16. Januar 2021

Keine Mehrheiten mehr für den Autowahnsinn

Große Autostraßenprojekte wird es nicht mehr geben. Dafür gibt es die Mehrheiten nicht mehr. 

Die Einwohner:innen von Städte wollen weniger Autos. Und die Gemeinden, durch die die Aumgehrungsstraßen geführt werden sollen, protestieren. Im Februar 2020 wollte eine Volksinitiatie für Basel mehr Autos, aber der Vorschlag des Kantons, bekam die Mehrheit, nun sollen in dreißig Jahren nur noch emissionsarme Fahrzeuge in Basel zugelassen werden. In Zürich wurde ein Autotunnel abgelehnt. Die Stadt woll für Autofahrende nicht attraktiver werden. 

14. Januar 2021

Trasse für Radschnellweg Filstal-Neckartal gefunden

Das Filstal bekommt einen Radschnellweg ins Neckartal Richtung Stuttgart. Die Trasse soll Anfang dieses Jahres dem Gemeinden vorgestellt werden.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg soll der Radschnellweg eine echte umweltfreundliche Alternative für Pendlerinnen und Pendler bieten. Er ist 18 Kilometer lang und entspricht den Qualitätsstandards eines Radschnellwegs.

12. Januar 2021

Wir brauchen die Radlerampel in der Kolbstraße

Der Bezirksbeirat Süd hat einen Antrag gestellt zur Kolbstraße. Sie ist die kürzeste Verbindung zwichen Tübinger Straße und dem Lehenviertel. 

Er fordert eine Ampelanlage für Radfahrende bergauf. Bergab gibt es in der Einbahnstraße, die für den Radverkehr frei ist, einen Augstellplatz mit Radlerampel, die gleichzeitig mit der Fußgängerampel grün wird, sieben Sekunden, bevor die Autos grün bekommen, die aus der Kolbstraße aufwärts Richtung Lehenstraße oder aber abbiegen wollen. Bergauf  fehlt eine solche Ampelanlage. 

10. Januar 2021

Drinnen ist es trocken und warm

Da freut sich auch das Fahrrad. Die Batterie schnurrt wohlig, das Kettenöl bleibt sämig.

Immer wieder nehmen Leute ihre Räder mit ins Büro. Meistens, wenn es sich um teure Fahrräder handelt. Das ist natürlich kein guter Ausweis für die Qualität der Radabstellanlagen draußen. Allerdings kann auch die beste Fahrradgarage nicht verhindern, dass ein Fahrrad gestohlen wird, wenn einer oder eine es unbedingt haben will. 

8. Januar 2021

Wer starke Nerven hat ...

Am Ausgang der Schönestraße Richtung König-Karls-Brücke und Wilhelmspatz Cannstatt gibt es eine Busspur, die für den Radverkehr, der links abbiegen will, freigegeben ist. 

Man fragt sich allerdings immer, wie kommen die Radfahrenden da eigentlich hin? Die fahren doch auf dem Neckardamm. Kürzlich saß ich als Beifahrerin in einem Auto und habe zwei Radfahrende beobachtet, die ab der Wilhelmsbrücke die gesamte Strecke auf der Fahrbahn Badsstraße/Schönestraße geradelt sind, bis einer schließlich noch übrig war, der tatsächlich diese Auffahrt zur König-Karls-Brücke radelte und sich auf der Bus- und Radspur links einordnete, um über die große Kreuzung links Richtung Cannstatt Wilhelmsplatz abzubiegen. 

6. Januar 2021

Z-Übergänge sind für Radfahrende gefährlich

Z-Übergänge über Stradtbahngleise sollen Fußgänger:innen zwingen, in die Richtung zu schauen, aus der die Stadtbahn kommt, bevor sie die Gleise betreten. 

Bei Radfahrenden klappt das nicht. Sie schauen beim zweiten Gleis in die falsche Richtung. Denn ihr Umrundungsradius ist größer. Es geht darum, dass Fußgänger:innen zuerst nach links schauen, sich dann umdrehen und dabei automatisch nach rechts schauen. Fußänger:innen gehen auf zwei Beinen, sie drehen sich um die eigene senkrechte Achse. Radfahrende aber sitzen auf einem fast zwei Meter langem Gerät. Oder sie schieben dieses lange Gerät.

4. Januar 2021

Der faltbare Transportanhänger fürs Frahrrad

Vor acht Jahren hatten Rüdiger Happe und Dirk Markfort die Idee für einen kleinen Fahrradanhänger, den man zusammenfalten kann, wenn man ihn nicht braucht.  

Mit der Technischen Universität Budapest begannen sie ein Technologieprojekt und entwickelten verschiedene Möglichkeiten. Produktdesigner und Studenten entwarfen dann den faltbaren Radanhänger. Und den kann man jetzt über Pullit kaufen. 

30. Dezember 2020

Das Prinzip Draisine auf modern


Ein Mann lehnt den Rollator ab, der Sohn baut ihm ein Laufrad und macht ein Geschäft daraus. So berichtet es die Süddeutsche, ohne den ganzen Artikel freizugeben. 

Es ist das Prinzip Draisine, nur eben modern. Von Kindern kennen wir das bereits. Solche Hybride zwieschen Fahrrad, Laufrad und Tretroller gibt es auch schon länger. Ich frage mich mal ganz vorsichtig, wie sinnvoll sie sind. Meine Mutter hat einen Rollator benötigt, ein Umstieg auf dein Laufrad wäre für sie nicht möglich gewesen. Und die meisten Menschen, die eine Gehhilfe brauchen, sind gesamtkörperlich nicht mehr in der Verfassung, ein Fahrrad zu steuern. nach einem Sportunfall aber mag dass gut sein.

Bei kleinen Kindern wirkt sich das Laufrad übrigens nachteilig auf die Gehfähigkeit aus.

28. Dezember 2020

Gefahrenstelle entschärft

In der Herzogstraße ist die Abbiegespur für Radfahrende nach links jetzt geschützt vor Autos, die die Kurve zu weit nehmen. 

Viele von uns kannten die Situation und haben sich auch darüber beschwert. Wer mit dem Rad die Herzogstraße entlang kam und nach links Richtung Finanzamt weiter radeln wollte, hatte diesen kleinen Aufsellplatz (Foto unten). Allerdings fühlte man sich seines Lebens nicht sicher, weil doch etliche Autofahrende beim einbiegen von der Rotebühlstraße die Kurve so weit nahmen, dass diesen Aufstellplatz überfuhren, wie auch ich beobachten und dokumentieren konnte. 

26. Dezember 2020

Die unendliche Geduld der Fußgänger:innen

Mitte Dezember stiefelten Fußgänger:innen mindestens einen halben Tag lang um dieses Fahrrad herum. 

Ich habe es nach dem Fotografieren besieite zu den E-Scootern gestellt. Das Rad war nicht mal nur eben kurz so abgestellt, sondern es stand dort viele Stunden lang, wahrscheinlich über Nacht bis in den Mittag des folgenden Tags hinein. Und ich frage mich, wie man sein Fahrrad so abstellen kann? Aber gut, man kann ja, und die Fußgänger:innen nehmen das so hin, keiner stellt es mal schnell beseite, keiner schimpft, niemand beschwert sich. 

Ich bewundere die Duldsamkeit der Menschen, die zu Fuß unterwegs sind. 

22. Dezember 2020

Wir radeln weiter und radeln noch mehr

Ich wünsche euch allen ruhige und stärkende Feiertage. Das Jahr war ja für uns alle nun wirklich nicht einfach. 

Ich hätte mir wirklich einen schöneren Anlass gewünscht dafür, dass in Stuttgart so viele Menschen das Radfahren neu für sich entdeckt haben als die gesündeste Form, die Alltagswege in der Stadt zurückzulegen. Und ich denke, viele werden das Fahrrad lieben gelernt haben. Sie haben aber auch entdeckt, dass unsere Radinfrasstruktur noch vieles zu wünschen übrig lässt. 

Damit werde ich mich hier im Blog auch weiterhin beschäftigen. Ich danke allen meinen Blogleser:innen für den Zuspruch und für die oft so informative und weiterhelfende Kritik und Kommentare. 

Bleibt gesund!

20. Dezember 2020

Das unglückliche Schild

Es klappt nicht. Jedes Mal, wenn ich hier vorbeikomme, gucke ich, ob das Schild gerade steht oder wieder mal umgefahren wurde. Vor ein paar Tagen stand es wieder schief. 

Ich weiß nicht, wie lang das bei diesem Schild in der Breitscheidstraße, Ecke Seidenstraße nun schon so geht. Kaum ist es gerade, wird es wieder angefahren und steht schief. Es mag zwar korrekt so stehen, links vom Radstreifen, der nicht Fußgängerzone, sondern Radfahrenzohe ist und rechts von dem Teil der Fahrbahn, der als Fußgängerzone mit Rad-frei gekennzeichnet ist. Aber es steht arg ungeschickt. Diesmal kippt der Schildermast nicht in den Radstreifen hinein, weshalb der Radler noch durchkommt. Manchmal aber versperrt er auch den Radstreifen. Ich frage mich übrigens, wie man das als Autofahrer eigentlich hinkriegt, aber offenabr gelingt es vielen.

18. Dezember 2020

Der Schwabtunnel wartet noch auf eine gute Lösung

Das große ungelöste Problem ist immer noch der Scwabtunnel. Er wurde innen renoviert und dafür auch im Sommer mal für den Autoverkehr gesperrt. 

Für Fußgänger:innen und Radfahrende ist er nicht schön. Den Fußgänger:innen hat man den Gehweg breiter gemacht, indem man  den Spritzschutz entfernte. Das erhöht nicht unbedingt das Sicherheitsgefühl dem Autoverkehr gegenüber. Und der breitere Gehweg mag Radfahrende einladen, ihn zu benutzen, obgleich es absolut nicht erlaubt ist. Auf der Straße darf nur 40 km/h gefahren werden. Das Überholen ist ist verboten. Radfahrende müssen auf der Fahrbahn durch den Tunnel fahren.

16. Dezember 2020

Die Theo bekommt moderne Radwege

Der Gemeinderat hat Hochbordradwege entlang der Theodor-Heuss-Straße auf den Weg gebracht. 

Sie sind drei Meter breit und verlaufen nicht irgendwo zwischen Häuswand, Gehweg und Parkplätzen, sondern entlang der Fahrbahn. So soll es dann nicht mehr zugehen, wie hier auf dem Foto.

Die fahrbahnbegleitenden Radwege haben den Vorteil, dass das Party-Meilen-Publikum am Abend dem Radweg nicht nahe kommt, nicht auf ihm herumsten kann und keine Glasscherben hinterlässt. Für mich persönlich ist es sehr wichtig, nicht Freitag- oder Samstagabend durch halbbetrunkene Leute radeln zu müssen. Der Nachteil ist, dass es nahe dem Rote-Bühl-Platz je einen Taxistand gibt und die Taxis bei der An- und Abfahrt den Radweg kreuzen. 

14. Dezember 2020

Das Radverkehrsjahr in Stuttgart

Trotz Corona-Einschränkungen hat sich in Sachen Radverkehr in diesem Jahr  einiges auf der Straße getan. 

Das Auffälligste waren vermutlich die Pop-Up-Bike-Lanes auf der Theodor-Heuss-Straße. Sie waren heftig umstritten und wurden Ende Oktober wieder zurückgebaut auf die bisherigen Radstreifen, die aber blau markiert wurden. Und die Parkplätze wurden nicht wieder hergestellt. Weniger beachtet wurden die Radstreifen in der Holzgartenstraße, und die bleiben und werden in Fahrbahn breite reguläre Radstreifen umgewandelt. Für die Pop-Up-Bike-Lanes hat die Stadt unter 67 Bewerbungen die Landesauszeichnung „Wir machen Mobilitätswende!“ in der Kategorie „Corona‐Sonderpreis“ gewonnen.

12. Dezember 2020

Befreit unsere Kinder vom Auto!

Es ist Zeit, die grausame Gefangenschaft unserer Kinder in unserer tödlichen Auto-Kultur zu beenden, heißt es im britischen Independent

Der Preis, den sie mit Fettleibigkeit, Asthma, Verlust der Unabhängigkeit, psychischer Krankeit, Lungenschäden und verhinderter Freundschaften bezahlen, sie unzumutbar. 

Der Autoverkehr schafft Opfer, ich glaube, das ist unstrittig. Opfer sind Menschen zu Fuß, auf Fahrrädern und darunter auch viele Kinder. Wir erleben es aber auch hier in Deutschland, dass die Autolobby die Sachlage gerne sprachlich völlig verdreht und sich selbst als Opfer eines Kriegs gegen die Autofahrenden bezeichnett. So als gäbe es viele Autofahrende, die von spielenden Kindern und radfahrenden oder zu Fuß gehenden Menschen getötet oder verletzt würden. 

Den eigentlichen Krieg, so der Artikel, aber führen die Autofahrenden gegen unsere Kinder, gegen die Städte und Gemeinden und gegen den Planeten (also letztlich gegen uns alle). Jede Woche wird in Deutschland ein Kind (unter 15 J.) im Straßenverkehr getötet.

10. Dezember 2020

Schulweg ohne Radführung, aber mit Gefahren

Kinder und Lehrer:innen, die zur Torwiesenschule am Vogelrain radeln wollen, müssen die Böblinger Straße überqueren, und zwar hier an dieser Ampelanlage. 

Blogleser Stephan hat hier schon mehrfach gefährliche Situationen beobachtet. Eine Radführung vom Radweg der HRR1 über Straße und Schienen in die Vogelrainstraße ist nicht vorhanden. Die Ampel zeigt keine Radzeichen auf der Streuscheibe. Eine Litfaßsäule verstellt die freie Sicht auf den Autoverkehr. (Foto von Blogleser Stephan.) Und man sieht keine Ampel, die anzeigt, dass Straßenbahnen kommen.

8. Dezember 2020

Sind Radfurten wie Zebrastreifen?

Wie ist das mit diesen Radfurten parallel zu Zebrastreifen? Haben sie dieselbe Wirkung wie der Zebrastreifen?

Diese Frage, nur etwas komplizierter, stellte mir kürzlich ein Stadtplaner aus Saarbrücken. "Ich überprüfe gerade im Rahmen eines Radverkehrskonzepts die Frage, ob Radfahrer:innen auf Radfurten, die neben Zebrastreifen außerhalb von Knotenpunkten an städtischen Verkehrs- und Sammelstraßen angelegt werden, gegenüber dem Längsverkehr Vorrecht haben oder Wartepflicht." 

Ich habe die Frage so verstanden: