, eines meiner 4 Fahrräder har auch das Bescheisserle inclusive. Für Wege zur Arbeit mit Hemd und Krawatte ein echter Mehrwert. Auch mal mit Anhänger nach dem Einkaufen. Bei mir ist das ein universelles Faltrad mit Ekeltroantrieb, dass gerne auch mal in Verbindung mit den öffentlichen genutzt wird, oder mich als Busfahrer im Gepäckraum begleitet. Dann gibt es noch MTB, Bahnhofsrad und Liegerad. Irgendwie ist für jeden Einsatz was brauchbares vorhanden.

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  5. Ein Hamburger mag als Flachlandbewohner über Pedelecs lästern. Wer in Stuttgart und anderswo mit ähnlicher Topografie aber tatsächlich relevanten Radverkehr will, muss auch zum Pedelec ja sagen.

    Und da beginnt der Spaß keineswegs zwingend ab 2000 €. Ein Vorurteil, das leider selbst ein ADFC hätschelt, pflegt und fortschreibt und damit viele potentielle Interessenten vermutlich einfach abschreckt.

    Bereits durchaus taugliche Pedelecs sind neu durchaus ab 1000 € zu bekommen. Preistipps findet man immer wieder etwa in den Fachforen (z.B. pedelecforum.de) und dort sind dann auch ganz brauchbare Infos zur Qualität und Tauglichkeit (Top oder Flop?) zu bekommen.

    Mein eigenes Pedelec trägt mich mitsamt meinen knapp 100 kg Eigengewicht brav quer durch Stuttgart, hat mit Akku ein Eigengewicht von 21 kg und mich gebraucht gerade mal 400,- € gekostet.

    mfG
    A.

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  6. Der Aussage:
    "es liegt nicht so sehr an diesen Rädern, die nicht wirklich schneller sind als Normalräder, sondern daran, dass es halt tatsächlich ältere Leute sind, die wieder aufs Rad steigen"
    muss ich aus eigener Erfahrung leider hinzufügen:
    Und an denen die psychologisch nicht in der Lage oder Willens sind einem langsameren hinterher zu fahren, bis ein gefahrloses Überholen möglich ist.
    Das trifft allerdings auch auf Autofahrer zu, nur nicht so oft im Schlosspark (speziell Richtung Pragsattel rauf).

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  7. Naja, wenn ein Pedelec mehr einem Auto weniger entspricht, soll's auch mir recht sein :) als jemand, der dem Ganzen eher skeptisch gegenübersteht wenn junge, halbwegs fitte Zeitgenossen meinen mit so einem Teil rumdüsen und extra Fremdenergie verschwenden zu müssen. Die Stuttgarter Topographie mag ja ein Argument sein und ist auch schlüssig, trotzdem denke ich nicht, dass man nach jeder kleinen Anstrengung, bei der man etwas Schweiß lässt, immer gleich duschen muss, das ist eher ein Symptom unserer oberflächlichen Gesellschaft in der jeder und jede, der/die nicht in den Parfümtopf gefallen ist und eine 50m-Fahne hinter sich herzieht, sich gleich schmutzig und stinkig fühlt. Meist reicht auch einfach ein zweites Leibchen im Gepäck. Naja, vielleicht bin ich in der Hinsicht aber auch gesellschaftlich zu unkonventionell eingestellt.

    Die Sache mit dem "Beschiss" drängt sich halt immer dann auf wenn man jemandem begegnet, der es dem Anschein nach auch ohne Batterie schaffen könnte - alle Nebensächlichkeiten wie Schwitzen und Zeitaufwand mal außen vor. Insofern ist auch das Auto, Bus oder Bahn "ein Beschiss" wenn es um Wege geht, die man auch ohne zu Fuß zurücklegen könnte. Das Problem ist eher der enorme Zeitdruck heutzutage, die Menschen hetzten sich von A nach B (oder lassen sich hetzen, wie man's nimmt), und natürlich Bequemlichkeit. Und das letztere nicht vor dem Rad halt macht ist dabei eben nicht verwunderlich.

    Naja, unterm Strich ist das mit den Pedelecs eine gute Sache. Mag es auch umwelttechnisch nicht lupenrein sein, umweltfreundlicher als ein Auto ist es allemal und im innerstädtischen Verkehr das geeignetere Fortbewegungsmittel von beiden.

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    1. Jetzt schleiche ich ja schon länger um diesen Kommentar rum - jetzt muss es raus: Wer entscheidet wofür ich als halbwegs fitte, sportliche Zeitgenossin meine Energie aufwenden möchte? Ob ich lieber 30 Kilometer konventionell oder 60 Kilometer mit Beschiss fahren möchte? Genau eine. Ich nämlich.

      Interessanterweise muss ich mich nicht für die Wahl meines Verkehrsmittels rechtfertigen. Egal ob ich das Auto nehme, den Elektrosmart, die Bahn oder das Motorrad - alles ist akzeptiert. Aber sobald es ein Pedelec ist, scheint das irgendwie anstößig zu sein.

      Warum eigentlich?

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    2. So ist es. Es ist aber gern so bei neuartigen Dingen, die populär werden. Das Pedelec ist vielleicht auch so ein Zwischending, das die Grenze zwischen Radler (ich bin sausportlich) und Autofahrer (ich bin bequem) aufhebt und die Exklusivität der gestählten Radler/innen in Stuttgarts Bergen mindert. Man kann nicht mehr so leicht in "guter" Radler und "böser"Autofahrer unterteilen. Das finde ich übrigens gut, und für mich sind auch Autofahrer nicht böse. Das Pedelec ist eine riesige Chance für den Radverkehr, eben gerade weil es Städte wie Stuttgart auf einmal für nahezu jedermann und jedefrau befahrbar macht. Tatsächlich musste ich mich lange Zeit immer wieder rechtfertigen für mein Pedelec, aber inzwischen treffe ich hochsportliche Vielradler, Passfahrer, die sich für die Stadt ein Pedelec zugelegt haben und nun auf den Alltagswegen auch ihr Auto stehen lassen.

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  8. Eine Tasse Kaffee aus der Kaffeemaschine verbraucht mehr Strom als eine Batterieladung für 90 km. Die Ökobilanz von Pedelecs wird von Fachleuten sogar als besser eingeschätzt als die von Leuten mit Normalrädern, einmal, weil Pedelecradler öfter fahren (auch öfter keine Busse und Bahnen benutzen) und auch, weil sie sich weniger anstrengen. (Anstrengung produziert ja auch CO2) http://dasfahrradblog.blogspot.com/2013/06/stadtauto-statt-auto-das-pedelec.html

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    1. Äehm, das mit der Tasse Kaffee, also das ist Quatsch.
      Meine Kaffeemaschine hat eine maximale Leistung von 450 Watt, benötigt für eine Büro-Tasse Kaffee ca. 1 Minute (inclusive Bohnen mahlen).
      Das wären dann in Energie ausgedrückt maximal 7 Wh, real dürften das nur 4 Wh sein weil die nicht dauernd mit maximaler Leistung läuft.

      Ein guter Pedelec Akku hat etwa 400 Wh (oder 11 Ah bei 36V) z.B. der Bosch Akku Power Pack400 und reicht dann für ca. 110 km, ein um 20% schwächerer Akku bringt dann die 90 km (im Neu-Zustand, nicht 3 Jahre alt, hoffentlich habe ich das mit den Wh im Kopf richtig umgerechnet, ...). Meine Kaffeemaschine hat jetzt etwa 8000 Tassen Kaffee produziert, ist 3 Jahre alt und muss trotzdem nicht als Sondermüll entsorgt werden.
      Wie lange hält so ein Akku? Ich schätze mal etwa 500 Ladezyklen, das macht dann 50.000 km bei optimalem Reichweiten / Nutzungsverhältnis, oder auch ca. 2 Jahre, wenn das Verhältnis nicht passt und täglich ein Nachladen notwendig wäre.

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    2. Zumal auch das mit dem mehr Fahren quatsch ist. Es kommt auf den an der auf dem Fahrrad sitzt. Ich hatte nie ein Pedelec und fahre trotzdem 6000 km Fahrrad im Jahr. Würde ich mit dem Pedelec mehr fahren? Ich denke nicht.

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    3. Zumal auch das mit dem mehr Fahren quatsch ist. Es kommt auf den an der auf dem Fahrrad sitzt. Ich hatte nie ein Pedelec und fahre trotzdem 6000 km Fahrrad im Jahr. Würde ich mit dem Pedelec mehr fahren? Ich denke nicht. und noch was: Wie ich schon schrieb, das Pedelec ist das Fahrrad der Besserverdienenden, denn wer möchte ein Fahrrad in den Fahrradkeller tragen und auch wieder von dort auf die Straße?

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    4. Okay. Ich kann so was nicht ausrechnen, ich verlasse mich auf andere, die das ausrechnen. Ich beziehe mich auf das hier: "Beim Betrieb eines Elektrofahrrads werden also inklusive der Belastung durch die Herstellung des Akkus nach dieser Kalkulation etwa 5,5 g CO2/km ausgestoßen. ... Vergleicht man den Stromverbrauch aufs Jahr summiert, braucht ein E-Bike bei 15 km Strecke pro Tag 44 KWh, ein Laptop 58 KWh und der Kühlschrank 250 KWh im Jahr. Ein durchschnittlicher Vier­personenhaushalt verbraucht insgesamt 4000 KWh elektrische Energie pro Jahr."

      Und, lieber Michael, für dich ist das mit dem Mehrfahren Quatsch, aber für die meisten Normalmenschen nicht. Du würdest mit dem Pedelec nicht mehr fahren, aber andere, die keine Lust auf Berge haben, fahren mit dem Pedelec mehr, übrigens auch weitere Strecken als mit dem Normalrad. Ich fahre oft mit dem Fahrrad heim, wenn 15 km vor mir liegen, die Kolleg/innen mit Normalrädern nehmen dann schon gern mal die Stadtbahn (mit Rad) oder fahren gleich öffentlich oder mit dem Auto.

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  9. Ich persönlich finde die Pedelecs auch genial, wenn ich auch keines fahre. Aber ich sehe tatsächlich erheblich mehr mit dem Rad zur Arbeit kommen, was ich gut finde. Und das mit dem Schwitzen finde ich ein Argument. Es gibt Leute die schwitzen eben leichter und mehr, und warum dann nicht den Komfort nutzen das man es nicht tut?

    Was mich allerdings echt nervt sind die Leute, die meinen dann mit dem Ding auf dem Neckardamm wie gestörte Tiere durch die Menschenmassen am Biergarten zu heizen. Ich hatte letztens wieder ein Daimlerexemplar auf dem Smart-Rad vor mir, der erst mich abgedrängt und dann fast 2 Kinder umgefahren hat. Einfach ärgerlich und unnötig. Vielleicht braucht man für so Leute doch die Polizei auf Fahrrädern?

    Achja, man kann die Dinger wohl auch tunen, damit die nicht nur bis 25 unterstützen sondern bis 30.

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    1. Vielleichgt ein Frage der Perspektive. Ich auf meinem Pedelec sehe halt die Normalradler, die wie die gesenkte Sau über den Neckardamm rasen (vor allem Berufspendler). Ich denke, es gibt halt von jeder Sorte schnelle und rücksichtslose, auch Radler, die die Verkehrsregeln nicht kennen und nicht wissen, dass der Neckardamm abschnittsweise kein Radweg ist. Auf ebener Strecke wie dem Neckardamm sind die meisten Normalradler den Pedelecradlern an Schnelligkeit überlegen. Wie schnell man tatsächlich durch Fußgänger fährt, ist sehr individuell. Pauschalurteile helfen da nicht weiter.

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    2. Mal ganz unabhängig von irgendwelchen (fragwürdigen?) (Ökobilanzen?). Ich finde pedelecs völlig in Ordnung. Warum sind wir (alle) immer so arsch-steif und verkniffen? Ich fahr´ Rad und andere fahren pedelecs. Und morgen fahr ich vielleicht auch mal pedelec. Wo bitte schön soll da ein Problem sein? Ich wünsche uns allen ein bissle weniger Verkniffenheit. Beste Grüße, Stefan K.

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    3. Stimmt, ich bin schon viel zu sehr gewohnt, immer Vorurteile entkräften zu müssen. Presse und Fernsehen sind aber gerade auf dem Trip Pedelecs nicht nur zu problematisieren, sondern regelrecht zu skandalisieren.

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    4. Das Wichtigste ist doch dass man überhaupt Rad fährt und das Auto stehen lässt!
      Ich persönlich finde es gut dass durch die Pedelecs wieder mehr (auch ältere) Radfahren! Klar gibt es so mehr Verkehr auf Radwegen aber ich sehe das als Herausforderung und nicht als Hindernis! mit dem Auto ist man ja schon stauerprobt...jetzt müssen wir das eben auch auf dem Rad üben ;-)

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  10. Nicht falsch verstehen, ich finde Pedelecs sehr gut. Ich habe keines, weil a) kein Geld für eines meiner Vorstellung, b) kein Platz. :-)

    Klar fahren viele Radler normal, egal mit was. Nur fällt es mir im Schloßgarten und Neckardamm immer wieder auf, dass diese enorme Beschleunigung genutzt wird um das virtuelle Rennen zu gewinnen.

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