21. Juli 2015

Das Geschenk der Radfahrer


Zuerst waren die Fußgänger da, dann die Pferdefuhrwerke und Reiter, dann die Radfahrer und schließlich das Auto. Und dem Auto haben wir alles untergeordnet. 

Der Autoverkehr wird für ein paar Sekunden angehalten, damit Fußgänger und Radler Raum bekommen. Der Rest der Ampeln ist dazu da, den Autoverkehr zu regeln. In Innenstädten, auch in Stuttgart, ist der wirtschaftliche Nutzen des Autoverkehrs gering, seine Kosten aber enorm hoch.

In der Schweiz (und bei uns dürfte das ähnlich sein) kostet der Autoverkehr jeden Schweizer um die 750 Euro pro Jahr. Der Fußgängerverkehr schlägt mit 4 bis 10 Euro zu Buch, der Radverkkehr mit 9 bis 18 Euro. In Fußgänger- und Radverkehr muss man am wenigsten investieren, und sie bringen den größten Nutzen für den innerstädtischen Handel. Der Autoverkehr wird da grandios überschätzt. Nur zehn Prozent der Leute, die in Innenstädten einkaufen, kommen mit dem Auto. 

Parkplatzsuchverkehr in der Fahrradstraße
Dennoch beherrschen Autos mit ihrem Parkplatzsuchverkehr auch die Stuttgarter Innenstadt. Kein Wunder: Autos sind ja riesige und tonnenschwere Kästen in denen meist nur ein einziger Mensch sitzt. Sie brauchen enorm viel Platz für das bisschen, was sie transportieren.

Es wird Zeit, dass wir über unseren städtischen Straßenraum neu nachdenken. Ein Weiter-so ist angesichts von Lärm, Stau und Feinstaub in Stuttgart ja sowieso nicht möglich.


Ich habe schon einmal darüber geschrieben, was die Verringerung des Autoverkehrs und seines Tempos für die Menschen bedeutet, die an einer Straße leben. Soziales Leben wird dort lebendig, wo Autos 30 km/h oder langsamer fahren. Ich habe mich damals auf eine amerikanische Studie berufen, die sehr schön zeigt, das Menschen an viel befahrenen Straßen ihre Nachbarn nicht kennen, schon gar nicht die, die auf der anderen Straßenseite wohnen. Sie haben auch weniger Facebookfreunde als Menschen in Wohnstraßen. Ist es für die Bewohner einer Straße dagegen leicht, die Straße auch überall zu überqueren, dann kennen sich die Leute und haben soziale Beziehungen und kümmern sich auch umeinander. Wenn sich Menschen umeinander kümmern und einander helfen verringern sich übrigens auch die Sozial- und Gesundheitskosten einer Gesellschaft.

Die Stuttgarter Nachrichten berichten 16.5.21015 über einen Bericht des Bezirksvorstehers von Stuttgart-West, Möhrle, über ein Referat von Dieter Sauter von der Urban Mobility Research Schweiz, der etwas ganz Ähnliches erzählt und von dem ich die obenstehenden Zahlen habe.

In Stuttgart muss der Autoverkehr um 20 Prozent gesenkt werden, sonst werden die Strafzahlungen an die EU sehr teuer (Eine Viertelmillion Euro pro Tag, an dem die Werte an Feinstaub und Stickoxide den Grenzwert überschreiten). Der Verkehrswissenschaftler der Uni Dresden, Udo Becker, hat kürzlich bei einer Infoveranstaltung in Stuttgart folgende Rechnung aufgemacht: Wenn von 100 Autofahrer/innen 5 aufs Rad umsteigen, 5 eine Fahrgemeinschaft mit einem Arbeitskollegen bilden und 10 ihre Autofahrten halbieren, ist schon viel gewonnen.

Cannstatt zur König-Karls-Brücke. So ein "Radweg"
macht keine Lust aufs Radeln. 
Ich denke, die fünf Autofahrer/innen von hundert gibt es, die gerne Rad fahren würden, sich aber nicht trauen oder nicht vorstellen können, dass das in Stuttgart geht, weil sie vom Auto aus die Radwege nicht sehen, auf denen sie sich sicher fühlen. Würde man diesen Leuten schöne breite und durchgängige Radwege und Radspuren für Radler anbieten, würde es ihnen leichter fallen, aus dem Stau aufs Rad umzusteigen. Und es täten vielleicht sogar mehr als 5 Prozent. Denn eigentlich würde es Stuttgart gut tun, wenn wir 25 Prozent Radverkehr hätten. Derzeit liegen wir bei zwischen 5 und 8 Prozent.

Dafür braucht es aber jetzt in Stuttgart eine großräumige Radinfrastrukturplanung, die auch in ein paar Jahren umgesetzt werden kann. 

Kommentare:

  1. Wenn nur 10% der Innenstadtbesucher mit dem Auto kommen - was hätte es für Folgen, wenn man die Innenstadt komplett für Autor sperrt? Möglicherweise gewinnt die Innenstadt so an Attraktivität, dass der 10%ige Verlust locker wieder aufgefangen wird?

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    1. Sag das doch mal unserem autobegeisterten OB Kuhn, der bis auf sein hohles Versprechen das er 20 % Fahrradverkehr in Stuttgart erreicht noch nichts, absolut nichts getan hat für ein ordentliches Fahrradkonzept in Stuttgart

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    2. Michael, hör auf, ständig auf irgendwelche Leute zu schimpfen, und wenn du einen OB für Versäumnisse in der Fahrradpolitik verantwortlich machen willst, dann Schuster. Es wird im kommenden Doppelhaushalt mehr Geld für den Ausbau der Fahrradinfrastruktur geben. Und es kommt darauf an, dass auch die Auto-Parteien überzeugt werden, dem zuzustimmen, denn der Haushalt und damit die Fahrradpolitik wird vom Gemeinderat beschlossen. Wir leben in einer Demokratie.

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  2. Zumindest innerhalb des Innenstadtringes sollte man sämtliche Parkplätze am Straßenrand abschaffen und lediglich Anliegerverkehr sowie die Zufahrt zu den vorhandenen Parkhäusern gestatten. DAS wäre Lebensqualität.

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    1. Das sieht man ja in der Eberhardstraße wie gut so etwas in Stuttgart klappt, die ist auch eine Anliegerstraße. Ich bin dafür die Citymaut einzuführen, am besten in der gleichen Höhe wie in London

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  3. Wer fährt trotzdem immer noch durch die Eberhardstraße? Meist Auswärtige auf Parkplatzsuche, die irgendwann in der Vergangenheit dort auch schon mal einen Parkplatz gefunden hatten.

    Nimm also die Parkplätze weg. Autofreie Strassenränder, es sei denn, es wird gerade be- oder entladen. Erst dann wird es zu einer klaren Sache. ;-)



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    1. Für viele ist "Brötchenholen", oder "nur mal ganz kurz weg" aber be- und entladen.

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    2. Also ich bin der Meinung das da noch niemals kontrolliert wurde wer da fährt. Die Planenden meinen sie machen dort ein Schild hin und das wars. Da fährt im Moment praktisch jedermann, weil wen interessiert schon was es dort für Schilder gibt.

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    3. Ich habe in der Eberhardstraße schon erlebt, dass eine zufällig vorbeikommende Polizeistreife einen irrenden Autofahrer zurecht gewiesen hat, dass er da nicht fahren darf.

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    4. Ich habe da auch schon eine Polizeisteife erlegt, die Autofahrer auffordert weiterzufahren, wenn sie in zweiter Reihe stehen. In meinem Fall hat der Autofahrer das nicht getan. Ich habe ihn auch noch mal angesprochen. Dann habe ich mit dem Rad die Polizeistreife eingeholt (man ist ja mit dem Rad schneller) und die fragte mich, ob ich den noch mal angesprochen hätte. Als ich sagte, er sei aber auch nur drei Meter weitergefahren, meinte die Polizei, sie führe noch mal an ihm vorbei. In der Tat fährt die Polizei ja selber oft durch die Eberhardstraße, weil das Revier dort ist.

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    5. Jedoch ist das anscheinend nicht sehr effektiv. Jedes Mal wenn ich durch diese Straße fahre, fahren erstens viele Leute die KEINE Anlieger sind dort und zweitens stehen Leute in zweiter Reihe.

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    6. Naja, im Prinzip wär das relativ einfach zu lösen. Man verteilt eine Art Bewohnerparkausweise und dann alle Abkassieren welche ohne diesen Parken. Ich wär ja für Abschleppen aber da gibt es wohl keine Rechtsgrundlage dafür.

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    7. Das Problem der Eberhardstraße ist, daß sie die einzige Zufahrt zum Parkhaus Rathausgarage ist, d.h., jeder, der dort ins Parkhaus will ist Anlieger in der E.
      Man könnte die Eberhardstraße dicht machen (verpollern z.B.) und den Parkhausverkehr ausschließlich über Dorn- und Nadlerstraße führen. An der E. Stopschilder beidseitig mit Vorfahrt für die Fahrradstraße. Poller kann man auch versenkbar machen, so daß Lieferverkehr rein und rauskann, so kann man auch gleichzeitig Befahrenszeiten erzwingen.

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    8. Was träumt ihr. Die Verwaltung hat alle im Bürgerhaushalt vorhandenen Vorschläge für Radfahrer mit der Begründung abgeschmettert das es einen Radverkehrsplan für Stuttgart gibt. Leider ist der im Netz nicht auffindbar. Die Verwaltung und auch der Gemeinderat von Stuttgart befürworten keine Maßnahmen die die Autofahrer so stark gängeln. Ach übrigens: Der OB von Stuttgart ist gegen Verbote, nur Radfahrverbote gibts in Stuttgart so viele wie in kaum einer anderen Stadt. Daran sieht man schon wie es in Stuttgart darum steht etwas für Radfahrer zu machen.

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    9. Die Verwaltung entscheidet nicht, welche Fahrradpolitik gemacht wird, sondern der Gemeinderat. Und der bekommt in diesem Herbst einen Doppelhaushalt vom OB vorgelegt, den ersten, den Kuhn einbringt. Und darin wird die Fahrradförderung einen größeren Raum einnehmen als jemals zuvor. Und wir, die Radler, werden das mit positiven Forderungen begleiten.

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  4. Hoffentlich beschränkt sich diese Fahrradförderung dann nicht auch nur auf schöne neue Apps. ;-)

    Vielleicht profitieren wir Radfahrer ja tatsächlich davon, dass Stadt und Land die ungelöste Problematik und den zugleich seit 10 Jahren andauernden rechtswidrigen und gesundheutsschädigenden Zustand der Feinstaub- und Stickoxidbelastung im Talkessel weiter vor sich herschieben wollen und in diesem Kontext die Fahrradförderung versprochen wird. Es bleibt leider das Geschmäckle eines Feigenblattes und die bittere Erkenntnis, dass es ungeachtet der letzten Jahre bei einer beschämenden Radlerquote von 6% in Stuttgart verblieben ist.

    Und das ist keineswegs nur eine Frage der Haushaltsmittel. Das ist vor allem eine Frage des programmatischen Wollens. Wo ist die Idee eines überzeugenden Fahrradentwicklungsplanes für Stuttgart? Kein Kleinkleinstückwerk, sondern ein großer Wurf? Eine Konzeption für Stuttgart mit der Chance, endlich zweitnah realisiert zu werden und auch funktionieren zu können?

    Bisher beschränkt sich alles, was ich aus dem Mund des OB höre bzw. dazu lese auf 20% statt 6%. Das ist keine Konzeption. Das sind nur zwei in den Raum gestellte Zahlen.

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  5. Ich schon klar. Ich weiß noch nicht, was im Haushalt stehen wird. Natürlich bräuchten wir eigentlich eine ganze Abteilung in der Verwaltung, die sich auf allen Ebenen um die Fahrradförderung kümmert (Planung, Umsetzung, Öffentlichkeitsarbeit), und ein Budget von mindestens etwa 8 Millionen Euro. Pläne sind genug vorhanden, auch für groß angelegte Radschnellwege etwa längs durchs Tal (außerhalb des Schlossgartens), aber sie müssen ernsthaft durchgeplant und umgesetzt werden, und dazu braucht man Leute, die das machen. Und der OB braucht eine Radlerbewegung, die das öffentlich einfordert. Wobei der Knackpunkt nicht der OB ist, sondern die bürgerliche-autofanatische politische Mehrheit im Gemeinderat. Die gilt es zu überzeugen. Wir Radler müssen eine positive öffentliche Diskussion für den Radverkehr und für eine Reduktion des Autoverkehrs in Gang setzen und in Gang halten. Der Gemeinderat muss spüren, dass viele in der Stadt jetzt wirklich Radwege wollen, um die Stadt vom Stau zu entlasten. Da hilft das Schimpfen auf den OB und sein Ziel, den Radverkehr zu erhöhen, gar nicht weiter. Was ich hier tue, ist immer wieder zu erinnern, was wir wollen und was wir uns vorstellen können: positiv in die Zukunft gewandt (nicht zurückblickend und schimpfend).

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  6. Aber es ist doch nicht einfach nur "rückblickend und schimpfend", sondern es ist die Sicht auf die traurige, bisherige Realität.

    Und positiv in die Zukunft? Gerne, wenn ich könnte. Aber was bt denn nach diesem Interview in den StN? Da beschreibt der OB den Ist-Zustand ganz richtig: er ist, insbesondere auch für Kinder, gesundheitsgefährdend. Er ist rechtswidrig. Er dauert seit bereits 10 Jahren an. Man hofft auf eine Verbesserung bis 2021, aber nur nach "Maßgabe" und Rücksichtname auf die "Autostadt". daraus Hoffnung zu saugen, fällt schwer. ;-)

    Wenn es um die Beseitigung rechtswidriger Zustände geht ist übrigens alleine die Verwaltung, letztlich der OB zuständig, nicht der Gemeinderat! Bsp. war etwa auch der Fernsehturm. Dito die Einhaltung der rechtlich zwingenden EU-Vorschriften. Eigentlich ist das nicht einmal Mobilitätsthema, sondern es geht um Gesundheit und Recht und Ordnung.

    Und was heißt, eine Radlerbewegung, die einfordert? Damit wird doch bereits jetzt abgeschoben, was eigentlich ausschließliche Aufgabe von OB und Verwaltung ist: Einhaltung der Eu-Vorgaben.

    Und auch du weißt und hast es oft genug geschrieben: erst die Infrastruktur bringt den Verkehr. Das gilt für den Autoverkehr genauso wie für den Radverkehr.

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  7. Noch ein klitzekleiner Nachtrag, dann gebe ich aber wirklich Ruhe. :-)

    Mir ist überhaupt nicht klar und mir leuchtet überhaupt nicht ein, warum der OB die derzeitige Debatte aus dem Autofahrerfokus führt und damit unweigerlich dazu verdammt ist, der Böse bzw. eben Untätige zu sein.

    Warum wird der Fokus nicht verändert? - Wir müssen dringend und schnell wieder deutlich gesündere Verhältnisse in Stuttgart hinbekommen. Und als erstes gehört dazu zumindest die längst überfällige Einhaltung der zwingenden EU-Vorgaben. Das sind wir bereits der Gesundheit unserer Kinder schuldig.

    Was passiert stattdessen? Man überlegt, ob und wie man seitens der EU eine Ausnahme bekommen könnte. Weil Stuttgart ja nicht nur Autostadt ist, sondern auch zudem im Kessel liegt und klimamässig benachteiligt ist. ;-)

    Damit werden Schadstoffewerte und Gesundheitsgefährdung also dem Grunde nach festgeschrieben. Wer hier wohnt und lebt, weiß sozusagen, auf was er sich einlässt. Weiterhin prinzipiell freie Fahrt für die Berufspendler aus der ganzen Region.

    Das gefällt und freut dann diejenigen, die ihr Auto für sich selbst absolut unverzichtbar halten. Nur wählen würden sie diesen OB deswegen trotzdem nicht. ;-)

    Und jetzt warte ich mal, ob ich nicht doch noch freudig überrascht werde. Gab es denn im Rahmen des öffentlichen Plenums des Radforum schon erste, konkretere Ansagen?

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  8. Ja. Es muss eine Lösung geben für das Verkehrsproblem in Stuttgart. Wir hinken 15 Jahre hinterher, was den Ausbau des Radverkehrs betrifft. Und der ÖPNV hat ein Kapazitätsproblem und kein Geld. Das lässt sich nicht in zwei Jahren ändern. Was ich in den letzten Jahren gesehen und hier im Blog begleitet habe, war eine langsame Besserung bei den Radrouten, und immer wieder ein mächtiges Stolpern über lokale Probleme, etwa dem Bürgergeschrei bei der Wochenendsperrung der Hofener Straße und die Beschwerden von Handel und Industrie über etwa die Radspur Waiblinger Straße. Es gibt massive Gegenwehr all derer, die nur in Autoverkehr denken können, einschließlich nicht zu unterschätzender und direkter Beschwerden der Autokonzerne, die hier angesiedelt sind. Es dauert, bis die Stuttgarter Gesellschaft das Umdenken beginnt und lernt, in anderen Kategorien zu denken als in Parkplätzen und Autovstraßen. Der OB ist aber für alle Bürger/innen da und will es auch sein. Deshalb müssen wir Radler/innen auch für ihn da sein und eine Öffentlichkeit für das Thema Radfahren herstellen. Mit anderen Worten: Rede mit deinem Nachbarn, der sich darüber beschwert, dass in Stuttgart Fahrverbote kommen sollen und dir erklärt, dass er auf keinen Fall aufs Auto verzichten kann. Es sind wir selbst, die diese Diskussion unermüdlich führen müssen. Das kann man nicht einem OB oder ein paar grünen Gemeinderäten überlassen. Denn wenn die Stadtbevölkerung bei jedem Parkpatz, der wegfällt, bei jeder Straßensperrung für den Autoverkehr, bei jeder Radspur aufschreit und protestiert, dann ist das auch unsere Sache. Eine gesellschaftliche Problemlösung kann man nicht an die Politiker delegieren, die müssen wir selbst angehen. Auch das ist ein Grund, warum ich diesen Blog führe: Wir diskutieren hier - erstmals - öffentlich über Radpolitik. Jeder kann es lesen und sich beteiligen und die Zugriffszahlen steigen.

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  9. Zitat: "einschließlich nicht zu unterschätzender und direkter Beschwerden der Autokonzerne, die hier angesiedelt sind" Hast du dafür Quellen? Ich bin der Meinung das die Auto- und Zulieferbetriebe in Stuttgart bedeutend weiter sind beim radverkehr wie die Stadt Stuttgart. Sieht man allein daran das es abschliessbare Fahrradstellplätze an den Werken gibt und das im Werksgelände Fahrräder fahren dürfen. Und mal ehrlich, wen soll ich denn ansprechen? Die Mutter die in der Spielstraße parkt weil sie nichtr fähig ist 100 m zu Fuß zu gehen? Oder den 35 Jährigen dem sein Auto über alles geht und den Eingang vor meiner Tür in einer Spielstraße zuparkt?

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  10. Ja, habe ich. Übrigens gebe ich dir Recht, so mancher Konzern entwickelt ein Pedelec und bietet Mitarbeiter/innen anständige Radparkplätze, aber wenn es um die Verteidigung des Autoverkehrs und der "freien Fahrt" geht, ticken dann so manche Manager auch wieder anders. Das sind ja alles große Gebilde, so wie die Stadt ein großes Gebilde ist, wo es solche und solche Leute gibt. Deshalb ist mein Standpuntk: Unbeirrbar positiv fürs Fahrrad reden und schreiben, keine unnötigen Fronten (vor allem keine rückwerätsgewandten) und das Angebot von Mithilfe, wenn es um die konkrete Umsetzung geht.

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