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12. April 2026

Radfahren hilft bei vielen Erkrankungen

Radfahren ist ein Ausdauersport, wobei es nicht nötig ist, am Kraftlimit zu radeln. Radfahren hat den Vorteil, dass man es tun kann, wenn man zur Arbeit fährt oder nach Hause. Man kann es in vielen Fällen leicht in den Alltag integrieren.

Dabei ist es völlig egal, ob man in flacher Gegend ein Normalrad fährt oder in bergiger Gegend wie in Stuttgart ein Pedelec, das die Anstiege entschärft. Wichtig ist, dass man es regelmäßig tut. Dann ist es gut für Herz, Kreislauf und Gelenke, hilft gegen Diabetes Typ 2 oder auch bei Multipler Sklerose, ist aber auch gut fürs Gehirn und kann stimmungsaufhellend wirken. Außerdem erweitert es den persönlichen Aktionsradius enorm und schenkt eine ungeahnte und froh machende Autonomie der Mobilität. 

Der Pressedienst Fahrrad listet zehn körperliche Beschwerden auf, bei denen Radfahren helfen kann, schickt aber voraus, dass man mit einer Ärztin oder einem Arzt spricht, bevor man sich zu viel zumutet. 

22. November 2025

Nur wenige sitzen optimal auf dem Fahrrad

Eigentlich sitzt fast niemand optimal auf dem Fahrrad. Das sagt Bikefitter Kim Alexander Tofaute in einem langen Interview mit der Süddeutschen Zeitung. 

Bei kurzen Fahrten von einer Viertelstunde ist alles super. Aber bei längeren Radfahrten entstehen Schmerzen oder Taubheitsgefühle. Meist liegt das am Sattel, oft aber auch an der falschen Rahmengröße. Auch Tofoute warnt davor, sich zu große Fahrräder verkaufen zu lassen, was wohl besonders oft im Pedelec-Bereich passiert. Sitzt man zu weit nach vorn gebeugt, werden die Hände taub und im Genitalbereich gibt es Probleme. Ist der Sattel zu tief oder zu hoch eingestellt, dann wird das Radeln bei langen Strecken anstrengend oder schmerzhaft. Ein paar Zentimeter können da viel ausmachen. 

16. Mai 2025

Wir Glücklichen, die wir Rad fahren können

Radfahren ist gesund, stärkt die Seele, macht schlau, kreativer und achtsamer, respektiert die Umwelt, steckt andere an und ist cool, hip oder knorke, je nach Lebensalter. 

Die Seite beatyesterday hat auch mal zusammengetragen, was alle, die meinen Blog regelmäßig lesen, schon wissen. Ich finde aber, man kann es nicht oft genug sagen, auch weil es so schön und stärkend ist, dass wir mit dem Radfahren etwas tun, was gut ist - für uns und für andere - und auch noch Spaß macht: kein Verzicht, sondern ein Gewinn. Wer genervt von der eigenen sitzenden Lebensweise (in Autos und Büros) für den Arbeitsweg aufs Fahrrad umsteigt, merkt spätestens, nachdem er oder sie den ersten Winter durchgeradelt ist, wie sich das eigene Leben ändert. Der Blick auf die Welt wird anders, man sieht, hört und riecht mehr, das Körpergefühl ändert sich, man hat das Wetter wieder spüren gelernt und kann mit Kälte oder Hitze umgehen. Wir befinden uns auf einmal wieder mitten in der Welt. Sie fliegt nicht mehr jenseits von Glasscheiben an uns vorbei. Und wer das Glück hat, durch Felder zu radeln, wie zwischen Stammheim und Ludwigsburg (Foto oben), kann sich jeden Tag an irgendwas erfreuen, an Vögeln, an Gülleduft, am Wachsen von Kohl oder Getreide. 

22. April 2025

Wer Auto statt Rad fährt, schadet auch sich selbst

Es gibt eine Verbindung im Gehirn zwischen  motorischen Zentren und dem wichtigsten Belohnungssystem, das Dopamin ausschüttet. Bewegung macht glücklich. 

Die Neurowissenschaften gehen mittlerweile  davon aus, dass der menschliche Geist es lohnend findet, zu gehen, zu laufen, zu radeln, zu schwimmen und so weiter. Die Dopaminausschüttung erzeugt ein enormes Wohlgefühl. Für die menschliche Entwicklung war das entscheidend, so trieb es uns, unsere Umgebung zu erkunden und Neues zu entdecken. Längst weiß man, dass Kinder besser durch Belohnung lernen als durch Bestrafung. Die Freude, etwas zu können (Rad fahren, schwimmen, rechnen) ist Ergebnis der Dopaminausschüttung, der Dopaminkick wiederum ist Antrieb, etwas zu können. Bestrafung schüttet ebenfalls Neurotransmitter aus, die aber hemmen und zwar durchaus auch die Motorik. Das zeigt uns: Tu das nicht noch mal!

Dass eine Autofahrt aus der Vorstadt zum nächsten Supermarkt oder ins Stadtzentrum glücklich macht, werden wohl die wenigsten Menschen behaupten.

8. April 2025

Ampelstopps machen uns intelligenter

Wer durch die Stadt mit dem Rad zur Arbeit pendelt oder regelmäßig mindestens eine halbe Stunde mit dem Rad fährt, hat ein ideales Intervalltraining für geistige Gesundheit. 

Das sagt der dänische Hirnforscher Troels W. Kjær, wie unter anderem der Nordschleswiger kurz berichtet. Radfahren macht klüger, weil es das Gehirn stimuliert, über Botenstoffe, die zu neuen Verknüpfungen führen. Viele Verknüpfungen im Gehirn machen geistige Leistungen schneller und leichter.  Dass die Radfahrt zur Arbeit gut für die geistige Leistungsfähigkeit ist, wissen wir allerdings schon lange. 

Neu ist mir, dass die vielen Ampelstopps auf städtischen Wegen besonders gut für uns sind. Laut Kjær muss der Puls in Schwung kommen, aber man muss auch Pausen einlegen, um ein Intervalltraining hinzukriegen. Als Unterbrechungen zum Runterregeln von Puls und Atmung und danach erneutem Hochfahren von Puls und Atmung taugen gut die von uns so gehassten Stopps an Ampeln oder Kreuzungen. Fahren-Halten-Starten ist offenbar noch besser als kilometerlang im Flow durch ampelfreie Grünzonen zu gleiten. Radfahren als Intervalltraining macht noch mehr Nerven im Gehirn und schafft noch größere neuronale Netze. Wir Stadtrad-Pendler:innen können noch besser denken, uns besser erinnern und sind letztlich intelligenter. 

Wenn das so ist: Ach, ich liebe diese Ampeln, die alle alle rot werden, wenn ich angeradelt komme. 


26. März 2025

Wie atmen wir beim Radfahren?

Kürzlich überholte mich auf meinem Pedelec an einem steilen Anstieg ein junger Mann auf einem Standard-Fahrrad. Alle Achtung! Als er vorbei war, stieß er einen kurzen, harten Huster aus. 

Es ist mir schon öfter aufgefallen, dass manche husten oder sich immer wieder hart räuspern, also die Luft durch die Stimmbänder pressen, wenn es anstrengend wird. Auch wenn sie nicht keuchen, verraten sie mir damit, dass sie viel Luft brauchen. Es klingt aber gar nicht gut und ist zudem auch überhaupt nicht gut für die Stimmbänder. Mag sein, dass es vielen, die das machen, gar nicht bewusst ist. Also mal drauf achten. Denn es gibt eine weniger schädliche Alternative. 

Im Kraftsport ist sowas Ähnliches als Pressatmung bekannt. Manche halten regelrecht die Luft an, drücken also die Luft gegen geschlossene Nase und Mund und damit in den Bauchraum, in der Hoffnung auf Unterstützung, was aber nicht viel nützt. Das geht, weil man ohnehin für kurze Kraftakte (anaeroben Sport) keinen Sauerstoff braucht. Bei Ausdauersport (aerobem Sport), bei dem man ständig viel Luft braucht, funktioniert das anders.

10. Februar 2024

Radfahren saniert das eigene Leben

Wenn wir regelmäßig, also beinahe täglich Rad fahren, verändert sich unser Lebensgefühl und unser Leben. Denn in unserem Körper verändert sich einiges. 

Unser Herzkreislaufsystem wird besser, und das ist erst einmal der wichtigste Effekt. Das Herz wird stärker, der Ruhepuls geht runter, der Blutdruck sinkt, die Muskeln bekommen Sauerstoff. Wie die Seite siroko beschreibt, produzieren wir in unseren Zellen auch mehr Mitochondrien. Die wandeln Kohlehydrate, Fett und Protein in Energie um. Radfahren signalisiert dem Körper, dass wir Energie brauchen, und der Körper produziert die Energieumwandler und die Muskeln werden ausdauernder. 

Außerdem schläft man besser, nicht nur weil Bewegung müde macht, sondern vor allem, weil sich beim Radfahren der Cortosolspiegel (Stresshormonspiegel) senkt, und das erleichtert das Einschlafen. Vor allem im Sommer bekommt man auch viel Sonne ab und bildet Vitamin D. Das braucht man für die gute Stimmung beim Einschlafen. Da sollen bereits 20 bis 30 Minuten radeln am Tag helfen. 

7. Januar 2024

Auch moderates Radfahren macht Menschen jünger

Dass Radfahren gesund ist für Körper und Geist, wissen alle, die regemäßig Rad fahren. Die anderen, die das nicht tun, zucken mit den Achseln und steigen ins Auto.

Die einen sind zu jung, um an die Gesundheit zu denken, die andern fühlen sich zu alt für das Abenteuer auf dem Fahrrad in der Großstadt, und wieder anderen trotzen jeglicher Vernunft. Es wäre aber gut für alle, sich im Alltag mehr zu bewegen und Radfahren ist das einfachste Mittel. Vieleicht kann man manche Menschen  mit der Aussicht locken, dass Radfahren - und zwar auf eine moderate alltagstaugliche Art - offenbar konkret die Zellen verjüngt und die Alterung deutlich bremsen kann. Darüber hat die Zeit schon 2018 berichtet, was mir damals offenbar entgangen ist. 

Zunächst einmal erwies sich in eine Studie  der Medizinischen Hochschule Hannover das Pedelec-Fahren als genauso effizient wie Normalradfahren.

7. Februar 2023

Radfahren hilft Kindern gegen Kurzsichtigkeit

Wir wissen es eigentlich, aber erschreckend ist es trotzdem: Viel zu viele Menschen bewegen sich praktisch gar nicht mehr. Und die Kinder machen es ihnen nach. 

Radfahren.de dröselt das unter der Überschrift "Radfahren macht schlau" detailliert auf. Der Artikel beginnt mit der Erfahrung, die wir Radler:innen oft machen: Radfahren befreit den Kopf und regt das Denken an, macht uns kreativer und hält uns gesünder als die Büro- und Automenschen. Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, sind besser unter anderem in Mathe, sozialer und fitter. Bewegung und Koordination, aber auch Verantwortung und Aufmerksamkeit für die Umgebung stärken ihre kognitive Entwicklung. Das Lebensmotto vieler Erwachsener scheint aber zu lauten: Bloß nicht bewegen!

6. November 2020

Unser Verkehrssystem ist ungerecht

Unser Verkehrssystem benachteiligt Menschen mit geringem Einkommen, viele Frauen, viele Kinder, ältere Menschen, Behinderte sowieso, in Summa alle ohne Auto. 

Zu diesem Schluss kommt ein Positionspapier des Bundesumweltamts. Wer wenig Geld hat, wohnt meist an viel befahrenen Straßen und ist einer höheren Lärm- und Luftbelastung ausgesetzt. Nicht nur unter ökologischen, sondern auch unter sozialen Gesichtspunkten ist unser Verkehrsystem dringend reformbedürftig. Es sind die Haushalte mit einem hohen pro-Kopf-Einkommen, die den Autolärm machen, weil sie durch die Straßen fahren, wo die anderen wohnen, die selbst kein Auto haben. Und sie beteiligen sich nicht an den Kosten, die diesen Personen dadurch entstehen und die die Gesellschaft für sie aufbringt. Kurz, der SUV wird aufkosten der Kinder armer Familien gefahren. Und zwar ganz und gar. Die Kinder husten, die Eltern erleiden schneller einen Herzinfarkt, nachts können sie schlecht schlafen. 

31. August 2020

Der richtige Fahrradsattel hilft

Ich schätze, viele, die jetzt im Sommer erstmals auf längeren Fahrradtouren unterwegs waren, stellten fest: Das tut weh. Der Sattel passt nicht.

Wenn der Hintern weh tut, nicht aufgeben, sonderen einen anderen Sattel suchen, der passt! Das ist nicht immer leicht, aber möglich. Frauen brauchen nicht grundsätzlich andere Sättel als Männer, sie brauchen beispielsweise keine breiteren, sie müssen aber unter Umständen auf andere Details achten.

23. April 2020

Räumt doch mal bitte die Straßen um

Auf den Gehwegen gibt es für Fußgänger:innen nur selten genug Patz, um mit anderthalb Metern Abstand aneinander vorbei zu kommen.

Da können wir doch nicht einfach achselzuckend zugucken. Wir müssen in der Stadt Platz schaffen, für Fußgänger:innen und für Radfahrende. Radfahrende brauchen eigene breite und sichere Spuren auf den Fahrbahnen. Fußgänger:innen kriegen den Gehweg für sich alleine.

17. April 2020

Gesund, bequem und ungefährlich - Radfahren

Warum fährst du nicht mit dem Rad zur Arbeit? Viel zu gefährlich! Ich bin doch nicht lebensmüde!

Das ist eine der häufigsten Antworten, die ich zu hören kriege. Menschen, die nur selten Rad fahren oder nur gelegentlich mal einen Wochenendausflug per Rad mit der Familie machen, schätzen die Gefahren im Stadtverkehr viel höher ein als sie sind.

In Glasgow haben schottische Wissenschaftler über zehn Jahre untersucht, welche Risiken Radfahrende tatsächlich eingehen und welchen Gewinn sie vom Radeln haben. Ihr Ergbnis: Die positiven Effekte des Radfahrens auf die Gesundheit überwiegen bei weitem das leicht höhere Unfallrisiko gegenüber Fußgänger/innen.

15. April 2020

Jetzt Straßen pandemietauglich organisieren!

Zahlreiche Radentschiede und Mobilitätsinitiativen Deutschlands fordern in einem offenen Brief an den Bundesverkehrsminister, eine Infrastruktur zu ermöglichen, die pandemitauglich ist. 

Die Gehwege sind zu eng und es fehlt an einladender Radinfrastruktur. Es lassen sich auf den Gehwegen keine Sicherheitsabstände einhalten, Menschen weichen auf Fahrbahnen aus. Auf Verkehrsinseln sammeln sich Fußgänger:innen und Radfahrende für Minuten, ohne Chance, Abstand halten zu können. Auf Gehwegen sind Radler:innen unterwegs, die sich nicht ausgekennen und Angst vor dem Autoverkehr auf den Fahrbahnen haben. Wir sehen jeden Tag, wie sehr unsere Verkehrsinfratruktur Platz fürs Auto vorhält, aber nicht für den Rad- und Fußverkehr Raum schafft, die jetzt Platz brauchen.

Und gerade jetzt nehmen - wie auch die Zählstellen zeigen -  immer Menchen das Fahrrad, weil sie nicht öffentliche Verkehrsmittel nutzen wollen.

9. April 2020

Hofener Straße schon jetzt für Autos gesperrt

Ungewöhnliche Zeiten erfordern rasche Maßnahmen. Die Hofener Straße wird in diesem Jahr erstmals schon am Karfreitag für Autos gesperrt. 

Denn es sollen alle, die sich an den Osterfeiertagen am Neckar entlang bewegen wollen, den nötigen Sicherheitsabstand von 1,5 Meter voneinander einhalten können. Die Fahrbahn ist deshalb an Sonn- und Feiertagen ab jetzt für Radler:innen vorgesehen, der Gehweg ausschließlich für Fußgänger:innen.

Der Grund: Schon am vergangenen sonnigen Wochenende hatten sich auf dem schmalen Gehweg Fußgänger:innen und Radfahrende gedrängt, während auf der Fahrbahn die Autos brausten. Ein Kind stürzte mit seinem Fahrrad beim Ausweichen auf die Fahrbahn, wie eine Zeugin berichtete, deren E-Mail auch zu mir kam. Der Gehweg ist zu schmal für den Mischverkehr in Zeiten, wo Menschen einen Abstand von 1,5 bis 2 Meter voneinander halten sollen. Und gerade zu Ostern dürften hier sehr viele zu Fuß und auf Fahrrädern unterwegs sein, denn Urlaubsreisen fallen flach und man will mit der Familie auch mal raus.

26. März 2020

Niemand schafft jetzt Platz für Fußgänger und Radfahrer

Die Corona-Krise wäre eine Chance, die Straßen in unseren Städten, auch in Stuttgart, neu aufzuteilen. Aber genau jetzt hat niemand Zeit und Kraft dafür.

Menschen zu Fuß und auf den Fahrrädern brauchen mehr Platz, weil sie anderthalb Meter Abstand voneinander einhalten sollen. Das geht auf unseren schmalen Gehwegen teils nicht. Man weicht also auf die Fahrbahn aus und stellt dann schnell fest, dass Autofahrer/innen ungebremst an einem vorbeidieseln.

In Zeiten, wo die Fahrbahnen leerer sind, weil weniger Menschen mit dem Auto zur Arbeit fahren und mehr Menschen mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, sollte man eigentlich sofort Maßnahmen ergreifen, die dem Radfahren und zu Fuß Gehen mehr Platz einräumen: 
  • Im Stuttgarter Kessel auf allen mehrspurigen Fahrbahnen eine Fahrbahn als temporären Radstreifen ausweisen und durch Pylonen schützen. 
  • Keine Durchfahrten durch Wohngebiete mehr (hier fahren nur Anwohner/innen, Lieferdienste und Sozialdiesnte noch rein), 
  • Schrittgeschwindigkeit in Tempo-30-Zonen, Vorrang für Fußgänger/innen und Radfahrende auf den Fahrbahnen, 
  • Tempo 30 auf allen Straßen, wo es nur schmale Gehwege gibt, am besten überall.  
  • Autofreie Zonen massiv ausweiten. 
Doch dafür ist derzeit keine politische Kraft mehr übrig. 

5. November 2019

Mit Fahrradhelm riskanter radeln

Fahrradhelme können Leben retten. Aber Fahrradhelme können bei ihren Träger/innen auch die Risiksofreudigkeit erhöhen.

Der Spiegel berichtet von einer Studie, die in Deutschland und Kanada vorgestellt wurde. Man hat sie nicht im Straßenverkehr gemacht, sondern bei einem Glücksspielexperiment. Probanden, die einen Fahrradhelm auf dem Kopf hatten, gingen höhere Spielrisiken ein. Denen hatte man gesagt, der Helm diene nur als Träger für eine Kamera, die die Augenbewegungen protokolliert. Dennoch fühlten sie sich sicherer. Dabei war ihre gemessene Hirnaktivität geringer als bei den Probanden ohne Helm. Das heißt, jemand, der einen Fahrradhelm trägt, wägt die Risiken mit weniger Hirnschmalz, also weniger gründlich ab, als jemand, der keinen trägt.

22. September 2019

Pedelec-Fahren erhält länger jung

Das ist das Ergebnis einer niederländischen Studie. E-Räder gleichen den Mangel an Körperkraft im Alter aus und halten deshalb länger in Bewegung. 

Vor allem Männer, aber auch viele Frauen, die seit ihrer Jugend viel Fahrrad fahren, können sich oft nicht vorstellen, auf ein Pedelec umzusteigen. Aber man wird leider unweigerlich älter. Die Alte Weinsteige radelt man irgendwann nicht mehr so leicht hoch,  schiebt das Rad immer öfter in die Stadtbahn und lässt sich hochbringen.  Aber ein Pedelec? Dazu kann sich ein Normalradler nicht so schnell entschließen.

13. April 2019

Radfahren ist Dünger fürs Gehirn

Für mich ist das Radfahren wie ein Kurzurlaub. Und ich komme erfrischt und tatendurstig an meinem Ziel an. Eine Erfahrung, die viele Radfahrende machen. 

Radfahren ist gesund, wissen wir. Aber es ist auch extrem gut für's Gehirn. Schon eine Stunde pro Woche auf einem Fahrradergometer (oder Fahrrad) erhöht nachhaltig die Ausschüttung von Neurotrophinen, also Wachstumsfaktoren in Muskulatur und Gehirn. Das Eiweiß BDNF sorgt dafür, dass Nervenzellen und neue Verknüfpungen zwischen den Nervenzellen entstehen. Je mehr Gehirnzellen und je mehr neuronale Verbindungen, desto besser die geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen. Wer drei bis fünf mal die Woche sechs bis zehn Kilometer zur Arbeit radelt (und zurück) hat bereits irre viel für sein Gehirn getan. Das belohnt ihn ode sie mit Einfällen, Gedächtnisleistungen und Selbstvertrauen.

14. Februar 2019

Schöner leben in Quartieren ohne Autos

Autofreie Stadtteile sind selten in Deutschland. Mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr funktionieren sie auch gut. 

Andererseits wünschen sich viele genau das: mehr Ruhe im Wohngebiet, Kinder können draußen spielen, sie wachsen nicht zwischen geparkten Autos und Wohngebietsrasern auf. Eigentlich müssten alle Wohngebiete autofrei sein. Das würde auch jenen gut gefallen, die eigentlich ohne ihr Auto vor der Tür nicht leben zu können meinen: Es ist nämlich entspannter (keine Parkplatzsuchverkehr, kein Rangieren, keine lauten Motorräder im Sommer), man hört die Vögel, man trifft sich draußen, man kann einfach eine Bierbank vor die Tür stellen und mit Nachbarn feiern, man kennt sich, man hilft sich, die Nachbarschaft bildet eine Gemeinschaft.