19. Februar 2016

Gute Idee mit Pferdefuß


Bundesverkehrsminister Dobrindt will das Radeln rund um Schulen und Kindergärten erleichtern. Städte dürfen hier Tempo-30-Zonen einrichten ohne nachweisen zu müssen, dass hier ständig Kinder angefahren wurden. 

Dem Artikel der Süddeutschen Zeitung ist zu entnehmen, dass künftig auch Eltern oder Begleitpersonen zusammen mit Kindern (unter 8 Jahren) auf dem Gehweg radeln dürfen. Allerdings hat das Verkehrsministerium sich dabei einen neuen Klops ausgedacht.

Beim Überqueren von Querstraßen sollen Kinder und Erwachsene, die zusammen auf dem Gehweg radeln, dann aber absteigen und das Fahrrad über die Straße zum nächsten Bordstein schieben. (Kinder unter 8 Jahren  müssen das übrigens sowieso tun, weil sie ja auf der Fahrbahn nicht radeln dürfen.)

18. Februar 2016

Umfrage zum Radfahrerverhalten

Die Technische Universität Dresden beschäftigt sich intensiv mit dem Radverkehr. 

Sie möchte in einer Umfrage wissen, wie wir uns verhalten, wenn wir uns vor die Wahl gestellt sehen, Radstreifen, Radspuren, Gehwege und Fahrbahnen zu benutzen.

Es hilft: Also teilnehmen. Hier der Link.

17. Februar 2016

Wem gehört der Straßenrand?

Wir - so gut wie alle deutschen Städte - haben die Straßenränder dem ruhenden Autoverkehr überlassen. Bis letztes Jahr konnte man in Stuttgart sogar vielerorts gratis parken. Jetzt kostet es, wenn auch sehr wenig. 

Eine Radfahrerin und Fußgängerin hat dazu eine interessante Frage gestellt.

Das Parkraumanagement sorgt dafür, dass Straßenrandparkplätze im Stuttgarter Kessel nirgends mehr kostenlos sind. Anwohner zahlen in ihrem Viertel knapp 40 Euro im Jahr. Sie beantragen bei der Stadt ihren Parkausweis für ihre Zone und bekommen einen (pro Person mit Führerschein).

Bei einer Veranstaltung der Naturfreunde zum Thema Radverkehr und Stadtentwicklung mit Baubürgermeister Petzold bemerkte eine junge Frau: "Ich habe kein Auto. Was muss ich tun, damit ich am Straßenrand einen Platz bekomme."

15. Februar 2016

Radfahren in Stuttgart ist Vorradler des Monats

Und zwar auf Radkultur Baden-Württemberg, dem Informationsportal zur Förderung des Radverkehrs des Landesverkehrsministeriums. 

Dort heißt es: "In ihrem Blog beschreibt Christine Lehmann ihre Alltagserlebnisse als Fahrradfahrerin in der baden-württembergischen Landeshauptstadt – unterhaltsam und sehr nachvollziehbar. Sie lädt andere Radfahrer zu Diskussionen ein, regt Veränderungen an und zeigt jeden Tag aufs Neue, dass es möglich ist, in Stuttgart per Rad mobil zu sein. Die Jury des Deutschen Fahrradpreises hat sie für dieses private Engagement zur Förderung des Radverkehrs für eine Auszeichnung in der Kategorie „Kommunikation” nominiert."
Ich freue mich über diese Würdigung. Vielen Dank.
Hier noch einmal der Link zur Seite Radkultur Baden-Württemberg

Eine Radumdrehung rückwärts

"Es ist zum Verzweifeln. Die Menschen wollen Fahrrad fahren, sie kaufen immer mehr und immer teurere Räder, Fahrradfahren gehört zum modernen Lebensstil. Aber die Politik tut zu wenig dafür."

Das stellt der ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork zum Fahrrad-Monitor 2015 fest.
Denn der ist ernüchternd. Die Politik kommt dem guten Image des Fahrrads nicht hinterher. Es geschieht eigentlich fast nichts, vor allem nichts in den Städten. Keine großzügige Planung für Radfahrende, nur Gebastel und ein paar neue Radspuren. Aber das reicht nicht, um das Fahrrad attraktiv zu machen.