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27. April 2026

Gut beschilderte Baustelle am Pflasterrondell

Pflasterrondell also nennt man offenbar bei der Stadt die runde Fläche am unteren Ende der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee, meist Platanenenallee genannt.  Dieses schöne Wort steht jedenfalls auf dem Schild im Rosensteinpark, das uns warnt, die Allee runter zu radeln. 

Ich habe jedenfalls sofort verstanden, was für eine Stelle das Schild meint. Wenn man der Warnung glaubt, kann man hier (auf dem Foto links) runter fahren zum geschwungenen Geh-/Radweg durch den Schlossgarten, der am Grillplatz vorbei führt. Wenn man dem Schild nicht so ganz glaubt und denkt, naja, die Allee ist ja andethalb Kilometer lang und vorher komme ich sicher runter, radelt weiter. Kurz vor Komplettsperrung des Pflastersteinrondells mit den beiden Rossbändier-Skulpturen (von 1848), wird man in der Tat per Umleitung nach links über einen Schotterweg zum geschwungenen Weg abgeleitet. Je weniger Radler:innern diesen unbefestigten Weg fahren, desto besser für den Untergrund. Die Beschilderung finde ich gut und aufmerksam uns Radfahrenden gegenüber. Das ist ja in Stuttgart nicht immer so. 

Kommt man von der Stadtmitte her, findet man oben auf der Brücke über die Cannstatter Straße ebenfalls per Schild eine Erklärung für dass Umleitungsschild, das uns nach rechts runter in den Schlossgarten Richtung Spielplatz und Grillplatz weist. Allerdings  da etwas übertrieben: "Radweg Platanenallee gesperrt, und das schöne Wort "Pflasterrondell" fehlt. Tatsächlich kommt man legal mit dem Fahrrad nichgt auf die Plataneneallee.  Es gibt aber einen Gehweg (wo die Sperren schon beiseite geschoben wurden), den man das Rad schieben kann. Danach ist die Platanenallee befahrbar. 

Im Rondell werden die Pflastersteine neu gelegt. Das soll nach Auskunft eines Bauarbeiters vom Freitag diese Woche auch schon wieder abgeschlossen sein. 

Was dahinter steckt, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass wir Radfahrenden uns ein Pflaster wünschen, das plan und eben gelegt ist und keine Rillen aufweist, in die man mit schmalem Rennradreifen hineingeraten kann. Da ist es schon zu mindestens einem Sturz gekommen. Womöglich hat man genau das bedacht und pflastert deshalb neu. Vielleicht aber auch nicht, und das Schmuckpflaster ist nur einfach renovierungsbedrüftig. Das ein Teil der Klinkersteine bei Nässe rutschig sind, wird wohl bleiben. Ich vermute, das Pflaster steht unter Denkmalschutz wie die gesamte Platanenenallee mit ihren Schmuckpflasterstreifen, über die wir mit den Rädern hoppeln. (Vielleicht werden diese Streifen ja auch mal neu verlegt und glatter.) 

Die Strecke über die Platanenallee (leider unbeleuchtet in der Nacht) wird aber an Bedeutung fürs Radeln zunehmen, seitdem die Hoch- und Abfahrt über den Zahntweg zu den Brücken über die Neckartalstraße und den Neckar offen ist. Der Radverkehr bergauf und bergab hat spürbar zugenommen, und es radeln auch immer mehr auf der Wilhelmaseite des Neckars bis durch zum Mühlsteig, was durchaus besser geht  als auf dem Neckardamm auf der Seite des Rosensteinbunkers, wo sehr viele Menschen zu Fuß unterwegs sind. 


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