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9. Mai 2026

Fahrräder kreuzweise parken?

Das Europaviertel wird in Bahnhofs- und Banknähe vom motorisierten Verkehr beherrscht. Autos schieben sich durch die Straße Am Hauptbahnhof und blockieren sich gegenseitig und damit auch den Radverkehr. Motorräder parken die Fußgängerfläche voll. 

Fürs Fahrrad gibt es hier so gut wie keinen Platz 

Besonders originell sind die Radabstellanlagen im Karoline-Kaulla-Weg auf der Ostseite der LBBW. Hier hat man - wer auch immer - mal schnell Felgenkiller-Einheiten hingeworfen, und das sehr platzsparend,  nämlich im rechten Winkel zueinander. Die Leute, die sie platziert haben, haben vermutlich noch niemals ein Fahrrad gesehen und wissen nicht, dass die länger sind als breit. Oder sie haben sich  über uns lustig gemacht. 

Ohnehin sind Felgenkiller keine ernstzunehmenden Abstellanlagen. Denn sie halten das Rad über die Felge am Vorderrad, was bei schweren Rädern riskant ist, und man kann vom Fahrrad auch nur das Vorderrad an der Abstellanlage mit dem Schloss anschließen. Der wesentlich wertvollere Rest des Fahrrads kann geklaut werden. Weshalb hier natürlich keine teuren Räder, also keine Pedelecs, stehen. 

Wie dringend nötig am Bahnhof anständige Radabstellanlagen sind, zeigt die Unmenge abgestellter Fahrrädern an der Gebäudeecke zwischen Altem Wartesaal und Bankgebäude. Überall, wo eines hingeht, ist auch eines hingequetscht. Immerhin können und dürfen wir unsere Fahrräder überall abstellen, wo wir andere - beispielsweise Fußgänger:innen - nicht behindern. Allerdings zahlen Versicherungen nicht, wenn man das Fahrrad im öffentlichen Raum nicht an einem festen Gegenstand ankettet. Irgendwo gibt es hier auch diese Fahrradgaragen-Container, aber die sind weit weg und umständlich. Anständige Radbügel würden vielen von uns schon reichen. 


Und wenn man sich diese Batterie der Motorräder auf der anderen Seite des Gebäudes an der Mailänder Straße anschaut, fragt man sich schon, warum ausgerechnet Fahrräder nicht sicher und komfortabel zielnah abgestellt werden können, Autos und Motorräder aber schon. Die paar Fahrräder sind hier wie so oft an Baumbeetgeländer gekettet. 

Übrigens Motorräder dürfen auch gar nicht auf Fußgängerflächen abgestellt werden. Aber die Stadt duldet hier wie andernorts offenbar das Massenparken von schweren motorisierten Fahrzeugen. 

8 Kommentare:

  1. Und natürlich im Gras. Bzw. im Schlamm, wenn es regnet...

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  2. An den Felgenkillern stelle ich mein Fahrrad immer andersrum auf und Kette das Hinterreifen an. Dann dauert das klauen zumindest deutlich länger, weil der Reifen nicht nur mit einem Handgriff vom restlichen Rad gelöst werden kann.

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    1. Leider finde ich keine Möglichkeit den Text zu korrigieren 😞 daher bleiben die Schreibfehler 😉

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  3. Ist halt bei Blogger so. 😊 Danke für deinen Kommentar

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  4. Ich fahre seit lamgem nicht mehr mit dem Rad zum Hbf. Die Fahrradabstellmöglichkeiten sind ein Desaster. Nicht gewollt, Pseudonotlösung, damit DB sagen kann, wir haben doch welche. Wie so oft fühle ich mich für dumm verkauft.

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  5. Bei den Motorrädern/Motorrollern bin ich mir nicht sicher, ob die Fläche, auf denen sie stehen, nicht zur Bank gehört. Die Fahrräder gehören wohl meist deren Mitarbeitern und stehen da so seit Jahren, ohne dass sie Fußgänger wirklich behindern. Ich gehe da arbeitstäglich mehrfach lang. Der Weg entlang der Straße bleibt frei (wenn nicht gerade dumme Autofahrer dort parken, weil sie ankommende Bahnreisende abholen, statt kurz in der Tiefgarage der DB unter der Bank zu parken, was wegen Kiss & Ride sogar ein paar Minuten umsonst ist und die Bahnreisenden den Vorteil kurzer Wege zum Querbahnsteig bieten würde), will man in den Innenhof der Bank Richtung Bahnhof muss man sich sowieso weiter südlich (bzw. beim letzten Bild links der roten Motorroller) halten, so dass die Ansammlung Blech nicht wirklich ein Hindernis darstellt. Weil geradeaus auf eine Treppenanlage und schräge Fläche hinführt. Außerdem machen sie die graue Fläche etwas bunter 😉 Und vor kurzem erst war übrigens eine Zettelhex' vom Ordnungsamt vor Ort und hat die abgestellten motorisierten Zweiräder mit Zetteln verschönert...
    Behindern tun seit Einführung in dem Bereich die bunten E-Scooter, die die Nutzer sehr kreativ bevorzugt quer zur Laufrichtung auf die Laufflächen platzieren. Die Motorräder werden immer sehr geordnet abgestellt.
    "Autos schieben sich durch die Straße Am Hauptbahnhof und blockieren sich gegenseitig und damit auch den Radverkehr." - Wenn sie sich wenigstens durch die Straße schieben würden... Blockieren stimmt, gerne direkt unterm Schild, dass ein absolutes Halteverbot signalisiert. Das sind aber nicht nur Privatleute (gern auch Warnblickend und somit vorsätzlich handeln, statt Kiss & Ride nutzend), so), sondern auch Taxler und Fahrer von U...-cars (letztere häufig mit Umland-Kennzeichen und immer erkennbar am blauen Mietwagen-Kennzeichen auf der Heckscheibe). Denen fehlt seit der Großbaustelle und der Einrichtung des Fernwanderwegs eine ordentliche Fläche neben der Fahrbahn zum Ein- und Aussteigen lassen nahe am Querbahnsteig.
    Nach dem Aussteigen lassen wird dann gerne sofort wieder Richtung Einmündung Heilbronner Straße gewendet... Und für Fahrradfahrende (bin ich in dem Bereich auch immer mal wieder unterwegs) wird es haarig.
    Hier war es immer nur ruhig, wenn sich ab und an mal eine Zettelhex' ins Chaos gestürzt hat und freundlich, aber bestimmt auf die Einhaltung der Verkehrsregeln hingewiesen hat. Obwohl das eventuell eher eine Aufgabe der Damen und Herren in den silber-blauen Fahrzeugen wäre.
    Michael

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  6. Ja klar, es braucht dringend eine richtige Fahrrad Abstell Anlage, wie das alle anderen grossen Bahnhöfe auch haben. Was ist da eigentlich konkret geplant im Rahmen von S21, Renovierung vom Bonatzbau, autofreie Strasse vor Bahnhof, neues Schlossgarten Viertel, etc. ? Da gibt es ja extrem viele neue Bauvorhaben am und um den Bahnhof. Wäre nicht schlecht, wenn da die Bedürfnisse der Fahrradfahrenden Projekt-Übergreifend miteinbezogen werden...

    Mit freundlichen Grüßen,

    A

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  7. ... wahrscheinlich soll man die Räder senkrecht auf dem Vorderrad balancierend abstellen. So wäre der Platz außreichend, aber ich bin einfach zu ungeschickt um das hinzugbekommen
    evlt hat ja einer der Gestalter der Anlage einen Tip.

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