14. März 2016

Der Weg ist frei - Sonnenberg

Die bisher versperrte Spur in der Laustraße in Sonnenberg ist jetzt in eine Radspur umgewandelt worden.  

Das Foto habe ich am Wochenende von Blogleser Gerhard bekommen. Sehr schön.
 
Noch sind auf der Laustraße, die durch Sonnenberg führt, nicht besonders viele Radler unterwegs. Was auch daran liegen mag, dass sie schmal ist wie eine Tempo-30-Straße, auf ihr aber tatsächlich - man glaubt es kaum - Autos noch mit 50 km/h fahren dürfen.
Die meisten Radfahrenden bremsen ungern Autos aus. Es stresst sie, wenn sie Autos keinen Platz machen können. Manche weichen ja dann auf Gehweg aus. Aber vielleicht ändert sich das hier ja mal. Es ist mir rätselhaft, warum Sonnenberg sich das antut, eine Tempo-50-Straße durch den Ortskern laufen zu lassen, an der immerhin ein paar Läden liegen.

Hier (gelber Pfeil) liegt die Stelle, wo jetzt eine seit vielen Jahren gesperrte Fahrspur endlich in eine Radspur umgewandelt wurde. Man kann gut weiterradeln, entweder nach Degerloch oder die Abfahrt am Waldfriedhof (Karl-Kloß-Str.) hinunter. Wobei der bessere Radel-Weg nach Degerloch, wenn man von Möhringen kommt, die Degerlocherstraße linksseitig der Stradtbahnschienen führt (hellgrüne Linie).

Leider hat ein überdimensioniertes Verkehrsprojekt, nämlich die Ab- fahrt und Zufahrt von und zur Schnellstraße B27 Sonnenberg wüst geteilt (orangefarbene Linie). Dieser Zubringer liegt wie ein Graben zwischen den Wohngebieten. Inzwischen hat man auf dieser für einen ganz anderen Autoverkehr ausgelegten Kreuzung und im Zubringer Fahrspuren gesperrt. Eigentlich müsste man das alles zurückbauen.

Kommentare:

  1. Bin auch letzten Freitag Abend ehr zufällig über den nunmehr geöffneten Abbieger gefahren. Nun die finale Umgestaltung ging dann doch recht schnell! [Wie ja im Grunde für das bisle Abschrauben auch zu erwarten ist...]

    Na ja, danach hört es halt wieder mal Stuttgart typisch auf: eine noch sichtbare Mitteltrennlinie suggeriert einen Schutzstreifen (komplett in der Dooring-Zone), daher sollte man direkt nach dem Anfahren nach links (in der Kurve - da parkende Autos kommen) wieder zum fließenden Verkehr einscheren??!
    Also was bringt dieser neue Radabbieger, außer vielleicht direkt rüberzukommen zum Gehweg der Güntherstraße?

    Zumal die lokalen Routen Richtung Stuttgart-Süd schon viel früher - bei Sonnenbühl - von der Laustraße abzweigen (südwestlichste Ecke der dargestellten Karte).

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    1. Stimmt schon. Es müssen aber nicht nur Hauptrouten mit Radinfrastruktur versehen werden. Dieser neue freie Spur erleichtert den Kampf des Radlers um Aufstellplatz an einer Ampel. Mehr nicht. Ich weiß, es geht dann trügerisch an geparkten Autos entlang. Für Radler, die Verkehrsführungen verstehen, ist klar, dass es sich nicht um eine Sicherheitsspur handelt. Und auch die darf man ja verlassen, um auf der Autofahrbahn zu radeln. Ist hier nur eine Kleinigkeit, aber keine Verschlechterung, sondern eine Verbesserung, finde ich.

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    2. Wie immer, die Frau Politikerin sieht alles positiv, selbst die kleinsten Kleinigkeiten die nichts bringen

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    3. @Christine: Das die routinierten Radler diesen falschen Schutzstreifen erkennen ist klar - ich schlage ja selber schon das normale Fahren zusammen mit den Autos vor.

      Ich meinte ehr, dass eben die nicht so geübten Radler (wie auch immer die dort hinkommen...) mit einer solchen Vorrichtung das Gefühl einer falschen Sicherheit bekommen und dieser Schutzstreifen wird eben nicht nur den Radlern suggeriert.
      Ich sehe da vielmehr das Problem beim motorisierten Verkehr und dem teilweise haarsträubenden Kenntnisstand zu Radinfrastruktur, sowie deren implizierende Regeln, wie zum Beispiel dem Sicherheitsabstand beim Überholen eines Radlers.

      Ich fahre dann lieber schon mit dem Verkehr an die Ampel heran - so werde ich wahrgenommen - und muss mich nicht noch nach dem Anfahren darum kümmern korrekt einzuscheren.
      Den so wie das gerade geregelt ist muss der Radler den Spurwechsel ausführen. Zudem gehört ein Fahrspurwechsel in der Kurve (wenn auch erzwungen) nicht gerade zum besten Miteinander im Straßenverkehr.

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    4. Ja, schon. Aber. Blogleser Gerhard hat drei Jahre dafür gekömpft, dass di Spur aufgemacht wird.
      Es ist nicht entscheidend, aber es ist auch wieder gut, dass es jetzt gejkappt hat. Es fehlt,in Sonndenberg, wie in vielen kleinen Vororten eine Radinfrastruktur. Das ist auch richtig.

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    5. Das Argument verstehe ich jetzt nicht so recht. Weil jemand drei Jahre dafür gekämpft hat ist der Radstreifen trotz der beschriebenen Probleme gut? Oder weil deiner Meinung nach da Radinfrastruktur fehlt (wobei die Infrastruktur für Fahrzeuge ja schon da ist)?

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    6. @Gerhard: Hoffe mal du liest hier auch mit:
      • Mit welchen Argumenten hast du dir denn Gehör bei der Stadt verschafft?
      • Welche persönliche Zielsetzung hattest du (vor drei Jahren), diese brachliegende Autospur einseitig radbefahrbar zu machen. Also mit welchen Routen nutzt du nun diese neue Möglichkeit?
      • Wie beurteilst du die jetzige Umsetzung, reichen dir die Piktogramme und abgeschraubten Leitbaken oder hast du dir mehr erwartet?


      @Christine: Also sorry, nun mal unabhängig von den Problemen der baulichen Umsetzung [Ein-/Ausfädeln & umliegende Markierungen], aber mir fehlt da die zusammenhängende Vision: Natürlich brauchen die Gebiete ab von den gerade aufkeimenden Hauptrouten auch ein bisschen Liebe bezüglich der Radinfrastruktur. Dann aber bitte auch halbwegs aufeinander aufbauend.
      Diese Lösung in Sonnenberg ist momentan sehr isoliert und es fehlen - wie schon zuvor angesprochen - auch die Verknüpfungen zu bestehenden Strukturen.
      Natürlich kann man nicht alles auf einmal bauen, aber bis zur finalen Vollendung soll man mit weiteren, kleinen, verteilten Anlagen/Teilen leben? Nein danke - haben wir schon zu genüge in Stuttgart. Lieber mal diese kleinen, bestehenden Stücklein in den Vororten logisch miteinander verketten, als Neue aufzubauen.
      Ein Spontan-Radler der mal wegen des Feinstaubs aufs Rad umsteigt und auf eine dieser vielen Kleinanlage (wie z.B. der hier diskutierten) stößt, wird bestimmt nicht gerade begeistert sein von der Qualität dieser Mobilitätsalternative.

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  2. Da kommt aber jetzt ein seltsmer Zungenschlg rein, Michael.

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