3. November 2015

Neues E-Rad-Antriebssystem zum Selbereinbauen

Quelle: go-e.bike
Die Erfinder sitzen in Österreich. Das System heißt go-e ONWheel. Der Motor wird unter den Rahmen gesetzt und hat eine Walze, die das Rad direkt über die Lauffläche des Hinterrads antreibt.  

Wer schon mal am eigenen Rad geschraubt hat, kann Motor und Akku innerhalb von zehn Minuten ans eigene Rad setzen. Die Hersteller sagen, es gehe sogar in fünf Minuten. Der Clou: Wenn man mal ohne Motor fahren will, dann nimmt man ihn ganz ab. Klick-ab, Klick-rein.


Mit Druckknöpfen am Lenker kann man entscheiden, wie viel Kraft man sich vom Motor dazugeben lässt. Ein Sensor erkennt, ob sich die Pedale bewegen. Wenn ja, schaltet sich der Motor dazu und treibt mit bis zu 800 Watt zusätzlich das Hinterrad an. Die Walze soll 5.000 bis 10.000 Kilometer halten.

Über eine Spmartphone-App kann man sich am Lenker (mit dem Smartphone) dann auch die Begleitanzeigen verschaffen. Das Kit soll etwa 600 Euro kosten. Es wird jetzt getestet und soll im kommenden Jahr marktreif sein.

Es gibt übrigens reichlich Bausätze, die aus dem eigenen teuren Lieblingsrad ein E-Rad (Pedelec, auch eigentlich falsch E-Bike genannt) machen. Sie kosten zwischen 500 und 1.500 Euro und sind im Prinzip selbst montierbar.

Kommentare:

  1. Bereits erhältlich ist ein ganz ähnlicher, wenn auch wohl teurerer Antrieb, gleichfalls aus Österreich: http://www.add-e.at

    Das Rollensystem ist sogar noch älter, hat sich aber irgendwie doch nie durchgesetzt. Keine Ahnung warum? Schlupf, Reifenverschleiß, Leistungsverluste, Geräuschentwicklung?

    Und wozu soll es eigentlich gut sein, den Motor wahlweise ganz zuhause zu lassen? Zumal bei der Stuttgarter Topographie?

    Es gibt Spezialisten, die mit ihren Ultraleichträdern eigentlich grundsätzlich selbst radeln wollen, die in der Regel auch schneller als nur 25 km/h unterwegs sind. Die rüsten ihr Rad dann mit einem sehr leichten Antriebsmotor aus, der als solcher kaum nochg zu erkennen ist. Dazu ein kleiner, leichter Akku mit entsprechend wenig Kapazität, der dann aber auch nur zugeschaltet wird, wenn es unbedingt sein muss.

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  2. Genau, Schlupf und Reifen- und Rollenverschleiß sind der Grund dafür, dass sich ein Rollensystem (bisher) nie durchsetzen konnte. Auch Rollendynamos litten darunter. Bzw. leiden noch daran, falls einer überlebt hat.

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  3. Das habe ich mir beim Schreiben auch so gedacht. Sobald man durch Matsch fährt ist der Antrieb wirkungslos.

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  4. Was für finanzielle Folgen hat das denn, wenn die Rolle hinüber ist? 6000 bis 10000 km bedeutet ein Jahr Radfahren, wenn sich die Rolle dann nicht leicht und günstig tauschen lässt wird das ganz schön ins Geld gehen.

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  5. bis zu 800 Watt über so eine kleine Rolle? Naja, die Gesetze der Physik ändern sich halt gelegentlich... Aber so ein bisschen könnte es ja schon gehen, klingt auf alle Fälle toll und das ein oder andere Anbaukit wird sich durchsetzen. Leute, die wie ich mehrere Räder haben warten darauf!!

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  6. Oft topic via http://fahrrad.io/2015/10/30/73/

    Warum nicht auch in Stuttgart?

    http://www.ksta.de/koeln/das-soll-sich-fuer-radfahrer-in-koeln-bald-aendern-sote,15187530,32276712.html

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