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25. Juli 2025

Die neue Radbrücke in Böblingen

Am Dienstag wurde die neue Radbrücke am Ende der Radschnellverbindung von Rohr nach Böblingen eröffnet. 

Die Brücke verbindet das Ende der Römerstraße mit der Waldburgstraße aufseiten Böblingens und überbrückt die Panzerstraße. Nach Angaben des Landrats, der bei der Eröffnung sprach, soll es beim Überqueren der Panzerstraße Zusammenstöße von Radfahrenden mit Autos gegeben haben, die hier sehr schnell herankommen. Es gibt eine Querungshilfe, aber die muss man auch erst mal finden. Wer hier zum ersten Mal ankam, fand sie vermutlich nicht. 

Die Suche fällt jetzt weg. Man sieht den Brückenaufgang sofort und radelt auf zweihundert Metern Länge in sanftem Bogen über die Panzerstraße. Das ist schön und gut gemacht. 

17. Januar 2025

Ein schwäbischer Radschnellweg löst Kritik und Spott aus

Stuttgarter Zeitung, 8. Januar 25
Das ist gründlich schief gegangen. Der Abschnitt des Radschnellwegs 14 zwischen Eislingen und Süßen geistert seit Wochen durch die Medien. 

Vor allem wegen einer Treppe, aber auch wegen falscher Beschilderung oder einem Kreisverkehr an einer Zweirichtungsradwegführung, den die Radler:innen in Gegenrichtung ganz außen herum fahren müssen. Der ADFC Göppingen hat bereits im November die Mängel aufgelistet. Auch  die Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten haben tüchtig gespottet. Ein FDP-Politker nutzt die Schwächen, um sich aufzumanteln, in der Presse Radschnellwege infrage zu stellen und gegen den baden-württembergischen Verkehrsminister zu wettern. Kritik und Unmut waren wohl so vehement, dass sich vor ein paar Tagen das Regierungspräsidium mit einer Pressemitteilung darum bemüht hat, in die überregionalen Medien zu kommen und die glücklose Umsetzung bundesweit bekannt zu machen. Die Süddeutsche Zeitung hat schon reagiert, die dpa-Meldung samt dpa-Recherche übernommen und zeigt die Treppe in einem Video

9. Mai 2022

Ein Rad-Highway entlang der Cannstatter Straße

Ein Schweizer Unternehmen hat ein Stecksystem für Fahrradhochbahnen aus Holz entwickelt, deren Boden sogar beheizbar ist. 

Mit dem BikeHighway von URB-X kann man den Radverkehr in fünf Metern Höhe über dem Autoverkehr durch eine Stadt oder über Land führen, zweispurig und kreuzungsfrei. So kann man eine extrem leistungsfähige Radinfrastruktur schaffen, die den Radfahrenden vermutlich auch noch tierisch Spaß macht. Die Baden-Württembergische Landesregierung sieht darin eine Chance für Radschnellwege, die in die Städte hineingeführt werden müssen. Holzbau ist umweltfreundlicher und billiger als Stahlbau. Die Brücke kann auch Strom produzieren, wenn man Solarpanels verbaut, und im Winter gibt es dann auch Strom für eine Bodenheizung, die Schnee und Eis beseitigt. 

Die Idee gefällt mir. Wäre das nicht was für Stuttgart? 

10. Juni 2021

Fußgänger und Radschnellweg passen nicht zusammen.

Städte sind nicht gut beraten, wenn sie Radschnellverbindungen genau dorthin legen, wo bisher vor allem Fußgänger:innen unterwegs sind. Rund um Berlin führt das gerade zu Verwerfungen. 

Das Bedürfnis, Radfahrende über kreuzungfreie Strecken zu schicken, erzeugt Routenideen, die eben nicht entlang von Autostraßen führen. Auch Radfahrende fahren gern durch schöne Gegenden. Aber genau dort gehen auch Fußgänger:innen gerne spazieren und an schöneren Tagen in rauen Mengen. Denen darf man ihren Erholungsraum - er ist knapp genug - nicht wegnehmen. 

Unsere Hauptradroute 1 geht durch den Schlossgarten. Und da wird es wirklich immer enger. 

3. August 2020

Radschnellwege haben Zukunft

Wie kommt man mit dem Fahrrad von Leipzig nach Halle. Das geht uns hier in Stuttgart eigentlich nichts an. Aber die Strecke ist nur (oder immerhin) 36 km lang. 

Der Stuttgarter Gemeinderat hat kürzlich mit satter Mehrheit 13 Korridore für Radschnellverbindungen auf Stuttgarter Gemarkung gebilligt. (Dazu unten mehr). Bleiben wir erst mal bei Leipzig und Halle. Es gibt dort bereits drei Trassenvorschläge, und die MDR-Redakteurin (die in Coronazeiten nicht Zug fahren wollte) hat schon mal ausprobiert, wie sich das so radelt. Ihr Bericht ist lang und interessant und zeigt, dass es Spaß machen kann, 35 km zu radeln, vor und nach der Arbeit, auch wenn sie bei der Testfahrt über teils ungebahnte Wege dafür noch kapp vier Stunden unterwegs war. Auf einer nahezu kreuzungsfreien, gut asphaltierten Strecke, würde sie (allemal mit einem Pedelec oder als sportliche Radlerin) knapp zwei Stunden brauchen. Täglich würde sie das nicht machen, schreibt sie, aber ab un zu vermutlich schon.

2. März 2020

Ein gutes Angebot erzeugt sofort Nachfrage

Wo die Wege bequemer werden, fahren rasch mehr Leute Fahrrad. Das zeigt sich auf der Radschnellverbindung zwischen Böblingen und Stuttgart Vaihingen. 

Auch wenn sie alles andere als perfekt ist (es geistern überraschend viele Autos auf der Römerstraße herum) so hat, einem Bericht der Stuttgarter Zeitung zufolge der Radverkehr zugenommen. Früher fuhren die Kopfsteinpflasterstrecke 700 Radler/innen pro Tag, jetzt, nach der Asphaltierung, sind es schon 1.200. Nach Informationen der Stadtverwaltung Böblingen wurden an der Zählstelle seit Inbetriebnahme Ende Mai 2019 bis zum 23. Februar 2020 genau 158.028 Radfahrten erfasst. Das dürften noch mehr werden, auch wenn die Verbindungen in die Städte hinein nur sehr langsam besser werden.

22. Juli 2019

München plant Rad-Schnellweg durch die Stadt

typischer Münchner Radweg
Bislang sind es Pläne, und die allfällige Diskussion über Parkplätze ist noch nicht ausgestanden. 

Das Ganze ist das ein ambitioniertes Projekt, das Radlern auf  rund neun Kilometern quer oder längs durch München drei Meter breite Radwege zugesteht. Dafür müssen rund 800 Parkplätze wegfallen, in der Innenstadt allein 560. Diese neun Kilometer sollen die Radfahrer/innen inklusive Warterei an Ampeln ain 32 Minuten bewältigen können, wenn sie 20 km/h schnell (oder langsam) sind. Übermorgen, am 24. Juli, stimmt der Münchner Gemeinderat darüber ab. Die Kosten in Höhe von rund 24 Millionen Euro, sollen mit Bundesfördermitteln gestemmt werden.

1. Juni 2019

Radschnellverbindung Böblingen Sutttgart eröffnet

So, jetzt haben wir sie, unsere erste Radschnellverbindung nach Stuttgart und damit sogar den ersten Radschnellweg in Baden-Württemberg.

Am Freitagvormittag war Eröffnung und Anreadeln mit Landrat Bernhard, Verkehrsminister Hermann, dem Böblinger OB Belz, der ADFC-Vorsitzenden Zühlke, dem SWR und hundertünfzig Radfahrenden. Nach einer Vorführung auf Einrädern, wiesen der Landrat und der Verkehrsminister darauf hin, wie schnell es von der Idee zur Umsetzung ging. 

27. Mai 2019

Radschnellweg Römerstaße wird am Freitag eröffnet

Und zwar am 31. Mai um 11 Uhr. Es ist die erste Radschnellverbindung nach Stuttgart, die fertig ist.


Hier der Link mit Ortsangabe. Man trifft sich gewissermaßen auf halber Strecke zwischen Böblingen und Vahingen auf der Römerstraße, die gerne auch Panzerstraße genannt wird.

Sindelfingen brachte die Idee vor drei Jahren auf, diese Kopfsteinpflasterstrecke zu ertüchtigen, das Landesverkehrsministerium nahm sie auf. Man wollte, dass Radfahrende eine schnelle Verbindung zwischen Vaihingen und Sindelfingen, Böblingen erhalten, damit sie mit dem Fahrrad bequem pendeln können. Auch bei Nacht und auch im Winter. Das Kopfsteinpflaster sollte mit einer Asphaltschicht bedekt und eine mit dem Radler mitlaufende Beleuchtung eingerichtet werden, damit der Wald frühmorgens im Winter und abends nicht gar so finster ist. Spatenstich war im vergangenen Jahr.

5. Oktober 2018

Erster Bericht von der Machbarkeitsstudie Radschnellwege nach Stuttgart

Es geht los mit der Planung von Radschnellwegen und ihrer Weiterführung nach Stuttgart hinein. Der Gemeinderat hatte die von den Grünen beantragte Machbarkeitsstudie beschlossen. 

Am vergangenen Dienstag, den 2. Oktober, stellten die Planungsbüros VIA und Brenner Bernard vor, was sie vorhaben.

Mit dabei Vertreter/innen der Stadt, von Städten der Region Stuttgart, vom Verkehrsministerium und vom Regierungspräsidium, von Verbänden und des Gemeinderats (SPD, Grüne, Sösli und Stadtist). Das ganze wird so ablaufen: Zunächst einmal wurden die Korridore gesucht, in denen die Verbindungen zur Innenstadt verlaufen könnten. Darauf haben wir einen Blick geworden und Tipps gegeben, wie im Detail die Strecke verlaufen könnte und was gar nicht geht. Das war der Zweck des Treffens. Unsere Radler/innen-Expertise abholen (wobei ich wieder mal die einzige Frau war).

25. Mai 2018

Esslingen und Plochingen arbeiten an Radschnellwegen

Wenn man sich die Pläne der anschaut, sieht man, wie schwierig es ist, echte Radschnellwege durch unseren Autobahndschungel zu legen. 

Esslingen, Altbach, Deizisau, Plochingen und Reichenbach haben sich auf ein Schnellradwegkonzept veständigt und schon mal drei Varianten durchs Neckartal vorgeschlagen, noch bevor die Machbarkeitsstudie fertig ist.

Die Pläne sind zunächst einmal nur Diskussionsgrundlage für einen längeren Beratungsprozess, aber schon mal interessant anzuschauen. Denn man erkennt, dass es praktisch nicht möglich ist, durchgängige Radwege oder auch Schnellwege zu bauen, die nicht an irgendeiner Stelle in Radstreifen versickern oder schwierige Straßen kreuzen. Wie die Esslinger Zeitung berichtet, ist man sich aber wenigstens einig, dass der Radverkehr eine echte Chance ist, den Autoverkehrskollaps abzuwenden.