Es gibt Blogposts von mir, da eskaliert die Kritik an uns Radfahrenden, wenn ich ein notorisches Fehlverhalten von Autofahrenden thematisiert habe.
Ich schreibe immer wieder auch über Fehlverhalten von Radfahrenden - Geisterradeln, Gehwegradeln, ohne Licht fahren etc -, suche dabei aber auch nach Erklärungen, warum Radfahrende bestimmte Regeln verletzen. Sie sollen aber keine Entschuldigungen sein, denn ich bin en Fan davon, sich an Verkehrsregeln zu halten. Allerdings weiß auch ich, dass es manchmal nicht geht, weil der Radweg plötzlich aufhört und ich nicht erkenne, wie es weitergeht, aber nicht auf eine Temp-50-Fahrbahn radeln will, weil ich Angst habe. Und selbst das Ohne-Licht-Radeln ist mir schon passiert, weil ich aus versehen das Licht ausgestellt hatte, das ich allerdings, nachdem mich jemand darauf hinwies, gleich wieder anstellen konnte. Erklärungen für Fehlverhalten im Straßenverkehr gibt es immer. Jede und jeder, der falsch parkt, bei Rot fährt, eine Straßensperrung missachtet, an verbotener Stelle links abbiegt (und in die Stadtbahn kracht) hat jeweils gute Gründe dafür, warum das jetzt "ausnahmsweise" sein muss. Und das gilt für Autofahrende und Radfahrende gleichermaßen. Allerdings scheinen die Gründe unterschiedlich zu sein. Autofahrende und Fußgänger:innen geben als Gründe meist an, Zeit sparen zu wollen, Radfahrende hingegen Sicherheitsgründe und Energiesparen (vor allem Starten ist anstrengend).
Was wir einander vorwerfen - Autofahrende und Radfahrenden gegenseitig - sei hier mal aufgelistet.







