Der Radverkehr rund um den Max-Eyth-See ist neu geordnet. Jetzt stehen auch die Verkehrszeichen. Zumindest fast alle. Die Bodenmalerei gibt es schon seit Juni. Ohne Verkehrszeichen war sie nur eine Empfehlung. Jetzt aber kann die Polizei falsch Radelnde anhalten und bebußen.
Der Neckardamm ist nun endgültig für den Radverkehr gesperrt. Kommt man von der Hofener Straße her und ist unter der Aubrücke durchgefahren, wo die Geländer zum Neckar erhöht wurden (was für Radstrecken vorgeschrieben ist), dann erkennt man als Radfahrer:in unmissverständlich: Geradeaus geht es nicht weiter. Da steht ein blaues Gehwegzeichen und eine weiß-rote Umlaufsperre erschwert die Weiterfahrt. Der Radwegpfeil zeigt auf dem Boden und auf einem Wegweiser nach rechts auf den Klinkerweg, der bislang Sonntags für den Radverkehr gesperrt war.
Der Weg ist jetzt als gemeinsamer Geh- und Radweg ausgeschildert. Das heißt, es muss nicht mehr Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, allerdings müssen Radfahrende auf diesen Mischwegen unbedingt Rücksicht auf Fußgänger:innen nehmen und ihre Geschwindigkeit anpassen. Der Klinkerweg ist breit, wenn auch wegen des Pflasters ziemlich uneben und ruckelig. Wenn man ihm folgt (sich rechts hält), führt er ebenso wie der Dammweg am Max-Eyth-See vorbei, nur eben auf der anderen Seite, und stößt vor der Marina am Hofener Wehr wieder auf den Nackardamm. Der Weg durch den Jachthafen mit den Gebäuden und dem neuen Gebärude der DLRG sieht für mich so aus wie vorher, mit Umlaufsperren und Schrittgeschwindigkeitsgebot. Auf dem Boden ist ein Fußgängerzeichen, aber ich habe keine Beschilderung gesehen, die das Radeln verbietet (geht ja auch nicht anders). Hinter der Marina trennt sich der Weg in Gehweg und Radweg auf.
Wo der neue Radweg auf den Neckardamm stößt (und es nach rechts durch die Marina Richtung Hofen geht),
fehlt allerdings die Gewheg-Beschilderung am Neckardamm (Doppelbild oben) Richtung Cannstatt. Einfach geradeaus weiterzuradeln liegt nahe. Das Fußgängerzeichen auf dem Boden ist ja nur eine Empfehlung, keine Anordnung. Das geht nur durch Verkehrszeichen. Und das fehlt hier. Allerdings, wer die Verkehrsregeln für Radfahrende genau kennt, sollte wissen, dass er oder sie den Radweg nehmen muss, wenn er mit dem blauen Radwegschild konfrontiert wird, und dieses blaue Schild steht an dem Weg nach links (Geh-/Radweg) zum neuen Max-Eyth-See-Radweg (Doppelbild unten). Dabei muss ich als Radlerin aber wissen, dass der Weg nach links mich auch dorthin führt, wo der Neckardammweg mich führen würde. Sonst muss ich ihn nicht nehmen. Und deshalb sollte an dieser Gabelung ein Gehwegschild am Neckardamm stehen. Warum ist es auf der Aubrückenseite so überdeutlich gemacht und hier auf der Hofener Seite so undeutlich?
Eine weitere Frage stellte sich mir natürlich:
Darf ich noch über den Max-Eyth-Steg hinüber zum Max-Eyth-See radeln? Oder, darf ich von der neuen Radwegführung auch zum Steg radeln? Beides darf man. Allerdings fehlen Wegweiser. Wenn ich von der Aubrücke her komme, dann gelange ich an eine Weggabelung (Vierbild links oben). Rechts geht es am See vorbei, links und dann wieder links über einen freigegebenen Fußweg geht es zum Steg, wo dann noch mal das Fußgängerzeichen mit Radfreigabe steht. (Viererbild rechts oben). Das steht auch auf der anderen Neckarseite am Aufgang zum Steg (Schrittgeschwindigkeitsgebot). Oben auf der Max-Eyth-See-Seite gabelt sich der Steg (Viererbild links unten). Ein Hinweis, wo ich radeln darf und vor allem sollte, fehlt. Und hier sollte man sich nicht irren!
Radelt man nämlich an der Gabelung rechts runter, kommt man in einem Bogen zum Neckardamm und steckt damit in der Sackgasse. Denn da stehen die blauen Gehwegschilder ohne Radfreigabe. Hier darf ich nicht radeln, weder nach links, noch nach rechts. Manche drehen brav um, und radeln wieder hoch, anderen ist das zu blöd oder sie erkennen im Gehwegschild kein Verbot und fahren dann halt auf dem Neckardamm weiter.
Oben auf der Brücke wäre also ein deutlicher Wegweser extrem sinnvoll. Autofahrende lässt man ja auch nicht in eine Sackgasse fahren, die an Fußwegen endet, sie weist man auf Schildern am Eingang der Strecke darauf hin, dass es für sie nicht weitergeht.
An der Auffahrt zum Max-Eyth-Steg von der bgegenüberliegenden Neckarseite hängt übrigens eine ziemlich neue Tafel, auf der die neue Geh- und Radwegführung markiert iat. Allerdings darf man nicht irgendwie rot-grün-blind sein, denn der Farbunterschied zwischen gelblich=Gehweg und geblich-rötlich=Rad-/Gehweg ist ziemlich klein. Auf der Karte sieht man, dass der Neckardamm jetzt gelblich ist, der Weg rechts am See vorbei rötlich-gelblich also der neue Radweg. Ein Umweg ist er nicht. Man sieht auch, dass man vom und zum Steg radeln kann und auf weiteren Wegen, etwa zum Bootsverleih. Das ist komfortabel und - wie ich finde - gut konzipiert. Der Radverkehr auf dem Nackardamm hat bereits deutlich abgenommen (aber nicht alle kümmern sich darum).
Ein Fehler gibt es aber halt auch hier (oder in der Realität): Der Weg über den Max-Eyth-Steg und der Verbindungsweg zum See sind hier gelblich-rötlich als gemeinsamer Geh- und Radweg eingefärbt. Das sind sie aber im realen Gelände den Beschilderungen nach nicht, da sind sie Gehwege, die fürs Fahrrad nur freigegeben sind (Schrittgeschwindigkeitsgebot).
Ich war da jetzt nur mal kurz am Sonntag und habe vermutlich nicht alles gesehen und gleich verstanden. Aber drei Mängel sind mir aufgefallen:
- Der Widerspruch zwischen Markierung auf dem Plan und der Realität der Beschilderung auf dem Max-Eyth-Steg und auf der Zu- oder Abfahrt auf der Seeseite.
- Auf Neckardamm auf der Hofener Seite bei der Marina fehlt das Gehweg-Schild (das Radfahren verbietet).
- Auf dem Steg fehlt ein Wegweiser oder Sackgassenschild nach links für den Radverkehr an der Gabelung.
Ich bin gespannt wo wir langfahren dürfen, wenn die Austraße zwischen Max-Eyth-Steg und Aubrücke irgendwann einmal wieder aufgerissen und für den Verkehr gesperrt wird. Der nun nicht mehr befahrbare Neckardamm zwischen den beiden Brücken war nämlich seither die Umleitungsstrecke.
AntwortenLöschenDu kannst die neue Strecke mit dem Fahrrad gut befahren, sie ist sogar kürzer als der Weg über den Neckardamm. Und du kannst, wenn du von der Aubrücke her kommst, sogar die Durchfahrt durch die Marina vermeiden, wenn du dich du vor dem Haus am See rehts hälst. Dann kommst du am Hofener Wehr am Neckardamm an. Eigentlich alles bequemer.
LöschenIch finde den roten Belag ziemlich ungünstig. Nicht nur weil er total uneben und holprig ist, sondern auch weil er bei Nässe ziemlich rutschig wird.
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