16. Oktober 2026

Pedelec-Akkubrände sind extrem selten

Ja, Akkus können sich überhitzen und brennen. Aber Pedelec-Akkubrände sind extrem selten. Die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Akku brennt, liegt im Promille- oder Subpromillebereich. 

Die Presse dramatisiert die Gefahr von Fahrrad-Akku-Bränden gern. (Jedoch nicht die vonStaubsaugerakkus). Doch das Risiko, dass ein Marken-Akku brennt, liegt bei 1 zu einer Million, wahrscheinlich aber noch weit darunter. Gefährlicher können günstige Importe und online-Umrüstsätze ohne integriertes Batteriemanagementsystem sein. Riskant ist auch, man mit nicht kompatiblen Netzteilen lädt. Kritisch wird es allerdings, wenn der Akku einen üblen Sturz hinter sich hat. Das merkt man aber sofort, wenn der Akku beim Laden oder während der Fahrt so heiß wird, dass man ihn kaum noch anfassen kann. (Weitere Kennzeichen: es riecht süßlich und verbrannt, es knistert oder knallt im Akku, der Akku bläht sich auf und was es noch so an unüblichem Akkuverhalten gibt.) Und wohin dann damit? Man bringt den defekten Akku in den Fahrradfachhandel, der gesetzlich verpflichtet ist, Altakkus kostenlos zurückzunehmen, und zwar egal, ob man das Fahrrad dort gekauft hat oder nicht. Bringt man ihn in einen Wertstoffhof, sollte man dem Personal Bescheid sagen, damit es den Akku in einer Sicherheitsbox lagern kann. 

Hersteller wie Bosch schützen ihre Akkus durch diverse Maßnahmen vor dem Durchrennen.

14. Oktober 2026

Sehr lange Rot an der Feuerwehrausfahrt am Österreichischen Platz

Vorgestern habe ich zum ersten Mal die Feuerwehr aus ihrem Interimsquartier am Österreichischen Platz mit Blaulicht und Martinshorn herausfahren sehen. Ein Wagen fuhr Richtung Rotebühlplatz. 

Die Ampel war gerade rot geworden. Ich stand dort zuerst mit einem E-Scooter-Fahrer, der nach mir kam, und dann mit zwei Radfahrerinnen. Und ich stand lange. Das Rotlicht auf der Ampel mit nur zwei Streuscheiben wollte und wollte nicht ausgehen,  obgleich der Feuerwehrwagen schon lange weg war. Der E-Scooter-Fahrer stieg von seinem Gerät ab, schob es rechts an der Ampel vorbei und stieg wieder auf und fuhr. 

Die beiden Radfahrerinnen warteten mit mir noch eine Weile weiter. Die eine hatte, als sie ankam gesagt: "Ach, hier ist auch Rot." Das heißt, sie hatte schon an der Fahrradschleuse an der Feinstraße (Bild weiter unten) rot gesehen. Entweder war sie weitergeradelt oder die Ampel war auf Rot gesprungen, als sie gerade durchfuhr oder das Rotlicht war schon wieder verloschen. Die andere Radlerin entschloss sich dann, loszufahren, obgleich unsere Ampel noch rot war, die zweite folgte ihr. Ich wartete dann noch ein Weilchen bis die Schwarzampel endlich schwarz wurde und ich fahren konnte. 

12. Oktober 2026

Es gibt sehr nette Autofahrende

Es gibt viele ganz reizende Autofahrer:innen: Sie bleiben in großem Abstand hinter mir als Radlerin,  um mich nicht zu bedrängen oder zu hetzen. Und wenn sie überholen können, halten sie großen Seitenabstand zu mir. 

Die meisten Autofahrenden gefährden uns Radfahrende tatsächlich nicht. Wir nehmen sie aber gar nicht besonders wahr, sie sind Teil des Straßenverkehrs, in dem wir uns mit dem Fahrrad bewegen. Wir merken uns auch keine anderen Radfahrenden, keine Fußgänger:innen und keine Autofahrenden, mit den es nicht zu einem Konflikt kommt. Und das sind auf all unseren Wegen die allermeisten. Ich merke mir aber sehr wohl Autofahrende, die sich mir gegenüber besonders aufmerksam oder nobel verhalten, besonders in solchen Situationen, wo ich halt auch immer wieder Konflikte erlebe:

10. Oktober 2026

Pedelecs haben meist eine Schiebehilfe

E-Räder sind deutlich schwerer als Normalräder, vor allem, wenn sie noch mit Packtaschen ausgestattet sind. Treppen hoch tragen geht gar nicht. Aber auch ein Pedelec mal eben nur drei Stufen hoch schieben, ist durchaus ein Kraftakt. 

Auch wenn man mit modernen Pedelecs eigentlich jeden Anstieg hochkommt, mag sich die eine oder der andere entschließen, das Rad den steilsten Abschnitt doch hoch zu schieben. Oder der steile Pfad ist so schmal, dass man lieber schiebt. Und das wird anstrengend. 

Deshalb haben Pedelecs eine Schiebehilfe, die bis zu einer Geschwindigkeit von 4 bis 6 km/h das Rad antreibt (man kann sich vom Rad damit zu Fuß regelrecht den Hang hoch ziehen lassen). Sie Funktion ist aber meistens irgendwo versteckt, und wenn man sie selten nutzt, dann fällt einem meist nicht ein, welche Taste das jetzt war, wenn man es braucht. Hat man ein Smartphone dabei, kann kann man immerhin noch mal kurz recherchieren. 

8. Oktober 2026

Teurer Radweg zu teuer?

Der Kreistag Böblingen wollte das Alltagsradeln unterstützen und hat beschlossen, zwischen Aidlingen und Dagersheim die krasse Steigung des Radwegs zu entschärfen. 

Ein Foto vom neuen Radweg gibt es hier in dem Artikel der Stuttgarter Zeitung. Mein Foto rechts stammt aus dem Insta-Video des ADFC. 

Jetzt beschweren sich etliche Leute öffentlichkeitswirksam, darunter auch Radfahrende, darüber, dass der Radweg zu viel gekostet habe und unnötig gewesen sei. Auch weil der neue Radwegabschnitt von 370 Metern Länge in eine Böschung gelegt wurde. Damit der Hang darüber hält, waren teure Stützbauten notwendig. Deswegen kostete der Abschnitt des Radwegs so viel, wie einen Autostraßenabschnitt (ohne Komplikationen) normalerweise kostet. Allerdings hat diese Autostraße ja auch mal was gekostet. 

6. Oktober 2026

Neuordung am Max-Eyth-See mit ein paar Fehlern

Der Radverkehr rund um den Max-Eyth-See ist neu geordnet. Jetzt stehen auch die Verkehrszeichen. Zumindest fast alle. 

Die Bodenmalerei gibt es schon seit Juni. Ohne Verkehrszeichen war sie nur eine Empfehlung. Jetzt aber kann die Polizei falsch Radelnde anhalten und bebußen. 

Der Neckardamm ist nun endgültig für den Radverkehr gesperrt. Kommt man von der Hofener Straße her und ist unter der Aubrücke durchgefahren, wo die Geländer zum Neckar erhöht wurden (was für Radstrecken  vorgeschrieben ist), dann erkennt man als Radfahrer:in unmissverständlich: Geradeaus geht es nicht weiter. Da steht ein blaues Gehwegzeichen und eine weiß-rote Umlaufsperre erschwert die Weiterfahrt. Der Radwegpfeil zeigt auf dem Boden und auf einem Wegweiser nach rechts auf den Klinkerweg, der bislang Sonntags für den Radverkehr gesperrt war. 

Der Weg ist jetzt als gemeinsamer Geh- und Radweg ausgeschildert. Das heißt, es muss nicht mehr Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, allerdings müssen Radfahrende auf diesen Mischwegen unbedingt Rücksicht auf Fußgänger:innen nehmen und ihre Geschwindigkeit anpassen. Der Klinkerweg ist breit, wenn auch wegen des Pflasters ziemlich uneben und ruckelig. Wenn man ihm folgt (sich rechts hält), führt er ebenso wie der Dammweg am Max-Eyth-See vorbei, nur eben auf der anderen Seite, und stößt vor der Marina am Hofener Wehr wieder auf den Nackardamm. Der Weg durch den Jachthafen mit den Gebäuden und dem neuen Gebärude der DLRG sieht für mich so aus wie vorher, mit Umlaufsperren und Schrittgeschwindigkeitsgebot. Auf dem Boden ist ein Fußgängerzeichen, aber ich habe keine Beschilderung gesehen, die das Radeln verbietet (geht ja auch nicht anders). Hinter der Marina  trennt sich der Weg in Gehweg und Radweg auf. 

4. Oktober 2026

Die Waldburgstraße ist weg

Es ist schon beeindruckend, wenn eine wichtige Straße komplett unter einer Baustelle verschwindet. In der Waldburgstraße, die Teil der Hauptradroute 1 ist, werden Rohre und Leitungen neu verlegt. 

Die Straße ist über gut fünfhundert Metern auf ganzer Fläche weg. Nur einen schmalen Gehweg gibt es noch auf der rechten Seite bergab.  In der Krehlstraße kann man mit dem Rad gerade ein Stück reinfahren, kommt aber nicht bis oben durch. Der erste Abschnitt zwischen Schwarzäckerstraße und Krehlstraße soll Ende Oktober fertig werden, der zweite Abschnitt zwischen Krehlstraße und Hopfenrain Ende Dezember. Das Ganze kostet 2,5 Millionen Euro. Die Anwohner:innen sind nicht glücklich, wie man sich denken kann, fallen doch alle Parkplätze derzeit weg und von Parkplatz in der Seitensraße zum Gartentörchen gibt es einen längeren Fußmarsch. Auch der Bus fährt nicht, und die Schulkinder müssen weiter laufen. Selbstverständlich gibt es auch für uns Radfahrende Unbequemlichkeiten, aber es gibt eine Umleitung, die - wie ich finde - auf dem Rad fahrend ganz bequem zu bewältigen ist. 

2. Oktober 2026

Die lustige Fahrrad-Ampel von Scharnhausen

Blogleser Johannes hat mich auf eine Ampelanlage aufmerksam gemacht, die auf den Fildern bei Scharnhausen steht. Um zum Drücker zu kommen, muss man vom Fahrrad absteigen und zum Mast gehen. 

Die Ampel steht dort, wo die Plieninger Straße in die Scharnhauser Straße übergeht und soll es ermöglichen, dass man von den Feldern vom Flugplatz her kommend auf der Reutlinger Straße Richtung Norden nach Heumaden, Ruit und Kemnat oder nach rechts Richtung Scharnhausen oder aber nach links in die für den Pkw-Verkehr gesperrte Scharnhauser Straße fahren kann. 

Der Mast mit der Ampel, dem Stoppzeichen und dem Drücker steht allerdings im Grünen eine Fahrradlänge neben dem Feldweg, der in die Straße einmündet.

30. September 2026

Der Nesenbach in der Möhringer Straße ist tatsächlich sturzgefährlich

Ich finde es auch schön, dass man den Nesenbach im Kessel ausgegraben und an zwei Stellen in neue Rinnen verlegt hat. Wenngleich es sich nicht wirklich nur um den Nesenbach handelt, sondern um drei Bäche. 

Problematisch ist aber die Stelle in der Möhringer Straße am Marienplatz. Wie ich schon am 10. September geschrieben habe: Der Übergang von der Gehwegfläche mit dem Gitter über dem Bach zur neuen Bachrrinne ist gefährlich. Und offenbar sind bereits Leute gestürzt. Die Stuttgarter Zeitung schreibt in einem Artikel von vorgestern, der Bach habe sich bereits als Stolperfalle erwiesen. Vor allem bei Radfahrenden, die ihren gewohnten Fahrweg durch den freigegebenen Fußgängerbereich zum Marienplatz verfolgen, komme es zu brenzlichen Situationen. Eine Anliegerin hat der Zeitung berichtet, dass mindestens einmal der Rettungswagen habe gerufen werden müssen, nachdem ein Radfahrer in die Rinne gefahren und gestützt sei. Die Stelle, wo die Gitterabdeckung endet und die Rinne beginnt, ist ist halt ziemlich überraschend und zudem sehr beengt. Auf der einen Seit steht ein Laternenmast, und der Ausweg am Laternenmast vorbei wird durch dort immer stehende Müllkontainer verengt, und auf der andren Seite der Rinne macht eine Bambeetbegrenzung den Weg schmal. Zu schmal für Kinderwagen. Fürs Fahrrad sehr schmal, man kann mit dem Lenker an dem Mast hängenblieben, für geschobene Fahrräder zu schmal, denn nebeneinander passen Mensch und Fahrrad da nicht durch.