16. Oktober 2021

Chaos mit Bordstein am Bahnhof

Der Übergang am Bahnhof im Verlauf der Lautenschlagerstraße ist fertig. Die Verkehrsinsel wurde vebreitert und gelb über die Fahrbahnseite, die eh niemand mehr fahren durfte, geführt.  

Und nun alles besser? Ich habe mir ja auch immer überlegt, wie man die Radler- und Fußgängerströme an diesem Übergang entzerrt, und dass es eigentlich geschickter wäre, die Radfahrenden bekämen - anders als vorher - die Stadtauswärtsseite (zur Friedrichstraße hin) und die Fußgänger:innen die Stadtseite. Habe das aber immer verworfen, weil sie die Ströme dann eben anders kreuzen, aber immer noch durcheinander gehen. Und so ist es jetzt. 

Und es ist doch ein ziemliches Chaos. 

14. Oktober 2021

Begegnung in der Einbahnstraße

Ich darf verkehrtherum nicht durch jede Einbahnstraße radeln, aber wenn ein Zusatzschild mir die Einfahrt freigibt, dann darf ich. Aber muss ein mir ein entgegenkommender Autofahrer auch Platz lassen, damit ich in Ruhe radeln kann? 

Ja, muss er. Auf dem Fahrrad habe ich normale Fahrrechte. Autofahrer übersehen zwar die Zusatzschilder unter den Einbahnpfeilen meist, die ihnen zeigen, dass hier Radverkehr entgegenkommt, aber sie müssen dennoch immer mit Radverkehr rechnen, rechts fahren und mir Platz lassen. Ohnehin sollten solche Einbahnstraßen mindestens 3,50 Meter breit sein, sodass Rad und Auto aneinander vorbei kommen. Und weil es dennoch etwas eng zugeht, muss der Autofahrer auch langsam machen (StVO § 3), damit ich nicht gefährdet werde. Grundsätzlich müssen beide Fahrzeuge die Geschwindigkeit verringern, wenn sie nicht mit mindestens einem Meter Abstand zwischen sich und angemessenem Abstand zu parkenden Autos oder dem Straßenrand aneinander vorbei kommen. Das gilt auch für Einbahnstraßen.

Und was ist, wenn es so eng ist, dass wir nicht aneinander vorbeikommen, ohne dass eine:r von uns anhalten muss?

12. Oktober 2021

Vollsperrung der Hauptradroute im Feuerbacher Tal

An der Feuerbacher Talstraße bin ich am Sonntag auf eine neue Sperrund der Hauptradroute F (Feuerbach) gestoßen. Sie unterbricht den Radweg vollständig. 

Das ist seit 4. Oktober so. Wenn man aus Feuerbach kommt und Richtung Botnang radelt, dann stößt man am Biergarten im Tal an ein Hinweisschild, dass in 300 Metern alles dicht ist, und wird per Umleitungsschild nach links auf einem obskuren (regenrutschig aussehenden) Kopfsteinpflasterweg hinauf in den Wald geschickt. Ich mag mir nicht ausmalen, wie es dann da oben auf befestigten oder unbefestigten Wegen unterhalb des Bismarckturms durch den Wald geht, bis man wieder runter darf auf den Radweg. 

10. Oktober 2021

Die meisten Autos brauchen keine Parkplätze auf der Straße.

Seit Wochen werden im Mühlrain Glasfaserleitungen verlegt, Wochen herrscht auf über hundert Metern ein Parkverbot. Die Straßenränder sind leer, und ich frage mich: Wo sind all die Autos hin? 

Auch in den Anschlusstraßen wird nicht mehr geparkt, eher weniger, es sind immer mehr freie Parkpätze zu sehen, auch dort, wo noch geparkt werden kann. Autos verschwinden sang und klanglos, wenn Parkplätze verschwinden. Ein Phänomen. 

Eine Studie in Darmstadt gibt eine Antwort: Zwei Drittel der Autos, die am Straßenrands stehen, könnten in Garagen oder auf Stellplätzen auf dem eigenen Grundstück stehen. Sie stehen aber nicht in der Garage. Die Gründe sind: Das Auto passt nicht mehr rein (SUV), in der Garage stehen die Fahrräder und allerlei Gerümpel, die Garage wird als Werkstatt genutzt, das Garagentor auf und zu Machen ist zu umständlich oder der Weg von der Garage zur Haustür zu weit. Deshalb finden dann Leute, die keine Garage haben, keinen Parkplatz mehr, Besuch auch nicht, Handwerker auch nicht, und es wird auf Gehwegen geparkt. 

8. Oktober 2021

Der Heilige Parkplatz

Menschen bekommen Panik, wenn Parkplätze wegfallen sollen, die Zeitung schreibt und treibt die Aufregung voran. Es gründen sich Bürgeriniitatinen zur Rettung der Parkplätze. Der Parkplatz ist Zentrum und Quintesenz unseres Lebens. 

Parteien positionieren sich und tragen alles zusammen, was man an Argumenten vorbringen kann, damit die Rettung der Parkplätze nicht wie Egoismus aussieht: Die Handwerker müssen doch parken, die Behinderten müssen parken, alte Menschen müssen parken und kurze Wege haben zur Markthalle, zum Laden. Auch die Pflegedienste - selten erwähnt - müssen ihre Autos abstellen. Menschen müssen zu Ärzten, und brauchen Parkplätze am Straßenrand.  Der Parkplatz ist doch eigentlich eine Sozialeinrichtung, ein soziales Netz. Auch für den Handel, denn wer kommt noch in den Laden, wenn er nicht parken kann. Niemand mehr. Ohne Parkplatz müssen Läden dicht machen, wird der Bäcker, die Metzgerin arbeitslos. Nur der Parkplatz garantiert unseren Wohhlstand. Und vor allem ich brauche einen Parkplatz, meinen Parkplatz. Das Leben ist mir vergällt, wenn ich am Abend ewig Parkplatz suchen muss. Der Parkplatz dient meiner Seelenruhe, unser aller Seelenruhe.

6. Oktober 2021

E-Trikes sind im Kommen

Die Stadt hat ein Förderprogramm für E-Trikes aufgelegt. Das sind Dreiräder mit Pedelec-Motor. Sie erleichtern das Radeln für Menschen, die das Gleichgewicht nicht mehr so gut halten können oder körperliche Beeinträchtigungen haben. 

Während der Mobilitätswoche waren am Sonntag auf der Dorotheenstraße neben dem Karlsplatz viele Varianten solcher Räder zu sehen. Man konnte sie auch ausprobieren. Der Andrang war beeindruckend. Es gibt leichte Räder für Menschen, die zwar nicht mehr so gut laufen, aber noch gut Radfahren können und mit dem Trike ihre Einkäufe erledigen und ihre Spazierfahrten machen können. 

4. Oktober 2021

Blutstreifen und Vorfahrtsfragen


Rot asphaltierte Radstreifen sehen immer so aus, als hätten wir darauf Vorrang. Das ist aber nicht deshalb so, weil die Fläche rot markiert ist. Fahrbahnfarbe allein schafft keine Verkehrsregel. 

Dass wir auf roten Radstreifen oft Vorrang haben, liegt daran, dass die Streifen dort rot sind, wo wir kreuzendem Verkehr gegenüber sowieso vorfahrtsberechtigt sind. Hingegen bedeutet die Rotmarkierung auf einem ganzen Kreuzungsbereich - wie auf dem Foto in Fellbach - nicht, dass wir bei einem Ausfall der Ampelanlage überall Vorrang hätten. 

Wir haben dagegen immer Vorrang an Einmündungen von Seitenstraßen in Vorrangstraßen mit Radstreifen, wenn wir parallel zur Vorrangstraße unterwegs sind. Komplizierter wird es, wenn Radstreifen parallel zu einem Zebrastreifen fern einer Kreuzung rot markiert sind.

2. Oktober 2021

Warum fährst du nicht Fahrrad?

Etwa die Hälfte der Menschen in Deutschland steigt nie oder nur sehr selten aufs Fahrrad. Bei den Frauen sind es 55 Prozent, bei den Männern 46 Prozent
. Das sind die ersten Daten der RadAktiv-Studie der Uni München.

Die Forscher:innen wollen wissen, warum Menschen im Alltag nicht Rad fahren, obwohl sie ein Fahrrad besitzen (nur ungefähr 13 Prozent der Bundesbürger:innen haben kein Fahrrad). Angst, Ablehnung und Ortswechsel scheinen die Hauptgründe zu sein. Mehr Frauen als Männer radeln nicht, und je älter der Mensch, desto weniger nutzt er das Rad. Nach Einschätzung von Professorin Rau ist das ein Zeichen dafür, dass die Radinfrastruktur noch zu unsicher ist. "Der Frauenanteil wächst mit steigender Sicherheit", sagt sie

Das soziale Umfeld scheint eine große Rolle zu spielen.

30. September 2021

Fahrradunfälle gehen im Land zurück

In Baden-Württemberg scheint die Zahl der Radfahrenden, die im Straßenverkehr einen Unfall erleiden, rückläufig zu sein. Bei Pedelec-Radler:innen gibt es keine nennenswerte Veränderung. An der Zahl der Getöteten änderte sich nichts. 

25 Radfahrende starben in der ersten Jahreshälfte in Baden-Württemberg. Wie das Pressereferat des Statistischen Landesamts mitteilt, verunglückten von Januar bis Juni dieses Jahres rund 4.100 Personen mit einem Fahrrad. Das sind 800 weniger als im gleichen Zeitraum 2020. Im Jahr 2019, vor der Corona-Pandemie, lag die Zahl bei 4.362 und damit über dem von diesem Halbjahr. 

28. September 2021

Baustellenumweg Bahnhof

Baustellen sind immer lästig. Besonders ist es die am Hauptbahnhof. Sie unterbricht sämtliche Rad-Pendler-Routinen und zwingt zu sehr großen Umwegen. 

Der Fußgänger- und Radübergang am Ende der Lautenschlagerstraße zum Bahnhof wurde gesperrt. Fußgänger:innen und Radler:innen sind verratzt und müssen weite Umwege machen. Kommt man die Lautenschlagerstraße entlang auf den Bahnhof zu, rasselt man in Sperren. 

Gut ausgeschildert ist die Umleitungsstrecke ja, vorausgesetzt, man sieht das erste Schild kurz vor der Kronenstraße, das doch recht weit vom Fahrbahnrand entfernt steht. Beim ersten Mal habe ich es nicht gesehen, bei der zweiten Fahrt habe ich danach gesucht und es gesehen.  Und dann geht die Schnitzeljagd los. 

26. September 2021

Die seltsame Verkehrsverpuffung

Quelle, Google Maps
Im Londoner Bezirk Lambeth sollte ein Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr geschaffen werden. Dafür brauchte man Straßenraum, der bisher den Autos vorbehalten war. 

Vauxhall Cross liegt an einer der Stellen, an der man die Themse überquert, hier kreisten Autos über mehrspurige Kreisverkehre, es gab Bushaltstellen und U-Bahnhöfe, die aber nicht miteinander verbunden waren. Fußgänger:innen mussten unterirdisch und oberirdisch mehrspurige Autobahnen queren, Radwege gab es gar keine. In dem Stadtviertel wohnen hauptsächlich Menschen, die sich kein Auto leisten können, aber knapp 10.000 Autos rollten hier zu Spitzenzeiten pro Stunde durch. Es sah also ganz anders aus, als auf dem Google-Maps-Foto von heute.

Computermodelle zeigten, dass es zu einem gigantischen Verkehrschaos kommen würde, wenn man hier  zugunsten des öffentlichen Nahverkehrs, des Fußverkehrs und des Radverkehrs den Autoverkehr um 20 Prozent verringern wollte. Die Verkehrsingenieur:innen waren dagegen. Die Befürworter verwiesen auf das Phänomen der Verkehrsverpuffung (Traffic Evaporation) und die Forschungsarbeit von Goodwin, Hass-Klau und Cairns "Traffic Impact of Highway Capacity Reductions", 1998. 

Das Verkehrschaos blieb aus. Ein Experiment, bei dem der Autoverkehr erst einmal um 15 Prozent reduziert wurde, zeigte, dass auch in benachbarten Bezirken nicht mehr Autos fuhren, und in Spitzenzeiten ging der Autoverkehr um zusätzlichen 2 bis 8 Prozent zurück, die Staus wurden kürzer. Ein Teil der Autos schien irgendwie verpufft zu sein. Sie waren einfach weg. 

24. September 2021

Wieso übersehen wir so oft die Straßenbahn?

Die Dinger sind doch nun wirklich groß. Das Übersehen von anderen Verkehrsmitteln als dem Auto scheint in unserem Straßenverkehr aber weit verbreitet zu sein. 

In Stuttgart hat am Donnerstagabend, den 19. August, eine E-Scooter-Fahrerin beim Leuze die Stadtbahnschienen überquert und ist von einer anfahrenden Bahn erwischt worden. Wer zu der Zeit auf dem Radweg unterwegs war, hat die Sperrung auf dem Radweg mitbekommen. Gefühlt beinahe wöchentlich biegt ein Autofahrer in Stuttgart regelwidrig über die Stadtbahngleise ab und wird von der Bahn erfasst. Solche Unfälle sind auch in anderen Städten häufig. Weniger oft passiert das Radfahrenden. Aber es passiert (wie hier kürzlich in Mannheim oder hier in Dresden) und endet nicht selten auch tödlich, allemal aber mit schweren Verletzungen. Im vergangenen Jahr starb in Ostfildern eine 16-jähriger Radler, der die Schienen überquerte, ohne die Bahn zu sehen. 

Dass wir Radfahrenden nicht gesehen werden, ist ein bekanntes Phänomen. Autofahrende achten nicht auf uns, sie achten auf alles mögliche andere. Worauf man nicht achtet, sieht man nicht. Das hat die Londoner Verkehrsbehörde mit einem Test-Video Autofahrenden vorgeführt. Auf dem Video soll man zwei Baseballmannschaften zusehen und übersieht dabei ein weiteres Element im Video.  Obgleich Radfahrende und Autofahrende nach eigener Einschätzung aufmerksam unterwegs sind, achten sie doch mehr auf ihr Fahrzeug, den Weg vor sich, auf die Instrumente und auf das, was sie als nächstes vorhaben. Je bekannter der Weg ist, desto eher sind wir von etwas überrascht, was dort sonst nie erscheint. 

Sporadische Erscheinung werden ausgeblendet.

22. September 2021

Im Straßenverkehr dürfen Männer Frauen ungestraft schlagen - stellt die Staatsanwaltschaft fest

Es erreichen mich immer wieder ähnliche Geschichten. Radfahrende waren im Recht, wurden von Autofahrenden mit dem Auto bedroht, dann in eine Schreierei verwickelt und sogar tätlich angegriffen, bekamen aber keinen Beistand von Polizei und/oder Staatsanwaltschaft. 

Die heutige Geschichte ist die: Eine Radfahrerin radelt die Seestraße hinauf, was erlaubt ist. Die Straße ist schmal, links und rechts parken Autos, unten beidseitig gegen die Fahrtrichtung der Radlerin. Ein Autofahrer kommt mit seinem breiten Auto herab, die Radfahrerin sieht, dass er noch mal beschleunigt, sie bremst zum Stillstand ab, er bremst so, dass er erst ein paar Zentimeter vor ihrem Vorderrad zum stehen kommt. Sie äußert ihren Unmut. Er beschimpft sie aus dem Auto heraus als Bitch und Fotze und fordert sie auf, mit dem Rad sofort von der Straße auf den Gehweg zu verschwinden.

20. September 2021

Wer hat hier Vorfahrt?

Baden-Württembergs Verkehrsminister hat im August auf Twitter ein Sharepic veröffentlicht (zweites Bild weiter unten). 

Dazu der Text: Auch bei der Einfahrt in den fließenden Verkehr gilt Vorsicht. Fahrradfahrer:innen sollten darauf achten, ob ein Auto kommt oder freie Fahrt ist. Deshalb Schulterblick nicht vergessen!

Aber wieso fahre ich hier denn in den fließenden Verkehr ein?, habe ich mich gefragt. Ich radle doch einfach nur geradeaus weiter, auf derselben Fahrlinie wie vorher. Die Antwort ist für Polizisten, Autofahrende und Verkehrsexperten sicherlich ganz einfach, für uns Radfahrende aber keineswegs und schon gar nicht intuitiv klar. 

18. September 2021

Kann es nicht schneller gehen?

Warum kommt eigentlich der Ausbau des Radverkehrs auch in den Städten, die sich dafür entschieden haben - mit Radentscheiden und Zielbeschlüssen - nur schleppend voran?  

Radwege beschlossen und in der Planung, Fahrradstraßen genehmigt, Radgaragen in Wohngebieten beschlossen und finanziert. Aber wir sehen das alles nicht, es ist nicht da. Wir warten. Ampelschaltung soll geändert werden? Wann endlich? Die Planung dauert, der Durchlauf durch die Gemeinderatsgremien dauert, die Detailplanung dauert, die Umsetzung dauert noch länger. Es dauert und dauert! 

Schuldige sind immer schnell benannt. Mal die Verwaltung, mal die Parteien, mal die Autofahrenden, mal die Radfahrenden, mal der Protest von Interessenvertretungen und Anwohner:innen. Irgendwer bremst immer, so scheint es. Und wenn eine Fahrbahnsperrung für Autos, die Wegnahme einer Fahrspur zugunsten des Radverkehr droht, dann tkommt sofort der Ideologie-Vorwurf. Und wenn solche Sprüche auftauchen wie "den Verkehrsfrieden herstellen" oder "gemeinsam mobil", dann ist damit immer gemeint, dass die Radfahrenden endlich Ruhe geben sollen, damit die Autogesellschaft so weitermachen kann wie bisher, so nach dem Prinzip: "Mir gebbet nix,  die Fahrräder können doch durch den Wald fahren." 

Ich vermute, der Gegenwind der Konservativen wird in den kommenden Jahren sogar noch schlimmer, denn nachdem sich Radentscheide, Grüne und Ökoparteien für die Verkehrswende positioniert haben, kommen jetzt die Hubraumfraktionen in der Gesellschaft so richtig auf Touren, starten Bürgerbewegungen und machen Stimmung gegen Radverkehr und für Parkplätze und Überall-Auto-Fahren.

16. September 2021

Am Sonntag startet Stuttgarts schickste Fahrraddemo

Am Sonntag wird es in Stuttgart die erste Fancy Women Bike Ride geben. Start ist um 17 Uhr am Feuerseeplatz. 

Erfunden wurde die "schicke/abgefahrene Frauen-Radtour" 2013 in der Türkei, in Izmir. Es ging darum, den Bürgermeister aufzufordern, den weltweiten Autofrei-Tag zu begehen und dafür zu sorgen, dass in Städten ein auch für Frauen einladender Raum zum Fahrradfahren geschaffen wird, damit sie ihre Stadt auf neue Art und Weise erleben können. Motto: Je mehr Frauen Rad fahren, desto mehr Frauen werden zum Radfahren ermutigt. Sei eine Frau, sei sichtbar! Mit den Jahren ist die Fancy Frauenradtour zu einem weltweiten Event geworden, das immer am 19. September stattfindet. 
Die Fancy Women Bike Ride funktioniert wie die Critical Mass. Bei der darf man ja schon mit schicken Rädern und Outfit angeben. Also dürfen wir unsere Fahrräder schmücken, uns stylen, was Schickes oder Wildes anziehen, Fröhlichkeit mitbringen und uns lächelnd im Tross durch die Gegend radeln. Die Stuttgarter Organisatorin vom ADFC legt wert darauf, dass bei uns Menschen aller Geschlechter willkommen sind, auch Männer, die dann bitte mit uns und nicht vor uns fahren. Auch Kinder können mitradeln. 

14. September 2021

Wieder schwerer Dooring-Unfall in Stuttgart

Wieder hat es in Stuttgart einen schweren Dooring-Unfall gegeben. Ein Radfahrer fuhr die Alte Straße hinunter. Eine Autofahrerin öffnete ihre Autotür und brachte den Radfahrer zu Fall. Er wurde schwer verletzt. 

Der Radfahrer fuhr, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, am Freitag gegen 18 Uhr die Alte Straße, die nach der Haarnadelkurve der Böblingerstraße in Heslach rechts abzweigt, zum Unteren Brühl hinunter.  Eine Autofahrerin hatte ihren gemieteten Smart dort abgestellt und stieß, ohne zu gucken, die Tür auf. Der Mann prallte gegen die Tür und stürzte. Er musste ins Krankenhaus. Erst vor acht Wochen hatte es in der Kölle-Straße einen schweren Dooring-Unfall gegeben, der durch die Beifahrerin verursacht wurde. 

12. September 2021

Der Trick bei der Ampel an der Planie

Die Hauptradroute 1 führt am Charlottenplatz über die Planie. Es handelt sich um eine dreizügige Ampel. 

Alle Bitten, sie für Radler:innen so zu schalten, dass sie in einem Zug durchkommen, haben nichts gefruchtet. Die Flüssigkeit des Autoverkehrs geht immer noch vor. 

Kommt man von der Oper her, muss man fast immer drei Mal anhalten. Einmal auf dem Gehweg an der Einbiegung aus der Konrad-Adenauer-Straße. Immerhin kann man sich hier bequem am Geländer abstellen, entweder Fuß aufs Mäuerchen oder Arm aufs Geländer. Das ist schon mal ein Luxus, den wir fast nirgendwo haben, wo wir warten müssen. 

Die Autos haben hier eine Schwarzampel (Zweifeldampel), die nur ab und zu für sie Rot wird (sie steht länger auf Schwarz als auf Rot). Auf dem Foto oben wird sie gerade Gelb. Erst dann kriegen die Radfahrenden auch mal Grün, und los gehts.