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22. April 2025

Wer Auto statt Rad fährt, schadet auch sich selbst

Es gibt eine Verbindung im Gehirn zwischen  motorischen Zentren und dem wichtigsten Belohnungssystem, das Dopamin ausschüttet. Bewegung macht glücklich. 

Die Neurowissenschaften gehen mittlerweile  davon aus, dass der menschliche Geist es lohnend findet, zu gehen, zu laufen, zu radeln, zu schwimmen und so weiter. Die Dopaminausschüttung erzeugt ein enormes Wohlgefühl. Für die menschliche Entwicklung war das entscheidend, so trieb es uns, unsere Umgebung zu erkunden und Neues zu entdecken. Längst weiß man, dass Kinder besser durch Belohnung lernen als durch Bestrafung. Die Freude, etwas zu können (Rad fahren, schwimmen, rechnen) ist Ergebnis der Dopaminausschüttung, der Dopaminkick wiederum ist Antrieb, etwas zu können. Bestrafung schüttet ebenfalls Neurotransmitter aus, die aber hemmen und zwar durchaus auch die Motorik. Das zeigt uns: Tu das nicht noch mal!

Dass eine Autofahrt aus der Vorstadt zum nächsten Supermarkt oder ins Stadtzentrum glücklich macht, werden wohl die wenigsten Menschen behaupten.

23. März 2024

Stuttgart scheitert beim Laura-Test

Laura ist ein elfjähriges Mädchen, das gerne Fahrrad fahren würde. Dabei möchte sie sich selbst sicher fühlen, vor allem aber wollen ihre Eltern keine Angst haben, wenn sie sie mit dem Fahrrad losschicken. 

In einer Broschüre über "Einladende Radverkehrsnetze" schlägt das Bundesverkehrsministerium vor, unsere Radinfrastruktur mit Laura abzuradeln, also mit ihren Augen (und denen ihrer Eltern) zu sehen. Laura steht für die vielen Menschen aller Altersgruppen, die sich erst dann fürs Radfahren entscheiden, wenn sie sich dabei auch sicher fühlen. Von einer Radinfrastruktur, so die 'These, die für die elfjährige Laura geeignet ist, profitieren alle Menschen. Die Broschüre zitiert den Verkehrsminister mit der Aussage: "Daher mein Wunsch an alle Planerinnen und Planer: Halten Sie sich stets vor Augen, was Laura benötigt, um sicher und entspannt Rad fahren zu können, und planen Sie die Radinfrastruktur bei Ihnen vor Ort entsprechend.

In dieser Broschüre stecken Grundsätze, die wir eigentlich schon längst für den Radverkehr auf die Straße gebracht haben sollten und bei jeglicher Planung beachten müssten.  

1. März 2024

Liebe Eltern, chauffiert eure Kinder nicht!

Liebe Eltern, was tut ihr euren Kindern an? Ihr setzt sie schlaftrunken auf die Rücksitze eures Autos und fahrt sie in den Kindergarten oder zur Schule. 

Eure Kinder haben nur diese eine Kindheit, und die verschlafen sie auf den Rücksitzen von Autos. 

Sie kriegen nichts mit von ihrer Umwelt, sie sehen nicht nur nicht, was sich auf dem Weg zur Schule befindet, sie bekommen auch keine Vorstellung von ihrer nächsten Umgebung, von der Welt da draußen. Und sie bewegen sich nicht, sie erobern sich nicht ihre kleine Welt, sie lernen nicht, sich auch mal selbst zurechtzufinden und selbst eine Entscheidung zu treffen. 

Der ADFC listet unter dem Titel "Kinder aufs Rad" einen typischen Tag für ein Kind auf.

11. Januar 2024

Schulwege in Stuttgart sind zugeparkt

Die Kidical Mass hat erneut Schulwege untersucht und die Stuttgarter Zeitung hat in einem ausführlichen Artikel die fünf gefährlichsten Schulwege in Stuttgart dokumentiert. 

Während der Artikel der StZ hinter der Bezahlschranke steckt, kann man den mit vielen Bildern anschaulich gemachten Bericht der Kidical Mass hier nachlesen. 

Das größte Problem sind falsch geparkte Autos.  Solche, die auf Gehwegen stehen und sie schmaler machen, vor allem aber solche, die die Kreuzungsecken zuparken. Die KM zählte bei 13 Schulwegchecks 157 schwerwiegende Parkverstöße in Relation zu 166 problematischen Stellen. Wenn Autos auf den Ecken parken, wo Kinder die Straßen überqueren müssen, dann sehen die Kinder nicht, was von rechts oder links kommt, und Autofahrende sehen die Kinder ebenfalls nicht, weil sie zwischen meterhohen Autos verborgen sind. Die Stuttgarter Zeitung hat die Polizei gefragt, wie sie das sieht und zur Antwort erhalten, "dass eine Häufung an Verkehrsunfällen, an denen Kinder beteiligt seien, auf den benannten Schulwegen nicht belastbar darzustellen sei." 

Das ist ein schlechtes Argument. Denn es muss ja nicht erst etwas passieren, damit man Maßnahmen ergreift, die das Risiko verringern, dass etwas passiert. Solange warten wir in anderen Lebensbereichen auch nicht. 

7. Februar 2023

Radfahren hilft Kindern gegen Kurzsichtigkeit

Wir wissen es eigentlich, aber erschreckend ist es trotzdem: Viel zu viele Menschen bewegen sich praktisch gar nicht mehr. Und die Kinder machen es ihnen nach. 

Radfahren.de dröselt das unter der Überschrift "Radfahren macht schlau" detailliert auf. Der Artikel beginnt mit der Erfahrung, die wir Radler:innen oft machen: Radfahren befreit den Kopf und regt das Denken an, macht uns kreativer und hält uns gesünder als die Büro- und Automenschen. Kinder, die mit dem Rad zur Schule fahren, sind besser unter anderem in Mathe, sozialer und fitter. Bewegung und Koordination, aber auch Verantwortung und Aufmerksamkeit für die Umgebung stärken ihre kognitive Entwicklung. Das Lebensmotto vieler Erwachsener scheint aber zu lauten: Bloß nicht bewegen!

22. Januar 2023

Lernen auf Rädern

Erfunden hat es ein österreichischer Lehrer und Sportwissenschaftler 2007. Seit über zehn Jahren sitzen dort in einigen Schulen Schülerinnen und Schüler nicht auf Stühlen, sondern auf Radergometern. 

In Deutschland folgten je eine Schule in Aschaffenburg und Bremen dem Beispiel. In Bremen sind zu den Radergometern auch noch Laufbänder dazu gekommen. Ausgangslage war die Forderung nach einer Stunde Sport pro Schultag, was nicht machbar war. Also bewegten sich die Kinder und Jugendlichen  eben eine Stunde pro Schultag auf einem Fahrradergometer. Der Lehrer Martin Jorde stellte in seiner Gymnasialklasse fest, das sich nicht nur die Fitness seiner Schüler:innen positiv veränderte, sondern auch ihr Sozialverhalten und ihre Noten. Die Schülerinnen und Schüler finden das gut. Sie sagen, sie könnten sich besser konzentrieren, wenn sie dabei moderat treppeln, sie könnten Stress abbauen und auch mal auspowern. Die Klasse ist insgesamt viel ruhiger.

22. November 2022

Schulwege sichern - die vordringlichste Aufgabe im Verkehr

Grundschulwege sind nicht sicher. Das stellt die Kidical Mass Stuttgart fest, die einen ausführlichen Schulwege-Check gemacht und auf Twitter veröffentlicht hat.  
Hauptsächlicher Grund für die Gefahren auf den Schulwegen, die Stuttgart für ihre Grundschüler:innen empfiehlt, sind falsch geparkte Autos in Kreuzungen und schlecht gesicherte Baustellen auf den Gehwegen. Eine zehnköpfige Gruppe der Kidical Mass hat zehn Grundschulen und die Wege zu ihnen betrachtet und nach eigenen Angaben kurz vor Schulbeginn 74 schwerwiegende Parkverstöße und Gefahrenstellen identifiziert. 

Mit freundlicher Genehmigung des KM-Teams zeige ich hier einige Bild-Beispiele. Das erste Foto zeigt die Kreuzung Dobelstraße und Sonnenbergstraße auf dem Schulweg zur Jakobschule.

8. Oktober 2022

Wird jetzt was besser auf Marfas Schulweg?

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Bericht von vor einem Jahr über die Schulweg-Radfahrt von Fila (die eigentlich Marfa heißt) von Stuttgart Ost hinüber zum Dillmanngymnasium. Eine Radfahrt praktisch ohne Radinfrastruktur. 

Sie ist an dem Thema drangeblieben. Am Mittwochmorgen (5. Oktober) gab es eine verkehrspolitische Radtour des ADFC mit der Fahrradbeauftragen und Vertreter:innen der Ämter für die Schulwegplanung und Radplanung. Eigentlich hätte OB Nopper mitradeln sollen, aber für ihn war dann Martin Körner dabei, Leiter Referat Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität. Außerdem waren dabei Regio-TV, Die Stadt mit Kamera und die Stuttgarter Zeitung. (Der Artikel dazu "Heikler Schulweg" erschein am 6. Okt.) 

Marfa erläuterte die vielen - wirklich sehr vielen - Problemstellen ihres täglichen Schulwegs per Fahrrad, die vor einem Jahr auch mir erklärt hat. Das Dillmanngymnasium unterstützte die Info-Aktion, und es stellte sich heraus, dass doch recht viele Schüler:innen in Marfas Nähe wohnen, dieser Rad-Schulweg ist also gar kein Einzelfall.

30. Juni 2022

Die übersehenen Kinder

Und wieder titelt eine Zeitung: Autofahrerin übersieht Mädchen auf dem Rad und fährt davon. 

So geschehen auf einer Fußgängerfurt am Ortseingang von Sillenbuch, die eine Sechsjährige überqueren wollte. Die Autofahrerin fuhr sie an, stieg aus, entschuldigte sich und fuhr dann weiter. 

Die Polizei spricht nicht von "übersehen". Das hat die Zeitung dazu erfunden, ansonsten hält sie sich an die Pressemeldung der Polizei. Dort wird das Kind vom Auto nur "touchiert", statt angefahren. Wie das wohl vor sich ging? Das Kind hat immerhin leichte Verletzungen erlitten. Es wird also mit dem Fahrrad umgefallen sein. Auch die Autofahrerin hat ja bemerkt, dass etwas gerumst hat. Da ist "touchiert" doch etwas verharmlosend.

Das Wort Unfallflucht oder Fahrerflucht (unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) fällt auch nicht in der Pressemeldung der Polizei, demzufolge auch nicht in der Zeitungsmeldung. Das ist es aber, was die Autofahrerin begangen hat. Das ist ein Straftatbestand, dafür kann man sogar ins Gefängnis kommen. Es scheint gar nicht so schlimm, was die Autofahrerin gemacht hat: "übersehen, touchiert, entschuldigt". 

Wie aber kann man an dieser Stelle überhaupt ein Kind auf einem Fahrrad übersehen?, frage ich mich. Da ist doch eine Ampel! 

4. April 2022

Mit Kindern radfahren - Stress pur

Ich sehe in Stuttgart auf meinen Alltagsfahrten etwa so viele Frauen auf Fahrrädern wie Männer.

Am Sonntagmorgen sind die Männer in der Überzahl, später machen sich die Familien mit Kindern auf den Weg, dann kommen die Pulks auf Rennrädern. Auf Pendlerstrecken sind beide Geschlechter im ähnlichen Modus unterwegs, nämlich so schnell wie möglich. Auch die Fahrräder unterscheiden sich nicht groß. Frauen fahren mit Diamanträdern, Männer mit Rädern mit tieferem Einstieg. Der Unterschied beginnt, wenn die Frauen Kinder bekommen haben. 

1. März 2022

Bahn frei, jetzt wird gespielt!

Vor einem Monat habe ich über temporäre Spielstraßen geschrieben und auf ein Projekt in Bremen verwiesen. So weit weg hätte ich gar nicht gucken müssen. 

Im vergangenen Jahr wurden 17 Straßen oder Straßenabschnitte in verschiedenen Stadtteilen teils mehrmals im Jahr für einen Tag für Autos gesperrt, damit Kinder mal zusammen draußen spielen konnten. Die Stadt Stuttgart hilft Anwohner:innen dabei, einen Straßenabschnitt für Autos zu sperren. Und damit die Kinder den ungewohnten Freiraum auf der Straße auch ideenreich nutzen können, hilft die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft dabei, den Tag zu organisieren. 

12. Januar 2022

Der Radbus von Barcelona

In Bardelona gibt es jeden Morgen eine Kidical Mass, nämlich einen Rad-Bus, mit dem Schulkinder per Fahrrad zu ihren Schulen gebracht werden. 

Die Polizei schützt den Tross, der auch an roten Ampeln geschlossen durchfahren kann. Die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich darüber. In Barcelona sind in den letzten Jahren entlang der Hauptstraßen auch viele Radfahrspuren entstanden. Sie werden zwar durch flache Hindernisse vom Autoverkehr abgegrenzt, aber eben auch nicht immer respektiert, vor allem von Motorradfahrern nicht, die auf dem Radstreifen entlang düsen. Viele Eltern haben Angst, ihre Kinder alleine mit dem Fahrrad zur Schule radeln zu lassen. Dier Bicibús deckt drei Schulen ab, ist jeden Morgen ein schönes Event, und man kann nur hoffen, dass er Schule macht auch bei anderen Schulen. 

In Stuttgart sehe ich morgens immer mehr Eltern, die mtit ihren Kindern auf Fahrrädern zu Schule fahren. Ein:e Erwachsene:r radelt neben oder vor einem Kind und führt es durch die Fährnisse des Stuttgarter Autoverkehrs.

30. Oktober 2021

Filas Feingefühl für Gefahr

Filas rund vier Kilometer langer Schulweg vom Stuttgarter Osten hinüber zum Dillmanngymnasium führt über genau null Meter Radinfrastruktur. 

Fila (Name geändert) ist 13 Jahre alt. Weil die Bus- und Bahnverbindungen von der Ameisenstraße zum Dillmanngymnasium zu langwierig und umständlich sind und auch die Eltern gern Rad fahren, fährt Fila seit zwei Jahren mit dem Fahrrad zur Schule. Und weil es auf dem Rückweg ordentlich den Berg hochgeht, hat sie ein eigenes Pedelec. 

Und jetzt erklärt sie mir die Tücken des Stuttgarter Radverkehrs. Denn radfahrenden Kindern und Jugendlichen wird es nicht leicht gemacht. Sie müssen sich ihren Weg suchen und mit sehr viel Voraussicht und Disziplin radeln. Autofahrende gehen da nicht immer ganz so vorsichtig mit ihnen um. 

30. Juli 2021

Meine fahrradfreundliche Schulzeit

In den siebziger Jahren bin ich mit dem Fahrrad von Sonnenberg zum Fanny-Leicht-Gymnasium in Vaihingen gefahren. Dafür waren bestimmte Voraussetzungen erfüllt, die bis heute gelten. 

Der Weg war einfach, er hatte kaum Steigungen, ging ausschließlich durch Nebenstraßen und über die Felder. Erst bei der Schule kamen wir an einen Fußgängersteg und an ein Gemeindezetrum, wo wir nicht Rad fahren durften, aber natürlich durchfuhren. Zuweilen dramatisch gestellt von einer Lehrerin, die das Radfahrverbot durchsetzen wollte. Die Schule hatte in den siebziger Jahren einen trockenen Fahrradkeller, wo sicher gut 200 Räder reinpassten, und davor auch Fahrradständer. Die waren alle immer gut voll, aber man hatte immer die Chance, einen Platz zu finden. Die Räder mussten wir Kinder daheim allerdings eine schmale, steile Kellertreppe runter- und rauftragen, die auch noch einen Bogen machte. Im Rückblick finde ich es reine Glücksache, dass wir nie mit dem Fahrrad abgerutscht und runtergestürzt sind. 

Daraus ergeben sich schon Punkte, die Schüler:innen bewegen, mit dem Fahrrad zu fahren:

7. April 2021

Radfahren mit Baby

Eine Schwangerschaft ist kein Grund, mit dem Radfahren aufzuhören. Bewegung ist immer gut. Und Schwangerschaft ist ja auch keine Krankheit. 

Und auch das Familienleben nach der Geburt erfordert nicht unbedingt ein Auto. Tatsächlich aber stellen viele jungen Familien ihre Mobilität vom Fahrrad aufs Auto um, wenn das erste Kind kommt. Die neu entstehende Lastenfahrrad-Kultur hilft aber vermutlich inzwischen, dass mehr Menschen beim Fahrrad bleiben.

Es gibt eine Internetseite, die sich mit Radfahren mit Baby im Bauch und später dann im Anhänger oder Lastenfahrrad beschäftigt.

22. Juni 2020

Mit Kindern radeln

Mit Kindern Radfahren ist in Stuttgart eine Herausforderung, die aber immer mehr Eltern annehmen.

Ab undgefähr vier Jahren können Kinder aufs Fahrrad steigen und Radfahren üben. Die Eltern entscheiden übrigens, ob ihr Kind mit dem Fahrrad zu Schule fährt oder nicht. Kinder dürfen zur Schule radeln, auch wenn sie die so genannte Fahrradprüfung noch nicht abgelegt haben. Sie sind versichert. Auch wenn manche Schulen was anderes sagen.

Das Fairkehr-Magazin hat Tipps zusammengetragen, wie man am besten mit den Kindern das Radfahren beginnt und übt.

2. Januar 2020

Setzt eure Kinder aufs Fahrrad!

Das hat der ADFC Kiel gefordert und damit gerade in Stuttgart Kritik geerntet: Wo kann man denn in Stuttgart Kinder Fahrrad fahren lassen?

Offenbar fallen die Kinder inzwischen reihenweise durch die Fahrradprüfung, die man ihnen in der vierten Klasse anbietet (die sie aber nicht machen müssen, um Fahrrad zu fahren). Sie könnten gar nicht mehr Fahrrad fahren. Und dafür seien die Eltern verantwortlich. Klar, dass das Eltern nicht auf sich sitzen lassen. Wo, so die große Frage, kann man denn in Stuttgart Kinder überhaupt noch Fahrrad fahren lassen? Auf unseren Straßen mit wenig Radinfrastruktur und teils aggressiven Autofahrenden doch wohl nicht. Oder?

17. Dezember 2019

Auf dem Schulweg ist Radfahren sicherer als das Elterntaxi

Alle Jahre wieder: Die Unfälle von Radfahrenden nehmen zu. Ja, stimmt. Es fahren ja auch viel mehr Leute Fahrrad, und die Radinfrastruktur passt dazu nicht mehr. Sie ist zu eng und winkelig.

Die Zahlen täuschen allerdings etwas. So sind beispielsweise Schulwege sicherer geworden für Rad fahrende Schüler/innen. Der Handreichung für Radverkehrsbeauftragte zufolge verunglückten 1990 in Deutschland fast 17.000 Rad fahrende Kinder, 107 von ihnen tödlich. 2015 waren es noch gut 9.000 und 17 von ihnen tödlich. Gerade für Kinder ist das im Auto zur Schule gebracht Werden gefährlicher als Rad fahren oder zu Fuß gehen.

9. November 2019

Üben, üben, üben ...

Wir wissen es alle: Es ist besser für Kinder, wenn sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Elterntaxis sind verheerend für die kindliche Entwicklung. 

Der VCD veranstaltet seit zwölf Jahren jedes Jahr im Oktober Aktionstage "Zu Fußg zur Schule und zum Kindergarten." Ein Tag, von dem wir in Stuttgart nichts gespürt haben. Das Portal "Straße zurück erobern" hat die Projektleiterin Stephanie Päßler interviewt.

2. Juni 2019

Eine erschreckende Geschichte

Liebe Autofahrer/innen, kommt zu euch! Haltet Abstand! Es sind Kinder! Auf Twitter hat Marie folgende krasse Geschichte erzählt: 

"Zwerg (Laufrad) fährt neben mir auf der Straße, der Fußweg wird durch Schüler verstopft, die ihm keinen Platz machen. Wir fahren in einer Tempo 30 Zone. Auf der anderen Straßenseite parken Autos. Ich fahre mittig (auf) unserer Spur, habe den Anhänger hinter (mir). Es sind nur wenige Meter! Der Zwerg fährt ordentlich neben meinem Rad. Von hinten nähert sich ein Auto mit hoher Geschwindigkeit. Bremst und lässt hinter uns mehrfach den Motor aufheulen. Es ist kein Platz zum Überholen. Ich zeige an, das wir (nach links) abbiegen wollen. Noch 4 Meter, dann sind wir weg. Kaum ist die Reihe der parkendes Autos vorbei, quetscht sich das hinter uns fahrende Auto links an mir vorbei. Wir sind schon am (links) Abbiegen. Ich schreie dem Zwerg sein Stoppsignal zu, er steht, 30 cm von dem Auto entfernt. Eine Frau sitzt darin, auf dem Beifahrersitz ein Kind.