Auch wenn es langsam besser wird mit Radabstellanlagen an wichtigen Zielen und in der Innenstadt schon ziemlich gut ist, so sieht es an vielen Zielen noch kümmerlich aus. Keinerlei Radabstellanlagen habe ich bisher am Eingang zum Waldfriedhof gefunden. Wenn sie sich irgendwo befinden, dann nicht dort, wo man sie als heranrollende Radlerin sieht. Es scheint auch nicht nur mir so zu gehen, wenn man sich dieses Arrangement am Eingang anschaut.
Am Eingang zur vhs im Treffpunkt Rotebühlplatz gibt es viele Radabstellanlagen, die bis gegen 19 Uhr auch voll sind. Man findet schon noch einen Platz, aber es ist eng. Und leider hat man sich zu irgendeiner Zeit dafür entschieden, diese Gestelle aufzustellen, wo man das Vorderrad hoch- und in eine Halterung hineinheben muss. Immerhin passen auch Räder mit dickeren Reifen hinein. Dafür aber nur eines pro Bügel.Ich habe allerdings nicht das geringste Bedürfnis, das Vorderrad meines Pedelecs hochzuwuchten. Noch kann ich das kräftemäßig, aber es mag Frauen geben, die das nicht mehr so leicht können. (Merke: jegliche Radabstellanlage, wo man Räder hochheben muss, ist frauen- und senior:innen-feindlich.) Viele Radler:innen klemmen ihre Räder auf der anderen Seite an die Bügel, so wie auf dem Doppelfoto im Bild unten. Dafür muss das Kabelschloss lang genug sein und ein Bügelschloss funktioniert nicht. Dann aber kann man in den Abstellbügel links vorm Rad kaum noch ein Rad in die Halterung zwängen. Man merkt, dass diese Radabstellgeräte nicht so recht zur Praxis und zu heutigen Radsorten passen.
Es gibt zum Glück rechts vom Eingang auch noch normale Radbügel, an die jeweils zwei Fahrräder passen. Zur Not kann man es sogar von der anderen (auf dem Foto hinteren) Seite reinschieben.Es gibt unterschiedliche Auffassung, welche Fahrradbügel die besten sind. Ich persönlich finde alle schwierig, die von mir verlangen, das ich das Vorderrad irgendwo reinklemme oder reinhebe. Ich hatte mal ein Rad mit dickeren Reifen, die selten passten. Zudem stößt man dann mit der Gabel irgendwo an Metall an.
Die einfachsten Radbügel sind zumindest für alle handhabbar. Wenn die Bügel noch weiter unten eine Querstange haben, kann man auch kleine Räder anketten oder mit einem Bügelschloss sichern. Und die Kette des Fahrradschlosses sinkt nicht bis zum Boden hinunter. Ich muss mich dann nicht so tief bücken. So wie hier die Bügel vor der Markthalle, finde ich es gut.Zwar würden wir Radfahrenden uns wünschen, dass bei den sogenannten Anlehnbügeln nicht Metall auf Metall trifft, aber wenn man die Räder mit eigenem Ständer einfach daneben stellt und anschließt, kann man das vermeiden. Und wir wollen uns ja auch nicht zu viel wünschen, gell.
In Sindelfingen gab es an der Stadtbibliothek zumindest 2018 diese Hochhebe-Radabstellanlagen, die dann mit Plastik abgepolstert wurden, weil eben dabei sonst immer Metall auf Metall trifft. Es muss mal eine Zeit gegeben haben, in der man diese Radhalter toll fand. Viellicht auch, weil sie als Gestell kommen und nicht im Boden verankert werden müssen.




Die Abstellanlagen, bei denen man die Reifen reinklemmen muss, finde ich fragwürdig. Ich habe da immer die Bedenken, wenn jemand seitlich ans Rad stößt, kann ich anschließend nicht mehr fahrn, weil sich das eingeklemmte Rad verzogen hat. Ich stelle mein Rad da auch nur "lose" rein, also nicht in die Klemmvorrichtung. Das Fahrrad in so schräge Halterungen reinwuchten, kann ich kraftmäßig nicht. Ich könnte auch nicht diese obere Reihe in einem Fahrradparkhaus nutzen. Mir sind einfach die Anlehnbügel am liebsten. Allerdings gibt es da mittlerweile auch so einen Trend, Roller und selbst größte Harleys da abzustellen und die Bügel zu blockieren. Das ist nicht Sinn der Sache. Und bei dem Photo oben (KFZ vor Radbügel) fragt man sich, ob es nicht sinnvoll wäre, beim Autofahren sein Gehirn dabeizuhaben und es auch zu nutzen. Autofahrern scheint sich die Funktion von Fahrradabstellanlagen anscheinend nicht zu erschließen.
AntwortenLöschenKarin
Ich meine, es gibt am Waldfriedhof am Eingang gegenüber Radparkplätze (bin mir aber nicht 100% sicher, ich schiebe mein Rad meist mit rein weil ich nicht weit muss)
AntwortenLöschenDas kann sein, ich habe sie noch nicht entdeckt, obgleich ich sogar gesucht habe.
Löschenich schau nächstes Mal wenn ich dort bin, vielleicht bilde ich mir auch nur ein welche gesehen zu haben, möglich ist alles :-)
LöschenDanke. Der Punkt ist aber schon auch der: Wenn Radfahrende die Abstellanlagen nicht von der Straße aus sehen, die sie kommen, dann sind sie nicht sinnvoll platziert. Es soll ja auch am Pragfriedhof Radabstellanlagen geben, die ich aber von der Heilbronner Straße aus noch nie gesehen habe. Wenn man sie nicht sieht, müssten halt, wie für Autofahrende auch, Hinweisschilder aufgestellt werden.
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