25. Juli 2015

Laternenmastenparken

In Stuttgart fehlen Radabstellbügel. Nicht nur in der Innenstadt, wo es noch relativ viele gibt, sondern vor allem in so gut wie allen Wohnstraßen. Wohin mit dem Rad über Nacht oder in den Tagen, wo man es nicht benutzt? 

An den Laternenmast oder Schilderpfosten also. Da stört es dann auf jeden Fall Passanten oder Leute, die ihr Auto parken und Beifahrer/innen, die aussteigen wollen. Und es gibt Besinnungslose, die den Rädern dann was antun. Das natürlich auch an Radbügeln.

Was macht also ein Radfahrer, der sein Rad liebt und der Öffentlichkeit zutiefst misstraut. Er nimmt das Rad mit ins Büro.

21. Juli 2015

Das Eiscafé-Dilemma

Am Bismarckplatz in Stuttgarts Westen gibt es ein Problem mit Radfahrer/innen an einem Eiscafé. Per Radwegzeichen und Rad/Fußgängerampel werden Radler, die den Vogelsang hinauf kommen, direkt in eine Passage mit Gastronomie geleitet. 

Links stehen Tische, rechts ist ein Grünstück. Über einen Zebrastreifen können Radler weiter den Vogelsang hinauf fahren. Umgekehrt ist es genauso. Die Strecke wird morgens und abends von Berufspendlern viel beradelt. Und immer alle durch das Eiscafé durch. Nun ja, nicht mitten durch, aber Mütter fürchten um ihre Kinder, die ohne zu gucken auf den Weg springen.

Das Geschenk der Radfahrer


Zuerst waren die Fußgänger da, dann die Pferdefuhrwerke und Reiter, dann die Radfahrer und schließlich das Auto. Und dem Auto haben wir alles untergeordnet. 

Der Autoverkehr wird für ein paar Sekunden angehalten, damit Fußgänger und Radler Raum bekommen. Der Rest der Ampeln ist dazu da, den Autoverkehr zu regeln. In Innenstädten, auch in Stuttgart, ist der wirtschaftliche Nutzen des Autoverkehrs gering, seine Kosten aber enorm hoch.

19. Juli 2015

Leichtes Rad oder leichter Radler?

Alte Weinsteige, 13 % Steigung. Eine Frage der Fitness
Womit ist man schneller, mit einem um zwei Kilo leichteren Fahrrad oder mit einem um zwei Kilo leichteren Radler? 

Grundsätzlich machen ein paar Kilo nicht viel aus. Die Sportwissenschaftler Asker Jeukendrup and James Martin haben 2001 in der Zeitschrift Sports Medicine alles durchgerechnet. Bergab, das ist klar, ist der schwerere Radler schneller als der leichte. Was bremst ist hier vor allem der Luftwiderstand. Bergauf spielt der keine große Rolle, auf einer ebenen Strecke aber wiederum doch.