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9. Mai 2026

Fahrräder kreuzweise parken?

Das Europaviertel wird in Bahnhofs- und Banknähe vom motorisierten Verkehr beherrscht. Autos schieben sich durch die Straße Am Hauptbahnhof und blockieren sich gegenseitig und damit auch den Radverkehr. Motorräder parken die Fußgängerfläche voll. 

Fürs Fahrrad gibt es hier so gut wie keinen Platz 

Besonders originell sind die Radabstellanlagen im Karoline-Kaulla-Weg auf der Ostseite der LBBW. Hier hat man - wer auch immer - mal schnell Felgenkiller-Einheiten hingeworfen, und das sehr platzsparend,  nämlich im rechten Winkel zueinander. Die Leute, die sie platziert haben, haben vermutlich noch niemals ein Fahrrad gesehen und wissen nicht, dass die länger sind als breit. Oder sie haben sich  über uns lustig gemacht. 

15. September 2025

Bitte nicht nachmachen!

Kann man machen, sollte man aber nicht: aus einem E-Scooter und einem Einkaufswagen ein Kleinstkraftfahrzeug bauen. 

Dieses Gefährt mit sechs Rädern mit zwei Insassinnen habe ich auf einem Radweg auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände in Wangen im Allgäu gesehen. Es kam mir entgegen, während die Frau, die auf dem Foto hinten sitzt, gerade gelenkig in den Einkaufswagen einstieg, und fuhr dann zügig auf abschüssiger Strecke an mir vorbei.

Der Einkaufswagen ist auf den E-Scooter aufgesetzt, die Reibung offenbar groß genug, um ihn darauf zu halten. Vorne drin sitzt auf eine junge Frau mit angezogenen Knien, die den E-Scooter lenkt und den Gashebel betätigt, hinten sitzt die Beifahrerin. 

Ich hoffe, bis auf die Straßen sind sie damit nicht gekommen, aber wer weiß. 

Wenige Tage später hat mir nämlich jemand berichtet, er habe in einer Wohnstraße auch so ein Gefährt gesehen. Der Einkaufswagen hing am Ende des E-Scooters, ein Junge saß darin, der andere Jugendliche lenkte stehend den E-Scooter. Scheint in Wangen im Allgäu gerade in zu sein.  



10. März 2025

Da läuft was falsch

Das ist die Pragstraße bergauf. Es ist Samstag. Das Wilhelma-Parkhaus ist voll. Die Besucher:innen werden zum Mahle-Parkhaus geschickt. 

Und da stauen sie sich nun: auf dem Radfahrstreifen. Das Foto hat Radfahrer Peter am vergangenen Samstag gemacht und in der Rad-Community veröffentlicht. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden die Autos auf dem Radfahrstreifen parken. Aber tatsächlich stehen sie im Stau zur Einfahrt des Mahle-Parkhauses. Aber der Radfahrstreifen ist dafür der falsche Ort.  Sie  mit Autos weder befahren werden, noch dürfen Autos darauf halten, warten oder parken. Radfahrstreifen sind nicht Teil der Fahrbahn, die Autofahrenden zur Verfügung steht. Sie gehören ausschließlich Radfahrenden. Die müssen übrigens auch auf ihnen fahren (sofern das geht). 

Aber, was sollen die Autofahrenden tun? Stünden sie auf den Fahrstreifen, stünden alle, die mit dem Auto zum Löwentor hoch wollen, ebenfalls im Parkhausstau. Und vermutlich würden einige Autofahrende dann versuchen, über den Radfahrnstreifen an der Schlange vorbeizukommen. Bei solchen Manövern kann es zu fürchterlichen Zusammenstößen mit Fußgänger:innen oder Radfahrenden kommen, abgesehen davon, dass es schwer verboten ist. Für Radfahrende bleibt jetzt nur die Fahrbahn, denn der Gehweg ist verboten. Und sie müssen hoffen, dass sie nicht einen ungeduldig drängelnden Autofahrer hinter sich haben. Hier geht es nämlich bergauf. 

Das ist falsch organisiert. Die Stadt muss die Autofahrenden an solchen Tagen zur hinteren Einfahrt ins Mahleparkhaus in der Glockenstraße umleiten und den Radfahrstreifen mit Hütchen sichern.  

27. September 2024

Wer denkt sich sowas aus?

Wer von Norden Richtung Fußgängerzone über die Wilhelmsbrücke in Cannstatt geradelt ist, darf jetzt nur noch auf Fußwege abbiegen (die fürs Fahrrad freigegeben sind). Auf die Fahrbahnen der Bad- und Überkingerstraße darf man nicht mehr. 

Das verbietet eine enorme Sperrfleche, die die Stadt markiert hat. Für die, die über die Überkingerstraße (auf dem Foto von links) kommen, ist eine Fahrradspur offen gehalten, ebenso für diejenigen, die von der Badstraße (auf dem Foto von rechts kommend) auf die Wilhelmsbrücke abbiegen wollen. Es ist offensichtlich niemand darauf gekommen, dass einige Radler:innen nicht auf den Neckardammgehwegen radeln wollen, sondern auf der Fahrbahn, auch weil ihr Ziel nicht dort liegt, wo der Neckardammweg sie hinführt. 

Und: Gehwege aber sind keine Radwege. Radfahrende dürfen nicht gezwungen werden, freigegebene Fußwege zu benutzen. 

23. Juni 2024

Polizei verunsichert Radfahrerin massiv

Radlerin Ruth hatte den Charlottenplatz von der Planie her kommend über die Fußgänger-Radfurten überquert und fuhr an dieser Ampel auf die Charlottenstraße. 

Sie radelte dann auf der Abbiegespur hoch Richtung Kreuzung Olgastraße. Kurz davor wollte sie eigentlich dann auf dem Geradeausspur wechseln. Auf dieser Geradeausspur wurde sie aber von drei Polizeibussen überholt. Aus dem offen Fenster schrie einer der Polizisten ihr zu: "Radfahren hier verboten!" Radlerin Ruth war so verunsichert, dass sie an der Ecke Olgastraße auf den Gehweg fuhr, der ebenfalls  ab da nicht für den Radverkehr freigegeben ist. Das ist ihr normaler Nachhauseweg, und sie wusste, sie darf nicht nur, sie muss auf der Fahrbahn radeln. Wie hätte sie auch sonst mit dem Fahrrad die Charlotten- und dann die Hohenheimer Straße hochkommen sollen? Dennoch dachte sie ständig darüber nach und erzählte mir die Geschichte. Was, wenn diese Polizisten sie angehalten und in Erklärungsnot gebracht hätten? 

18. Juni 2024

Ähm - nein. Wofür sind Radbügel noch mal gut?

Die Fußball-EM hat Stuttgart gekapert. Offensichtlich gibt es mit der Stadt Stuttgart eine Vereinbarung, dass die Anbieter vermehrt E-Scooter aufstellen dürfen, damit das Gastvolk sie für seine Wege nutzen kann. 

Okay. Aber Radabstellanlagen sind nicht der Ort, wo man über Nacht Dutzende E-Scooter reinschiebt. Sie fehlen den Radfahrenden hier in der Eberhardstraße (die Fahrradstraße ist) zum Abstellen ihrer Räder. Diese Radbügel werden nämlich tagsüber ziemlich rege genutzt. 

Abgesehen davon wird der Radverkehr wegen der EM ohnehin schon massiv eingeschränkt. Eine Durchfahrt auf bislang erlaubten Wegen am Rathaus, am Karlsplatz, über den Schlossplatz, am Eckensee und durch den Oberen Schlossgarten ist so gut wie unmöglich. 

5. Juni 2024

Der dümmste Radweg Stuttgarts

Man glaubt es nicht, wenn man es nicht gesehen hat. Stuttgart führt einen Radstreifen auf einen Gehweg und hängt das Schild auf "Radfahrer absteigen." Denn auf dem Gehweg, wo der Streifen hinführt, darf man nicht radeln. 

Und dann ist da jetzt auch noch eine Baustelle entstanden und das Verkehrszeichen Parkverbot steht auf dem Gehweg. Wer denkt sich nur so was aus? Wie kann eine so irre Konstruktion wirklich in Stuttgart auf die Straße gelegt werden, samt Asphaltanwurf am Bordstein. Ist das ein Witz? Will man sich über uns Radfahrende lustig machen? Oder möchte man unbedingt in die internationale Liste der übelsten Radwege aufgenommen werden?

30. Mai 2024

Slalom, Labyrinth und Schrecken - die deutsche Radinfrastruktur

Oft wird der Radverkehr in eine bestehende Straßenführung hineingebaut. Und da passt sie nicht rein. 

Deshalb werden Radfahrende im Slalom über Radstreifen, Gehwege, Rampen, Kreisverkehre und Linksabbiegeflächen geschickt. Man sieht viel rote Farbe, viele Verkehrszeichen, viele Linien und Pfeile, verschiedene Ampeln, viele Radzeichen auf dem Asphalt und muss höllisch aufpassen, dass man den Weg durchs Labyrinth findet. Wege, Flächen und Ampelsystem ändern sich alle paar Meter. 

Dem Radverkehr dient das nicht, eher dem guten Gewissen einer Stadtplanung (und deren politischen Entscheidungstragenden), dass man an Radfahrende gedacht und was getan hat. Für die Menschen in der Planung war das Ganze mit ähnlichem Grübeln und Tüfteln verbunden, das nachher von uns Radfahrenden verlangt wird. Ein Beispiel für diese verbreitete Art der Radverkehrsplanung habe ich in Wangen im Allgäu gefunden. 

24. Mai 2024

Gruselkabinett der Radabstellanlagen

Früher gab es nur die Felgenkiller, also Radabstellanlagen, wo man das Vorderrad reinschob. 

Das Rad schloss man mit einem schwachen Felgenschloss ab oder mit einem dünnen Kabelschloss. Heute sind sogenannte Anlehnbügel Standard. Da passt jedes Fahrrad dran. Nachteil: Anlehnen ist schlecht, denn Metall trifft auf Metall. Und zu eng stehen sie auch meistens. Die Lenker verhaken sich. 

Vielerorts sind die alten Felgenkiller aber auch noch übrig. Man sieht sie an alten Sportanlagen, vor Ladengeschäften an Vereinen und so weiter. Teils von Autos krumm gefahren, verbogen und rostig, Opfer einer langen Zeit. Teure Räder kann man da nicht anschließen. Schließt man das Vorderrad an, dann ist im schlimmsten Fall das Restrad weg. 

18. Mai 2024

Das Tier im Radfahrer

Fotomontage
Wenn Hirsche Warnwesten tragen, dann steckt die Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung dahinter. 

Im vergangenen Winter lief eine Kampagne, die sich an Radfahrende richtete und originell sein wollte. Sie zeigt das Bild eines Hirschs, der in Warnweste in der Dämmerung auf einer Landstraße steht (den wir übriges auch ohne die Weste gut erkennen, anders als auf der Fotomontage von mir rechts). Auch Frösche oder Katzen scheinen sich nach Warnwesten zu sehnen. In der in den Medien ventilierten Pressemitteilung der BFU heißt es dazu: "Tausende Tiere lassen jedes Jahr ihr Leben auf der Strasse. Ihre Felle und ihre Haut gewähren ihnen in ihrer natürlichen Umgebung die gewünschte Tarnung und damit Schutz vor Feinden. Im Strassenverkehr kann ihr Aussehen zur tödlichen Falle werden. Im Gegensatz zu Tieren können wir Menschen uns mit einer Leuchtweste ganz einfach sichtbar machen." Fragt sich nur, wie viele Hirsche es in die Innenstädte zieht.

In einer anderen Kampagne der BFU wurde ein fast durchsichtiger Fahrradfahrer mit Helm abgebildet. Der Text dazu lautete: "Keiner bremst für Unsichtbare." Fragt sich allerdings, ob Autofahrende eine durch die Straßen geisternde Schutzweste ohne Körper besser wahrnehmen? Wahrscheinlich stoppen sie vor Entsetzen. Ja, und?, fragen sich jetzt vielleicht manche. Ist doch ganz witzig. Aber so witzig ist es eigentlich nicht. 

6. April 2024

Wenn Kinder ihre Verkehrswelt selber richten sollen ...

Dann kommt so etwas heraus wie der EduPin, den die Uni München entwickelt hat. Es handelt sich um ein Ansteckgerät, das Hilfestellung im Verkehr bieten soll und die Bewegungsdaten der Kinder aufzeichnet. 

Dieses Teil hat den ersten Preis der Digital Future Challenge gewonnen, wie das Bundesverkehrsministerium stolz auf der eigenen Seite und auf X (mit Bild) meldet:  "Mehr  Sicherheit für Kinder durch KI: Der EduPin ist ein ansteckbarer digitaler Button, der Kinder in Echtzeit vor Gefahrenstellen warnt und ihnen spielerisch die Verkehrsregeln beibringt." Die Jury fand besonders überzeugend, dass mit den Daten eine kindgerechte Verkehrsplanung in den Kommunen möglich werde, was ja schön wäre. Aber er soll auch die Kinder ermahnen. Die Studierenden haben einen digitalen Ansteckpin entwickelt, der - so der Text - Verkehrsschilder erfassen kann und Kinder spielerisch dabei unterstützt, sich sicher und korrekt im Verkehr zu bewegen. Er warnt auf mehreren Sprachen vor Gefahren. Vor welchen, habe ich nicht herausfinden können. Die Informationen sind dürftig. 

21. September 2023

Neuerungen an der Rotebühlkreuzung

Am Rotebühlplatz gibt es  - Hurra! - jetzt endlich den Radfahrstreifen. Frisch und blau markiert. 

Radfahrende können jetzt, von der Tübingerstraße kommend, Richtung Finanzamt und Fritz-Elsas-Straße vom fürs Fahrrad freigegebenen Busstreifen direkt auf den Radfahrstreifen fahren und rechts neben den Autos an der Autoampel auf Grün warten, um dann geradeaus oder rechts weiterzuradeln. Es gilt die Autoampel.

Wie man auf dem Foto sieht, sind Autofahrende noch nicht bereit, hier mit Radfahrenden oder E-Scooter-Fahrenden zu rechnen und biegen ohne nach rechts hinten oder in den rechten Seitenspiegel zu gucken ab. Die E-Scooterfahrerin musste ziemlich bremsen, damit sie nicht umgenietet wurde. Ich frage mich ja immer so für mich, ob es eigentlich keine technischen Lösungen gibt, damit Autofahrende nicht einfach nach rechts ziehen, oder ob man nicht wenigstens Warnschilder aufstellen könnte, die auf eine veränderte Verkehrsführung und Radfahrende aufmerksam machen.  

7. März 2023

Die leidigen Fahrradschlösser

Sie sind ein ungelöstes Problem, dessen sich die Fahrradindustrie auch gar nicht annimmt. Man muss sie immer extra dazu kaufen. Und es gibt für sie eigentlich keinen guten Platz am Fahrrad. 

Und sie sind umständlich zu handhaben. Wir transportieren sie in Taschen und müssen sie herauskramen. Immer müssen wir viele Handgriffe tun, um ein Fahrrad ab- und wieder aufzuschließen. Fast immer müssen wir uns dabei bücken. Eigentlich erstaunlich, dass die Fahrradindustrie sich so gar nicht dafür interessiert, wie wir unsere Fahrräder gegen Diebstahl sichern können und nicht längst serienmäßig Schließsysteme ins Fahrrad integriert hat. Jedes Auto und jedes Moped kann einfach abgeschlossen werden, aber ein Fahrrad nicht. Da kramen und bücken wir uns und fummeln herum. 

31. Januar 2023

Genial! - Schotterpiste statt Hauptradroute

Huch! Wie bitte? Etliche Radler:innen fragten sich gestern und heute morgen, was das ist. 

Zwischen Ferdinand-Leitner-Steg und Innenministerium wurde die Verkehrsführung geändert. Bis Freitag bleibt das so, dann soll der Steg über die Baustelle von der Bahn verrückt worden und wieder befahrbar sein. 

Bis dahin radeln wir auf einer Schotterpiste, die kein Radweg mehr ist, sondern ein Gehweg mit Rad frei. Nicht etwa ein gemischter Geh-und Radweg. Wozu soviel Luxus? Und sonst würden Radler:innen ja wieder mal reihenweise  Fußgänger:innen anfahren, tun sie ja immer, wenn da ein Radwegzeichen steht.  

Fußgänger:innen irren nun meandernd über die ganze Breite der Fläche - macht nichts - wir dürfen ja eh nur Schrittgeschwindigkeit radeln. Ein E-Scooter-Fahrer, der bis dorthin auf Radwegen fuhr, steigt ab, vermutlich nicht, weil das hier auf einmal Gehweg ist und er nicht fahren darf, sondern weil der Untergrund steinig und hoppelig ist. In den vielen überraschenden Kurven sollten auch Radfahrende nicht zu schnell sein, sonst rutscht ihnen das Rad weg. 

22. Dezember 2022

Warum?

Warum endet der Radstreifen? Warum soll ich mich zwischen die Autos an die Ampel stellen? Ich will doch nur nach rechts auf den Radstreifen abbiegen oder geradeaus über die Kreuzung radeln, wo wieder ein Radstreifen anfängt. 

Wieso kann der Radstreifen nicht vor bis zur Ampel gehen und zwar wie es sich gehört mit eigener Fahrradampel? 

Das ist der Rotebühlplatzmit Blick in Richtung Fritz-Elsas-Straße, die einen fahrbahnbreiten Radfahrstreifen hat (wenn er nicht von Baustellen okkupiert wird). Links sieht man den Treffpunkt Rotebühlplatz. Wir kommen von der Eberhard- oder Tübinger Straße her und fahren mit dem Rad auf einem Radstreifen, der zugleich Busstreifen ist. Dieser Streifen endet in einer Sperrfläche, genau dort, wo wir eigentlich auf eigenem Radstreifen hätten weiterfahren und uns an der Ampel neben den Autos aufstellen können. Aber der Radstreifen ist einfach dicht gemacht worden. Warum? 

24. November 2022

Warum nicht gleich ordentlich gemacht?

Eine Radler- und Fußgänger-Abkürzung ist nett. Aber wenn man sie so anlegt, wird sie immer breiter. Warum hat man sie nicht gleich mit einem wasserdurchlässigen Asphalt oder mit Pflaster gebaut?  

Der Schlossgarten gehört dem Land. Das hat vor Jahren angeboten, an dieser Stelle, wo wir das Flora&Fauna sehen, wenn wir durch den Schlossgarten geradelt sind, eine direkte Verbindung anzulegen. Die Stadt fand das toll. Allerdings wurde sie dann nur als Kiesweg gegründet. Glücklich war die Stadt damit nicht. Noch heute glauben viele, es sei eine von Fußgänger:innen und Radler:innen wild angelegte Strecke, auf der sie nicht radeln, um die Situation nicht zu verschlimmern. 

Aber so war es gedacht. Und man sieht jetzt: Es war nicht durchdacht.

28. Oktober 2022

Ja, was ist denn das jetzt wieder?

Nein, dies ist kein innovativer Kreisverkehr, der uns Radler:innen auf einem Radststreifen durch den Mittelkreis schickt. 

Dieser Kreisverkehr ist in Fellbach an der Kreuzung Kappelbergstraße/Gartenstraße neu hergestellt worden. Die rote Markierung bedeutet irgendwas. Wir sehen eine durchgezogene Linie, die man nicht überfahren darf, die Fläche ist aber nicht schraffiert. Vermutlich soll das Ganze signalisieren, dass Autofahrer ihre Autos nicht durch die Mitte schießen lassen, sondern außen herum lenken sollen. Was aber viele auch doch nicht sonderlich kümmert. Ein langer Lkw soll hier offensichtlich aber auch herumkommen, sein Hänger überfährt dann den Innenring. 

Wer hier aber mit dem Rad ankommt, könnte ins Grübeln geraten.

24. Oktober 2022

Das Schilder-Rätsel von Sonnenberg

In Sonnenberg gibt es eine verlotterte Radverkehrsanlage. Hier radelt doch niemand, dachte ich. Aber dann kam mir auf dem Gehweg ein Radler entgegen. Diese Radspur hat er nicht benutzt. 

Schön ist, dass Radfahrende der Laustraße über einen Freiabbieger folgen können, der für Autos gesperrt ist. Sie müssen nicht an der Ampel warten. Doch wenn man sich die ganze Sache genauer anschaut, tauchen einige Fragen auf. 

Aber der Reihe nach: Radfahrenden, die die Waldfriedhofstecke hochgeächzt sind oder die Heinestraße entlang aus Degerloch kommen und in Sonnenberg auf der Laustraße Richtung Rembrandstraße (Kremlerstraße, Hallenbad etc.) weiter wollen, müssen hier lang (siehe Karte unten). 

29. Mai 2022

Das Klimaschutzprojekt Wilhelmsplatz

Jedes Mal, wenn ich auf dem uralten Radweg Richtung Heusteigviertel an der Ampel am Wilhelmsplatz in Stuttgart stehe und auf Grün warte, muss ich schmunzeln. 

Und zwar, wenn mein Blick auf dieses Schild, das am Mast oberhalb der Radlerampel und des Wegweisers hängt. Darauf steht: "Das Klimaschutzprojekt. Radverkehrsmaßnahme Wilhelmsplatz der Landeshauptstadt Stuttgart wurde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert." 

Das Klimaschutzprogramm ist ja an sich eine sehr gute Sache. Auch Radwege und Radfahrstreifen sind eine gute Sache.

23. Mai 2022

Ups! Was ist denn das?

Der Radweg zwischen Karl-Benz-Platz und Arlbergstraße unter der Eisenbahnbrücke in Untertürkheim war ewig wegen Bauarbeiten nicht befahrbar und wurde dann als Bausfahrzeugabstellplatz genutzt. Jetzt hat er eine eigenartige Auffahrt bekommen.  

Blogleser Alex wundert sich und hat mir die Fotos geschickt. Biegt man vom Benz-Platz her kommend neben der U-Bahn-H
altestelle auf der Fahrbahn nach rechts ab Richtung Bahnunterführung (gelber Preil auf Karte ganz unten), stößt man gleich hinter den Schienen auf diese Auffahrt, die zwischen zwei Sperrgitter geklemmt ist. Da heißt es hurtig abbremsen (hoffentlich fährt kein Auto hinter mir), und den Lenker rumreißen. Der Radius der Rechtskurve ist auch recht groß, und diese komisch Auffahrt bemerkt man vermutlich - zumindest beim ersten Mal - gar nicht rechtzeitig, auch weil man ja schon Tempo drauf hat, schließlich ist das eine Autofahrbahn mit drängeligen Fahrzeugen hinter einem.