24. Oktober 2026
Tempo 30 wirkt, auch wenn sich viele nicht daran halten
22. Oktober 2026
Sachsen testet Schutzstreifen auf Landstraße
Das war der Gedanke für einen Verkehrsversuch, der im September begonnen hat und zweieinhalb Jahre unter wissenschaftlicher Begleitung laufen soll. Wie der ADFC Sachsen berichtet, geht es um einen ein Kilometer langen Straßenabschnitt zwischen Merkwitz und Seegeritz bei Taucha (Karte weiter unten, rote Linie). Wie das Land Sachsen selber mitteilt, wurde die Fahrbahn bereits verbreitert, ein baulich getrennter Radweg, um den man sich seit Jahren bemüht habe, scheiterte aber am Grunderwerb. Ein örtlicher Landwirt wollte die wenigen dazu nötigen Meter partout nicht verkaufen.
Aber eine Verbesserung für den Radverkehr (auch für Schüler:innen) sollte es dennoch geben. Links und rechts der Fahrbahn wurden deshalb Schutzstreifen markiert, teils mit roter Farbe unterlegt. Am Straßenrand steht für Autofahrende ein Schild, das erklärt, dass es sich um einen Verkehrsversuch handelt, und wie die Regeln hier sind: Autofahrende dürfen die Schutzstreifen nicht befahren, nur bei Gegenverkehr dürfen sie auf sie ausweichen, sofern sie keine Radfahrenden gefährden oder ausbremsen. Bis sie überholen können, müssen sie hinter den Radfahrenden bleiben. Es stehen dort ein Tempo-50-Schild und ein Überholverbotsschild (nicht aber das für ein Überholverbot von Fahrrädern).
20. Oktober 2026
Eine große Mehrheit wünscht sich eine bessere Radinfrastruktur
Das ist eines von vielen Ergebnissen der TÜV-Mobilitätsstudie, die dieses Jahr erschienen ist.
Der Studie zufolge sagen 89 Prozent der Befragten, dass für ihre Lebensqualität und Sicherheit Fuß- und Radwege sicher und durchgängig ausgebaut sein müssten. Das sind acht Prozentpunkte mehr als diejenigen, die ausreichend Abstellflächen für Autos fordern. Noch wichtiger ist ihnen übrigens, dass öffentliche Verkehrsmittel zuverlässig funktionieren. 71 Prozent wünschen sich, dass der Verkehrslärm reduziert wird und 67 Prozent möchten, dass klimafreundliche Mobilitätsangebote gefördert werden.
83 Prozent fordern als verkehrspolitische Maßnahme den Ausbau sicherer Fahrradwege und Radparkplätze. 56 Prozent halten das Radfahren an ihrem Wohnort für unsicher bis sehr unsicher.
18. Oktober 2026
Spielstraße mit parkenden Autos
Die ist inzwischen da. Der Bereich im Stuttgarter Westen ist als verkehrsberuhigte Straße ausgeschildert, den Straßenraum müssen sich Autofahrende mit Menschen zu Fuß und spielenden Kindern teilen. Es handelt sich um eine Ecke an einem Spielplatz, wo nur Wohnhäuser stehen. Die Stadt hat auf der Fahrbahn einige Parkplätze markiert. Ich war da an einem Donnerstagvormittag, weshalb auf der Straße niemand unterwegs war, allerdings stand das übliche Stadtgerümpel herum: E-Scooter und Autos, von denen zwei nicht auf der markierten Parkfläche standen, obgleich markierte Stellflächen frei waren.
16. Oktober 2026
Pedelec-Akkubrände sind extrem selten
Die Presse dramatisiert die Gefahr von Fahrrad-Akku-Bränden gern. (Jedoch nicht die vonStaubsaugerakkus). Doch das Risiko, dass ein Marken-Akku brennt, liegt bei 1 zu einer Million, wahrscheinlich aber noch weit darunter. Gefährlicher können günstige Importe und online-Umrüstsätze ohne integriertes Batteriemanagementsystem sein. Riskant ist auch, man mit nicht kompatiblen Netzteilen lädt. Kritisch wird es allerdings, wenn der Akku einen üblen Sturz hinter sich hat. Das merkt man aber sofort, wenn der Akku beim Laden oder während der Fahrt so heiß wird, dass man ihn kaum noch anfassen kann. (Weitere Kennzeichen: es riecht süßlich und verbrannt, es knistert oder knallt im Akku, der Akku bläht sich auf und was es noch so an unüblichem Akkuverhalten gibt.) Und wohin dann damit? Man bringt den defekten Akku in den Fahrradfachhandel, der gesetzlich verpflichtet ist, Altakkus kostenlos zurückzunehmen, und zwar egal, ob man das Fahrrad dort gekauft hat oder nicht. Bringt man ihn in einen Wertstoffhof, sollte man dem Personal Bescheid sagen, damit es den Akku in einer Sicherheitsbox lagern kann.
Hersteller wie Bosch schützen ihre Akkus durch diverse Maßnahmen vor dem Durchrennen.
14. Oktober 2026
Sehr lange Rot an der Feuerwehrausfahrt am Österreichischen Platz
Die Ampel war gerade rot geworden. Ich stand dort zuerst mit einem E-Scooter-Fahrer, der nach mir kam, und dann mit zwei Radfahrerinnen. Und ich stand lange. Das Rotlicht auf der Ampel mit nur zwei Streuscheiben wollte und wollte nicht ausgehen, obgleich der Feuerwehrwagen schon lange weg war. Der E-Scooter-Fahrer stieg von seinem Gerät ab, schob es rechts an der Ampel vorbei und stieg wieder auf und fuhr.
Die beiden Radfahrerinnen warteten mit mir noch eine Weile weiter. Die eine hatte, als sie ankam gesagt: "Ach, hier ist auch Rot." Das heißt, sie hatte schon an der Fahrradschleuse an der Feinstraße (Bild weiter unten) rot gesehen. Entweder war sie weitergeradelt oder die Ampel war auf Rot gesprungen, als sie gerade durchfuhr oder das Rotlicht war schon wieder verloschen. Die andere Radlerin entschloss sich dann, loszufahren, obgleich unsere Ampel noch rot war, die zweite folgte ihr. Ich wartete dann noch ein Weilchen bis die Schwarzampel endlich schwarz wurde und ich fahren konnte.
12. Oktober 2026
Es gibt sehr nette Autofahrende
Die meisten Autofahrenden gefährden uns Radfahrende tatsächlich nicht. Wir nehmen sie aber gar nicht besonders wahr, sie sind Teil des Straßenverkehrs, in dem wir uns mit dem Fahrrad bewegen. Wir merken uns auch keine anderen Radfahrenden, keine Fußgänger:innen und keine Autofahrenden, mit den es nicht zu einem Konflikt kommt. Und das sind auf all unseren Wegen die allermeisten. Ich merke mir aber sehr wohl Autofahrende, die sich mir gegenüber besonders aufmerksam oder nobel verhalten, besonders in solchen Situationen, wo ich halt auch immer wieder Konflikte erlebe:
10. Oktober 2026
Pedelecs haben meist eine Schiebehilfe
Auch wenn man mit modernen Pedelecs eigentlich jeden Anstieg hochkommt, mag sich die eine oder der andere entschließen, das Rad den steilsten Abschnitt doch hoch zu schieben. Oder der steile Pfad ist so schmal, dass man lieber schiebt. Und das wird anstrengend.
Deshalb haben Pedelecs eine Schiebehilfe, die bis zu einer Geschwindigkeit von 4 bis 6 km/h das Rad antreibt (man kann sich vom Rad damit zu Fuß regelrecht den Hang hoch ziehen lassen). Sie Funktion ist aber meistens irgendwo versteckt, und wenn man sie selten nutzt, dann fällt einem meist nicht ein, welche Taste das jetzt war, wenn man es braucht. Hat man ein Smartphone dabei, kann kann man immerhin noch mal kurz recherchieren.






