Auch in Stuttgart diskutieren wir Radfahrenden immer wieder mit Stadt, Forstwirtschaft und Naturschutzverbänden darüber, ob ein viel beradelter Weg im Wald asphaltiert werden darf.
Der Naturschutz scheint dem Ausbau des Radwegnetzes entgegenzustehen. Tatsächlich zeigt ein umfangreiches Gutachten zu Radwegen in Naturschutzgebieten in Mecklenburg-Vorpommern, über das Klimaaktiv berichtet, dass es keine negativen Auswirkungen auf Bodenversiegelung und Wasserhaushalt gibt, wenn man Radrouten mit einem gebundenen Belag baut, also beispielsweise asphaltiert. Die Untersuchungen wurden an mindestens fünf Jahre alten Radwegen bei verschiedenen Untergründen durchgeführt, darunter Sand, Mergel, Moore, Kreide. Man hat auch unterschiedliche Bauweisen untersucht wie Pflaster, Asphalt, gebundene (also verklebte) Wege und Beton und das im Sommer und im Winter.
Das Ergebnis lautet: Der Radweg mit gebundener Decke ist ein Bodensigel ohne versiegelnde Wirkung.








