29. Juli 2014

Klingeln vorm Überholen

Wie ist das eigentlich? Darf ein Radler einen anderen überholen? Beispielsweise auf einer Radspur oder einem Radweg oder einem Schutzstreifen?

Ja, aber man sollte seine Absicht durch Klingeln deutlich machen. 

Das wusste ich nicht, und es weiß fast niemand. Der Überholende muss nämlich sicherstellen, dass der vor ihm fahrende Radfahrer ihn auch bemerkt und erkennt, dass er jetzt überholt wird. Sollte nämlich der vorne fahrende Radler ohne Handzeichen plötzlich nach links ausscheren, weil er abbiegen oder sonst was tun will, und der Überholende knallt auf ihn drauf, dann haben beide Schuld. Dazu gibt es zahlreiche Gerichtsurteile. Es gibt allerdings auch gegenteilige. Unter Umständen hat sogar der Überholende noch mehr Schuld als der Radler, der ohne Handzeichen in eine Einfahrt oder auf einen Radweg abbiegt.

27. Juli 2014

Kinder haben auf dem Radweg nichts zu suchen

Kinder bis 8 Jahre müssen auf dem Gehweg radeln. Sie dürfen auch den Radweg nicht benutzen. Auch dann nicht, wenn sie in Begleitung von Erwachsenen sind. Bis 10 Jahre dürfen Kinder übrigens noch auf dem Gehweg fahren und sollten es auch tun.

Vermutlich werden Kinder unter 8 eher nicht alleine mit dem Rad unterwegs sein, außer in Spielstraßen oder Straßen und Grünanlagen, wo sie spielerisch radeln können. Echt problematisch wird das, wenn Erwachsene mit Kindern auf Rädern unterwegs sind, gern am Wochenende.

26. Juli 2014

RiS in Lift

Lift hat sich Blogger/innen in Stuttgart angeschaut und auch meine Seite "Radfahren in Stuttgart" beschrieben. 

Nicht sonderlich schön gestaltet, findet Lift, aber dafür unvergleichlich informativ.

Zu finden in der August-Ausgabe 2014 von Lift.

(Die Seite gibt es nicht mehr. Schade.)

25. Juli 2014

Schilderwust

Baustellen sind derzeit in Stuttgart ein Fluch für Radfahrer. Sie zwingen nicht nur zu inakzeptablen Umwegen, sie sind auch hanebüchen beschildert. 

Hier die Baustelle in der Teinacher Straße. Man stößt auf sie, wenn man die vom Max-Eyth-See her kommend die Hofener Straße an den Sportplätzen entlang radelt. Als Radler fahre ich hier normalerweise geradeaus weiter (was jetzt das weiße Auto macht), während die Autos links abbiegen. Jetzt müssen auch die Autos geradeaus, was für Radler eng und stressig wird.

Dafür darf ich als Radlerin hier links (durfte ich vorher auch) radeln. Das ist sogar absolut unproblematisch. Allerdings sind die Schilder total inkonsistent.

23. Juli 2014

Chaotische Koexistenz in den Parks

Meistens vertragen sie sich ganz gut, die Radfahrer/innen und Fußänger/innen. Wer durch den Schlossgarten radelt, sieht ein friedliches Chaos. Aber befriedigend ist der Zustand nicht, weder für Fußgänger noch für Radler.

In Stuttgart sollen wohl künftig alle Grünflächen für Radler frei sein (auch für Pedelecs, jedoch nicht für andere motorisierte Zweiräder mit Nummernschild). Das begeistert mich nicht, und die Fußgänger wird es auch nicht begeistern. Ich finde, hier drückt sich die Stadt zugleich vor einer echten Radwege-Politik, die Radlern ernsthaft einen Weg durch die Stadt bahnt. Radler werden in die Grünanlagen abgeschoben, wo sie den Autoverkehr nicht behindern, sehr wohl aber Fußgänger stören. Und zwar erheblich.

21. Juli 2014

Und Baustellenalarm am Bahnhof

Klar, Bahnhof ist schwierig. Da wird gebaut. Für Radler wird es zunehmend schwieriger, am Bahnhof vorbei zu kommen. 

Aber es geht. Auch wenn hier die Beschilderung für Radler wieder mal so in die Irre führt, dass man sich besser auf seinen eigenen Pfadfinder-Sinn verlässt.

Es ist nur ein Schmankerl am Rande, dass schon der Weg zum Bahnhof immer schwierig ist.

19. Juli 2014

Wieso sind wir so?

Gestern war's mir mal kurz zu viel. Erst Möhringen, dann Degerloch, dann runter Stuttgart Nord, dann Europaviertel, dann Richtung Süden. Genial fürs Fahrrad, wenn man die Termine eng getaktet hat. 

Doch am Abend n der Lautenschlager war es mir plötzlich zu viel; zu viel Chaos, zu viel wilde Radler, zu viele Autos, die auf den Radwegen parken. Zu viele Fußgänger auf dem Radweg.

Der Radweg am Bahnhof zugeparkt, Fußgänger in Massen auf dem Radstreifen auf dem Überweg am Bahnhof, Autos, die in der Lautenschlager Straße rangieren, eine Radlerin, die mich rechts überholt, während ich einem von links einschwenkenden Auto ausweiche. (Merke: Überholt ein Radler einen anderen, muss er vorher klingeln, sonst ist er am Unfall mitschuld; Post dazu kommt noch.)

Elefantensteg geschlossen - Holzbrücke offen

Man kommt noch auf den Holzsteg über den Neckar Richtung Wilhelma. Die Neckartalstraße aber muss man jetzt über eine Fußgängerampel und die Stadtbahnhaltestelle überqueren. 

Für Radfahrer waren Holzsteg und Elefantenbrücke niemals freigegeben. Es sind reine Fußgängerwege.  Dennoch wurden sie viel genutzt. Man kann sich auch jetzt als Radler über Fußgängerfurt und Stadtbahnhaltestelle schlängeln, wenn man will.



15. Juli 2014

Da stehen sie gut

Der Mischverkehrs weg wird auch Shared Space genannt. Hier teilen sich alle Verkehrteilnehmer den Raum. Am Einang des Mischverkehrswegs Tübinger Straße steht ein Schild: Tempo 20 und Parkverbot. Drinnen stehen keine Schilder mehr. 

Hier sollen sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer per Blickkontakt verständigen, wer jeweils Vorrang hat. Der Platz scheint mir allerdings sehr ungleich aufgeteilt. Bislang parkten sie nur entlang der asphaltierten Fahrbahn (die eigentlich keine sein soll, sondern eben Mischverkehrsweg), jetzt parken sie schon auf dem Plätzchen. (Woanders ist ja kein Parkplatz mehr frei.)

13. Juli 2014

Baustellenalarm - so geht das nicht!

Wer unbedingt erreichen will, dass Radfahrer sich lieber auf ihren Pfadfindersinn verlassen, muss nur eine solche Umleitung konstruieren wie an der Heilbronnerstraße linksseitig stadtauswärts an der Vordernbergstraße Richtung Türlenstraße. 

Das Umleitungsschild weist Radfahrer, die hier bisher bequem gerade aus fahren konnten, nach links die Vordernbergstraße hinauf. Und da geht es wirklich HINAUF.

Mich hat ein Facebook- und Blogleser alarmiert. "Guck dir das mal an! Die schicken die Radler auf einen riesigen Umweg."

9. Juli 2014

Die Maultaschenrikscha

Sie ist fast immer mit dabei, wenn in Stuttgart kleine oder größere Feste gefeiert werden. Hier auf dem Heusteigfest. Die Maultaschenrikscha

Dann steht Florian Sabitzer hinterm Tresen, schneidet Zwiebel und röstet Maultaschen. Sie werden von einem Metzger hergestellt.

Ein schönes Beispiel, was man mit Elektro-Lastendrädern alles machen kann.

7. Juli 2014

So ist es richtig

Nehmen wir mal an, dass viele Autofahrer nicht wissen, wie man mit Radspuren und Radstreifen umgeht, wenn man mal kurz halten oder gar parken will. 

Beim Be- und Endladen stellen sich viele auf die Sicherheitsspur (dort dürfen sie sogar halten) oder auf die Radspur, wo sie nicht halten, schon gar nicht parken dürfen.

Der Fahrer des Umzugswagens hier hat es begriffen. Warum die Radspur blockieren, wenn man zwei Fahrbahnen hat? Auto blockiert hier dann doch besser Auto. Radler können auf der Radspur weiterfahren. (Neckarstaße Richtung Neckartor)

5. Juli 2014

Es geht ja doch .. und noch weiter - Neckarstraße

Entlang der Neckarstraße gibt es stadteinwärts einen neuen Sicherheitsstreifen für Radler. Aber nicht nur das. 

Praktisch über Nacht, ist die Verkehrsführung in der Einmündung Hackstraße in die Neckarstraße zugunsten der Radfahrer geändert worden.

Ich radle wie üblich vom SWR durch die Stöckachstraße auf die Hackstraße, die zur Neckarstraße führt, und sehe mich an der Aufstelllinie der Ampel plötzlich einem Radler-Abbiegepfeil gegenüber. Super!

1. Juli 2014

Baustellenstress am Nordbahnhof

Baustellen sind meistens vorübergehend. Da nimmt man auch mal was in Kauf. Stuttgart ist aber rund um den Bahnhof auf viele Jahre Baustelle, da sollten die Provisorien schon auch praktikabel bleiben, und zwar nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger. 

Eine Dauerbaustelle ist der Bereich Cannstatter Straße  unter der Bahnbrücke durch zur Wolframstraße und Nordbahnhofstraße.