Das hat die Stuttgart Zeitung festgestellt und bezieht sich dabei auf den Abbiegezusammenstoß auf der auf der Kaltentaler Abfahrt.
In Kaltental fuhr am Freitag, dem 30. Mai, eine Radfahrerin auf dem Radfahrnstreifen bergab in Richtung Engelboldstraße. Ein Autofahrer (oder eine Fahrerin) fuhr ebenfalls bergab. Er oder sie muss vorher an der Radfahrerin vorbei gefahren sein, hat aber - wie üblich - beim Abbiegen bereits völlig vergessen, dass es diesen Menschen auf dem Fahrrad gibt, bog ab und streife dabei die Radfahrerin, die stürzte und sich leicht verletzte. An ihrem Fahrrad entstand außerdem Schaden. Der Fahrer oder die Fahrerin kümmerte das nicht, er oder sie fuhr davon. Womöglich, ohne im rechten seitlichen Rückspiegel den Sturz der Radlerin überhaupt bemerkt zu haben. Manche Autofahrende wollen Radfahrende nicht sehen und sehen sie deshalb auch nicht.
Mit beachtenswerter Nachdrücklichkeit kümmert sich die Stuttgarter Zeitung gerade um Belange und Themen des Radverkehrs. Und statt sich bei diesem Zusammensstoß mit der Frage zu beschäftigen, ob die Radlerin Warnweste oder Helm trug oder nicht, bemerkt die Autorin ganz richtig: "Am Steuer eines Autos muss man auf einer einspurigen Straße kaum eine Gefahr befürchten, wenn man geradeaus fährt. Anders sieht es für Verkehrsteilnehmende aus, die keine schützende Karosserie um sich haben: Radfahrerinnen und Radfahrer. Immer wieder passiert es, dass sie beim Abbiegen von Autos (eigentlich Autofahrer:innen) angefahren werden, obwohl diese ihnen Vorrang gewähren müssten."