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19. Juni 2024

Viele Autos auf Rad- und Busspur Charlottenplatz

Autofahrende werden wegen einer Baustelle und der Sperrung der Hauptstätter Straße am ehemaligen Breuninger Parkhaus durch die Esslinger Straße zum Charlottenplatz geleitet. Dort dürfen sie nur noch nach links zur Planie abbiegen. Daran halten sich enorm viele nicht. 

Geradeaus fahren geht nicht mehr, da steht eine Sperre. Aber rechts zur Charlottenstraße abbiegen geht noch, es ist halt nur verboten. In diesen Straßenabschnitt reinfahren darf nur der Linienverkehr, also der Bus, der hier sein neue Haltestelle hat, und der Radverkehr. Die Verkehrsschilder sind eindeutig. Das aber interessiert viele Autofahrende nicht (siehe unten). 

Für Radfahrende hat man eine kleine Radspur links neben die Busspur gelegt. Links steht auch eine kleine Radampel. Die Sperre lässt eine Lücke für Radfahrende, die geradeaus zur Landesbibliothek wollen. Eine durchaus angenehme Strecke. Auch auf die Verkehrsinsel rüber zum Auslandsinstitut kommt man schnell. 

11. Juni 2024

Gepflegtes Chaos am Marienplatz

Eine Viertelstunde herumstehen und gucken, wie der Verkehr funktioniert, mache ich ja gerne.  

An der Einmündung der Tübinger Straße zum Marienplatz erkennt man, dass das Angebot für Radfahrende und Fußgänger:innen nicht richtig passt. An dieser Stelle kreuzen sich der Autoverkehr und der Rad- und Fußverkehr aus vielfältigen Richtungen in verschiedene Richtungen (siehe Karte ganz unten). Auch wenn die Autofahrenden, die aus der Böblinger Straße kommen und in die Tübinger Straße einbiegen, nicht immer langsam fahren (und auch nicht blinken), sind hier im Grundsatz alle recht langsam unterwegs. Chaotische Verhältnisse sind deshalb auch nicht unbedingt unfallträchtiger als andere Stellen. Aber die Verkehrsführung ist nur für den Autoverkehr optimiert, für den Radverkehr und für Fußgänger:innen überhaupt nicht. 

21. September 2023

Neuerungen an der Rotebühlkreuzung

Am Rotebühlplatz gibt es  - Hurra! - jetzt endlich den Radfahrstreifen. Frisch und blau markiert. 

Radfahrende können jetzt, von der Tübingerstraße kommend, Richtung Finanzamt und Fritz-Elsas-Straße vom fürs Fahrrad freigegebenen Busstreifen direkt auf den Radfahrstreifen fahren und rechts neben den Autos an der Autoampel auf Grün warten, um dann geradeaus oder rechts weiterzuradeln. Es gilt die Autoampel.

Wie man auf dem Foto sieht, sind Autofahrende noch nicht bereit, hier mit Radfahrenden oder E-Scooter-Fahrenden zu rechnen und biegen ohne nach rechts hinten oder in den rechten Seitenspiegel zu gucken ab. Die E-Scooterfahrerin musste ziemlich bremsen, damit sie nicht umgenietet wurde. Ich frage mich ja immer so für mich, ob es eigentlich keine technischen Lösungen gibt, damit Autofahrende nicht einfach nach rechts ziehen, oder ob man nicht wenigstens Warnschilder aufstellen könnte, die auf eine veränderte Verkehrsführung und Radfahrende aufmerksam machen.  

4. Dezember 2022

Kein Weihnachtsfrieden am Radweg Holzstraße

Die Autoverkehrsorganisation am Weihnachtsmarkt bringt es mit sich, dass jetzt alle mit ihren Autos von der Markthalle über die Dorotheenstraße rausfahren und dabei den Radweg Holzstraße kreuzen. 

An dieser Ausfahrt gab es schon immer notorisch kritische Situationen, weil Autofahrende von den Radfahrenden stets verblüfft werden. Sie sehen sie selten rechtzeitig. Sie war auch mal ein paar Tage auf dem Sprung zur autofreien Straße ohne Parkplätze, doch die Möblierung für den Aufenthalt von Menschen wurde beiseite geräumt und das Parken wieder gestattet. So stellt sich die Stadspitze wohl den weihnächtlichen Verkehrsfrieden vor: Hauptsache Autofahrende kriegen Platz ohne Ende. Aller andern dürfen sehen, wo sie bleiben. 

Die Zahl der Autos, die sich jetzt die Dorotheenstaße rausschieben und auf dem Radweg stehen bleiben oder gefährlich schnell drüber fahren, hat sich gefühlt verzehnfacht. Ich habe am Freitag gegen 17 Uhr eine Viertelstunde dort gestanden und gefilmt, was so passiert. Am Schluss gibt es das Video am Stück zu sehen, aus dem ich hier ein paar Standfotos rausgreife, um die einzelnen Situationen zu erklären. 

25. Mai 2021

Radeln mit Angst oder illegal - Vaihingen


In Vaihingen am Schillerplatz funktioniert wirklich gar nichts für den Radverkehr. Nur der Autoverkehr klappt. 

Die Gehwege am Schillerplatz und der Hauptstraße sind alt und schmal, für Autos hat man Parkplätze eingerichtet, und Radfahrende können sehen, wo sie bleiben. Radstreifen gibt es auf der Hauptstraße keine. Deshalb radeln die meisten hier auf den Gehwegen um die gesamte Rad-Infrastruktur drum herum, obgleich die Gehwege nicht freigegeben sind. Sehr zum Leidwesen der Fußgänger:innen. Die stehen auch noch viel an Ampeln herum. Hier meine Viertelstundenreportage. Alles, was in einer Viertelstunde passiert, passiert häufig. 

Auf dem Foto sehen wir einen Jugendlichen links auf dem Gehweg radeln und einen Mann auf der Mittelpur der Fahrbahn kommen. 

20. Juni 2020

Temporäre Mobilitätswende auf der Theo

Nun haben wir also temporäre Radfahrstreifen auf der Theo. Es radelt sich super, finde ich. Allerdings bin ich auf dem Rad- und Busstreifen auch angehupt worden. 

Ich stand dort eine Viertelstunde am Fußgängerüberweg Richtung Hospitalviertel, wo die Polizeistation ist, und habe mir angeschaut, wie das so läuft. Es waren doch viele Radfahrende unterwegs, die teils lächelnd zu Bolzstraße radelten, obgleich die vielen Fußgängerampeln immer wieder auf Rot standen. Es gab keinen einzigen Rotlichtverstoß durch Radfahrende, sber viele Verstöße durch den motorosierten Verkehr.

30. Juni 2019

Warum Radler gegen Regeln verstoßen

Die Kreuzung Böblinger-, Schreiber- und Schickhardtstraße ist ein gutes Beispiel dafür, dass viele Radfahrende Regeln verletzen, weil eine Radinfrastruktur fehlt. 

Ich vermute, dass es die Kreuzung in Stuttgart ist, wo am häufigsten mit dem Fahrrad falsch gefahren wird. Kein Wunder, denn sie ist nur für Autofahrer organsisiert. Ich stand zufällig so gegen 18:15 Uhr eine knappe Viertelstunde auf der Terrasse des Generationenhauses und habe die Kreuzung beobachtet, über die ich auch nicht zum ersten Mal schreibe.

Ich war erstaunt, wie viele Radfahrer/innen die Böblinger Straße Richtung Schwabtunnel queren. Bei jeder Ampelphase fuhren ein bis zwei, fast alle tapfer auf der Fahrbahn. Dabei ergeht es ihnen nicht immer gut.

11. Mai 2019

Grausige Kreuzung - eine Viertelstundenreportage an der Cottastraße

An einem regnerischem Abend gegen 18 Uhr habe ich sieben Ampelphasen an der Cottastraße Richtung Heutsteig beobachtet.

Sieben Ampelphalsen, sechs mit Radlern. Das ist viel. Offensichtlich ist die Querung der Hauptstätterstraße hier für Radfahrende wichtig, bei ihnen beliebt ist sie sicher nicht. Die Kreuzung ist schwierig. Einen Aufstellplatz für Radler gibt es nicht. Auf die Sperrfläche rechts dürfen sie sich eigentlich nicht stellen. Von einer Radlerampel, die etwas früher Grün gibt, keine Spur. Die Viertel-Stunden-Reportage offenbart die Probleme:

Manche Radler landen links der Autoschlange, so wie die beiden Radler oben auf dem Foto, die bei Grün dann schräg nach rechts vor die startenden Autofahrer fahren, die rechts oder links abbiegen.

4. März 2019

Die verrückteste Keuzung Stuttgarts

Vor einem Jahr habe ich über die närrische Kreuzung Eberhardstraße am Tagblattturm geschrieben.

Damals fuhren und gingen alle Verkehrsteilnehmer/innen kreuz und quer, wie sie gerade wollten. Jetzt ist die Ampel weg, die bei Radlern als die langsamste Ampel Stuttgarts verschrien war. Aber zu einer Vorfahrtregelung für Radler auf ihrer Hauptradroute 1 konnte man sich nicht durchringen. Der Autoverkehr zu den Parkhäusern hat Vorrang (sogar der Bus muss warten).

Auf der Kreuzung herrscht jedoch immer noch das gleiche friedliche Chaos, weil nach wie vor alle anderen Verkehrsteilnehmer/innen (außer den Radlern) machen, was ihnen passt. Dass die Regelverstöße von Radlern minimal sind, zeigt auch, dass die Kreuzung für sie passend gemacht wurde. 

25. Oktober 2018

Radstreifen für Hartgesottene - Viertelstundenreportage vom Wilhelmsplatz

Am Wilhelmsplatz in Stuttgart (nicht in Cannstatt) sind die Radstreifen neu gemacht und teils neu verlegt worden. 

Kommt man vom Tagblattturm wird man an  der Fußgängerampel immer noch mitten in die Fußgänger auf den uralten roten Radweg geleitet.
Da spazieren jede Menge Leute. Die Radampel ist jetzt klein und steht einem vor der Nase. Schön.
Gar nicht schön ist es aber, wenn man von der anderen Seite kommt. Das ist ein Parcour für Fortgeschrittene. Und einer Ampel, an der man gut 3 Minuten steht.

5. Mai 2018

Oje, diese Kreuzung funktioniert ja gar nicht

Die Kreuzung Paulinenstraße mit der Marien- und Reinsburgstraße ist richtig kompliziert. Allerdings nicht für Leute, die mit dem Auto fahren, sondern nur für die, die mit dem Fahrrad kommen.

Für Autos ist sämtliches Fahren und Abbiegen ordentlich geregelt, einschließlich einer Geradeaussperre in die Marienstraße Richtung Gerber. Für Radfahrende mit Kinderanhänger oder Lastenradradler wird diese Sperre zum Hindernis, denn die Lücke ist verdammt eng.

Sie sehen sich außerdem einer hochkomplexen Radinfrastruktur gegenüber, die auch noch Überraschungen bereithält. Das führt zu reichlich regelwidrigem Verhalten. Fußgänger/innen halten sich übrigens auch nicht an die Regeln. Und Autofahrende missachten sie absichtlich.  

22. Februar 2018

Wenn es einfach mal schön gemacht wäre ...

Das träume ich manchmal. Kürzlich stand ich eine Viertelstunde am Bahnhof und habe zugeschaut, was an der Fußgängerampel zur Lautenschlagerstraße so passiert. 

Immerhin einer der wichtigsten Übergänge für Radfahrende, die Richtung Milaneo, Bibliothek und Pragsattel rausfahren wollen. Über die Kreuzung Kriegsbergstraße/Heilbronnerstraße dürfen sie nicht. Also geht im Grunde nur hier, wenn man aus dem Zentrum kommt. Fußgänger sind in der Mehrheit. Natürlich arrangiert man sich irgendwie. Legalisiert ist die Ampel für Radfahrende übrigens noch nicht, oder anders gesagt: Sie können hier bei Fußgäner-Rot fahren, was auch einige tun. Aber noch andere Dinge passieren.

4. August 2017

Autofahrer lehren Radfahrer das Fürchten

Am Botnanger Sattel gibt es Radspuren, die Radler über die Kreuzung leiten sollen. Gut ausgedacht. Aber die Rechnung wurde ohne die Autofahrer gemacht. 

Die benutzen, wenn sie vom Westen kommen und nach Botnang hinunter fahren wollen, den Radstreifen als Spur, um die Linksabbieger rechts zu überholen und geradeaus weiter zu fahren. Darauf hat mich Peter Pipiorke von den Naturfreunden aufmerksam gemacht, von dem dieses Foto stammt.

Ich bin also hingeradelt und habe dort eines meiner Viertelstunden-Beobachtungsvideos gedreht.

10. Juli 2017

Radfahrer halten sich doch an keinerlei Regeln

So heißt es immer. Die fahren auf Gehwegen, auch wenn es verboten ist. Ja. Stimmt. 

Was ich gesehen habe, gestern an der Schranke Hofener Straße, war bestürzend.

Ich habe doch tatsächlich in der Viertelstunde, die ich das Video gedreht habe, drei Radfahrende erwischt, wie sie auf den Gehweg einschwenkten, statt die Fahrbahn zu benutzen. Das müssen sie nämlich sonntags, wenn die Hofener Straße für den Kraftverkehr (Autos, Motorräder, Lieferwagen etc.) gesperrt ist. Was da sonst noch passierte, war echt krass. Hier das Video.

19. Dezember 2015

Die trostloseste Straße Stuttgarts - Viertelstundenreportage

Vermutlich gibt es noch andere trostlose Straßen, aber die die Böblinger Straße in Heslach gehört zu den Spitzenreitern.

An einem Winterabend halb sieben sind kaum noch Menschen unterwegs, ein paar Läden leuchten trübe, viele sind zu, die teils endlosen Wände sind dunkel, ein paar Radbügel stehen herum, die eine Fußgängernase begrenzen.

Die Fahrbahn ist ausschließlich für Autos und Stadtbahn ausgelegt.