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7. März 2026

Körschtalbrücke soll Radweg bekommen

Die Körschtalbrücke zwischen Möhringen und Fasanenhof ist marode und muss erneuert werden. Sie ist bisher eine reine Autobrücke. Das soll sich ändern. 

Beim Neubau soll die Forderung des ADFC und des Gemeinderats erfüllt werden, neben der Fahrbahn einen Geh- und Radweg anzulegen. Dann kommt man zu Fuß und mit dem Fahrrad direkt von Möhringen zum Fasanenhof, ohne ins Körschtal hinunter und drüben wieder hinauf radeln oder gehen zu müssen. Wie die Stuttgarter Zeitung meldete, hat das Landesverkehrsministerium klargestellt, dass auf der Westseite der neuen Brücke ein vier Meter breiter Betriebsweg angelegt werden soll, der als Geh- und Radweg genutzt werden kann. Allerdings muss die Stadt die Zuführungen zur Brücke für den Rad- und Fußverkehr selber planen und bauen. Die Entwurdsplanung für die Brücke soll im Sommer abgeschlossen sein, und wenn der Bund das Ganze genehmigt, kann mit dem Bau frühestens 2028 begonnen werden. Die Kosten für die Schnellstraßenbrücke werden auf 35 Euro Millionen geschätzt. 

Eine solcher Radweg wäre eine enorme Erleichterung für den Berufs-Radverkehr zwischen Degerloch/Möhringen und Fasanenhof und dem Gewerbegebiet Schelmenwasen bis hin zum Flughafen. Allerdings braucht es auch eine gute und für Radfahrende angenehme Zuführung in Möhringen und beim Fasanenhof, damit er er rege genutzt wird. Wie die Planung dafür aussieht, ist mir nicht bekannt. 

Es ist jedoch schön, dass der Radverkehr bei einem solch großen Bauprojekt tatsächlich berücksichtigt wird. Zunächst sah es nämlich gar nicht danach aus. 

8 Kommentare:

  1. Mehr als überfällig! Die Strecke durch das Tal und dann wieder den Berg hoch, war voll uncool. Was anderes: Hast Du nicht mal was vom Schurwald berichtet? https://www.zvw.de/lokales/winterbach/tempo-70-statt-100-am-goldboden-bei-winterbach-einer-raste-mit-165-km-h-durch_arid-1063073

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  2. "Forderung des ADFC"
    Da sollte es doch längst Gesetze dafür geben...

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    1. Leider nicht und selbst dann werden sie oft genug ignoriert und geleugnet. Daher braucht es den ADFC und Deine/Eure Mitgliedschaft.

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  3. Jürgen Thomas (Berlin)7. März 2026 um 12:29

    „Betriebswege auf Brücken im Zuge von Bundesautobahnen und Betriebswege auf Brücken im Zuge von Bundesstraßen, die als Kraftfahrstraßen ausgewiesen sind, sind bedarfsabhängig durch den Träger der Straßenbaulast so zu bauen und zu unterhalten, dass auf ihnen auch öffentlicher Radverkehr abgewickelt werden kann.“ § 3 Abs. 1 Bundesfernstraßengesetz (FStrG)

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  4. Also das Körschtalviadukt bei Nellingen ist mit einer ausgezeichneten Radspur versehen - rechts und links zwei Meter hohe Gitter und eine sehr breite Rad-/Fußspur - das muss man durchaus positiv erwähnen.

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    1. Der Körschtalviadukt ist tatsächlich eine gute Lösung für den Radverkehr, für meine Pendelstrecke von Filderstadt nach Stuttgart aber leider ein großer Umweg. Da würde ich mir noch ein paar Brücken mehr wünschen, etwa von Scharnhausen West nach Kemnat oder von Kemnat zum Königsträßle oder alternativ über das Ramsbachtal. Leider gibt es fast auf allen direkten Routen solche bergab-und-gleich-wieder-bergauf-Strecken. Meine derzeit favorisierte Strecke schaffe ich trotz Flughafenumfahrung bei einigermaßen grüner Welle tatsächlich in 45 min - aber da ginge noch mehr...

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  5. Ja es war damals schon ein Schock, dass die neue Straßenbahnbrücke über die A8 keinen Zentimeter für Fuß- und Radverkehr übrig gelassen hat- so ein schwerwiegender Fehler wirkt die nächsten 50 Jahre

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