Posts mit dem Label Schild(bürg)erstreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schild(bürg)erstreich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

18. Mai 2025

Was verbietet dieses Schild wirklich?

Es erscheint zunächst ganz eindeutig. Wer auch immer das Verkehrszeichen 254 hier aufgehängt hat, möchte uns damit sagen, dass man Fahrräder am Geländer nicht abstellen darf. 

Das ergibt sich auch aus der Situation in den letzten Jahren. Entlang des Geländers des Abgangs zur Unterführung an der Seitenwand des Operngebäudes waren jeden Arbeitstag zahllose Fahrräder angekettet. Die Radbügel auf dem Radparkplatz aufseiten des Landtags blieben ungenutzt. Über die Psychologie des Radparkens habe ich schon mal geschrieben. Das soll hier nicht das Thema sein. Dass jemand - vermutlich irgendeine Landesbehörde - hier keine abgestellten Fahrräder haben möchte, sei akzeptiert. 

 Allerdings ist das aufgehängte Verkehrszeichen falsch.  Es sagt etwas ganz anderes. 

4. Mai 2025

Gilt das Schild? Oder wurde die Fahrradstraße grundlos gesperrt?

Die Fahrradstraße Eberhardstaße war Samstagnachmittag für sämtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Aus gutem Grund. Aber leider war sie es schon am Freitag davor. Einen Grund dafür gab es nicht. 

Ich bin Freitagnachmittag da reingeraten und fragte mich: Ist das noch vom 1. Mai am Donnerstag übrig geblieben oder steht das für etwas, das am Wochenende kommt? Das Internet gab mir die Antwort: Am Samstagnachmittag findet/fand die Griechische Parade statt, von 12 bis 17 Uhr. Warum aber stehen die Sperren schon am Vortag, wenn auch offen? Und warum  verbietet das Verkehrszeichen weißer Kreis mit runden Rand uns die Durchfahrt?   Umleitungsschilder standen auch da. Gültig oder nicht? Nach verwirrten Zögern bog der größte Teil des Fahrradverkehrs auf seiner Hauptradroute 1 in die Eberhardstraße ab, während Fußgänger:innen übrigens auf ganzer Breite auf der Fahrbahn die Baustelle am Tablattrum umrundeten und die Radfahrenden, die der Umleitung folgen wollten, behinderten.

4. April 2025

Die Zacke und ein kurioses Pseudoverkehrszeichen

"Did you know that?," schreibt gleichnamige Facebookseite und berichtet einem internationalen Publikum auf Englisch über unsere Zahnradbahn, weil sie Fahrräder mitnimmt. 

Die Seite hat von Unique and Beautiful Text und Bild übernommen. Erwähnenswert sind die besonderen Wagen, auf denen die Fahrräder den Berg hoch transportiert werden. Dies erlaube es Radfahrenden, ihre Räder vom Marienplatz bis zur Endhaltestelle in Degerloch hochzubringen und damit den steilen städtischen Anstiegen zu entgehen. Der Transport ist kostenlos und fördert die städtische Mobilität, indem sie eine praktische Lösung anbietet für Stuttgarts herausfordernde Topographie. 

16. Dezember 2024

Ausweglos - als ob es keinen Radverkehr gäbe

Seit ein paar Tagen steht dieses Schild samt Bake auf dem Radstreifen an der Gutenbergstraße, wo es über die Schwabstraße geht. 

Diese Furt war immer schon kurios. Einer meiner ersten Blogartikel hat sich damit beschäftigt. Warum sollen wir hier nicht, wie an anderen Straßen auch, ohne Sperrgitter auf unserer Richtungsfahrbahn rüber fahren können. In Gegenrichtung geht das ja auch. 

Noch am Samstag blockieren nun auch noch Verkehrszeichen die Radausfahrt, die einzig und allein den Autoverkehr darüber informieren, dass der Schwabtunnel gesperrt ist. Man hätte sie auch ans Sperrgitter stellen können. Aber nein, man stellt sie genau auf den Radstreifen und macht die Ausfahrt komplett dicht. Einen legalen Ausweg gibt es für uns nicht. 

8. Dezember 2024

Das Radfreigabe-Paradoxon - nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit

Fußgängerzone Stuttgart (nicht ohne Auto)
In Lüdenscheid hat die Verwaltung die Fußgängerzone von abends bis morgens für den Radverkehr freigeben. An sich eine gute Idee, dann kann man da nachts schneller durch. Aber nein! Vorsicht! Es gilt ja Schrittgeschwindigkeit. 

Und das ist aber im Grunde widersinnig, schreibt Jan Schmitz auf der Seite come-on. Wenn man Menschen zu Fuß nicht überholen darf (denn dann ist man ja schneller als Schrittgeschwindigkeit), kann man auch gleich schieben oder zu Fuß gehen. Der Autor hat in seinem Beitrag ausführlich aus meinem Blog-Post "Schrittgeschwindigkeit ist Unfug" zitiert, was ich geschrieben habe über die Unmöglichkeit, auf längeren Strecken als ein paar Metern, Schrittgeschwindigkeit zu radeln. 

Das Paradoxon einer Gehweg-Radfreigabe fällt dem Autor auf, weil in Lüdenscheid offenbar von der Stadtverwaltung noch keine Gehwege für den Radverkehr freigeben wurden. In Stuttgart haben wir davon ungefähr 120 km, teils ohne echte Alternative wie etwa auf dem Neckardamm (Gehweg mit Radfreigabe) zwischen Cannstatt und Hofen, sogar so organisiert, dass man nur noch über die Gehwegecke auf die Fahrbahn gelangen kann.

9. Juli 2024

Manche Verkehrzeichen gelten in Stuttgart nicht für den Radverkehr

Offensichtlich haben in  Stuttgart Verkehrszeichen ein andere Bedeutung als im Rest der Republik. 
Das Durchfahrt-verboten-Schild gilt jedenfalls offensichtlich gerade nicht für den Radverkehr.

Denn einfach mal rabiat 65 Meter der Fahrradstraße als Teil der Hauptradoute 1 für eine Festivität auf dem Marienplatz sperren - und das für mehrere Tage-, geht ja nicht. Eine Umleitung ist nicht ausgeschildert, es scheint also niemand zu erwarten, dass Radfahrende anders fahren. Mit dem Rad zum Marienplatz (letztlich Richtung Möhringer Straße, Heslach, Vaihingen) kann man von hier aus auch gar nicht anders fahren, es sei denn man fährt bergauf und bergab einen Umweg von 1,4 km oder kenntnisreich über Fußgängerbereiche und Ampelanlagen gut 600 Meter. Das ist aber, wie gesagt, nicht ausgeschildert. Und das ist kein Einzelfall, auch wenn es jetzt während der EM gehäuft vorkommt. 

10. Juni 2024

Ist das so gemeint oder kann das weg?

Warum müssen wir Radfahrende uns immer fragen, ob Verkehrszeichen für uns gelten oder nicht? Hat sich wer was dabei gedacht, ist das so gemeint, oder ist es ein Versehen? 

Ist denen, die solche Verkehrszeichen aufstellen klar, was sie bedeuten? Kennen sie ihren Sinn? Offensichtlich nicht. Denn, wer auch immer am vergangen Sonntagmorgen an der Hofener Straße, die sonntags für den Autoverkehr gesperrt ist, damit Radfahrende die Fahrbahn nutzen und Fußgänger:innen auf dem Gehweg ungestört sind, nicht nur die Schranken geschlossen, sondern auch noch diese extra Schranke aufgestellt hat, hat damit auch den Radfahrenden die Durchfahrt verboten. Das nämlich bedeutet das weiße runde Schild mit dem roten Rand. Durchfahrt verboten für alles, was Räder hat, außer Handkarren. Eine Radfreigabe hängt nicht drunter. 

10. April 2024

Schilder-Rätsel am Charlottenplatz

Gerade kann man nicht geradeaus auf der Fahrbahn über den Charlottenplatz Richtung Neckartor/Landesbibliothek radeln, weil vor dem Stadtpalais Baustelle ist. 

Also hat man kurzerhand für Radfahrende eine Umleitung ausgeschildert, die aber doch Fragen aufwirft. Vor dem Umleitungsschild steht das Verkehrszeichen, dass das Radfahren auf der Linksabbiegespur Richtung Planie verbietet. Gilt das jetzt noch oder schlägt das gelbe Umleitungsschild alle anderen Anordnungen? Ich habe dazu im Vehrkehrsrecht nichts gefunden, vermute aber, dass es nicht so ist. Wir sehen uns wie so oft einer widersprüchlichen Beschilderung gegenüber. 

19. Januar 2024

Schmale Straße für Radfahrende sperren geht nicht

Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig entschieden. Gemeinden können Fahrbahnen nicht einfach für Radfahrende sperren, wenn sie sie so schmal sind, dass Autofahrende die Räder nicht überholen können.

In Groitzsch im Landkreis Leipzig hat, wie der ADFC berichtet, die Gemeinde 2021 eine schmale Kommunalstraße (die Kippenstraße), die von wenigen Autos befahren wird, für Fahrräder gesperrt. Dagegen hat ein Mitglied des ADFC Widerspruch eingelegt, doch die Gemeinde wollte das nicht hören. Sie argumentierte, wegen des Überholbstands von 1,5 Metern sei die Straße zu schmal als dass Lkw-Fahrende regelkonform überholen könnten. Verhandlungen führten zu keiner Lösung. Darauf hin hat der ADFC eine Klage unterstützt. Das Verwaltungsgericht Leipzig gab dem Kläger im August Recht.

3. Juli 2023

Das Kreuz mit den Umleitungen

Guten Morgen, heute auch in die Sperrung der HRR1 am Tagblattturm reingerasselt? 

So wie ich gestern, weil: Die Umleitungsschilder nicht gesehen und wenn doch, dann nicht ernst genommen. Kein Wunder, schon seit Tagen stehen auf der Tübinger Straße beim Gerber Umlektungsschilder herum, die aber nichts bedeutet haben. Es gab nichts, um das man uns hätte drum herum leiten müssen. Und nun plötzlich galten sie. 
Und heute war der Spuk schon wieder vorbei. Zumindest am Mittag waren keine Spuren mehr zu sehen. 

Die Weiterführungszeichen für den Fuß- und Radverkehr führten zusätzlich in die Irre. Zwar geht es an der Ausfahrt Rotebühlplatz/Eberhardstraße noch irgendwo hin, nämlich nach links, aber eben nicht mehr zur autofreien Eberhardstraße. Dorthin muss man über die Gehwege schieben. Oder man ist vorher den Umleitungsschildern gefolgt. 

4. November 2022

Wirre oder irre - Verkehrsschilder für Radfahrende

Es ist vieles überhaupt nicht eindeutig für uns Radfahrende. Wir müssen oft länger darüber nachdenken, ob wir da jetzt radeln dürfen oder nicht. 

Mein erstes Beispiel ist die Ampel über die Schreiberstraße an der Matthäuskirche auf der Hauptradroute 1 in Heslach. Wir sehen, wenn wir stadteinwärts radeln, dieses Schild, das den Gehweg als gemeinsamen Geh- und Radweg ausweist. Aber gilt das eigentlich auch, wenn ich hier nach links abbiege und dabei auf dem Gehweg bliebe (nächstes Foto). Hinter der Hausecke links auf dem Foto sind Fahrradständer. Viele radeln hier aber auch vor zur Böblinger Straße. 

24. Oktober 2022

Das Schilder-Rätsel von Sonnenberg

In Sonnenberg gibt es eine verlotterte Radverkehrsanlage. Hier radelt doch niemand, dachte ich. Aber dann kam mir auf dem Gehweg ein Radler entgegen. Diese Radspur hat er nicht benutzt. 

Schön ist, dass Radfahrende der Laustraße über einen Freiabbieger folgen können, der für Autos gesperrt ist. Sie müssen nicht an der Ampel warten. Doch wenn man sich die ganze Sache genauer anschaut, tauchen einige Fragen auf. 

Aber der Reihe nach: Radfahrenden, die die Waldfriedhofstecke hochgeächzt sind oder die Heinestraße entlang aus Degerloch kommen und in Sonnenberg auf der Laustraße Richtung Rembrandstraße (Kremlerstraße, Hallenbad etc.) weiter wollen, müssen hier lang (siehe Karte unten). 

4. Juli 2022

Immer dieser Schilderwahnsinn an Baustellen

Dieses Schild hat eine Baufirma an die Fritz-Elsas-Straße gestellt. "Ohne ersichtlichen Grund", teilt die Stadt mit. Man habe den Firma aufgefordert, es unverzüglich zu beseitigen. 

Aber gestern, Sonntag, stand es immer noch da. Offenbar ist es der Baufirma egal, was das Ordnungsamt anordnet. Heute steht es auch noch. Und es steht auch so eines, wenn man vom Tagblattturm her kommt. 

Das Schild behauptet, dass Radfahrende nicht nach links abbiegen dürfen, weil auf der Theodor-Heuss-Straße ein Radfahrverbot herrscht. Das ist aber grottenfalsch. Es steht auch falsch, denn die Radler radeln hier auf dem ehemaligen Radweg (Gehweg, Rad frei) zur Ampel am Finanzamt vor. Das Schild steht aber so, als richte es sich an die Radfahrenden, die auf der Fahrbahn kommen. Für die ist es aber gerade unproblematisch, nach links in die Theo abzubiegen (die Pizzafahrer radeln hier fast immer Fahrbahn), und in der Theo herrscht eben auch kein Verbot, Rad zu fahren. 

2. Juli 2022

Muss das da stehen oder kann das weg?

Muss dieses Schild mit dem Fahrradzeichen und einer durchgestrichenen Ergänzung eigentlich mitten auf dem Weg stehen, den Radfahrende  fahren sollen? 

Und was soll es uns überhaupt sagen, das Zusatzschild ohne das Verkehrszeichen, für das es ein Zusatz wäre. Seit Jahren radeln Radfahrende über diesen Überweg. Das sinnfreie Schild versperrt jetzt die Sicht auf die Ampel. Wobei auch diese Ampel vollständig sinnlos geworden ist, seitdem die Wilhelmsbrücke für den Autoverkehr gesperrt ist. Man steht an der roten Ampel: Von rechts von der Brücke kommt nichts - oder der Radfahrer steht auch, weil er seinerseits ebenfalls Rot hat - und wartet auf irgendwas. Was, ist unklar, denn Autos können hier nicht mehr einbiegen oder rauskommen. Bestenfalls Radfahrende, die jetzt auf der Badstraße die Rechtsabbiegespur für sich haben. Mit Ampel natürlich. An der sie warten. Worauf auch immer. 

Aber auch wenn sich hier Radfahrende und Fußgänger:innen begegnen und sich ihre Wege kreuzen (was sie vor allem schon lange auf den Gehwegen tun, so brauchen Fußgänger:innen und Radfahrende hier keine Ampeln, die brauchen nur Autofahrer:innen. Es dürfte leicht möglich sein, den Radverkehr und den Fußverkehr hier ohne sinnlose Ampelhalts abzuwickeln, und zwar so, dass es zu keinerlei Unfällen kommt. 

Also weg mit dieser Ampelanlage (man kann sie verhängen so wie vorn an der gesperrten Rosensteinbrücke) und weg mit diesem Schild! 

28. Juni 2022

Schilderblödsinn

Könnte man die Verkehrszeichen nicht so aufstellen, dass sie widerspruchsfrei sind? Sollte man es nicht eigentlich tun? 

Als am Wochenende das Heusteigviertelfest stattfand, standen an der Mozartstraße diese Schilder. Lassen wir mal die Halteverbotsschilder beiseite, die vor allem links auch nicht besonders sinnvoll herumstehen, und betrachten die beiden auf der Fahrbahn links und rechts der Schranke. Das eine, links, verbietet die Durchfahrt für jegliches Fahrzeug, das Räder hat (ausgenommen einem Leiterwagen). Rechts von der Schranke steht ein Achtungsschild mit dem Zusatzschild "Achtung Fußgänger, Schrittgeschwindigkeit". 

Ja, was denn nun? Wenn ich rechts zwischen Bordstein und Straßengastronomie reinradle, dann muss ich nur Schrittgeschwindigkeit fahren, wenn ich aber links von der Schranke einbiege, dann muss ich absteigen. Oder wie? Und wie erkläre ich das der Polizei, falls sie mich vom Fahrrad holt? 

19. Mai 2022

Auf die Kleinigkeiten kommt es wirklich an

An der Lautenschlagerstraße steht seit vermutlich mindestens einer Woche ein Durchfahrtsverbotsschild Richtung Bolzstraße. Das gilt für alle, auch für Radfahrende. 

Was natürlich die Fahrer der Autos, die da parken, nicht gehindert hat, reinzufahren, was auch noch am Donnerstag vor einer Woche auch kaum einen Autofahrer hinderte, weiterzufahren. Eine Woche später (gestern) sah ich viele Autofahrenden tatsächlich umdrehen. Aber wieder parkten Autos in der Straße, und viele fuhren mit ihren Autos dennoch rein, einfach so an einem Verkehrszeichen vorbei, das allen Fahrzeugen die Einfahrt verbietet. 

Natürlich fahren auch Radfahrende hier weiter, obgleich auch sie nicht dürften, denn es gibt keine Radfreigabe (die habe ich inzwischen angemahnt). Da das Verkehrszeichen vor einer Woche anders stand als diese Woche, vermute ich, dass es kein Versehen ist, also kein irgendwie stehengelassenes und falsch gedrehtes Schild. Offenbar vermuten das aber viele, die anhalten und sich überlegen, ob sie weiterfahren sollen: Ist das so gemeint oder eine Versehen? Und woran erkenne ich das? 

Allein, dass man sich in Stuttgart diese Frage stellt, ist verheerend für die Verkkehrsmoral.

8. Januar 2022

Warum in Stuttgart Leute auf Radwegen gehen müssen

Die Stadt hat das falsche Radweg-Schild gegen das Schild für einen mit dem Fußverkehr gemischten Radweg ausgetauscht.

Jetzt können Fußgänger:innen legal von der Königstraße aus der Theaterpassage heraus zur Oper gehen. 

Das ist schön! 

Wendet man den Blick nach rechts, fragt man sich allerdings, warum, wenn jemand von der Stadt schon mal an der Ecke war, man nicht auch das andere falsche Schild ausgetauscht hat.

13. Dezember 2021

So ein Käse wieder mal!

"Radfahrer absteigen" ist kein Schild der StVO. Auch wenn es hier sehr gebieterisch anmutet, es ist nicht nur ungültig, sondern auch sinnlos. 

Es steht an der Baustelle, die die Kreuzung Wannenstraße/Gebelsbergstraße in Stuttgart-Süd blockiert. Wer die Wannenstraße runter kommt, muss hier nach links, kann nicht geradeaus weiterfahren. Die Frage ist nur: Warum, um Himmels Willen, sollen Radfahrende hier absteigen und schieben? Mitten auf der Fahrbahn? Oder denken die Baustellenbeschilderer, sie sollten auf den Gehweg hoch und dort schieben? Oder dass Radler hiergenerlle  auf dem Gehweg radeln und das hier aus irgendeinem Grund nicht tun sollten? 

Diese Schild "Radfahrer absteigen" gehört aus dem Arsenal der Schilderwut rausgenommen und verschrottet. 

13. August 2021

Können Schilder lügen?

Die Gemeinden Herrsching und Schondorf am Ammersee haben ein neues Schild erfunden.  Es heißt Miteinanderweg und zeigt von links nach rechts einen Hund, einen alten Mann mit Rollator, eine Mutter mit Kind und ein Fahrrad. 

Darunter steht: Bitte Rücksicht nehmen! Da der Hund auf mich als Radlerin keine Rückicht nehmen kann, das Kind auch nicht und der Alte mit dem Rollator genug anderes zu tun hat, bin vermutlich auf dem Schild nur ich und mit mir andere Radfahrende gemeint. Ich vermute, es hat viele Beschwerden über so genannte rasende Radler gegeben. Und da hat sich einer diesen Appell ausgedacht. Doch: So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt (Goethe). Denn die einzige Zielgruppe, an die die Bitte sich richtet, sind die Radfahrenden. Das Schild meint nicht, was es zu sagen behauptet, es lügt. 

18. Juli 2021

So, und was will uns das jetzt wieder sagen?

Aussagen sind ja kontextabhängig, also man versteht sie, wenn man sich die Umgebung anguckt. An sich müsste man Radfahrenden ja nicht per Pfeil sagen, dass sie nicht gegen die Umzäunung der Anlage rumpeln sollen. 

Aber darum geht es offenbar gar nicht. Die Urbanstraße 47 ist zwischen Urbansplatz und Sängerstraße endlich renoviert und ein Parklett hergestellt worden. Wenn man vom Kernerplatz her kommt (die Straße ist in dieser Richtung Einbahnstraße) stößt man auf diese Ecke. Ein Radzeichen auf der Fahrbahn mit Pfeil dahinter zeigt, dass man sich links halten soll (was auch gar nicht anders ginge). 

Worauf sich der Pfeil vermutlich bezieht, zeigt sich hinter der Anlage.