3. Juni 2016

Radfahren gegen Feinstaub

Ist Radfahren bei hoher Feinstaubelastung gesundheitsschädlich? Nein, sagt eine wissenschaftliche Studie der Univerität Cambridge, über die das Heise-Forum berichtet

Man fragt sich das ja immer, denn beim Radfahren holt man tiefer Luft als etwa im Auto. Und das Auto hat noch eine Kabine rund herum.

Feinstuabpartikel könnten also tiefer in die Lunge vordringen als bei Menschen, die sich nicht bewegen, und so ins Blut gelangen. (Mal abgesehen davon, dass die winzigen Partikel auch bei Menschen, die nicht tief atmen, ins Blut kommen.) Die Untersuchung zeigt aber, dass der Vorteil von Bewegung den Nachteil von Feinstaub überwiegt: Radfahrende (auch Fußgänger) mindern ihr Risiko, für Diabetes, Herzerkrankungen und manche Krebsarten erheblich. Nur in sehr stark feinstaubelasteten Städten wie Delhi kippt der gesundheitliche Vorteil der körperlichen Bewegung nach etwa einer Stunde in einen Nachteil. Das ist für Stuttgart nicht der Fall.

1. Juni 2016

Kissen auf der Straße

Man nennt sie Berliner Kissen. Sie sollen in der Bolzstraße das Posen verhindern. 

Also dieses Schaufahren motorisierter Schlitten voller junger Leute, die sich dem Saturday-Night-Volk zeigen. Der Rundkurs über die Bolzstraße soll so unterbrochen werden.

Autos müssen hier sehr langsam tun, um drüber zu kommen. Radfahrende kommen dran vorbei. Schwellen auf der Fahrbahn sind ja grundsätzlich schlecht für Radfahrende. Aber ich finde, hier ist es ganz gut gemacht, die Durchfahrtspur für Räder ist breit genug.  Zwischen den Kissen am Königsbau kommt man auch in der Mitte durch.

31. Mai 2016

Lustiges Schilderraten - Baustelle Marienplatz

Da wird gebaut. Muss ja auch mal sein. Die Baustelle liegt auf der Hauptradroute 1, die aus der Tübinger Straße über den Marienplatz in die Möhriger Straße führt. 

Es stehen viele rote Schranken dort und auch ein Sammelsurium von Schildern. So nach dem Prinzip, viel hilft viel. Es hilft aber nichts. So sieht das aus für den Radfahrer, der aus der Tübinger Straße kommt. Für Autos ist diese Fahrtrichtung gesperrt. Für den Radler beginnt jetzt eine Slalom-Tour.

29. Mai 2016

So geht Fahrradstadt

Zeit Online hat Herrn de Rook gefragt, wie man den Anteil von Radlern im Straßenverkehr auf 60 Prozent erhöht. 

Das Konzept stammt aus der Mitte der siebziger Jahre. Heute gibt Groningen 120 Euro pro Einwohner und Jahr für den Radverkehr aus.

In Berlin sind es gerade mal 4 Euro, bei gleichzeitig 83 Euro pro Nase fürs Auto. Wobei dabei die versteckten Kosten (Parkplätze, Straßenbeleuchtung, Lärmschutz, Reinigung, Überwachung etc.) noch nicht mitgerechnet sein dürften, die im Durchschnitt bei deutschen Städtern zusätzlich noch etwa 145 Euro ausmachen (insgesamt ca. 225 Euro im Jahr pro Einwohner).
Können wir in Stuttgart auch. Und das geht so.