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29. Mai 2026

Murks hat lange Bestand

Es ist beachtlich, wie lange sich schlechte provisorische Lösungen für den Radverkehr halten. Auf den Hintergrund-Luftbildkarten von StuttgartMaps ist diese Komplikation in der Schlosstraße am Berliner Platz ab 2009 zu sehen. 

Jedes Mal, wenn ich die Schlossstraße entlang radle und an der großen Kreuzung mit der Fritz-Elsas-Straße am Berliner Platz auf die beiden Erklärschilder und diese originelle Spurenführung stoße, frage ich mich, wie man das eigentlich kapieren soll, wenn man zum ersten Mal hier ist. Und auch ich bin kürzlich falsch gefahren, nämlich zuerst hoch auf den Gehweg und dann wieder runter auf die Rechtsabbiege- und Geradeauspur fürs Fahrrad, weil ich in die Fritz-Elsas-Straße einbiegen wollte. Wer hier nach links Richtung Liederhalle möchte, muss wiederum hoch auf den Gehweg und sich dann an der reinen Fußgängerampel aufstellen und sich durch einen Z-Übergang über die Gleise wursteln. 

4. Dezember 2024

Radeln verboten - Gehweg an de Planie

Der Gehweg zwischen den Ampeln am Institut für Auslandsbeziehungen am Charlottenplatz und dem Karlksplatz ist nicht für den Radverkehr freigegeben. 

Das kümmert etliche Radfahrende nicht. Auch weil sie, wie die meisten Menschen, die auf ihnen vertauten Wegen unterwegs sind (egal ob im Auto, zu Fuß oder auf dem Fahrrad) gar nicht auf die Verkehrszeichen achten. Aber, ein Gehweg, an dem kein Verkehrszeichen steht, ist für den Radverkehr verboten. Steht aber sogar schon das Schild mit dem Fußgängerzeichen dort, so wie hier, dann bekräftigt das diese Regel noch einmal nachdrücklich. Auf Gehwegen radeln dürfen wir nur, wenn unter dem Fußgängerzeichen das weiße Schild mit "Rad frei" hängt. Ohnehin müssen wir auf all diesen Gehwegen, die für uns erlaubt sind, immer Schrittgeschwindigkeit fahren, also sehr, sehr, sehr langsam. Und Fußgänger:innen wegklingeln, geht gar nicht, die haben absoluten Vorrang. Würde ich Schrittgeschwindigkeit radeln, dürfte ich ja ohnehin nicht oder nur ein oder zwei Stundenkilometer schneller als sie sein, kann also kaum überholen. 

19. September 2024

Welche Verkehrszeichen gelten denn nun? - Esslinger Straße


Zwischen Esslinger Straße und B14 wird das alte Breuninger Parkhaus abgerissen und ein Medienzentrum gebaut. Das führt zu Veränderungen der Verkehrsführung für Radfahrende, Fußgänger:innen und Autofahrende. 

Den Gehweg den Fußgänger:innern aber gleich ganz zu verbieten, kann nicht ernst gemeint sein. Oder? Die Verbotsschilder stehen da aber gleich zwei Mal, hier und weiter hinten, direkt am Gehweg. Rad verboten, Fußverkehr verboten. Soll man im Ernst nicht mehr zur Ampel am Charlottenplatz gehen dürfen? Daran halten tut sich natürlich niemand, denn die Verkehrszeichen sind wieder mal völlig unsinnig. 

Dass man den Radverkehr hier verbietet, weil sich jetzt auf dem Gehweg der Aufstellplatz für die Bushaltestelle befindet, kann man verstehen.

19. Juni 2024

Viele Autos auf Rad- und Busspur Charlottenplatz

Autofahrende werden wegen einer Baustelle und der Sperrung der Hauptstätter Straße am ehemaligen Breuninger Parkhaus durch die Esslinger Straße zum Charlottenplatz geleitet. Dort dürfen sie nur noch nach links zur Planie abbiegen. Daran halten sich enorm viele nicht. 

Geradeaus fahren geht nicht mehr, da steht eine Sperre. Aber rechts zur Charlottenstraße abbiegen geht noch, es ist halt nur verboten. In diesen Straßenabschnitt reinfahren darf nur der Linienverkehr, also der Bus, der hier sein neue Haltestelle hat, und der Radverkehr. Die Verkehrsschilder sind eindeutig. Das aber interessiert viele Autofahrende nicht (siehe unten). 

Für Radfahrende hat man eine kleine Radspur links neben die Busspur gelegt. Links steht auch eine kleine Radampel. Die Sperre lässt eine Lücke für Radfahrende, die geradeaus zur Landesbibliothek wollen. Eine durchaus angenehme Strecke. Auch auf die Verkehrsinsel rüber zum Auslandsinstitut kommt man schnell. 

14. April 2024

Gefährlich: missverständliche Ampeln

Der Wilhelmsplatz in Stuttgart ist für Radfahrende nicht einfach, obgleich es eine  geschnipselte Radführung gibt. 

Sie ist unbeliebt, denn man wartet ewig an den Ampeln. Kürzlich habe ich eine junge Frau auf einem Regiorad so stehen sehen. Wie dort hingekommen ist, blieb unklar. Theoretisch könnte sie aus dem Seitenstreifen der B14 nach links eingebogen sein. Oder sie ist bei fast Rot geradeaus vom Radweg aus rüber geradelt und hat denn die rote Fahrradampel auf der anderen Seite der Fahrbahn gesehen und angehalten. Sie stand jedenfalls so und wartete. Sie fuhr auch nicht los, als parallel zu ihr die Fußgänger:innen Grün hatten, was ein sicheres Zeichen gewesen wäre, dass auch sie gefahrlos radeln kann. Sie fuhr erst los, als ich startete, weil ich Grün bekam und drüben (also ganz hinten) die Radlerampel auch grün wurde. 

Das heißt, für sie war die drei-flächige Radlerampel, die in klein die Autoampeln kopiert, die einzig gültige. Die steht aber nicht bei ihr auf ihrer Straßenseite, sondern jenseits der Fahrbahn, die sie queren wollte, sie gilt also nicht für diese, sondern erst für die nachfolgende Fahrbahn. Sie hat die Ampel behandelt wie eine Fußgängerampel. 

11. März 2024

Wenn die Radparkplätze nicht reichen

Am unteren Ende der Königstraße beim Hauptbahnhof reichen die bereits zahlreichen Radbügel nicht aus. 

Wenn man nicht möchte, dass es so aussieht, dass also die Fahrräder an die Fahnenmasten und anderen verfügbare Masten und Stangen angeschlossen werden, dann muss man mehr Radbügel aufstellen. In der Königstraße fehlen sie ohnehin an den für Fahrräder erlaubten Zufahrten, weshalb sie oft an den Baumbegrenzungen oder sonstwo festgemacht werden. 

Die Tübinger Straße beim Gerber zeigt, dass ausreichend Radbügel helfen.

17. Januar 2024

Ist das schrecklich!

Das stieß ein mir fremder Radfahrer neben mir hervor, als wir diese Hoppelstrecke beim Brunnen am Landtag Richtung Planie radelten. 

"Ist das schrecklich!", murmelte er, als wir uns durch Fußgänger:innen bremsten und schlängelten und über schiefe Platten hopsten. Er war wohl nicht von hier, er wunderte sich noch, dass sich auf der Hauptradroute 1, der meistberadelten Strecke Stuttgarts, solche Engstellen mit seit Jahren kaputtem Pflaster befinden. Echt? So was mutet man ernsthaft in Stuttgart Radfahrenden zu? 

Für den Akademiegarten am Landtag ist das Land (Finanzministerium) zuständig. Dem ist es offensichtlich ziemlich egal, wie die Haupradroute 1 auf seinem Terrain aussieht. Wenn die Stadt so blöd ist, die Hauptradroute durch den Schlossgarten zu führen, dann ist das halt so. Dann müssen Radfahrende eben mit Unbillen des Untergrunds und Hindernissen klar kommen. Sie müssen auch mit der Tatsache klar kommen, dass zwischen hier und dem Ferdinand-Leitner-Steg hinter der Oper Fußgängerzone herrscht, die für den Radverkehr nur freigegeben ist, also: SCHRITTGESCHWINDIGKEIT!

20. Dezember 2023

Über den Hegelplatz zum Herdweg - neue Verkehrsführung

Die Radstreifen auf der Holzgartenstaße endeten bislang an der Ampel am Hegelplatz. Jetzt wird der Radverkehr in den Herdweg weitergeführt. 

Und zwar zunächst als Radfahrstreifen zwischen dem Busstreifen rechts und dem Autostreifen links. Vorher konnten Autofahrende hier auf zwei Spuren geradeaus fahren, jetzt ist eine Spur dem Radverkehr gewidmet. Nach wenigen Metern endet die linke Fahrspur, damit endet auch der Radstreifen. Die Autofahrenden müssen sich nach rechts auf die jetzt einzige Richtungsfahrspur fädeln. Auf der machen sogenannte Scharrows deutlich, dass Rad gefahren wird. 

16. Dezember 2023

Wie kommt man mit dem Rad über den Charlottenplatz

Auf der Fahrbahn dürfen Radfahrende nicht links abbiegen, mit einer Ausnahme. Sie dürfen den Charlottenplatz nur geradeaus überqueren, ebenfalls mit einer Ausnahme. Wer sich nicht auskennt, flucht.  

Ich kenne mich inzwischen als Radlerin in Stuttgart so gut aus, dass sich mir Frage, wie ich fahren muss, wenn ich nach links will, gar nicht mehr stellt. Aber wer neu hier radelt, braucht lange und viele Versuche, bis er oder sie einen halbwegs akzeptablen Weg fürs Fahrrad gefunden hat. Das ist ein Grundproblem von Stuttgarts Radrouten. Man muss sich sehr gut auskennen. Und immer wieder steht man an einer Stelle, wo es nicht weitergeht. Der Charlottenplatz war eine der ersten großen Kreuzungen, über die ich zu Beginn des Blogs 2013 einen langen Artikel geschrieben habe. Verbessert hat sich ein bisschen was, wegen der Baustelle ist manches schlechter. 

Besonders übel: 

25. Oktober 2023

Verwirrende Ampel am Rotebühlplatz

Noch mal zurück zur Neugestaltung der Kreuzung Rotebühlplatz mit der Theo. Über die neuen Radstreifenmarkierung Richung Fritz-Elsas-Straße habe ich schon berichtet

Dabei kam die Frage auf, wie klar oder unklar die Situation für Radfahrende ist, die aus dem Western von der Rotbühlstraße her kommen und nach der Kreuzung geradeaus auf dem neuen breiten Radweg fahren wollen. Sie sehen sich nämlich einer Radlerampel gegeüber, die rechts von ihnen neben einer Aufstellläche für indirektes Linksabbiegen in die Fritz-Elsas-Straße steht. Die Streuscheiben der kleinen Ampel haben keine Richtungspfeile. Die Ampel selbst sagt uns also nicht, dass sei nur für Linkssabbieger gilt. Und da sie rechts der Geradeausfahrenden steht, scheint sie zu gelten. Das aber kann nicht sein, weil man ja gerade mit den Autos Grün bekommen hat, die ungebremst in die Theo fahren. 

Dass die Ampel für Geradeausradler:innen nicht gilt, können wir nur aus den Bodenmarkierungen vor der Ampel entnehmen. Es gibt nämlich keinen Haltestreifen.

21. September 2023

Neuerungen an der Rotebühlkreuzung

Am Rotebühlplatz gibt es  - Hurra! - jetzt endlich den Radfahrstreifen. Frisch und blau markiert. 

Radfahrende können jetzt, von der Tübingerstraße kommend, Richtung Finanzamt und Fritz-Elsas-Straße vom fürs Fahrrad freigegebenen Busstreifen direkt auf den Radfahrstreifen fahren und rechts neben den Autos an der Autoampel auf Grün warten, um dann geradeaus oder rechts weiterzuradeln. Es gilt die Autoampel.

Wie man auf dem Foto sieht, sind Autofahrende noch nicht bereit, hier mit Radfahrenden oder E-Scooter-Fahrenden zu rechnen und biegen ohne nach rechts hinten oder in den rechten Seitenspiegel zu gucken ab. Die E-Scooterfahrerin musste ziemlich bremsen, damit sie nicht umgenietet wurde. Ich frage mich ja immer so für mich, ob es eigentlich keine technischen Lösungen gibt, damit Autofahrende nicht einfach nach rechts ziehen, oder ob man nicht wenigstens Warnschilder aufstellen könnte, die auf eine veränderte Verkehrsführung und Radfahrende aufmerksam machen.  

5. Juli 2023

Oper inszeniert Reallabor Außengastro

Alle Proteste, Argumente und Demonstrationen haben nichts genützt. Die Oper hat begonnen, ihre Außengastronomie auf der Hauptradroute 1 samt Infocontainer einzurichten. Die Fläche für den Rad- und Fußverkehr ist halbiert. 

Universitäten machen Reallabore, um Konflikte zu entschärfen und Lösungen für öffentliche Räume zu finden. Nicht so die dramatische Kunst, also Theater und Oper. Kunst sucht die Konflikte in der Gesellschaft, spitzt sie zu und führt sie uns allen schmerzhaft vor Augen. Die Oper tritt auf ihre Außenbühne und ruft dem Publikum zu: "Ihr wollt doch auch keine Radfahrer mehr vor der Oper haben." Und das Publikum applaudiert und ruft begeistert: "Ja, weg mit denen!"  

Um uns diesen gesellschaftlichen Grundkonflikt vor Augen zu führen, haben die Württembergischen Staatstheater nun vor ein paar Tagen mit ihrer lange erwarteten Installation einer Außengastro auf der wichtigsten Hauptradroute Stuttgarts begonnen. Tausende Menschen zu Fuß und auf Fahrrädern haben jetzt nur noch knapp die Hälfte der vorigen Fläche zur Verfügung, um ihre Wege zu gehen oder zu fahren. Sie müssen enger zusammenrücken. So können sich mehr Fußgänger:innen über Radfahrende ärgern und ihren Hass entwickeln oder vertiefen. Und es können noch mehr Radfahrende über die Politik fassungslos und enttäuscht den Kopf schütteln, die sie zwingt, sich auf einer der Hauptpendlerstrecken erneut durch Fußgänger:innen zu schlängeln. Und zwar ohne eigenes Wegerecht.

15. Februar 2023

Jetzt darf, wer will, auf der Fahrbahn radeln

Eben noch da, nun ist es weg: Das Schild für Radfahrende, das am Rotebühlplatz das Linksabbiegen Richtung Rotebühlstraße verbot. 

Wie man auf dem Foto oben sieht, befand es sich auf der Verkehrsinsel über dem blauen Pfeil. Unter ihm hing ein Pfeil, der nach links zeigte, auf weißem Grund. Ein bisschen rätselhaft war immer, was der eigentlich bedeutet? Dass man, wenn man links abgebogen ist, auf ein Fahrverbot für Radfahrende stößt, oder dass man hier nicht auf der Fahrbahn links abbiegen darf. Wir vermuteten immer letzteres. Dann hätte aber das Verkehrszeichen nicht links neben der Fahrbahn stehen dürfen. Anordnungen müssen rechts stehen. 

Egal. Ein Rätselraten weniger. Wer mag, kann also die Fahrbahn nehmen. 

26. Januar 2023

Das Experiment Dorotheenstraße

So, jetzt sind die Parkplätze auf der Dorotheenstraße weg. Nur Taxis dürfen dort noch stehen. 

Und eigentlich soll die Straße, die die Markthalle mit der Holzstraße verbindet, ja autofrei werden, wie alle Straßen in der inneren City. Nur die Zufahrten zu Parkhäusern sollen noch befahrbar sein. Allerdings muss dafür der Busparkplatz verlegt werden, denn Busse müssten sonst wenden. Und die Taxis müssten auch weg. Solange das noch nicht so ist, fahren immer noch zu viele Autos unten über den Radweg Holzstraße raus auf die Fahrbahn mit den bekannten Konflikten. Und Taxifahrende sind da nicht unbedingt die defensivsten. Der samstägliche Parkplatzsuchverkehr dürfte auch erst aufhören, wenn vor der Markthalle keine Parkplätze mehr sind. 

4. Dezember 2022

Kein Weihnachtsfrieden am Radweg Holzstraße

Die Autoverkehrsorganisation am Weihnachtsmarkt bringt es mit sich, dass jetzt alle mit ihren Autos von der Markthalle über die Dorotheenstraße rausfahren und dabei den Radweg Holzstraße kreuzen. 

An dieser Ausfahrt gab es schon immer notorisch kritische Situationen, weil Autofahrende von den Radfahrenden stets verblüfft werden. Sie sehen sie selten rechtzeitig. Sie war auch mal ein paar Tage auf dem Sprung zur autofreien Straße ohne Parkplätze, doch die Möblierung für den Aufenthalt von Menschen wurde beiseite geräumt und das Parken wieder gestattet. So stellt sich die Stadspitze wohl den weihnächtlichen Verkehrsfrieden vor: Hauptsache Autofahrende kriegen Platz ohne Ende. Aller andern dürfen sehen, wo sie bleiben. 

Die Zahl der Autos, die sich jetzt die Dorotheenstaße rausschieben und auf dem Radweg stehen bleiben oder gefährlich schnell drüber fahren, hat sich gefühlt verzehnfacht. Ich habe am Freitag gegen 17 Uhr eine Viertelstunde dort gestanden und gefilmt, was so passiert. Am Schluss gibt es das Video am Stück zu sehen, aus dem ich hier ein paar Standfotos rausgreife, um die einzelnen Situationen zu erklären. 

26. Oktober 2022

Radlerfalle mit Ausweg

Wer über die Heilbronner Straße hinweg zum Bahnhof oder vom Bahnhof Richtung Westen will, radelt Jägerstraße. 

Sie führt parallel zur Kriegsbwergstraße, auf der man nicht radeln will und auf der man vor allem nicht über die Kreuzung am Hauptbahnhof kommt, weil die für Radfahrende verboten ist. 

Wenn wir uns der Heilbronner Straße nähern, dann radeln wir an einer Reihe in Gegenrichtung geparkter Autos entlang und stoßen auf dieses ein wenig an eine Falle erinnerndes Arrangement. Rechts auf dem Gehweg hängt ein Schild mit einer Zeichnung, die uns sagt: Irgendwie nach rechts, weil Geradeaus verboten. 

20. Oktober 2022

Pop-up-Bike-Lane-Upgrading

Andere Städte würden daraus eine Pressemitteilung machen: Erster Pop-up-Radweg aus der Corona-Zeit wird verstetigt. 

In der Holzgartenstraße wird das Provisorium ummarkiert zu dauerhaften Radfahrstreifen. Ein schönes Beispiel, wie ein doch damals recht spontaner Verkehrsversuch gelingt und zu einer festen Einrichtung wird. Und ein Beweis, dass Stuttgart das auch kann: Was probieren und zufrieden sein. 

Vom Hospitalviertel Richtung Hegelplatz bleibt die eine von beiden Fahrspuren ein breiter und durchgängiger Radfahrstreifen. Aus den gelben Markierungen sind weiße geworden und die Trennlinie zum Autoverkehr hat einen türkisfarbenen Parallelstreifen bekommen. Türkis ist in Stuttgart die Farbe der Radinfrastruktur. 

18. Oktober 2022

Notorisch kritische Situationen

Es ist nie gut, wenn ein Radweg gekreuzt wird von Tiefgarageneinfahrten oder Straßen für Autos. Der Radweg Holzstraße funktioniert an der Dorotheenstraße nicht gut. 

Obgleich der Radweg eigentlich seit Jahren etabliert ist, fahren erstaunlich viele Autofahrende ziemlich ungebremst drüber, wenn sie aus der Dorotheenstraße nach rechts in die Holzstraße einbiegen wollen. Oder sie stehen quer auf dem Radweg, weil sie den Autoverkehr abwarten müssen. Dass sie damit den Radverkehr, der hier Vorrang hat, ausbremsen und sogar gefährden, merken sie oft nicht einmal. Die Nachtfotos entstanden innerhalb von fünf Minuten gegen 19:25 Uhr am Mittwoch, den 12. Oktober. 

Leider geben dabei auch die Taxifahrer und Busfahrer gar kein gutes Bild ab.

12. Oktober 2022

Das Problem mit dem Herdweg - Teil 2

Der Herdweg ist in Stuttgart vor allem als sehr steile Straße bekannt, die zum Kräherwald hoch führt. Runter radeln darf man ihn durchgehend, hoch nicht. 

Er ist nämlich Einbahnstraße bergab. Viele Radfahrende würden gern hinter der Bahnbrücke (Bild 2) den kürzesten, wenn auch steilen Weg, über den Herdweg nach oben nehmen. Aber die Einfahrt ist für Autos und auch für Radfahrende verboten. Es gibt keine Radfreigabe. 

Mit Blogleser Achim zusammen haben ich mir die Situation angeschaut. Er und der Zweirat möchten eine Radfreigabe erreichen und haben Gespräche geführt, aber die Vertretungen der Stadt und die Polizei sehen Probleme. 

6. Oktober 2022

Das Problem mit dem Herdweg - Teil 1

Auf der Holzgartenstraße radelt man auf einem breiten Radstreifen auf den Hegelplatz zu. Dahinter, auf dem Herdweg, ist die Situation ungeklärt. 

Radelt man auf der Fahrbahn, wird man von Autos überholt, die von der linken auf die rechte Spur fahren müssen und das unbedingt schaffen wollen, bevor es bergauf einspurig wird und sie hinter den Radler:innen festhängen. Das erzeugt Stress bei Radfahrenden (bei Autofahrenden auch). Andere fahren bei der Bushaltestelle auf den sehr breiten Gehweg, der für Radfahrende inzwischen freigegeben ist. 

Bergauf ist das nicht so problematisch, aber Radfahrende, die hier runter kommen - auch sie dürfen auf diesem Gehweg fahren - sind schneller unterwegs, obgleich sie hier nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen, was aber unmöglich ist. Es gibt zudem - wie auf allen Gehwegen, so auch hier - eine richtige Gefahrenstelle, auf der auch schon Radfahrende - wie mir Blogleser Achim erklärte - von Autofahrern angefahren und verletzt wurden.