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31. Juli 2025

An jeder Abbiegung droht Radfahrenden Gefahr

Das hat die Stuttgart Zeitung festgestellt und bezieht sich dabei auf den Abbiegezusammenstoß auf der auf der Kaltentaler Abfahrt. 

In Kaltental fuhr am Freitag, dem 30. Mai, eine Radfahrerin auf dem Radfahrnstreifen bergab in Richtung Engelboldstraße. Ein Autofahrer (oder eine Fahrerin) fuhr ebenfalls bergab. Er oder sie muss vorher an der Radfahrerin vorbei gefahren sein, hat aber - wie üblich - beim Abbiegen bereits völlig vergessen, dass es diesen Menschen auf dem Fahrrad gibt, bog ab und streife dabei die Radfahrerin, die stürzte und sich leicht verletzte. An ihrem Fahrrad entstand außerdem Schaden. Der Fahrer oder die Fahrerin kümmerte das nicht, er oder sie fuhr davon. Womöglich, ohne im rechten seitlichen Rückspiegel den Sturz der Radlerin überhaupt bemerkt zu haben. Manche Autofahrende wollen Radfahrende nicht sehen und sehen sie deshalb auch nicht. 

Mit beachtenswerter Nachdrücklichkeit kümmert sich die Stuttgarter Zeitung gerade um Belange und Themen des Radverkehrs. Und statt sich bei diesem Zusammensstoß mit der Frage zu beschäftigen, ob die Radlerin Warnweste oder Helm trug oder nicht, bemerkt die Autorin ganz richtig:  "Am Steuer eines Autos muss man auf einer einspurigen Straße kaum eine Gefahr befürchten, wenn man geradeaus fährt. Anders sieht es für Verkehrsteilnehmende aus, die keine schützende Karosserie um sich haben: Radfahrerinnen und Radfahrer. Immer wieder passiert es, dass sie beim Abbiegen von Autos (eigentlich Autofahrer:innen) angefahren werden, obwohl diese ihnen Vorrang gewähren müssten." 

24. Mai 2025

Farbe ist keine Infrastruktur? Anscheinend doch.

Rote Farbe auf Radspuren reduziert Konflikte zwischen Radfahrenden, Autofahrenden und Fußgänger:innen.  

Das hat die Uni Bochum festgestellt. In der Studie wurde untersucht, wie sich rote Farbe auf Radfurten an Ampelkreuzungen auf das Verhalten auswirkt. Es  wurden sieben auch von Radfahrenden stark befahrene Kreuzungen in Düsseldorf vor und nach der Rotfärbung der Radspuren betrachtet. An diesen Kreuzungen werden Radfahrende übrigens meistens auf ziemlich schmalen Radstreifen parallel zu den Fußgänger:innen über beampelte Furten geschickt. Luxuriös ist diese Radinfrastruktur nicht. 60 Stunden Videomaterial wurden ausgewertet. Außerdem befragte man vor der Rotfärbung 140 und danach 150 zufällig ausgewählte Radelnde. 

Ergebnis:

24. März 2025

Schöner neuer Radfahrstreifen mit ein paar kleinen Tücken

Der Radfahrstreifen vom Marienplatz die Hohenstaufenstraße rauf ist zur Hälfte fertig. Die Baustelle rückt immer weiter nach unten

Weil Parkplätze erhalten bleiben sollen, wird ein Teil als sogenannter Schutzstreifen angelegt. Bergab gibt es keinen Streifen, sondern Fahrradzeichen auf der Fahrbahn, die allen zeigen sollen, dass hier Menschen auf Rädern unterwegs sind. Die Gehwege sind nämlich veboten. 

Hinter der derzeitigen Baustelle beginnt bergauf der neue Radfahrstreifen, der den Radverkehr vom Autoverkehr separiert. Radelt sich durchaus angenehm, auch deshalb, weil der Untergrund endlich glatt ist. Der Streifen dürfte 1,50 m breit sein und mit Sicherheits- und blauem Streifen 1,75 m. Pkw kommen gut an Radfahrenden vorbei, auch wenn die 1,50 m Sicherheitsabstand nicht in jedem Fall ganz eingehalten werden dürften, wenn der Mensch auf dem Rad in der Mitte des Radfahrstreifen fährt. 

19. Januar 2025

Wichtig: Umfrage zum Radfahrstreifen Kaltental

Der Radfahrstreifen in Kaltental wurde als Pop-up-Radweg schnell eingerichtet. Dafür fielen hundert Parkplätze weg. Bedingung war eine Evaluation nach zwei Jahren. 

Die Stadtverwaltung steht hinter den Radstreifen, die Lokalpolitik nicht einstimmig, die Anwohnenden, die Autos, Betriebe oder Werkstätten haben, sind vermutlich zu einem gewissen Teil dagegen. (Alle sind es nicht.) Wobei sich gezeigt hat, dass die Parkplätze am Straßenrand in dem Ausmaß, wie sie vorher bestanden, nicht nötig sind, weil es viele Stellplätze auf den privaten Grundstücken gibt. 

Die Stadt Stuttgart hat jetzt eine Umfrage gestartet, an der wir Radfahrenden teilnehmen sollten. Sie dauert bis zum 6. Februar: Also gleich machen! Die Umfrage ist anonym. 

16. November 2024

Eine Festung gegen den Radverkehr

Die Ausfahrt von der Wilhelmsbrücke in Cannstatt Richtung Altstadt ist seit einer Weile gesperrt. Zunächst waren hier nur Bodenmalereien zu sehen, inzwischen steht eine Sperre dort. Und die Rad- und Fußgängerampel ist außer Betrieb. 

Ich habe darüber schon einmal geschrieben und mich darüber mokiert, dass Radfahrende damit gezwungen werden, nach links oder rechts abzubiegen und zwar auf die Gehwege des Neckardamms, die fürs Radfahren nur freigegeben sind. Wo also Schrittgeschwindigkeit gilt, was niemand auf Dauer radeln kann, weshalb man immer in der Illegalität radelt. Radfahrende müssen da nicht radeln, sie können auch die Fahrbahn nehmen. Dieser Zugang zu Fahrbahn ist aber hier verwehrt. Das ist offenbar auch der Verkehrsbehörde bewusst geworden. 

10. November 2024

Nicht einhaltbare Baustellenbeschilderung

Das mit den Verkehrszeichen an Baustellen klappt oft dann nicht, wenn Radfahrende betroffen sind. 

Auf dem Foto sieht man die Baustelle am abgerissenen Fußgängersteg in Vaihingen. Hier kommt ein neuer Rad- und Fußgängersteg hin. Der Radstreifen endet. Das Verkehrzeichen sagt: Radweg Ende. Doch an der Schranke steht auch das Verkehrszeichen: Durchfahrtsverbot (weißes rundes Schild mit rotem Rand). Hier dürften also nicht nur wir mit den Rädern, sondern auch Autofahrende nicht mehr weiterfahren. Es steht rechts von der Fahrbahn, gilt also. Da das absoluter Unsinn ist, fahren alle weiter, Autofahrende sowieso, aber Radfahrenden bleibt ja auch nichts anderes übrig. Ich habe in diesem Fall mit dem Bauleiter gesprochen und ihn darauf aufmerksam gemacht. Ihm war nicht klar, dass das Schild da steht und was es bedeutet. 

Es ist nicht gut, wenn wir Radfahrenden uns fragen müssen, ob ein Verkehrszeichen nun gilt oder nicht. Oftmals sehen sie so aus, als seien sie vergessen oder falsch herum gedreht worden. Aber uns obliegt halt die Entscheidung nicht, ob ein Verkehrszeichen gilt oder nicht. Sie gelten immer. 


25. September 2024

Warum nutzen die nicht den Radweg?

Das lese ich immer wieder in den Kommentaren. Ich habe dem bisher keine Beachtung geschenkt, weil ich ja weiß, dass es nur einige wenige sind, die auf der Fahrbahn radeln und dabei Autofahrende ärgern. 

Ein Blogleser hat mich auf ein kanadisches Youtube-Video aufmerksam gemacht, das der Frage nachgeht, warum ein vorhandener Radweg nicht genutzt wird. "Radler sind *-Löcher, sie sehen den Radweg und fahren auf der Fahrbahn, weil sie es können. Das ist eines der rätselhaftesten Argumente, die wir hören", so beginnt sinngemäß der lange Beitrag, in dem genau beobachtet wird, warum Radfahrende nicht den Radweg benutzen. Es sind, wie es im Video heißt nicht mehr als 10 Prozent aller Radfahrenden, die man mal außerhalb einer Radinfratruktur sieht, aber wie immer fällt den Leuten nur der Radler oder die Radlerin auf, die eine Regel verletzt, nicht die vielen Tausend, die richtig fahren. Und nicht alles, was Autofahrenden als Radweg erscheint, ist auch einer. Die meisten Gehwege sind nur fürs Radfahren freigegeben, nicht aber als verpflichtende Radwege ausgewiesen. Auf solchen ohne Freigabe darf man gar nicht radeln. Die Details der Verkehrszeichen und Verkehrsregeln für den Radverkehr kennen aber die meisten Autofahrer:innen gar nicht (übrigens auch viele Radfahrende nicht). 

Anhand von Beispielen werden acht Gründe aufgeführt, aus denen ein Radweg nicht genutzt wird. 

22. August 2024

Radstreifen schützen auch Fußgänger:innen vor dem Autoverkehr

Rheinstraße, Darmstadt, Apple Karten
Radwege und Radstreifen retten Leben, nicht nur die von Radfahrenden, sondern auch die von Menschen zu Fuß oder in Autos. 

Das zeigt eine Studie der Rudgers University, über die Studyfinds berichtet. Demnach kann das Anlegen von geschützten Radwegen an verkehrsreichen Straßen dazu beitragen, dass nicht so oft zu schnell Auto gefahren wird. An stark befahrenen Kreuzungen der Stadt Jersey Shore zeigte sich, dass Autofahrende langsamer fuhren, wenn sie sich einem Radstreifen auf der Straße näherten. Die Ausgangslage war, dass Autofahrende an dieser Kreuzung bei Grün ohne zu bremsen abbogen und und dabei oft Fußgänger:innen anfuhren. Dann richtete man entlang der Straße einen Radweg ein, der mit Pylonen gesichert wurde. Ein KI-Algorithmus analysierte die Geschwindigkeit von über 9.000 Fahrzeugen vor und nach der Installation des Radwegs. Er verringerte die Höchstgeschwindigkeit der Autofahrenden um 28 Prozent. Die Abbiegegeschwindigkeit fiel um 21 Prozent. Auch die Autofahrer, die gar nicht abbiegen wollten, verringerten ihre Geschwindigkeit um 8 Prozent.

7. Juli 2024

Vorfahrt oder nicht - was gilt auf Radwegen?

Wir radeln auf dem prominent geführten Radweg, von rechts kommt ein Radfahrer von irgendeiner Zufahrt. Wer hat Vorfahrt? 

Beispielsweise hier auf der König-Karlsbrücke: Die Rampe vom Wasen kommen immer wieder Radfahrende herauf, die meist nach links auf den Radweg der HRR1 auf der König-Karlsbrücke einbiegen wollen. Eigentlich gilt immer rechts vor links, wenn es nicht anders ausgeschildert ist. Auch dann, wenn der Radfahrer aus einem kleinen, unauffälligem Weg kommt. So hat zumindest das Landgericht Wuppertal 2015 geurteilt (LG Wuppertal, 6.11.2015, 9S218/15). In diesem Fall fuhr einer auf einem schönen Panoramaradweg und von rechts kam einer von rechts aus einem weniger gut ausgebauten Radweg, der auch noch Poller an der Einmündung hatte. Gilt das aber auch, wenn die Zufahrt mit einem Bordstein und zwei weißen Begrenzungs-Linien abgesetzt ist, wie auf der König-Karls-Brücke?

5. Juni 2024

Der dümmste Radweg Stuttgarts

Man glaubt es nicht, wenn man es nicht gesehen hat. Stuttgart führt einen Radstreifen auf einen Gehweg und hängt das Schild auf "Radfahrer absteigen." Denn auf dem Gehweg, wo der Streifen hinführt, darf man nicht radeln. 

Und dann ist da jetzt auch noch eine Baustelle entstanden und das Verkehrszeichen Parkverbot steht auf dem Gehweg. Wer denkt sich nur so was aus? Wie kann eine so irre Konstruktion wirklich in Stuttgart auf die Straße gelegt werden, samt Asphaltanwurf am Bordstein. Ist das ein Witz? Will man sich über uns Radfahrende lustig machen? Oder möchte man unbedingt in die internationale Liste der übelsten Radwege aufgenommen werden?

14. Mai 2024

Verkehrszeichen-Blindheit

Wenige Fußgänger:innen schauen auf Verkehrszeichen. Und wenn sie sie sehen, dann verstehen nicht alle sie richtig. 

Immer wieder laufen Leute auf dem Radwegteil des Ferdinand-Leitner-Stegs. Dabei gibt es, wenn man vom Planetarium her kommt, viele ziemlich eindeutige Hinweise, dass dieser linke Aufgang nur für die Radfahrenden ist und der rechte Aufgang (den man auf dem Foto nicht sieht) den Fußgänger:innen vorbehalten ist. Es stehen Barrieren im Weg, und es steht ein Schild mit einem Fußgänger im roten Kreis dort. Ein Mann, den ich auf halber Höhe ansprach, erklärte mir dann aber: Er dürfe hier laufen, da stehe doch ein Schild mit Fußgängerzeichen. Er hatte das Verbotsschild als Fußgängerzonenschild missverstanden.

Das Gehen auf Radwegen ist nicht erlaubt, genauso wenig wie das Spazieren auf Fahrbahnen. Aber Menschen zu Fuß gehen überall, wo keine Autos fahren und sind weitgehend blind für Verkehrszeichen. Allemal in Parks rechnen sie nicht damit. Sie gucken auch nicht hoch, wo die Verkehrzeichen hängen, sondern eher runter auf den Boden. Vielen ist nicht bekannt, dass der Schlossgarten in weitesten Teilen ein gemischter Geh-/Radweg ist. Und sie ärgern sich, wenn sie Umwege laufen müssen. Und über Radfahrende sowieso. Das Gehen auf diesem Radweg des Ferdinand-Leitner-Stegs ist nicht unkritisch für beide Verkehrsarten. Bergab sind die Radfahrenden schnell. Bergauf bedeuten Fußgänge:innen, die ihnen den Weg versperren, dass Radfahrende bremsen, sogar anhalten und dann am Berg wieder anfahren müssen, was vor allem mit Normalrädern ein Akt ist.  

17. März 2024

Wenn eine Stadt ihre Radfahrenden überhaupt nicht mag

Dann macht sie es genau so, wie die Stadt Waiblingen es in der Devizesstraße macht. Sie legt zwei sogenannte Schutzstreifen an den Fahrbahnrand, die vor der Bushaltestelle aufhören. 

Wie der Zeitungsverlag Waiblingen berichtet (Bezahlschranke), darf auf der Straße 50 km/h gefahren werden. Für Radfahrende gibt es sogenannte Schutzstreifen. Vor zwei einander gegenüberliegenden Bushaltestellen verengt sich die Fahrbahn aber. Hatten bis dahin Fahrräder und Autos auf eine Richtungsfahrbahn gepasst und waren Überholmanöver möglich, geht das jetzt nicht mehr. Der Platz reicht nicht. Dass der Schutzsteifen an der Bushaltestelle aufhört, ist weniger das Problem, weil der Radfahrende ja ohnehin auf dieser Linie radelt. Eine doppelt durchgezogene Mittellinie sagt Autofahrenden deutlich, dass sie Fahrräder nicht überholen dürfen. Allerdings ertragen es viele Autofahrende nicht, hinter den Radfahrenden zu bleiben. Sie überholen und sie überholen dabei auch sehr eng. Das ist also für etliche Radfahrende eine Angststrecke. Man muss sie sehr selbstbewusst radeln und sollte dabei nicht zu weit rechts fahren, sonst können viele Autofahrende nicht anders als zu glauben, sie kämen ja vorbei. 

26. Februar 2024

Krasser Egoismus hinterm Lenkrad

Das kennen wir schon lange. Die Autotransporter stehen auf dem Radweg an der Heilbronner Straße. Alles ist dicht. 

Diese Frechheit gegenüber den Menschen zu Fuß und auf den Fahrrädern scheint von den Ordnungskräften toleriert zu werden. Andernfalls hätte es längst eine polizeiliche Ansprache in den zuständigen Autohäusern gegeben. Danach sieht es für uns aber nicht aus. Denn die stehen da immer noch regelmäßig.

Blogleser Martin, der mir die aktuellen Bilder geschickt hat, schreibt mir: "Inzwischen wird am Pragsattel von den Porsche- und Toyota-Häusern der Radweg als Dispositionsfläche missbraucht.

25. Januar 2024

Auf Solar-Radwegen in die Zukunft

In Freiburg gibt es seit April vergangenen Jahres den ersten Radweg mit einem Solardach. Er schützt Radfahrende vor Regen und erzeugt Strom. Die Strecke ist über 300 Meter lang. 

In den Niederlanden werden schon länger Radwege mit Solarplatten ausprobiert. Inzwischen ist die neue Generation am Start. Sie PV-Module sind wenige Millimeter dick und leicht angeraut, damit man mit den Radreifen nicht rutscht. Und sie sind effizienter als die ersten. Im vergangenen Jahr wurden zwei neue Solar-Radwege eingeweiht, die von dem Unternehmen Wattway gebaut wurden, das nach eigenen Angaben weltweit 40 Solarradwege betreibt. 

Auf baumlosen und nicht von Häusern beschatteten Strecken ist das durchaus eine Option auch für Deutschland. Eine Fläche für den Radverkehr, die ohnehin versiegelt ist oder werden muss, produziert dann auch noch Strom. Auch wenn die Solarplatten robust sind, sollten sie aber vermutlich nicht mit Autos befahren werden, und das muss sichergestellt sein. In Deutschland scheiterte ein erster Solarradweg 2019

20. November 2023

Gute Nachricht: Die Radspur entlang der B37 wird verstetigt

Zum ersten Mal hat das Bundesverkehrsministerium eine Fahrradspur entlang einer Bundesstraße genehmigt. Der bisher provisorische Radweg entlang der Schlierbacher Straße von Heidelberg-Schlierbach nach Neckargemünd kann bleiben. 

Am 21. Juli habe ich schon mal über den Radweg berichtet. Und zwar so: 

Radweg an B37 bei Heidelberg in Gefahr

Bislang ist er nur ein provisorischer Radweg entlang der Schlierbacher Straße von Heidelberg-Schlierbach nach Neckargmünd. Aber er wird begeistert angenommen.
 
Laut SWR hat sich auf der 3,6 km langen Radstrecke in wenigen Monaten seit Eröffnung von 76 auf 300 pro Tag erhöht. Der Zweirichtungsradweg wurde im Mai 2021 eingerichtet, für ihn fiel eine von zwei Richtungsfahrspuren für den Autoverkehr weg. Dieser Radweg stellt, wie aus den Facebookkomentaren zu ersehen, eine echt Alternative zum Autofahren dar. Der Radweg war sogleich so erfolgreich, dass laut einemBericht der Grünen vom 31. März 2022, eigentlich verbreitert werden müsste, damit die vielen Radler:innen aneinander vorbei kommen. Heidelberg und das Land Baden-Württemberg wollen diesen Radweg nun dauerhaft einrichten.

16. November 2023

Wann könnren wir mit dem Rad endlich unterm Flughafen durchfahren?

Eine Lösung ist nicht in Sicht. Es wird ein Gutachten nach dem anderen erstellt. Denn die Politik traut sich nicht so recht, den Autoverkehr zugunsten des Radverkehrs einzuschränken. 

Ich habe im März schon ausführlich über den Höllentunnel am Flughafen auf der Gemarkung Leinfelden-Echterdingen berichtet. Jetzt hat das Radbündnis Filder einen Offenen Brief geschrieben. (Siehe unten)

Eigentlich hat sich am Sachstand nichts geändert. Allerdings kämpften die Autofraktionen verbissen um die 500 Meter, obgleich sie drum herum viele gut ausgebaute Straßen haben, die sie praktisch ohne Zeitverlust ebenfalls zum Ziel führen. Die Radfahrenden hingegen müssen, um diese 500 Meter zu überwinden, einen Umweg von 5 km teils über Feldwege radeln. Der Gehweg, den man für den Radverkehr freigegeben hat, ist nämlich so schmal, dass sie hier keine zwei Radfahrende begegnen können, ohne dass sich die Lenker verhaken. Da radelt man nur einmal und ein zweites Mal nur ausnahmsweise. 

28. August 2023

Platz freihalten für Radler:innen? Och nö!

In der Kolbstraße bergauf Richtung Lehen gab es mal einen Radfahrsreifen mit schönem vorgezogenem Aufstellplatz. Der Streifen wurde bald vom Gerüst am Eckhaus überbaut. Nun ist es dort nicht mehr schön. 

Autofahrende haben außerdem so ihre Probleme mit der roten Fläche für den Radverkehr und machen damit Radfahrenden Probleme. Häufig fahren sie mit ihrem Auto über ihre Haltelinie hinweg auf den roten Aufstellplatz. So ganz klar ist mir nicht, warum es ihnen so schwer fällt, diese Fläche einfach freizuhalten und an ihrer eigenen Haltelinie zu halten. Die Ampel sehen sie ja trotzdem. Und schneller geht es auch nicht. 

Da Radfahrer rechts nicht mehr durchkommen, fahren sie oft links an den wartenden Autos vorbei und quetschen sich dann vor den Kühler. Dass dieser Aufstellplatz durchaus gebraucht wird, sieht man auf dem Foto oben deutlich, auch wenn einer unter den Radfahrern ein Mopedfahrer ist, der da auch nicht hingehört. 

21. Juli 2023

Radweg an B37 bei Heidelberg in Gefahr

Bislang ist er nur ein provisorischer Radweg entlang der Schlierbacher Straße von Heidelberg-Schlierbach nach Neckargünd. Aber er wird begeistert angenommen.  

Laut SWR hat sich auf der 3,6 km langen Radstrecke in wenigen Monaten seit Eröffnung  von 76 auf 300 pro Tag erhöht. Der Zweirichtungsradweg wurde im Mai 2021 eingerichtet, für ihn fiel eine von zwei Richtungsfahrspuren für den Autoverkehr weg. Dieser Radweg stellt, wie aus den Facebookkomentaren zu ersehen, eine echt Alternative zum Autofahren dar. Der Radweg war sogleich so erfolgreich, dass laut einem Bericht der Grünen vom 31. März 2022, eigentlich verbreitert werden müsste, damit die vielen Radler:innen aneinander vorbei kommen. Heidelberg und das Land Baden-Württemberg wollen diesen Radweg nun dauerhaft einrichten. 

Doch am 13. Juli 2023 meldet die Rhein-Neckar-Zeitung: "Muss die B37-Radspur doch wieder für die Autospur weg? Der Rückbau ist alles andere als ausgeschlossen. Bundesverkehrsministerium sieht außergewöhnlichen Vorgang und prüft."

28. Mai 2023

Wen schützen wir eigentlich vor was?

Eine dicke Doppelleitplanke zwischen Radweg und Autostraße verengt den Radweg zu einem Nadelöhr. Und das nur, um Raser in Autos vor einem Sturz in einen Bach zu bewahren. 

Wir mir ein Blogleser und wie die ZVW (Bezahlschranke) berichtet, befindet sich die Stelle auf dem linksseitigen Radweg der Schorndorfer Straße, wenn man aus Waiblingen Richtung Freibad hinausradelt. Nachdem man das Freibad passiert und die B14 unterquert hat, kommt man an den Schüttelgraben. Dort fließt ein Bächlein unter der Straße durch. Hier befanden sich schon immer Leitplanken und die wurden erneuert: massiv und in doppelter Ausführung wie die Mittelleitplanke einer Autobahn. Offenbar, damit Autos nicht in den Schüttelgraben schanzen. Ertrinken würden ihre Fahrer:innen allerdings im Bach nicht. Und dass das passiert, ist auch eher unwahrscheinlich, denn einerseits darf hier nur 60 gefahren werden und andererseits liegt das Bollwerk in der Innenkurve, und die meisten trägt es aus der Kurve raus. Laut Zeitungsbericht lehnt das Amt einen Rückbau ab, weil "das Fahrzeugrückhaltesystem primär dem Autoverkehr und sekundär dem Radverkehr" diene. 

Um den Schutz von Radfahrenden geht es definitiv nicht. 

22. Mai 2023

Nur ein Drittel der Radfahrenden ist misstrauisch

Solche Radwege gehören zu den gefährlichsten Wegen für Radfahrende. Der Radweg ist durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt. Autofahrende können nach rechts einbiegen. 

Der Kurvenradius - hier an der Heilbronner Straße bergauf - ist so weit, dass Autofahrende vor dem Abbiegen kaum abbremsen müssen. Sie können praktisch mit Tempo 40 in die Seitenstraße reinschießen. 

Radfahrende haben hier Vorrang, weil sie geradeaus fahren. Auf dem Asphalt ist ein Radstreifen aufgemalt. Aber auch wenn er rot markiert wäre, für Autofahrende macht das keinen großen Unterschied. Wenn sie nicht auf Radfahrende achten wollen, dann sehen sie sie nicht. Nur wenige Autofahrende nehmen uns Radler:innen im Seitenraum (also auf dem Gehweg) wahr, für sie kommen wir unvermittelt, wenn sie abbiegen, wie aus dem nichts. Sie haben uns vorher nicht gesehen, und wir sind schneller auf der Fahrbahn als Fußgänger:innen. 20 Prozent aller Zusammenstöße mit einem Fahrrad haben mit falschem Abbiegen der Autofahrenden zu tun. Ungefähr 10.000 Menschen werden jedes Jahr verletzt, weil Autofahrende ohne zu gucken abbiegen, ungefähr 140 Radfahrende oder Fußgänger:innen werden dabei getötet, wobei zu 90 Prozent Radfahrende die Opfer sind. Es empfiehlt sich also, dass wir Radfahrende uns vergewissern, ob da ein Auto kommt, dessen Fahrer oder Fahrerin womöglich - auch ohne zu blinken - abbiegen will. Ein solcher Zusammenstoß (Autofahrer wollte über den Radfahrestreifen auf ein Grundstück einbiegen) hat sich am vergangenen Dienstag auf der Waiblinger Straße ereignet. In Leinfelden-Echterdingen gab es Anfang des Monats einen ähnlichen Zusammenstoß. Es passiert also oft. 

Dennoch: Nach links scheinen nur knapp 30 Prozent der Radfahrenden zu schauen.