9. Juli 2015

Die heimliche Radfreigabe für die Königstraße

Die ganze Königstraße ist Fußgängerzone. Die ganze? Nein, nicht die ganze. 

Wer über den neuen Fußgänger-/Radüberweg am Bahnhof Richtung Königstraße fährt, sieht am Ampelmasten das Schild Fußgänger-Zone mit dem weißen Rad-frei-Schild darunter. Rechts sind Radbügel zum abstellen.

Fährt man geradeaus weiter in die Königsrtaße hinein, sucht man vergebens nach einem Schild, dass diesen Part Richtung Bolzstraße und Schlossplatz für Radfahrer verbietet. Das Rad-frei-Schild wird nicht aufgehoben, ein Fußgängerzonenschild steht nirgendwo.

Folglich darf man Richtung Schlossplatz die Einkaufsmeile befahren. Natürlich nur in Schrittgeschwindigkeit, wie immer, wenn ein Fußweg für Radler/innen nur freigegeben ist. Nur ob die Polizei das auch weiß, die mich dann aufhält?

In Gegenrichtung, von der Bolzstraße zum Bahnhof hoch, ist die Beschilderung eindeutig: Für Radfahrer/innen verboten.


Es wird also entscheidend sein, in welche Richtung ihr fahrt, wenn ihr auf diesem Abschnitt von der Polizei gestellt werdet.

Denn die Fußgängerzone kontrolliert die Polizei durchaus gern mal. Radler müssen hier ihr Rad schieben. Was etwas verwundert, wenn man die Menge der Lieferanten mit ihren Kastenwägen sieht, die auch nach 11 Uhr noch durch die Königstraße rammeln. Übrigens wäre es klug, wenn der Handel fordern würde, dass Radfahrer/innen mit der gebotenen Langsamkeit durch die Königstraße fahren dürfen, sie hätten mehr Shopping-Kunden und -Kundinnen. Radabstellbügel wären auch sehr hilfreich. So aber ist die Königstraße eine Einkaufsmeile, die man als Radler/in auf der Durchfahrt meidet.

Übrigens: Aufgepasst. Es mag sein, dass die Stadt das Versäumnis korrigiert und an der Einfahrt in Königstraße irgendwann doch noch Fußgängerzonen-Schilder aufstellt.


Und hier noch das Schild am Überweg vom Bahnhof aus gesehen.

Kommentare:

  1. Nett beschrieben Christine danke! Gelegentlich nutze ich diese Route, dabei wurde ich aber noch nie von Fußgängern angegangen. Ich fahre ja auch mit der vorgegebenen Schrittgeschwindigkeit, demnach scheinen diese das Schild zu kennen - glaube ich kaum - oder tolerieren Fahrräder auf der Königstraße.

    Jedes Mal, wenn ich hier entlangfahren, bin ich einerseits froh nicht auf eine Polizeistreife gestoßen zu sein, auf der andren Seite würde es mich aber auch sehr interessieren wie die reagieren. Die Stadt hat ja hier bestens vorgelegt durch ihr Aufstellen von Schilder ohne die Mittel, bis langfristigen Konsequenzen zu beurteilen/wissen. Da gibt's leider zig Stellen im Stadtgebiet, die Aktuellste (Vorplatz Planetarium/Juli'15) nicht weit entfernt.

    AntwortenLöschen
  2. Das gleiche gilt übrigens, wenn man von der Hauptradroute am neuen Schloß abweicht, und an den Brunnen vorbei Richtung Wittwer fährt. Dort ist auch kein Schild daß es eine Fußgängerzone wäre.

    AntwortenLöschen
  3. Sollte jemand in einem dieser Abschnitte in Gegenfahrtrichtung angehalten werden, kann man natürlich freundlich darauf hinweisen, sich auf dem Rückweg zu befinden und zuvor über den gleichen Zugang in die Königstrasse eingefahren zu sein.

    Real ist es so, dass ich zu denen gehöre, die ihr Rad in der Königsstraße schieben oder sie parallel umfahren, weil es einfach keinen Spaß macht, im Menschengewusel zu radeln.

    AntwortenLöschen