Weil sie langsamer unterwegs sind als Autofahrende und viel durch Nebenstraßen rollen, kennen sie viele Läden, die man vom Auto aus kaum sieht. Und sie können jederzeit anhalten, das Rad abschließen und reingehen. Und wenn sie etwas suchen - was sie nicht online kaufen wollen - können sie in kurzer Zeit verschiedene Läden in einem Radius von drei Kilometern ansteuern, was man zu Fuß kaum schafft.
Anders als Autofahrende müssen sie nie einen Parkplatz suchen. Sie kommen nicht nur bis vor die Ladentür, sie kommen mit dem Rad schiebend auch mal hinein in eine Ladenpassage und stellen das Rad an der Tür ab, so wie dieser Radler sein Rad in der Breuninger-Passage (Foto oben). Weil es so unproblematisch ist, gehen Radfahrende viel lokal einkaufen. Sie können es sich leisten, nicht online zu bestellen, sondern tatsächlich Läden anzusteuern, und eben auch mehrere nacheinander, die nicht fußläufig auseinander liegen. Die Stuttgarter Innenstadt allerdings will diese Kundschaft offenbar nicht.








