Im Frühjahr sollen die Bauleistungen ausgeschrieben und im Herbst soll mit dem Umbau angefangen werden.
30. Dezember 2024
Die Theo soll endlich Radwege bekommen
28. Dezember 2024
Radbrücken sollten beheizt sein, das spart viel Geld
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| Foto Wikipedia |
Sie weist in ihrem Artikel darauf hin, dass diese Heizung der Radbrücke die Show gestohlen habe. Statt die 360 Meter lange Brücke und eine tolle Radinfrastruktur zu feiern, hat man sich anscheinend bundesweit über die Bodenheizung das Maul zerrissen. Die Autorin zitiert einen Politiker der FDP/DVP mit den Worten, elektrisch beheizbare Radbrücken seien Ausdruck eines unglaublichen Anspruchsdenkens* beim Radverkehr und einfach viel zu teuer. Zum Radfahren im Winter gehöre Glättegefahr.
Danke schön für diesen Zynismus. Und die Unwahrheit ist es auch noch. Ich vermute, dieser Landespolitiker ist nie im Winter frühmorgens mit dem Rad zur Arbeit gefahren, es hat ihn auch nie nach der ersten Frostnacht auf einer Brücke auf einer gefrorenen Stelle, die er nicht gesehen hat, das Vorderrad weggehauen. Bei Glätte auf einer Brücke kann man überhaupt nicht Rad fahren, da nützt es auch nichts, langsamer zu radeln. Zwei Räder sind keine vier, da bleibt man nicht senkrecht, in der Kurve fällt man. In Tübingen könnten dann die Sanitäter am Morgen nach der ersten Forstnacht eines Jahres von der in einer Schlangenlinie verlaufenden Brücke die Verletzten im Dutzend abklauben und in Krankenhäuser fahren. Und der Streudienst schüttet dann - wie das bei uns in Stuttgart auf unseren Brücken im Winter üblich ist - den Rollsplitt kübelweise aus. Darauf sollte man dann tunlichst auch nicht abrupt bremsen. Ist die Brücke zugeschneit, müsste die Stadt mit dafür geeigneten Räumfahrzeugen die Brücke abfahren, und das zu früher Morgenstunde, noch bevor sie die Autofahrbahnen säubert. Nimmt sie Salz zu Hilfe, dann schadet das Umwelt, den Rädern und dem Material der Brücke selbst.
26. Dezember 2024
Im Winter gibt es mehr Alleinunfälle
Nicht weiter überraschend: Im Winter stürzen Radfahrende häufiger, denn die Radwege sind oftmals nicht geräumt, glatt oder voller Laub. Außerdem ist es länger dunkel, man sieht Hindernisse schlechter.
Die UDV (Unfallforschung der Versicherer) hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die sich damit beschäftigt. Stürze ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmenden machen knapp ein Drittel aller Fahrradunfälle aus. Und dieses Verhältnis hat sich in den letzen Zwanzig Jahren verdreifacht. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Infrastruktur und Verkehrsorganisation mit der Zunahme des Radverkehrs nicht Schritt hält. Nach Einschätzung der Polizei ist jeder dritte Alleinunfall auch auf mangelhafte Radinfrastruktur zurückzuführen, die Verunglückten sehen darin sogar die Hauptursache. Es geht um Bordsteinkanten, Straßenschienen, Poller, Masten und Schilder.
Die meisten Stürze passieren zwischen Dezember und Februar (obgleich in der Zeit weniger Menschen Rad fahren).
24. Dezember 2024
Die gute Nachricht
Auch im Winter wird inzwischen in Stuttgart mehr geradelt als noch vor zehn Jahren im Sommer. Der Radverkehr ist zu einer festen Größe geworden. Er ist nicht mehr wegzudenken.
Und das, obgleich der Ausbau der Infrastruktur langsam geht. Vor allem in der Innenstadt sind viele mit dem Fahrrad unterwegs. Viele haben gemerkt, dass man mit dem Fahrrad einfacher und schneller ans Ziel und wieder nach Hause kommt. Während sich samstags die Autofahrenden auf der Holzstraße vor der Einfahrt zum Dorotheenparkhaus bis auf den Charlottenplatz hinaus stauen und dabei auch gerne mal den Überweg an der Planie blockieren, kommen wir mit dem Fahrrad überall durch und überall hin.
An unseren Zählstellen werden bis Ende Dezember über 5,1 Millionen Radfahrende gezählt worden sein, die Tübinger Straße und die König-Karls-Brücke werden zum Jahresende wohl je um die eine Million Radfahrende gezählt haben. Die Böblinger Straße sind mindestens rund eine halbe Million Menschen bergauf und bergab geradelt. Wir werden also immer mehr. Das ist eine gute Nachricht.
Ich wünsche euch geruhsame Feiertage.
22. Dezember 2024
Zweierlei Maß bei fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr?
Ein Freiburger Gericht hat einen jungen Radfahrer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er ohne Licht unterwegs war und dabei einen Fußgänger anfuhr und tötete.
Wie der SWR berichtet war der der gemeinsame Geh- und Radweg stockfinster, eine Straßenbeleuchtung gab es nicht. Der Zusammenstoß ereignete sich im Juni 2023 in Kirchzarten im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald. Das Gutachten bescheinigte dem Radfahrer, zu schnell gefahren zu sein. Der Richter meinte, der Tod des Fußgängers hätte vermieden werden können, wenn es eine Straßenbeleuchtung gegeben hätte und wenn der Radfahrer nicht schneller als 15 km/h gefahren wäre. Der 23-Jährige Radfahrer bestritt und beschönigte nichts. Der Richter verhängte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten und eine Geldstrafe von 4000 Euro. Die Angehörigen des Fußgängers hatten eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Als diese Meldung kam, stellte sich in Radfahrkreisen die Frage, ob Radfahrende strenger bestraft werden als Autofahrende, die jemanden töten. Dass bei einem Todesfall im Straßenverkehr hauptsächlich Geldstrafen und Bewährungsstrafen ausgesprochen werden, bestürzt uns regelmäßig sehr. Aber "fahrlässige Tötung" im Straßenverkehr wird bei uns in der Regel so bestraft. Auch bei Autofahrenden. Es gibt allerdings auch erstaunlich milde Strafen gegen Lkw-Fahrer, die einen Menschen auf dem Rad getötet haben.
20. Dezember 2024
Schilderhopping - Böblinger und Rottweiler Straße nach Vaihingen
Bis zur ersten Kehre befinden wir uns auf einem Radfahrstreifen. Der ist nur bergauf erlaubt, aber mir sind auf ihm auch schon Radler entgegen gekommen. An dem Abzweig Feldbergstraße wird aus dem Streifen ein Zweirichtungsradweg (bergab muss man hier nach links in die Feldbergstraße abbiegen). Ab hier können mir also legal Radler:innen entgegenkommen. Der per Bordstein von der Fahrbahn getrennte Radweg geht hoch bis nach Vaihingen, wo er sich an einer Staffel in einen Radfahrstreifen umwandelt, der nur bergauf befahren werden darf. Mir ist auf diesem Radstreifen aber auch schon ein armer Fußgänger entgegengekommen, der ortsunkundig bergab wanderte.
18. Dezember 2024
Fehler im System oder individuelle Fehler?
Das Eigenartige im Straßenverkehr ist, dass es Verkehrsregeln gibt, von denen man annimmt, dass sie sämtliche Zusammenstöße verhindern, wenn sich alle daran halten.
Jeder Zusammenstoß wird deshalb als individuelles Ereignis betrachtet, bei dem eine oder beide Parteien gegen eine Regel verstoßen, also einen Fehler gemacht haben, und sei mit Absicht oder aus Versehen. Wenn die Leute alles richtig machen würden, gäbe es diese Zusammenstöße nicht. Doch wenn Menschen immer wieder den gleichen Fehler machen, bei dem sie selbst oder andere zu Schaden kommen, könnte man das auch als Fehler im System sehen und das System ändern.
Beim Autoverkehr macht man das sogar regelmäßig. So wird in Cannstatt an der Stelle, wo Autofahrende gerne illegal links über die Stadtbahnschienen abbiegen und schwere Zusammenstöße mit der Stadtbahn verursachen, jetzt eine Linksabbiegemöglichkeit geschaffen. Man gibt nach und legalisiert, was bislang illegal war.
Und wie ist das beim Radverkehr?
16. Dezember 2024
Ausweglos - als ob es keinen Radverkehr gäbe
Seit ein paar Tagen steht dieses Schild samt Bake auf dem Radstreifen an der Gutenbergstraße, wo es über die Schwabstraße geht.
Diese Furt war immer schon kurios. Einer meiner ersten Blogartikel hat sich damit beschäftigt. Warum sollen wir hier nicht, wie an anderen Straßen auch, ohne Sperrgitter auf unserer Richtungsfahrbahn rüber fahren können. In Gegenrichtung geht das ja auch.
Noch am Samstag blockieren nun auch noch Verkehrszeichen die Radausfahrt, die einzig und allein den Autoverkehr darüber informieren, dass der Schwabtunnel gesperrt ist. Man hätte sie auch ans Sperrgitter stellen können. Aber nein, man stellt sie genau auf den Radstreifen und macht die Ausfahrt komplett dicht. Einen legalen Ausweg gibt es für uns nicht.
14. Dezember 2024
Gelten für Dienstwagen andere Verkehrsregeln?
Gestern Mittag standen sie wieder einmal unter dem Dach bei der Oper. Diesmal waren es drei schwarze Dienstwagen. Und das, obgleich es gleich nebenan einen Parkplatz gibt.
Schon im Juli habe ich darüber geschrieben. Damals standen Unmengen Autos im Park. Immer wieder schicken mir inzwischen Radfahrende Fotos auch von einzelnen Limousinen, die da stehen. Einmal habe ich einen Fahrer, der im Auto saß und wartete, angesprochen. Er dürfe hier nicht parken, habe ich ihm gesagt. Er antwortete entrüstet: "Dies ist ein Dienstwagen." Mir ist jedoch nicht bekannt, dass für Dienstwagen andere Verkehrsregeln gelten als für Privatautos.
Im Gegensatz zum Juli ist dieser ganze Bereich rund um die Oper nun nicht mehr nur eine Fußgängerzone, sondern ein gemeinsamer Geh- und Radweg. Er ist so ausgeschildert. Weder auf Radwegen darf man parken, noch auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen.
Diese Limousinen - übrigens E-Autos - gehören vermutlich Mitgliedern des Landtags oder Minister:innen, die sich zu dieser Zeit im Landtag aufhalten. Verantwortlich für die Duldung dieses Verhaltens ist übrigens nicht die Stadt Stuttgart, sondern das Landtagspräsidium. (Die Polizei könnte natürlich eingreifen, tut sie aber nicht.) Es sollte die Mitglieder des Landtags dringend anweisen, die Limousinen nicht mehr hier abzustellen und Zuwiderhandlungen auch ahnden.
Wie ihr merkt, ärgere ich mich darüber, mit welcher Frechheit dicke Autos von egoistischen Menschen in Bereichen abgestellt werden, die ausschließlich den Menschen zu Fuß und auf Fahrrädern vorbehalten sind, keine zwanzig Meter von einem regulären Parkplatz und einer Tiefgarage entfernt. Stehen Politikerinnen und Politiker über dem Gesetz?
12. Dezember 2024
E-Bikes entlasten den Verkehr eben doch
So ähnlich titelt der schweizerische Tagesanzeiger. Der Artikel ist eine Reaktion auf die heftige Diskussion in der Schweiz, nachdem das Stimmvolk kürzlich den Autobahnausbau abgelehnt hatte.
Die Ablehnung von mehreren Tunnel- und Autobahnausbauprojekten rund um Großstädte war einigermaßen überraschend. Die Schweizer:innen hatten solchen Projekten bislang zugestimmt. Die Abstimmungsgewinner:innen hatten E-Bikes (Pedelecs, E-Velos) ins Spiel gebracht, die - so die Argumentation - boomen und auf kurzen Strecken Entlastung bringen könnten (Artikel hinter der Bezahlschranke). Die Lesekommentare darauf waren wohl so heftig, dass die Zeitung sich in einem Artikel die Mühe macht, die Vorurteile und Fehlinformationen übers Radpendeln richtig zu stellen.
Aus den Antworten können wir die Vorwürfe erschließen, die uns übrigens ebenfalls gut bekannt sind.
10. Dezember 2024
Schwierige Kreuzung am Tagblattturm
Am Tagblattturm quert die Hauptradroute 1 die Autoverbindung zwischen Wilhelmsplatz und Steinstraße. Dieser Autoverkehr hat Vorrang. Jetzt ist die Situation noch mal schwieriger geworden.
Immer schon fanden wir den Vorrang des Parkplatzsuchverkehrs vor dem Radverkehr auf der Hauptradroute verkehrt. Jetzt hat die Stadt die Verkehrsführung präzisiert, mit dem Effekt, dass es für uns Radfahrende noch enger und unübersichtlicher geworden ist. Zum einen gibt es eine Streckenführung für das Linksabbiegen Richtung Wilhelsmplatz, was gut ist, denn vorher musste man sich selber überlegen, wie man das legal macht, ohne kurzerhand den Fußgängerüberweg zu benutzen. Weil die Fußgänger:innen jetzt an der Baustelle mehr Platz bekommen haben, was auch gut ist, ist die Rechtsabbiegesituation Richtung Tübinger Straße für Radfahrende jedoch schwieriger, wenn nicht sogar gefährlicher geworden.
8. Dezember 2024
Das Radfreigabe-Paradoxon - nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit
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| Fußgängerzone Stuttgart (nicht ohne Auto) |
Und das ist aber im Grunde widersinnig, schreibt Jan Schmitz auf der Seite come-on. Wenn man Menschen zu Fuß nicht überholen darf (denn dann ist man ja schneller als Schrittgeschwindigkeit), kann man auch gleich schieben oder zu Fuß gehen. Der Autor hat in seinem Beitrag ausführlich aus meinem Blog-Post "Schrittgeschwindigkeit ist Unfug" zitiert, was ich geschrieben habe über die Unmöglichkeit, auf längeren Strecken als ein paar Metern, Schrittgeschwindigkeit zu radeln.
Das Paradoxon einer Gehweg-Radfreigabe fällt dem Autor auf, weil in Lüdenscheid offenbar von der Stadtverwaltung noch keine Gehwege für den Radverkehr freigeben wurden. In Stuttgart haben wir davon ungefähr 120 km, teils ohne echte Alternative wie etwa auf dem Neckardamm (Gehweg mit Radfreigabe) zwischen Cannstatt und Hofen, sogar so organisiert, dass man nur noch über die Gehwegecke auf die Fahrbahn gelangen kann.
6. Dezember 2024
Benachteiligt die "geschützte Kreuzung" den Rad- und Fußverlehr?
Darmstadt will eine für Radfahrende geschützte Kreuzung nach niederländischem Vorbild bauen. Dabei werden Radfahrende auf die Gehwege in die Fußgänger:innen geleitet und können nur indirekt links abbiegen.
Es ghet, wie diese Seite es ausführlich darstellt, um die Kreuzung Landraf-Geort-/Teichhaus-Pfützersteaße. Die Hochschule Darmstadt begleitet das Projekt, das SQADA heißt, für "Spariertes und sicheres Queren für Alle in Darmstadt". Bisher ist diese Kreuzung nicht besonders übersichtlich, auch wenn es Radfahrstreifen gibt, die Anhaltspunkte bieten. Aus allen Richtungen kann man allerdings direkt links abbiegen, was aber nur was für routinierte und überzeugte Fahrbahnradler:innen ist. Das Rechtsabbiegen ist teils nur im Mischverkehr mit Autofahrenden möglich, was Unsicherheiten schafft. Für den Fußverkehr gibt es mehr Mischflächen mit dem Radverkehr als exklusive Flächen, auch weil viele Radfahrende auf die Gehwege flüchten. Könnten wir ja auch mal für unsren Charlottenplatz in Angriff nehmen. Eine Verbesserung wäre es in jedem Fall.
Der Lösungsansatz ist: Der Radverkehr wird baulich vom Autoverkehr getrennt.
4. Dezember 2024
Radeln verboten - Gehweg an de Planie
Der Gehweg zwischen den Ampeln am Institut für Auslandsbeziehungen am Charlottenplatz und dem Karlksplatz ist nicht für den Radverkehr freigegeben.
Das kümmert etliche Radfahrende nicht. Auch weil sie, wie die meisten Menschen, die auf ihnen vertauten Wegen unterwegs sind (egal ob im Auto, zu Fuß oder auf dem Fahrrad) gar nicht auf die Verkehrszeichen achten. Aber, ein Gehweg, an dem kein Verkehrszeichen steht, ist für den Radverkehr verboten. Steht aber sogar schon das Schild mit dem Fußgängerzeichen dort, so wie hier, dann bekräftigt das diese Regel noch einmal nachdrücklich. Auf Gehwegen radeln dürfen wir nur, wenn unter dem Fußgängerzeichen das weiße Schild mit "Rad frei" hängt. Ohnehin müssen wir auf all diesen Gehwegen, die für uns erlaubt sind, immer Schrittgeschwindigkeit fahren, also sehr, sehr, sehr langsam. Und Fußgänger:innen wegklingeln, geht gar nicht, die haben absoluten Vorrang. Würde ich Schrittgeschwindigkeit radeln, dürfte ich ja ohnehin nicht oder nur ein oder zwei Stundenkilometer schneller als sie sein, kann also kaum überholen.
2. Dezember 2024
Die Risiken des Radelns zu mehreren
Ich vermute, vielen ist die Situation bekannt, wenn sie öfter zu zweit oder zu mehreren radeln. Der erste kommt noch rüber, man selber nicht mehr. Als zweiter sollte man unbedingt fähig sein, schnell anzuhalten.
Wenn Ehepaare zusammen Rad fahren, eskalieren die Konflikte, er bringt sie beinahe um, sie bringt ihn zur Weißglut. Ich habe bereits langatmig darüber geschrieben, Tipps gibt auch BikeX, erwähnt aber die heikelste Situation nicht, die einen von zwei Radfahrenden das Leben kosten kann.
Zum Beispiel: Man nähert sich einer Straße, auf der viele Autos fahren, die überquert werden muss. Eine:r, oft er , fährt vorne und schätzt den Verkehr ab, sieht schon im Heranrollen die Lücke im Autoverkehr, tritt in die Pedale und fährt rüber. Sie kommt an, würde ihm gerne folgen, tritt schon an, erkennt aber: Das reicht für mich nicht mehr, greift in die Bremsen, stoppt, springt womöglich noch mit beiden Füßen auf den Boden, um die Vollbremsung abzufangen, und wäre beinahe gestürzt, während das Auto an ihrem Vorderrad vorbeirast. Hui, das war knapp! Da steht sie nun, muss sich sortieren, wieder aufsteigen und auf ihre Lücke im Verkehr warten. Die muss etwas größer sein, weil sie ja aus dem Stand antreten muss. Währenddessen steht er auf der anderen Seite und guckt spazieren und ist etwas genervt, weil er wieder mal auf seine Frau warten muss. Ob ihm wohl klar ist, dass er beinahe seine Frau verloren hätte (oder nun im Krankenhaus besuchen müsste?).












