30. November 2018

Reflektierende Kleidung mal anders

Es muss nicht immer die Bauarbeiterweste sein, dieses französische Unternehmen hat sich Gedanken gemacht über reflektierende Kleidung, die normal aussieht, nachts aber in Teilen reflektiert. 

Es gibt reflektierende Gürtel und Wende-Jacken, die man (großer Vorteil gegenüber allen anderen Reflektorjacken!!) tagsüber auch in dezentem Schwarz tragen kann.

Im Winter mag reflektierende Kleidung sinnvoll sein, wenn man ein Fahrrad mit nicht sonderlich auffälliger Beleuchtung fährt. Man ist als Radler/in bei Dunkelheit von Autofahrenden wirklich nur sehr sehr sehr schlecht zu sehen.
Besser ist aber eine anständige Beleuchtung am Fahrrad.

Bekannter bei uns und leicht zu bekommen sind diese reflektierende Jacken. Der Stoff wirkt grau, aber man leuchtet wie ein Gespenst, wenn man damit nachts von einem Scheinwerfer angestrahlt wird.

Ich bevorzuge allerdings Reflektoren an meinem Fahrrad selbst. Die hat man immer dabei. Und natürlich ein anständiges Rück- und Vorderlicht. Es ist auch nicht erwiesen, das reflektierende Kleidung die Rücksicht von Autofahrenden auf Radfahrende erhöht. In London stellte sich for einigen Jahren der Effekt ein, dass Radler mit gelben Westen enger geschnitten und aggressiver behandelt wurden, weil sie als Kampfradler gelten.

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Kommentare:

  1. Liebe Christine,
    danke für Dein Plädoyer für anständige Beleuchtung und gegen den Warnwestenwahn.
    Ich beobachte täglich Radfahrer neben der Landstraße. Bislang habe ich jeden anhand seiner Beleuchtung gesehen. Wenn er eine Warnweste trug, habe ich das erst viel später gesehen. Für mich ist ordentliche Beleuchtung das A und O.
    Als Fußgänger auf einer schlecht beleuchteten Straße finde ich es noch halbwegs sinnvoll. Man ist da wirklich unsichtbar. Im 7.Sinn gab es mal einen Hinweis Fußgänger könnten auch einfach eine helle Platiktüte tragen (als Tasche, neben sich), das erhöht die Sichtbarkeit schon erheblich. Es wurde sogar gezeigt, dass das funktioinert. Im sonstigen Verkehr halte ich dieses "HiVis-Gedöns" vollkommen überflüssig. Wenn das so wichtig und nützlich wäre, dann müssten in Zukunft alle Autos nur noch in neongelb, schreiend orange und mit Reflektoren ausgestattet auf die Straße dürfen. Dann gäbe es auch keine Unfälle mehr, weil ja alle gut sichtbar sind und nicht so unsichtbar wie jetzt. Dass das gut funktioniert sieht man ja auf der Autobahn, wo orangefarbende mit großen gelben Blinklichtern versehene Anhänger der Straßenmeisterei NIE von Autofahrern angefahren werden, weil sie ja so gut sichtbar sind, vor allem auf kerzengeraden Strecken mit kilometerweiter Sicht.
    Noch etwas am Rande:
    Ganz besonders schlimm finde ich den Warnwestenwahn bei Kita oder Kindergartenkindern. Da werden Ausflüge gemacht und alle tragen so eine fürchterliche Warnweste. Wozu? Sind alle Autofahrer blind? Nicht bereit Rücksicht zu nehmen? Da hilft auch keine Warnweste dagegen.
    Viele Grüße
    Karin

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  2. Es ist auch nicht erwiesen, das reflektierende Kleidung die Rücksicht von Autofahrenden auf Radfahrende erhöht.

    Es ist auch nicht erwiesen, dass ein Front- und Rückstrahler neben einem eh aktiven Front- und Rücklicht die Sichtbarkeit in irgendeiner Form verbessert. ;)

    Trotzdem ist dieser Plastikmüll immer noch vorgeschrieben. Wie auch die nervigen Pedalreflektoren. Wohl wissend, dass es inzwischen Hunderte verschiedener Pedaltypen gibt, die (insb. Clickies) oft gar keine Aufnahme für Reflektoren haben.

    Der Hauptgrund, warum Autofahrer ständig Fußgänger und Radfahrer übersehen ist der Verstoß gegen das Sichtfahrgebot. Dann wird lieber dem Opfer die Schuld gegeben, dass es nicht ausreichend genug auf sich aufmerksam gemacht hat. Als auf meiner täglichen Route letzte Woche eine die Straße querende Rentnerin von einem betrunkenen Autofahrer zu Tode gefahren wurde, musste die Polizei in ihrem Bericht unbedingt noch drauf hinweisen, dass die Dame "dunkel gekleidet" gewesen sei...

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  3. Ich erkenne als Radlerin Radfahrer ohme Licht oft nur an den Pedalreflektoren. Fußgänger sind dagegen oft unsichtbar, weil total in Schwarz. Deshalb radle ich nachts lieber auf Straßen.

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  4. Ich denke wir müssen sportlich aggresive Autofahrer, die hier mehr oder minder unterschwellig angefeindet werden, in Schutz nehmen:

    "Es ist ein tolles Signal, dass Porsche mit dem Taycan nun den ersten wirklichen Elektro-Sportwagen produziert. Im Premiumsegment müssen die Käufer nicht auf jeden Euro schauen, dann geht es mit der Elektrifizierung auch runter bis zum Kleinwagen.
    Jetzt ist es so, dass man auch sportlich fahren kann, ohne dass man nachher ein schlechtes Gewissen haben muss, dass man damit die Umwelt belastet. Insofern sind die Ökos dann keine Spaßbremsen mehr."

    Trickle down @ it's best.
    Und wir reden über Fahrradjacken.

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