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25. März 2026

Radfahrtypen

Die Niederländer:innen haben zwei verschiedene Worte für Leute auf Fahrrädern. 

"Wielrenners" radeln in Spezialkleidung mit Helm und vielleicht Sicherheitswesten sportlich und so schnell wie möglich. "Fietsers" sind diejenigen, die in moderatem Tempo, Normalkleidung und ohne Helme und Sicherheitswesten ihre Alltagswege in der Stadt zurücklegen. Wir haben vor allem die Negativ-Begriffe  "rasende Radler". "Ramboradler" und "Kampfradler". Na gut, auch wir kennen den Begriffe "Alltagsradler:in", "Radpendler:innen" oder "Freizeitradler:innen". 

In der Regel amüsiert man sich in den Niederlanden oder auch in einer Radfahrstadt wie Kopenhagen über unsere Neigung, für Alltagswege Sportkleidung und Outdoorausrüstung zu tragen. Herren, die im Anzug Rad fahren, sind bei uns selten, Frauen in Röcken oder eleganten Kostümen noch seltener. Häufig sind die Fietsers bei uns semisportlich ausgerüstet mit reflektierenden Jacken und Jeans, manche mit Sicherheitswesten über dem Mantel. Und wir fahren (fast) alle gerne ziemlich schnell. Auch das unterscheidet uns von Radfahrnationen. Uns fehlt das noch ein bisschen Radkultur. 

Wichtig für uns sind vor allem die beiden Radtypen: Pedelec und Normalrad.  Gerade in hügeligen Gegenden beflügeln die E-Räder die Radkultur, auch wenn viele Bioradler:innen diejenigen verachten, die mit Elektrounterstützung radeln. Und natürlich reden wir auch von Rennradler:innen oder Downhillern oder Lastenradfahrerer:innen. Und die sind alle durchaus in verschiedenen Modi unterwegs. Und außerdem gibt es noch Radliebhaber:innen, die besondere Räder ausfahren, Tallbikes oder solche wie dieses (Foto rechts). Und es gibt die Essen-Lieferanten, eine Spezies für sich, die in einem Parallel-Verkehrsuniversum unterwegs zu sein scheint, sehr viel auf Fahrbahnen, aber auch im Schlängelmodus überall, wo man radeln kann. 

Manchmal passt das Fahrrad nicht zum Verhalten. Ich kann nicht verhehlen, dass ich mich wundere, wenn Radler:innen in Montur mit ihren Rennrädern auf Gehwegen fahren - insbesondere den verbotenen. Auf der Hofener Straße am Neckar begegnen mir zwei Sorten von Rennradfahrer:innen (mehr Männer als Frauen): die einen radeln auf der Fahrbahn, die anderen in nahezu demselben Tempo auf dem freigegebenen Gehweg. Ich kann es niemandem verdenken, wenn er oder sie hier lieber Gehweg radelt, aber dann vielleicht etwas langsamer an den armen Fußgänger:innen vorbei. Nimmt jemand die sportliche Herausforderung an, auf dem Rennrad die Alte Weinsteige hochzuradeln, nötigen er oder sie sie mir höchsten Respekt ab. Und ich verstehe sogar, wenn sie den Gehweg nehmen, sie wollen die Autofahrenden nicht über 800 Meter zu Tempo 5 km/h zwingen. Aber wenn Rennradler dort auf Gehwegen fahren, wo ich mit meinem Pedelec in Alltagskleidung die Fahrbahn fahre, schüttle ich mit dem Kopf. Da passt die Ausrüstung nicht zum Radfahrerherz. Auch Pedelec-Radelnde, die schwungvoll auf Gehwege wechseln, weil sie eine Ampel vermeiden wollen, nötigen mir ein Stirnrunzeln ab, denn gerade mit dem Pedelec ist der Start nach dem Ampelstopp weniger anstrengend als mit dem Normalrad. 

Oft passt die Infrastruktur nicht zu den Bedürfnissen: Und das nervt vor allem Alltagsradelnde, die sich dann praktikable Wege suchen. Gerade an schlecht organisierten Kreuzungen sehen wir ein munteres Kreuz und Quer von Leuten, die hier jeden Tag ihren Arbeitsweg bewältigen und dies auf routiniert Zeit- und Strecken sparende Weise. Beispielsweise an der Kreuzung Schickardtstraße, Böblinger Straße. Da werden Radfahrende aller Typen dann zu Pfadfinder:innen, die man auch gern Kampfradler nennt. Sie schlängeln sich regellos durch und über alle Straßen. 

Dass wir manchmal die anderen Radfahrenden für Idiot:innen halten, gehört wohl dazu. Kürzlich blaffte mich ein Bioradler, der mir in einer Kurve entgegen kam, die er schnitt (ohne dass es zu irgendeiner kritischen Situation gekommen wäre) mit den Worten "Scheiß E-Bike" an. Kann man machen. Aber muss man? 

Klar sind Leute, die ihre Räder langsamer fahren als wir selber, die ihre Richtungswechsel nicht anzeigen oder sich nie dessen bewusst sind, dass hinter ihnen auch noch jemand radelt, ein Hindernis. Und wenn man auf dem viel zu schmalen Zweirichtungsradweg auf der König-Karls-Brücke wegen reichlich Radverkehr nicht überholen kann, dann mag das Ungeduld erzeugen. Ich muss dann immer an die prinzipielle Ungeduld von Autofahrenden denken, die hinter mir hängen und vorbei wollen, so als ob der Zeitgewinn relevant wäre oder als ob wir ein Recht darauf hätten, stets so schnell zu fahren, wie wir gerade wollen und können. Wo viele Menschen sind oder eben viele Radfahrende, geht das halt nicht. Und dass es nicht geht, ist nicht einmal schlimm. 


15 Kommentare:

  1. Vor allem reden die Niederländer nicht über das Radfahren. "Ich erzähle doch auch nicht davon, wie ich gestern Gemüse mit einem Messer geschnitten habe", wie es Stein van Oosteren ausdrückt.

    Das Spezialrad im zweiten Bild ist übrigens ein Dursley Pedersen. Ab und zu sieht man mal eins, soll sehr bequem sein.

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  2. Ich bin ein "fietser". Mein Fahrrad ist ein Transportmittel, nicht mehr und nicht weniger. Ich habe gar keine Spezialkleidung fürs Rad, allein schon weil die idR aus Kunstfaser besteht und das möchte ich, wenn es geht, vermeiden. Und ich weigere mich standhaft irgendwas neonfarbenes zu tragen.

    Mir ist dagegen vollkommen egal wie andere Menschen Rad fahren, so lange sie sich im Großen und Ganzen an die Regeln halten (es gibt Situationen wo ich es nicht tue, weil regelkonformes Verhalten viel zu gefährlich wäre). Und mich jagt ja auch keiner, wenn es denn mal langsamer geht, dann ist das halt so.

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  3. Man kann wahrscheinlich skeptisch sein, wenn jemand ausschließlich "Wielrenner", oder generell eben ausschließlich sportlich auf der gemeinsamen Infrastruktur unterwegs ist und sonst mit Kraftfahrzeug.
    Ich selbst bin mal Fietser (Besorgungen), mal Wielrenner, mal mit verschiedenen Anteilen beides (weiter entfernte Besorgungen, Arbeitswege). Auch Ausflüge können ja in verschiedenen Kategorien landen.

    (TLDR: ich störe mich an dem Klischee "so schnell wie möglich", es ist recht nah an den genannten Negativ-Begriffen weil es eine gewisse Rücksichtslosigkeit unterstellt, zumindest lese ich es so)

    Der Gedanke "So schnell wie möglich" ist bei mir deutlich eher in der Rolle als Fietser dabei, wobei es vielleicht eher ein "So schnell wie bequem möglich" ist, also ohne Verausgabung usw.. Überhaupt habe ich auch bei anderen Radler*innen in der Stadt eher das Gefühl, dass sie eher schnell sein wollen -- zumindest wenn es nach dem Verhalten geht. Und das ist ja im Rahmen auch in Ordnung, es ist ihre Lebenszeit.

    Für mich hat "Spezialkleidung" auch nichts mit "so schnell wie möglich", sondern je nach Situation praktisch ist. Beim Arbeitsweg ziehe ich mich ohnehin um. Als ich noch mehr mit normaler Kleidung gefahren bin habe ich diese wesentlich schneller abgenutzt. Weniger lang unterwegs bin ich dann allerdings auch. Wenn es tatsächlich um rein sportliches Fahren geht ist mir die Geschwindigkeit an den allermeisten Tagen sehr weitgehend egal -- es geht viel mehr um ein bestimmtes Trainingsprogramm, eine bestimmte "Übung". Das dürfte so ähnlich auf zumindest auf einen Teil der sportlich fahrenden Leute zutreffen, es sieht nur aus Sicht der anderen "schnell" aus. Indirekt darum "so schnell wie möglich" zu fahren geht es bei mir selbst am ehesten auf Langstrecken; indirekt weil das sehr lange Tage sind und ich eigentlich eher schaue weit zu kommen aber auch am nächsten Tag noch fahren zu können. Das ist dann aus Sicht der anderen vielleicht immer noch schnell, aber genauso weit weg von "so schnell wie möglich".

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  4. Es fehlt der mit Elektromotor sich fortbewegende Radfahrer, der in zwei prall gefüllten Satteltaschen seinen halben Hausstand mit sich führt, wenn er einen kurzen Ausflug zum nächstgelegen Biergarten macht. Zwei Rückspiegel dürfen auch nicht fehlen.
    Und es fehlt der Infulenzer-beinflusste Rose-Rennradfahrer, der in Ryzon-Bekleidung sein 7,5 kg Gefährt vermeintlich schnell bewegt und mitleidsvoll auf die Elektrofraktion schaut.

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    1. Allzu negativ wollen wir doch nicht werden. Es geht doch nicht so sehr darum, die eigene Verachtung für andere Radfahrende zu kultivieren, als vielmehr darum, mit etwas mehr Geduld auf die anderen zu scheuen, auch wenn wir manchmal (auch ich) die Stirn runzeln.

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    2. Lieber Hannes, mir wirst du ja nicht unterstellen, dass ich feindselig Radfahrende framen will. Dass wir gerne schnell fahren, beobachte ich allerdings schon, vor allem, wenn ich zu den Zeiten unterwegs bin, wo die Radpendler:innen auf dem Heimweg sind, oder wenn mir Rennradler auf dem Neckardamm begegnen, die Fußgänger:innen wegbimmeln. Vielleicht sollten wir uns eingestehen, dass wir (selbstverständlich nicht alle!) zuweilen etwas zu drängelig und gehetzt unterwegs sind. Gute Gründe gibt es dafür natürlich immer. Bei mir beschweren ich inzwischen Fietsers über S-Pedelec-Fahrende auf der Fahrradstraße, die ziemlich schnell seien.

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    3. Und, lieber Hannes, stimmt, Radfahrende werden gern für viel schneller gehalten als sie sind. Allerdings kann ich die Geschwindigkeit von Radfahrenden inzwischen doch ganz gut einschätzen (du vermutlich auch).

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    4. Schrödingers Radfahrer. Immer sowohl zu schnell ("Der kam plötzlich aus em Nichts."), als auch zu langsam ("Der hält den ganzen Verkehr auf.").

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    5. doppelt so schnell wie erlaubt: manche Radfahrer übertreiben es wirklich:
      https://www.bild.de/news/inland/radarkontrolle-fahrradfahrer-mit-59-km-h-in-30er-zone-geblitzt-69c268dc8f5761671715d986

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    6. Ach die Bild...
      immer eine vertrauenswürdige Quelle.

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    7. Der Beitrag ist auch in anderen Medien veröffentlicht worden, mit der Beschreibung in der Bild findet man den Ort auch gut.
      Der Typ wollte geblitzt werden und das ist halt eine Stelle wo 30 wegen einer Schule angeordnet ist, aber faktisch nicht mit Schülern auf der Fahrbahn gerechnet werden muss weil die über einen Graben hüpfen müssten.
      Ich würde es nicht machen und eher wie jede andere Raserei bewerten, allerdings ist das Gefährdungspotential eher so wie mit dem PKW mit knapp 40 durch eine Zone 30 im Wohngebiet zu fahren, und da regt sich keiner drüber auf.
      Und ja manche übertreiben es, aber wenn solche Rennradler das größte Problem im Straßenverkehr wären, dann hätten wir die Vision Zero fast erreicht. Daher gebührt diesem Raser nicht mehr Empörung als denen die auf dem Gehweg mit > 20 km/h fahren oder als jedem Autofahrer der mit 45 durch ein Wohngebiet fährt.

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  5. Das Verhalten mancher Radfahrer lässt mich auch ratlos zurück. Warum fährt man in einer Fahrradstarsse auf dem ohnehin schon zu schmalen Gehweg? Warum benutzt man den Gehweg auch in Gegenrichtung, obwohl es nebenan in jede Richtung einen mehr als 2m breiten Radweg gibt? Warum überholt man die Autschlange links und fährt dann in der fahrenen Schlange einem vor die Motorhaube? Warum baut man Baustellenabsperrungen ab, um sich dann in lebensgefährdender Art und Weise durch den Baustellenverkehr zu schummeln? Irgendwie fehlt es vielen Radfahrern an Kenntnis der Regeln oder es ist einfach pure Ignoranz. Aber bei Autofahrern ist das auch so. Und manchmal denke ich mir, wer sich schon mit dem einen Fahrzeug so verhält, dessen Verhalten wird mit einem anderen Fahrzeug auch nicht besser. Man muss da gesellschaftlich ran. Man muss klar machen, dass Regelverstösse andere schädigen und auch die Konsequenzen aufzeigen. Die Leute sensibilisieren, oder auch mal zur Nachschulung schicken und viel schneller dabei sein, anzudrohen den Führerschein zu entziehen.
    Karin

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    1. ich kenne die Situationen nicht genau aber ein paar Fragen kann ich tatsächlich beantworten:
      Warum man durch die Baustelle statt auf der für PKW gemachten Umfahrung fährt? weil die Umfahrung für PKW oft schmal ist, und wenn dort eine Ampel die Fahrbahn wechselseitig für die beiden Fahrtrichtungen freigibt, dann ist die Ampel für PKW Geschwindigkeit also > 30 km/h ausgelegt. Mit dem Rad wird man dann fast von ungeduldigen KFZ Fahrern durchgeschoben oder /und man schafft es nicht durch die Engstelle bis der Gegenverkehr frei hat.
      Dann lieber mit maximaler Vorsicht durch die Baustelle
      Warum links am Ampelstau vorbei: weil ich gerade aus einer Einmündung von links komme und die PKW Fahrer leider den Einmündungsbereich nicht frei halten damit ich mich rechts neben den PKW einordnen kann.
      Mit dem Auto stehe ich dann provokant dort und werde rein gelassen, als Radfahrer bekomme ich den Scheibenwischer (und warten ist keine Option denn dann steht man während die Autos fahren und während die Autos stehen und das bis der Berufsverkehr vorbei ist)
      d.h manch ein Fehlverhalten kann man sehr gut erklären, weil die Alternativen einfach noch schlechter sind

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  6. Meine Erfahrungen in Holland beschränken sich auf einen Kurzurlaub in Amsterdam und Umgebung. Gerade in der Stadt sind Alltagsradler mit und ohne Motor sehr flott unterwegs, sicher nicht langsamer als die Alltagsradler bei uns in München.
    Ich persönlich hab so meine Probleme mit Kategorisierungen auf Basis des äußeren Erscheinungsbildes. Ich fahre auf dem Weg in die Arbeit mit Radkleidung weil ich mich eh umziehen muss und die Radhosen halten im vergleich zur Bürokleidung ewig, und die Bürokleidung leidet nicht unter allem was so ungebeten von der Straße hochspritzt.
    Trotzdem fahre ich auf dem Weg in die Arbeit anders als mit dem RR bei reinen Freizeitfahrten. Auf dem Weg in die Arbeit fahre ich wie viele Pendler mit Pedelec flott aber eben nicht auf biegen und brechen. Auf dem Rennrad suche ich mir Strecken auf denen der Wunsch möglichst schnell fahren zu können nicht zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern führt, aber in beiden Fällen trage ich die gleiche Kleidung. Allerdings erlebe ich durchaus immer wieder Menschen die kein Problem damit haben zu dritt nebeneindander auf einem 2,5 m breiten Radweg langsam Spazieren zu fahren und mich anmaulen weil ich vorbei will, und da wird fast immer "das ist keine Rennstrecke" mit angebracht, und das obwohl ich nur den vorgeschriebenen Radweg auf dem Weg von der Arbeit nach Hause nutze und das halt mit einer Geschwindigkeit > 15 km/h. Wenn meine Frau mit Pedelec und Alltagskleidung das gleiche macht, bekommt sie keine blöden Kommentare.
    Daher meine Abneigung gegen diese Unterscheidung. Denn es gibt viel zu viele Menschen(auch unter den Radfahrern) die meinen jemand der Radkleidung trägt wäre automatisch auf Trainingsfahrt und hat damit im öffentlichen Straßenraum nichts verloren.
    PS: ich verstehe auch nicht wieso Rennradfahrer auf freigegebenen Fußwegen statt auf der Fahrbahn fahren, solche Wege sollte nur nutzen wer kein Problem damit hat diesen Abschnitt wirklich langsam zu fahren.

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  7. ich unterscheide eher zwischen Alltagsradlern, Flanier- (auch) Radlern und Sportlern.
    Alltagsradler mit und ohne Motor, in Radkleidung , Freizeit- oder Bürokleidung, haben ähnliche Ansprüche und verhalten sich auch sehr ähnlich.
    Dies Gruppe passt leider gar nicht zu den Biergarten / Flanier Radlern, die das Rad als gemütliche Variante für kurze Freizeitstrecken ansehen. Die einen wollen Fahren weil sie ein Ziel haben, die anderen wollen langsam fahren, ratschen, die Aussicht genießen und sich eigentlich nicht weiter um andere Verkehrsteilnehmer kümmern, wie Spaziergänger eben aber mit Rad, weil es zu Fuß zu weit oder zu anstrengend wäre.
    Sportradler wollen schnell sein, passen von daher noch zu Alltagsradlern aber nicht zu den Freizeitradlern (ist natürlich auch nur ein Teil) die Radwege so nutzen dass schnellere oder schneller Gegenverkehr immer um Passage bitten muss
    Wer als Sportler planen kann, sollte also die Wege der Freizeitradler meiden, als Alltagsradler kann ich das nicht.

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