23. Februar 2026

Wie geht es weiter mit dem Schwabtunnel?

Morgen, Dienstag, ist der Schwabtunnel zuerst am Vormittag Thema im STA (Gemeinderatsausschuss) und am Abend in einer gemeinsamen Sitzung der Bezirksbeiräte Süd und West im Rathaus.  

Das Problem: Auch wenn im Schwabtunnel auf der Bergaufstrecke von Süd nach West inzwischen etwas weniger verbotenerweise überholt wird, werden Radfahrende auf der Fahrbahn im Tunnel immer noch recht oft überholt, teils eng und gerne auch von mehreren Autos in Reihe. Wie der ADFC in einer Mitteilung sagt, vor der Neugestaltung mit genopptem Mittelstreifen und Tempo 30 etwa einmal die Woche, jetzt etwa ein Mal alle anderthalb Wochen. Für Radfahrende, die sich fürchten, und für Schulkinder wurden die Gehwege für den Radverkehr freigegeben. Das ist kein befriedigender Zustand. Deshalb haben die Grünen und PULS einen Antrag gestellt, in sie fordern, dass die Stadt die Sperrung des Tunnels für den Autoverkehr von Süd nach West und die Einrichtung einer Umweltspur für Busse und Fahrräder prüft und einen Verkehrsversuch durchführt. Darum geht es in den Sitzungen des Gemeinderatsausschusses und der Bezirksbeiräte. 

21. Februar 2026

Das Fahrrad in den Landtags-Wahlprogrammen

Am 8. März wählen wir einen neuen Landtag. Anlass für mich, in die Wahlprogramme der aussichtsreichen Parteien zu blicken 
und nach Aussagen und Haltung zum Radverkehr zu suchen. 

Übrigens haben wir diesmal wie bei der Bundestagswahl auch zwei Stimmen, eine für die Person, die in unserem Wahlkreis kandidiert, und eine für eine Partei. Und gewählt werden darf ab 16 Jahren. Wobei Landtagabgeordnete nicht zuständig sind für das, was Städte in Sachen Fahrradpolitik entscheiden. Sie können nur gesetzliche Rahmenbedingungen festlegen und Fördergelder und kompetente Beratung für Kommunen bereitstellen. Allerdings spüren wir Radfahrenden die Landespolitik durchaus, und zwar im Schlossgarten, der dem Land gehört. Durch ihn verläuft die Hauptradroute 1 mit einer Reihe von Schwachstellen. So könnte man sich von der neuen Regierung beispielsweise erhoffen, dass der Plattenacker (Foto unten) im Akademiegarten endlich mal geglättet wird. 

In Baden-Württemberg haben die Grünen eine Koalition mit der CDU angeführt. Den Umfrageergebnissen von Anfang Januar zufolge dürfte die CDU jedoch diesmal stärkste Kraft werden, gefolgt von den Grünen und der AfD. SPD und Linke dürfen mit einstelligen Ergebnissen rechnen, ob die FDP wieder drin ist, ist fraglich. 

19. Februar 2026

Mit dem Fahrrad gut durch enge Kurven kommen

Wie fahrt ihr eigentlich eine Haarnadelkurve oder  durch eine Umlaufsperre? Als ich das Vielradlerinnen fragte, schauten sie mich ratlos an. Sie machen es halt. Aber wie, das überlegt man sich nicht, wenn man es kann. 

Ich sehe immer wieder Radfahrende den Innenkurvenfuß auf den Boden setzen, wenn die Kurve sehr eng ist. Das ist auch nicht verkehrt. Enge Kurven radeln muss man üben. Üblicherweise übt man das in der Kindheit (siehe Foto). Kindern muss man nichts erklären, ihr Körper lernt beim Probieren, wie er sich auf dem Rad verhalten muss, damit man gut durch die Kurve kommt. Wenn man aber dreißig Jahre nach der eigenen Kindheit wieder mit dem Radfahren anfängt, hat man zwar das Radfahren nicht verlernt, denn das verlernt man nicht, aber dem Körper fehlt die Routine, beim engen Kurven Fahren.  

17. Februar 2026

Grüßt ihr beim Radfahren andere?

"Hallo Christine", ruft mir eine Radlerin zu, die schon fast abgebogen ist. "Hi!", rufe ich zurück. Den Namen hätte ich auch gern gerufen, aber ich bin schlecht mit Namen und, verdammt, wer war das eigentlich? 

Beim Radfahren kann man anderen was zurufen wie "Vorsicht Polizei da vorn!" oder "dein Rücklicht funktioniert nicht" oder, wenn der andere gebremst hat, um mich durchzulassen, "Vielen Dank!" sagen.  Und wenn man jemandem begegnet, den man unterm Helm rechtzeitig als bekannt erkennt, kann man sich grüßen, entweder stimmlich oder mit einer Handbewegung. Auch Menschen zu Fuß - die Nachbarin beim Hund Ausführen oder den Nachbar beim Joggen - kann man ein "Hallo" zurufen. Das freut beide Seiten. Aber grüßt ihr auch Radfahrende, die ihr gar nicht kennt, weil das Fahrrad stylisch ist oder weil ihr stundenlang alleine geradelt seid und euch ein:e Gleichgesinnte:r entgegenkommt? Oder anerkennend, weil er oder sie den Berg hoch ächzt, den ihr gerade runter saust? Grüßen sich Radfahrende auf bestimmten Strecken oder unter bestimmten Bedingungen so, wie sich Wandersleute im Gebirge grüßen? 

Wie ist das bei euch? Wie und wann grüßt ihr? 


15. Februar 2026

Problematischer Radweg nach Botnang

Immer schon war diese Aufteilung des Gehwegs in einen Radweg und einen Fußweg problematisch. Die meisten Menschen zu Fuß gehen hier au dem Zweirichtungsradweg.  

Das führt dazu, dass Radfahrende immer wieder Fußgänger:innen auf ihrer Fläche begegnen. Manchmal auch ziemlich unversehens hinter den Kurven. Sie müssen dann auf den an der Fahrbahn gelegenen Fußweg ausweichen. Eigentlich aber iste es Radfahrenden verboten, einen Radweg zu verlassen, schon gar nicht auf die Seite der Fußgänger:innen. Nicht einmal mit dem Lenker dürfen sie beim Kurvenfahren da reinragen. Rad- und Fußwegstreifen müssen hier vertauscht werden. Nur dann funktioniert es auch. 

13. Februar 2026

Regelmäßige Postblockade eines Radstreifens

Jeden Freitag, wenn ich vom Sport nach Hause radle, steht zwischen 12:30 und 13 Uhr genau hier ein Postzustellfahrzeug. Schon seit Wochen ist das so. 

Es steht auf dem Zufahrts- und Aufstellstreifen für Radfahrende an der Ampel an der Cottastraße/Hauptstätterstraße bergauf Richtung Heusteigstraße. Oft komme ich zwischen den Autos, die auf Grün warten, und diesem Postauto mit dem Fahrrad nicht mehr vor auf meinen Aufstellplatz an der Fahrradampel.  Ein Postboote ist nie zu sehen, er liefert entweder langwierig aus, oder er macht Pause, keine Ahnung. Das Postauto parkt da. Es hält nicht mal kurz. Übrigens steht es auch an anderen Wochentagen einschließlich Samstag dort. Eigentlich immer, wenn ich zwischen gegen 12:30 Uhr dort vorbei komme. Manchmal voll auf dem Radstreifen, manchmal etwas weiter hinten. 

11. Februar 2026

Wieder mal keine Radfreigabe bei Baustellenbeschilderung

Vom Herdweg kann man derzeit nicht mehr in die Hölderlinstraße Richtung Hölderlinplatz abbiegen. Sie ist temporär von der Hegelstraße aus als Einbahnstraße zum Herweg ausgewiesen. 

Leider hat man vergessen, unter den Einfahrtssperren eine Radfreigabe zu hängen (Karte unten). Womöglich hat man es auch nicht vergessen, sondern ist der Meinung, dass der Bus (falls er durch die Hölderlinstraße fährt) und ein entgegenkommendes Fahrrad nicht genug Platz haben. Platz ist jedoch zumeist genug vorhanden und fahrradfreundlich ist das nicht.