20. April 2026

Ein nützliches Detail

Wo man aus dem Wald runter auf den Radweg entlang der Böblinger Straße in Kaltental kommt, befindet sich seit kurzem eine blaue Markierung. 

Wir Radfahrenden hätten die nicht gebaucht, aber sie ist nützlich, um Fußgänger:innen davor zu warnen, dass sie einen Radweg betreten und auf ihm gehen würden. Solche Hinweise für Fuoßgänger:innen sind durchaus notwendig, weil sie die Verkehrszeichen nicht sehen und Flächen, auf denen nicht Auto gefahren wird, gerne auch mal für Gehwege halten. 

Dies würden wir uns ganz dringen wünschen für den Auf- und Abgang vom Ferdinand-Leitnersteg aufseiten des Planetariums. Der Abgang ist zweigeteilt, die eine Seite (die für Fußgänger:innen einen Umweg bedeutet) ist nur für Fußgänger:innen, die andere Seite - die direkt Auf- und Abfahrt ist ein reiner Radweg. Er ist so ausgeschildert. Kommt man von unten, muss man eigentlich etliche Hindernisse überwinden und geht an dem rot umrandete Runde Schild vorbei, dass Fußgänger:innen den Weg verbietet. Dies verstehen jedoch viele Fußgänger:innen nicht. Vor allem diejenigen nicht, die hier zum ersten Mal gehen. Sie sehen die Schilder nicht, verstehen das Verbottschild für Fußgänger wegen des Fußgängerzeichen darauf oft auch noch falsch, nämlich als Gehwegzeichen, und laufen hier unter oder rauf. Das Radfahrende hier durchaus schnell bergab rollen, bringen sie sich auch noch in Gefahr. Wenn  Radler.innen, vor allem mit Normalrädern, hier den Schwung mitnehmen, um leichter hochzukommen, sehen sie sich durch Fußgänger:innen jäh ausgebremst, zuweilen bis zum Anhalten. Ein Antritt am Berg ist aber für alle Radfahrenden nicht nur unangenehm, sondern kann auch schwierig werden. 

Hier wäre eine blaue Markierung als Radweg hilfreich. Allerdings gehört der Schlossgarten dem Land, und das müsste sich entschließen, hier etwas zu tun. Die Radfahrenden würden danken. 

18. April 2026

Bambus-Fahrrad selber bauen

Alle Jahre wieder: Blogleser Stefan bittet mich, darauf hinzuweisen, dass auch dieses Jahr wieder im Werkstatthaus Stuttgart ein Kurs zum Bau von Bambusfahrradrahmen stattfindet. Vorbesprechung ist am 9. Mai, um Anmeldung wird gebeten. 

Hier sein Text: 

In diesem Kurs baust du unter professioneller Anleitung deinen eigenen Bambus-Fahrradrahmen für dein Traum-Gravelbike bzw. Trekkingrad. Bambus ist ein nachwachsender Rohstoff mit hervorragenden Eigenschaften für den Rahmenbau. Das Material ist sehr stabil und besitzt dennoch eine gewisse Eigenfederung. Rahmengöße und Symmetrie werden individuell angepasst. Durch den natürlichen Wuchs des Bambus, sowie die jeweilige Bearbeitung und Gestaltung der Verbindungen entsteht ein hochwertiges Unikat. Wir werden für den Rahmenbau erforderliche, handwerkliche Techniken anwenden wie sägen, Teile in eine Rahmenlehre einpassen, verkleben, Gewebe einlaminieren, schleifen und lackieren. Wir unterstützen im Anschluss an den Kurs gerne beim Aufbau deines vollständigen Fahrrads (also Schaltung, Bremsen, Laufräder und so weiter) mit Rat und Tat. Wie das vor sich geht, kann man auf dieser Webseite sehen. 


AmSamstag den 9.5.2026 findet um 15:00 Uhr eine Vorbesprechung für den Workshop im Werkstatthaus Stuttgart statt, bei der wir neben einer Einführung und der Terminabsprache auch die Rahmengrößen festlegen. Eine Anmeldung zum Kurs sollte daher bis spätestens zu diesem Termin erfolgen.

Kosten: Verdiener:innen: 600 Euro und Nichtverdiener:innen: 500 Euro
KURSBEGINN: 12.06.2026
Termine: 5 Blöcke (Freitag/Samstag) nach gemeinsamer Absprache am 9.05.26

Kursleitung: Miki Günter, Michl Schmidt
Anmeldung: https://werkstatthaus.net/werkstaetten/bildhauerei/
Fragen bitte an Michl Schmidt: bildhauerei@werkstatthaus.net


16. April 2026

Freiburg hat seine Radfahrenden lieb

Freiburg ist uns als Fahrradstadt bekannt. Mindestens 33 Prozent der Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Es ist damit das Verkehrsmittel Nummer eins. 

Und es wird auch das ganze Jahr über geradelt, eine Winterdelle gibt es nicht, was dafür spricht, dass die Wege geräumt werden. Die Stuttgarter Zeitung hat mit Freiburgs Bau- und Mobilitätsbürgermeister Martin Haag ein Interview geführt, das bis gestern nicht online verfügbar war. (Hier dafür ein Interview mit der Tagesschau).

Es geht um die Frage, wie Freiburg zur Fahrradstadt wurde und was es dabei richtig gemacht hat. Die Stadt hat, kurz gefasst, auf Ausbau, Sicherheit und Bequemlichkeit für Radfahrende gesetzt. 
Die neue Radinfrastruktur wird, so Haag, nicht nur von Radfahrenden sofort angenommen, sondern von der Bevölkerung auch gefordert. Drei Rad-Vorrangrouten wurden größtenteils inzwischen umgesetzt. Radvorranweg bedeutet eine weitgehend kreuzungsfreie Führung, auch mit Hilfe von Unterführungen und Brücken. Man rollt. Auch eine Radschnellroute ist in der Mache. Damit will Freiburg Pendler:innen aus der Region mit dem Fahrrad in die Stadt holen. Dabei spielt der Pedelec-Boom eine entscheidende Rolle, auf den Freiburg anfangs auch nicht vorbereitet war. 

14. April 2026

Auf die Kleinigkeiten kommt es an

Seit einem Jahr ist die Fahrradstraßenstrecke vom Marienplatz bis zum Südheimer Platz gertig.  Die Burgstallstraße wurde letztes Jahre umgestaltet. 

Schön ist vor allem der glatte Asphalt. Weniger schön ist, dass die Burgstallstaße wegen beidseitig geparkter Autos für den Begegnungsverkehr von Fahrrädern zwar ausreicht, aber nicht für den Begegnungsverkehr Fahrrad Auto. Und obgleich es eine reine Anwohnerstraße ist und nur Anlieger mit ihren Autos reinfahren dürfen, ist der Autoverkehr durchaus sehr präsent. Autofahrende müssen ausweichen, das tun sie manchmal rabiat über den Gehweg, manchmal müssen sie anhalten, manchmal halten sie nicht und die Radlerin weicht aus. Aber das ist heute nicht mein Thema. Sondern das eingebaute Schlagloch auf der Strecke. 

12. April 2026

Radfahren hilft bei vielen Erkrankungen

Radfahren ist ein Ausdauersport, wobei es nicht nötig ist, am Kraftlimit zu radeln. Radfahren hat den Vorteil, dass man es tun kann, wenn man zur Arbeit fährt oder nach Hause. Man kann es in vielen Fällen leicht in den Alltag integrieren.

Dabei ist es völlig egal, ob man in flacher Gegend ein Normalrad fährt oder in bergiger Gegend wie in Stuttgart ein Pedelec, das die Anstiege entschärft. Wichtig ist, dass man es regelmäßig tut. Dann ist es gut für Herz, Kreislauf und Gelenke, hilft gegen Diabetes Typ 2 oder auch bei Multipler Sklerose, ist aber auch gut fürs Gehirn und kann stimmungsaufhellend wirken. Außerdem erweitert es den persönlichen Aktionsradius enorm und schenkt eine ungeahnte und froh machende Autonomie der Mobilität. 

Der Pressedienst Fahrrad listet zehn körperliche Beschwerden auf, bei denen Radfahren helfen kann, schickt aber voraus, dass man mit einer Ärztin oder einem Arzt spricht, bevor man sich zu viel zumutet. 

10. April 2026

Herzrasen auf der K1911

Die Kreisstraße 1911 verbindet unter anderem Winnenden mit Schwaikheim. Sie hat seit 2016 links und rechts sogenannte Schutzstreifen. Derzeit darf dort nur 50 km/h gefahren werden. 

"Warum Radfahrende bei Schwaikheim und Winnenden beim Überholen Herzrasen kriegen" titelte der ZVW, wobei nicht überholende Radfahrende gemeint sind, sondern die, die von Autofahrenden überholt werden. Und zwar knapp. 

Die Straße sieht aus wie eine normale Überlandrasestrecke mit Mittelstreifen, wo nur Hartgesottene mit dem Rad fahren. Doch sie hat eben die gestrichelten Linien des sogenannten Schutzstreifens oder auch Mischverkehrsstreifens. Man will hier also offenbar Radfahrende haben. 

Wer im Auto sitzt und einen Menschen auf dem Rad überholen will, muss den Mittelstreifen überfahren, um den gebotenen Überholabstand von zwei Metern einzuhalten. Der ZVW berichtet (Bezahlschranke), dass der ADFC mit Open Bike-Sensoren in der Gegend die Überholabstände gemessen hat, 400 Überholvorgänge allein auf dieser Kreisstraße. Demnach wurde bei 87 Prozent der gesetzlich vorgeschriebene Abstand außerorts von zwei Metern unterschritten, bei mehr als der Hälfte sei es eng bis sehr eng zugegangen. In einigen Fällen habe es sich nur um wenige Zentimeter gehandelt. 

8. April 2026

Ein unendlich trauriger Anblick

Einige Besucher:innen des Katharinenhospitals haben für sich einen bequemen und kostenlosen, aber illegalen Parkplatz entdeckt.  

Man darf zu der Fläche gar nicht hinfahren, denn es handelt sich um eine Gehwegfläche mit Freigabe nur für Fahrräder. So ist sie ausgeschildert. Die Falschparker:innen fahren alle an diesem Schild vorbei da rein auf einen Gehweg. Ein Gehweg ist kein Parkplatz. Definitiv nicht. Und man kann sich auch nicht damit rausreden, man überfahre den Gehweg nur (was man ja darf, wenn man zu einem Parkplatz kommen möchte), denn die ganze Fläche ist Gehweg. 

Den Behörden und dem Krankenhaus scheint das egal zu sein, denn das geht schon seit Monaten so. Auch Motorräder werden in beachtlicher Zahl hier rein gefahren und an der Hauswand in der Ecke abgestellt. Auch sie dürfen da nicht stehen. Denn auf Gehwegen darf weder ein Auto noch ein Motorrad geparkt werden.