Das Fahrrad gilt als das effizienteste Transportmittel der Erde. Es ist leicht, wird mit Muskelkraft betrieben und überträgt die eingesetzte Kraft opitmal. Energetisch ist das Radfahren fünf Mal so effizient wie Gehen und erlaubt dabei die doppelte Geschwindigkeit. Das geht aus Berechnungen der Uni Münster hervor. Die Energie, die wir dafür brauchen, beziehen wir aus der Nahrung und damit aus nachwachsenden Rohstoffen. Lässt sich eine Person in einem Auto transportieren, dann schafft sie mit der gleichen Energiezufuhr 85 Meter, mit der ein radelnder Mensch fast 5 km weit kommt. Der Energiebedarf des Autos ist um den Faktor 36 höher. Und es braucht dafür meistens fossile Brennstoffe. Ein Pedelec verbraucht pro Kilometer zwischen 1 und 3 Prozent der Energie, die ein Elektroauto braucht und weniger als 0,5 Prozent eines Verbrenners, dafür aber weniger biologische Energie als ein Normalfahrrad.
3. November 2026
Ein Fahrrad leistet mehr als ein Auto
1. November 2026
Licht am Fahrrad muss sein. Welches darf, welches nicht?
Am Rad dieser Radlerin (Bild rechts) fehlt, was unbedingt nötig ist: angeschaltetes Licht und Speichenreflektoren oder Reifenfenreflektoren. Immerhin hat sie eine helle Jacke an und fährt in einer hellen Stadt. Die Polizei würde sie aber anhalten und dürfte 20 Euro kassieren.
Die Straßenverkehrs-Zulassungsordnung hat Richtlinien für die Fahrradbeleuchtung festgelegt. Sie verbietet blinkende rote Rücklichter am Fahrrad, erlaubt aber inzwischen Stecklichter, die nicht fest installiert sind und bei Helligkeit nicht mitgeführt werden müssen. Zulässig sind auch Abblendlichter mit zuschaltbarem Fernlicht. Sobald die Sichtverhältnisse schlecht sind, es dämmert, regendüster oder dunkel ist, braucht ein Fahrrad folgende vier Beleuchtungen:
30. Oktober 2026
Tempo 40 halbiert die Unfallzahlen
Wie der SWR und die Neue Pressegesellschaft (StZ und StN) berichten war in Stuttgart ein Rückgang um 67 Prozent zu verzeichnen, in Heilbronn um 71 Prozent und in Reutlingen um 70 Prozent. Ausgewertet wurden Straßen, auf denen zwischen 2019 und 2021 die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 40 km/h gesenkt wurde, und Unfälle, an denen mindestens ein:e Autofahrer:in beteiligt war. Grundlage waren die Daten des Statistischen Landesamts. Besonders die Unfälle mit Schwerverletzten gingen drastisch zurück. Aber es verringerten sich auch deutlich die Unfälle mit Leichtverletzten. Aus der Grafik auf der Seite des SWR kann ich grob auf einen Rückgang um 40 Prozent schließen.
28. Oktober 2026
Der neue Vaihinger Steg nach einem Jahr
Aber ein bisschen unfertig sieht die Auffahrt zum Steg über die Kaltentaler Abfahrt von der Faust-/Paradiesstraße immer noch aus. Immerhin ist jetzt das Pflaster komplett. Aber es fehlt wohl noch ein Geländer. Das provisorische Verkehrszeichen "Gehweg, Rad frei" ist von der rechten auf die linke Seite gewandert.
Was aber besonders auffällt: An dem Handlauf sind Fahrräder angeschlossen. Offensichtlich fehlen hier, in der Nähe der Stadtbahnhaltestelle, Radbügel. Mobile Radbügel gab es mal in der Fauststraße, Ecke Ernst-Kachel-Straße (Foto habe ich leider keines). Die gibt es aber nicht mehr. Jetzt parken da Autos (Bild 2). Wenn die Kaltentaler Abfahrt saniert worden ist (was im November passieren könnte und vermutlich auch für uns Radler:innen mit Behinderungen einhergeht), sollen in Bezug zur Haltestelle wieder Radbügel aufgestellt werden.
26. Oktober 2026
Nicht alle können Rad fahren. Aber wie viele sind das?
Knapp die Hälfte aller Arbeitswege sind kürzer als 10 km (für ein Pedelec keine lange Strecke). Einkaufen, Kinder zur Kita bringen, Oma und Opa versorgen, Freund:innen besuchen, das alles ist innerhalb einer Stadt wie Stuttgart viel öfter mit dem Fahrrad möglich, als es getan wird. Aber es können halt nicht alle Fahrrad fahren, erklärt man mir dann. Es können aber auch nicht alle Auto fahren, erwidere ich.
Wieviele sind das eigentlich?
24. Oktober 2026
Tempo 30 wirkt, auch wenn sich viele nicht daran halten
22. Oktober 2026
Sachsen testet Schutzstreifen auf Landstraße
Das war der Gedanke für einen Verkehrsversuch, der im September begonnen hat und zweieinhalb Jahre unter wissenschaftlicher Begleitung laufen soll. Wie der ADFC Sachsen berichtet, geht es um einen ein Kilometer langen Straßenabschnitt zwischen Merkwitz und Seegeritz bei Taucha (Karte weiter unten, rote Linie). Wie das Land Sachsen selber mitteilt, wurde die Fahrbahn bereits verbreitert, ein baulich getrennter Radweg, um den man sich seit Jahren bemüht habe, scheiterte aber am Grunderwerb. Ein örtlicher Landwirt wollte die wenigen dazu nötigen Meter partout nicht verkaufen.
Aber eine Verbesserung für den Radverkehr (auch für Schüler:innen) sollte es dennoch geben. Links und rechts der Fahrbahn wurden deshalb Schutzstreifen markiert, teils mit roter Farbe unterlegt. Am Straßenrand steht für Autofahrende ein Schild, das erklärt, dass es sich um einen Verkehrsversuch handelt, und wie die Regeln hier sind: Autofahrende dürfen die Schutzstreifen nicht befahren, nur bei Gegenverkehr dürfen sie auf sie ausweichen, sofern sie keine Radfahrenden gefährden oder ausbremsen. Bis sie überholen können, müssen sie hinter den Radfahrenden bleiben. Es stehen dort ein Tempo-50-Schild und ein Überholverbotsschild (nicht aber das für ein Überholverbot von Fahrrädern).
20. Oktober 2026
Eine große Mehrheit wünscht sich eine bessere Radinfrastruktur
Das ist eines von vielen Ergebnissen der TÜV-Mobilitätsstudie, die dieses Jahr erschienen ist.
Der Studie zufolge sagen 89 Prozent der Befragten, dass für ihre Lebensqualität und Sicherheit Fuß- und Radwege sicher und durchgängig ausgebaut sein müssten. Das sind acht Prozentpunkte mehr als diejenigen, die ausreichend Abstellflächen für Autos fordern. Noch wichtiger ist ihnen übrigens, dass öffentliche Verkehrsmittel zuverlässig funktionieren. 71 Prozent wünschen sich, dass der Verkehrslärm reduziert wird und 67 Prozent möchten, dass klimafreundliche Mobilitätsangebote gefördert werden.
83 Prozent fordern als verkehrspolitische Maßnahme den Ausbau sicherer Fahrradwege und Radparkplätze. 56 Prozent halten das Radfahren an ihrem Wohnort für unsicher bis sehr unsicher.
18. Oktober 2026
Spielstraße mit parkenden Autos
Die ist inzwischen da. Der Bereich im Stuttgarter Westen ist als verkehrsberuhigte Straße ausgeschildert, den Straßenraum müssen sich Autofahrende mit Menschen zu Fuß und spielenden Kindern teilen. Es handelt sich um eine Ecke an einem Spielplatz, wo nur Wohnhäuser stehen. Die Stadt hat auf der Fahrbahn einige Parkplätze markiert. Ich war da an einem Donnerstagvormittag, weshalb auf der Straße niemand unterwegs war, allerdings stand das übliche Stadtgerümpel herum: E-Scooter und Autos, von denen zwei nicht auf der markierten Parkfläche standen, obgleich markierte Stellflächen frei waren.






