13. März 2015

Wenn man jetzt mal ernsthaft das Radfahren fördern würde ...

Dann würde man sofort aufhören, mal hier, mal dort eine blutrote Radspur diagonal über die Rechtsabbiegespur zu legen.

Wenn man wirklich ernsthaft und wahrhaftig dem Radverkehr zum Erfolg in Stuttgart verhelfen wollte, dann würde man alle großen Kreuzungen so umplanen, dass Radfahrer sie ohne Gefahr und ohne lange Wartezeiten an Ampeln in alle Richtungen überqueren könnten.

Und man würde an allen Tempo-50-Straßen Radwege legen, die eine gute Sichtbeziehung zum Autofahrer haben, damit Radfahrer nicht angefahren werden, wenn sie geradeaus wollen und ein Autofahrer abbiegt. (So sieht das in den Niederlanden aus.)

11. März 2015

Im Bürgerhaushalt für Radprojekte stimmen

Seit gestern können alle Bügerinnen und Bürger im Bürgerhaushalt für oder gegen die Projekte stimmen, die andere Bürger für wichtig halten. 

Die Stadverwaltung sucht dann die hundert bestplazierten Vorschläge aus. Wir Radler können uns unter dem Stichwort "Radverkehr" anschauen, was uns betrifft. Dann kann man sowohl dafür, als auch dagegen stimmen. Es sind aber über 500 Vorschläge. Da heißt es prüfen, was würde wirklich nützen, wo sind die größten Mängel?

9. März 2015

Der Rolling Stopp

Man nennt ihn den Idaho-Stopp, weil er in dem US-Bundesstaat zuerst eingeführt wurde. Die meisten Radler verhalten sich so, als gälte die Regelung bei uns auch. 

Stoppzeichen an einer Straßeneinmündung bedeuten Stopp! Oder wie mein Fahrlehrer immer sagte: Alle vier Räder müssen still stehen. Für Fahrräder gilt das auch: Alle beiden Räder müssen still stehen, der Fuß ist auf dem Asphalt. Dann umgucken, dann erst fahren.

Das fällt schon Autofahrern schwer, obgleich sie beim Halten ihre Sitzhaltung nicht verändern und für den Start kaum Muskelkraft aufwenden müssen. Ein Radler aber muss beim Halten absteigen und braucht beim Starten mit am meisten Muskelkraft.

In Idaho hat man das erkannt und erlaubt Radlern bei Stopp-Schildern langsam durchzurollen, wenn die Bahn frei ist.