13. August 2016

Felgenkiller einst und heute

Wangen i.Allgäu: Fünf Parkplätze und ein Relikt
Da war doch mal was. Ach ja, früher gab es auch schon mal Fahrräder. 

Die hat man an Schulen, Jugendfarmen oder vor der Post abgestellt. Vorderrad reinklemmen, Hinterrad mit einem Billigschloss abschließen. Hoffen, dass keiner dagegentritt oder kein Auto gegen das Rad fährt, denn dann hat man im Vorderrad eine Acht.



Foto: Blogleser Alfred M.-K., Jugendfarm Botnang
Aus diesen Zeiten des Radfahrens sind hier und dort Radständer übrig, auch Felgenkiller genannt. Kann man schlecht brauchen. Sind so auch unbrauchbar.

Rad(?)-Parkplatz vor Klett


Früher kamen Kinder mit Fahrrädern. Das tun sie vielleicht auch heute noch, etwa zu einer Jugendfarm.  Manche verwenden dieses Felgenkiller heute noch. Macht aber nichts, ohnehin nutzen Autos die Flächen ja auch gern als Halteplatz. Und wer will schon sein Rad in so was reinschieben?

Radständer, Merlin

Immerhin dienen diese mobilen Radständer als Signal, dass die Inhaber/innen der Einrichtung Radfahrende kennen.  Vielleicht aber eben doch eher diejenigen, die mit schmalen und  Retrorädern kommen, deren Gabeln nicht zu breit sind wie bei meinem Pedelec.






Also solche Räder, Damenräder, Kinderräder.

Ein Kino wie das in der Rosensteinstraße muss nicht mit massenhaft Besucher/innen auf Fahrrädern rechnen. Die wertvollen müsste man ohnehin woanders anbinden. Auch das hier ist also rein symbolisch nach dem Prinzip: Wir haben schon mal was von Fahrrädern gehört.



Mit anderen Worten: Die einzig sinnvollen Radabstellanlagen sind Radbügel. Und wer es wirklich gut meint mit Radfahrenden und ihren teuren Rädern, bietet mehrere Möglichkeiten an, ein Kabel- oder Bügelschloss anzuschließen.

Hier ein Beispiel aus Ludwigsburg. Man sollte dann nur noch dafür sorgen, dass Motorradfahrer die Radständer nicht als ihre Parkbuchten betrachten. Das ist etwas, was bei Felgenkillern nicht passieren kann.





Kommentare:

  1. Die Felgenkiller sind ein echtes Problem. Mein E-MTB mit 26x2.25 passt nicht rein, und wenn ich es woanders anschließe ernte ich Unverständnis von anderen. Egal ob im Betrieb, wo mich der Werkschutz schon auf das Vorhandensein von Fahrradständern hingewiesen hat, als auch vor der Apotheke wo mein Rad etwas im Weg steht wenn ich es ans Treppengeländer kette. Am schlimmsten ist die Situation mit Tretanhänger für meinen Großen hinten dran, denn dank Überlänge kann ich mir sicher sein dass jemand versehentlich dagegen tritt. Am Sportplatz vom Fußballverein meines Großen bietet sich außer dem Felgenkiller nur der Schaukasten mit den Vereinsnachrichten an, und der Platzwart findet davor angekettete Fahrräder offenbar nicht so toll. Weg mit den Dingern!

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  2. Räder an Treppengeländrn behindern Menschen, die das Geländer brauchen. Meine Mutter kann zu einem bestimmten Arzt nicht gehen, weil da immer Räder am Geländer hängen.

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    1. Stimmt, aber bei dieser Apotheke gibt es Geländer an beiden Seiten der Treppe und einen Fahrstuhl als Alternative.

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  3. So muss das: http://blog.photographiedepot.de/2012/09/leipzig-innenstadt-urban-knitting-von-stricker-l-e/img_3059/

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  4. und wenn Sie neu Bauen, oder die Nutzung ändern müssen sie Fahrradabstellplätze schaffen (gerne 10 - 30 Stk. je nach Nutzung). Machen Sie das mal bei einem bestehnden Innenstadtgebäude auf ihrem eigenen Gelände.

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