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4. Oktober 2026

Die Waldburgstraße ist weg

Es ist schon beeindruckend, wenn eine wichtige Straße komplett unter einer Baustelle verschwindet. In der Waldburgstraße, die Teil der Hauptradroute 1 ist, werden Rohre und Leitungen neu verlegt. 

Die Straße ist über gut fünfhundert Metern auf ganzer Fläche weg. Nur einen schmalen Gehweg gibt es noch auf der rechten Seite bergab.  In der Krehlstraße kann man mit dem Rad gerade ein Stück reinfahren, kommt aber nicht bis oben durch. Der erste Abschnitt zwischen Schwarzäckerstraße und Krehlstraße soll Ende Oktober fertig werden, der zweite Abschnitt zwischen Krehlstraße und Hopfenrain Ende Dezember. Das Ganze kostet 2,5 Millionen Euro. Die Anwohner:innen sind nicht glücklich, wie man sich denken kann, fallen doch alle Parkplätze derzeit weg und von Parkplatz in der Seitensraße zum Gartentörchen gibt es einen längeren Fußmarsch. Auch der Bus fährt nicht, und die Schulkinder müssen weiter laufen. Selbstverständlich gibt es auch für uns Radfahrende Unbequemlichkeiten, aber es gibt eine Umleitung, die - wie ich finde - auf dem Rad fahrend ganz bequem zu bewältigen ist. 

10. September 2026

Achtung, Nesenbach! Sturzgefährlich!


Seit Ende August fließt der Nesenbach in schmalen Rinnen wieder oberirdisch, so auch in der Möhringer Straße, in der Fußgängerzone beim Alten Rewe, die für den Radverkehr freigegeben ist. 

Wie die Stadt auf ihrer Seite schreibt, soll ein von vielen lang gehegter Wunsch gewesen sein, dass man den Bach wieder sieht. Der Gemeinderat hat es vor zwei Haushalten auch beschlossen. Damit da Frischwasser fließt, mussten die Quellen von Nesenbach, Eisenbach und Heideklingenbach in einer gesonderten Leitung vom Abwasser getrennt werden, das mit dem Nesenbach zum Neckar fließt. Am Marktplatz fließt das Bachwasser dann in den Eckensee. Später soll es bis zu den Seen im Schlossgarten weiterfließen. 

In der Möhringer Straße zum Marienplatz hin haben wir auch so ein Bächle und damit eine gefährliche Falle. Und das sie nass ist, macht die Sache nicht lustiger. Vor allem nicht für Blinde. Denn Blindenleitsystheme fehlen komplett. Mit dem Kinderwagen oder Fahrrad kommt man auch nur noch auf einer Seite durch. 

7. März 2026

Körschtalbrücke soll Radweg bekommen

Die Körschtalbrücke zwischen Möhringen und Fasanenhof ist marode und muss erneuert werden. Sie ist bisher eine reine Autobrücke. Das soll sich ändern. 

Beim Neubau soll die Forderung des ADFC und des Gemeinderats erfüllt werden, neben der Fahrbahn einen Geh- und Radweg anzulegen. Dann kommt man zu Fuß und mit dem Fahrrad direkt von Möhringen zum Fasanenhof, ohne ins Körschtal hinunter und drüben wieder hinauf radeln oder gehen zu müssen. Wie die Stuttgarter Zeitung meldete, hat das Landesverkehrsministerium klargestellt, dass auf der Westseite der neuen Brücke ein vier Meter breiter Betriebsweg angelegt werden soll, der als Geh- und Radweg genutzt werden kann. Allerdings muss die Stadt die Zuführungen zur Brücke für den Rad- und Fußverkehr selber planen und bauen. Die Entwurdsplanung für die Brücke soll im Sommer abgeschlossen sein, und wenn der Bund das Ganze genehmigt, kann mit dem Bau frühestens 2028 begonnen werden. Die Kosten für die Schnellstraßenbrücke werden auf 35 Euro Millionen geschätzt. 

3. März 2026

Feldwege sind keine Alternative zum Flughafentunnel

Seit 2021 beschäftigt der Flughafentunnel und die Befahrbarkeit mit dem Rad das Bündnis Filder intensiv. Nun ist der Tunnel für sieben Monate für jeglichen Verkehr gesperrt, weil er renoviert werden muss. 

Radfahrende wünschen sich, dass sie die kurze Verbindung zwischen Bernhausen/Filderstadt und Plieningen/Stuttgart unter dem Flughafen Echterdingen hindurch problemlos nutzen können. Aber für einen Radweg neben zwei Richtungsfahrbahnen ist kein Platz. Der Autoverkehr müsste auf eine Richtungsfahrspur verzichten. Dafür gab es bisher keine politische Mehrheit. Deshalb hat man den Radfahrenden eine Ertüchtigung der Feldwege um den Flughafen herum versprochen. Das aber ist illusorisch. Die Strecke ist zeitweise schlicht nicht befahrbar, weil die Wege auch landwirtschaftlich genutzt werden. 

15. Februar 2026

Problematischer Radweg nach Botnang

Immer schon war diese Aufteilung des Gehwegs in einen Radweg und einen Fußweg problematisch. Die meisten Menschen zu Fuß gehen hier au dem Zweirichtungsradweg.  

Das führt dazu, dass Radfahrende immer wieder Fußgänger:innen auf ihrer Fläche begegnen. Manchmal auch ziemlich unversehens hinter den Kurven. Sie müssen dann auf den an der Fahrbahn gelegenen Fußweg ausweichen. Eigentlich aber iste es Radfahrenden verboten, einen Radweg zu verlassen, schon gar nicht auf die Seite der Fußgänger:innen. Nicht einmal mit dem Lenker dürfen sie beim Kurvenfahren da reinragen. Rad- und Fußwegstreifen müssen hier vertauscht werden. Nur dann funktioniert es auch. 

28. Januar 2026

Kurze Verbindung über den Neckar ist offen

Mit dem Fahrrad kann man zwischen Seilerwasen auf der einen Neckarseite und Rosensteinpark auf der anderen jetzt wieder eine kurze Brückenquerung nutzen. Die Strecke ist seit ein paar Tagen offen. 

Bis vor zehn Jahren gab es hier die Holzbrücke und die Elefantenstege, die aber für Radfahrende immer verboten waren, jedoch viel genutzt wurden. Den unter die neue Bahnbrücke gehängten Steg gibt es schon länger. Die Brücke über die Neckartalstraße ist mittlerweile auch gebaut und nun als Fußweg mit Rad frei ausgeschildert. Immerhin eine Verbesserung, auch wenn wir natürlich immer schneller als mit Schrittgeschwindigkeit radeln und damit immer noch gegen die StVO verstoßen. Geschlossen war die Brücke über die Neckartalstraße so lange, weil die höheren Geländer fehlten, die für den Radverkehr nötig sind. Jetzt sind sie da. 

12. Januar 2026

Farbiger Radstreifen und Grüner Pfeil helfen

In Stuttgart-West, wo die Herderstraße mit der der Botnanger Straße zusammentrifft, gibt es zwei kleine Verbesserungen für den Radverkehr, die durchaus etwas ausmachen. 

Kommt man vom Westbahnhof her und radelt die Herderstraße runter, trifft man an der T-Kreuzung mit der Ampelanlage jetzt auf Radstreifen, die frisch türkisblau markiert wurden. Diese Farbe hilft. Blogleser Matthias, der die Strecke ständig radelt, schreibt: "In den Vorjahren bin ich dort jede Woche von Rechtsabbiegern touchiert worden, seit der farblichen Markierung kein einziges Mal." Gefordert hat er das seit Jahren. Offenbar fällt es Autofahrenden leichter, die Radstreifen zu erkennen und Radfahrende zu respektieren, wenn sie blau leuchten. 

24. November 2025

Hauptradroute 2 mit Kompromissmängeln

Die Hauptradroute 2 Wangen-Hedelfingen zwischen Otto-Konz-Brücken und Hedelfinger Platz ist fertig. Sie war politisch so heftig umstritten, dass man ihr die Kompromisse zugunsten des Autoverkehrs und Parkplatzerhalts ansieht. 

Die Stadt findet die Strecke toll und schreibt, damit stünde Radfahrenden nun eine rund 1,5 Kilometer lange, durchgehende und sichere Strecke in beide Richtungen zur Verfügung. Sie solle das Radfahren attraktiver machen. Für routinierte Radfahrende ist die Strecke sicher besser als vorher, für unerfahrene und eher furchtsamere Radfahrende bietet sie aber viel zu viele Abschnitte, in denen es zu Konflikten mit Autofahrenden kommen kann. Es ist eine verschenkte Chance, mehr Menschen aufs Fahrrad zu bekommen, denn die Zögerlichen und Ängstlicheren überzeugt man nur mit einer Radinfrastruktur, die sich immer sicher anfühlt.

Ein Vorteil der Umbauten, die dazu führen, dass Autofahrende zwischen den Knotenpunkten nur eine Fahrspur haben, ist, dass der Schwerlastverkehr nicht mehr durch die Hedelfinger Straße geschickt wird, sondern durch die Kesselstraße. 

27. Oktober 2025

Leichter an der Wilhelma vorbeiradeln

An der Wilhelma ist das Radfahren auf den Fußgängerflächen immer noch verboten, aber einen Weg gibt es nun, um vorbeizukommen. 

Es stehen neue Verkehrszeichen dort, und zwar die blauen Gehweg-Schilder ohne Radfreigabe. Sie bekräftigen, dass man hier nicht mit dem Rad fahren darf. Vorher standen hier jedoch die weißen, rot umrandeten runden Schilder, die das Radfahren verbieten. 

Dieser Austausch der Schilder macht für uns Radfahrende einen entscheidenden Unterschied. Denn jetzt endlich dürfen wir, wenn wir von der Pragstraße her kommen, auf der Fahrbahn an der Wilhelma vorbei radeln. 

28. Mai 2025

Waldburgstraße wird für den Radverkehr ertüchtigt

Die Waldburgstraße in Vaihingen ist die Verbindung zum Radschnellweg von und nach Böblingen. Doch noch radelt es sich dort gar nicht angenehm. 

Während Böblingen eine Radbrücke baut, lassen die Ertüchtigungsmaßnahmen auf Stuttgarter Seite doch ziemlich auf sich warten. Nun soll die Waldburgstraße dem zunehmenden Radverkehr angepasst werden. Eine Diskussion im Bezirksbeirat Vaihingen ging unentschieden aus. Es sollen nämlich rund hundert öffentliche Abstellflächen für Autos wegfallen. Auch Radfahrende dürften grummeln, denn statt eines Radfahrstreifens kommt hier nur ein Schutzstreifen bergauf hin, der aber deutlich breiter ist als der, den wir derzeit haben. So wie es ist, kann es jedenfalls nicht bleiben. 

12. April 2025

Eigentlich schon mal ganz schön, aber ...

Wer über den Rosensteinsteg vom Neckardamm auf die Neckarseite bei der Wilhelma rüber radelt, trifft auf einen sehr breiten neuen Radweg. Er hat aber eine Tücke. 

Ich bin da jetzt ständig geradelt, um die unmögliche Baustelle an der Wilhelmsbrücke zu umfahren. Der Steg unter der neuen Eisenbahnbrücke ist übrigens als Gehweg mit Radfreigabe ausgeschildert, was hoffentlich nicht so bleibt. Nach dem Steg geht es nach rechts auf breitem und glattem Asphalt runter Richtung Neckartalstraße und Kreuzung an der Wilhelma. Der Weg ist als gemischter Geh- und Radweg ausgewiesen. 

Weiter unten stößt man auf weiße Querstreifen, die uns bedeuten, langsam zu fahren. Es geht möglicherweise um eine Warnung vor der Baustellenausfahrt. Aber es ist durchaus sehr sinnvoll, hier wirklich runterzubremsen. 

14. März 2025

Linksabbiegen? - Nö! Müssen Radfahrende nie.

Und wenn doch, dann wird es kompliziert und langwierig. So auch an der Pragstraße bergab. 

Die Pragstraße hat abwärts breite Radfahrstreifen hundert Meter nach der Löwentorkreuzung. Bekommen soll sie dort breite Radwege im Zuge der Verkehrsberuhigung für Autos. Nicht vorgesehen ist, dass man zum Mahle in die Haldenstraße abbiegt. 

Es ist typisch für unsere Radinfrastruktur, dass sie im Grunde davon ausgeht, dass Radfahrende immer lange Strecken geradeaus fahren. Bestenfalls biegen sie nach rechts ab. Nach links abbiegen ist oft nicht vorgesehen, vor allem nicht auf mehrspurigen Straßen. Radelt man auf einem Radfahrstreifen, kann und darf man ihn verlassen und sich auf der Linksabbiegespur einordnen und dann mit den Autos zusammen abbiegen. Von Radwegen aus, die baulich von der Fahrbahn getrennt sind, ist das schon schwieriger. 

In solchen Fällen richtet man dann eine indirekte Linksabbiegespur ein oder leitet Radfahrende über den Aufstellplatz für Fußgänger und eine Fußgängerüberquerung rüber auf die andere Seite. Auf der Pragstraße abwärts geschieht das an der Schock-Ampel. 

4. März 2025

Angststreifen statt Schutzstreifen - Hedelfingen

Blogleser Markus hat mich auf eine für ihn (und für mich) krasse Situation aufmerksam gemacht. Es geht um den sogenannten Schutzstreifen auf den Otto-Hirsch-Brücken ab Hafenbahnstraße Richtung Obertürkheim. 

Wer von Hedelfingen Mitte über die langen Otto-Hirsch-Brücken auf die andere, die Obertürkheimer Seite des Neckars radeln will, tut das derzeit auf dem Gehweg, der als gemischter Geh- und Radweg ausgeschildert ist, und an den Querungen extra markierte Radfurten mit reinen Fußgängerampeln besitzt. Das alles ist allerdings sehr in die Jahre gekommen, der Asphalt brüchig, die roten Streifen verblasst. Und es ist saugefährlich, denn wir Radfahrenden haben immer gleichzeitig mit den Rechtsabbiegern grün. Ich finde, man muss höllisch aufpassen, dass man von Autofahrenden auch gesehen wird.  Nach der Querung der Hafenbahnstraße, die von rechts hochkommt und nach rechts runtergeht, ist Schluss damit. Der Radweg endet. Man wird in einen schmalen sogenannten Schutzstreifen auf die Fahrbahn hinunter geleitet und kommt dem Autoverkehr auf Tuchfühlung nahe. 

18. Februar 2025

Wien will, wir nicht

Ich bin neidisch. Die österreichische Hauptstadt baut in Rekordzeiten ihren Radverkehr aus. Über die Grünen Pfeile habe ich schon berichtet. Im vergangen Jahr kamen 23 km Radinfrastruktur dazu, nach 20 km im Jahr davor. Und wir? 

Selbst wenn man der von sich selbst begeisterten Darstellung von Fahrradwien mit einem bisschen Misstrauen begegnen wollte (ich kann nicht nachprüfen, wie gut die Radwege sind), scheinen sie schnell voranzukommen. Vor allem scheint der Zeitrum zwischen Beschluss, Planung und Ausführung kurz zu sein. Bei uns in Stuttgart ist das nicht so. Zwischen Beschlüssen und Ausführung vergehen nicht selten sechs Jahre (z.B. Haupradroute 2, die immer noch nicht fertig ist). Ein Teil der Stadtverwaltung und Stadtpolitik will, ein anderer nicht. Im Gemeinderat gibt es noch immer eine Mehrheit für klimagerechte Mobilität, also für den Fuß- und Radverkehr. In der Verwaltung gibt es höchst engagierte Planer:innen. Doch scheint die Einigkeit beim Aufbruch zur Fahrradstadt nicht vorhanden zu sein. Die Stuttgarter Zeitung hat das Thema unter dem Titel "Wenn Radwege trotz Beschluss ewig auf sich warten lassen" aufgegriffen (STZPlus) und führt neben der HRR 2 Hedelfingen die Rad- und Busspur  unter der Bahnbrücke der König-Karl-Straße in Cannstatt an.

25. Januar 2025

Radpendler-Strecke Botnang-Solitude dicht gemacht

Der lange Obere Kirchaldenweg zwischen Botnang und Solitude ist eine für routinierte Radler:innen wichtige Pendel-Strecke durch den Wald. An Wochenenden sind hier die Freizeitradler:innen unterwegs. 

Bis Sommer wird nun der ziemlich frisch gemachte Asphalt aufgegraben, um Stromleitungen zu verlegen. Es muss unter der Fahrbahn sein, weil sie seitlich davon durch den Waldboden nicht gelegt werden dürfen. Aber das ist nicht das Thema. Es fehlt jedoch wieder einmal eine eindeutige, in sich konsistente und freundliche Beschilderung für Radfahrende und eine ausgeschilderte Umleitungsstrecke für uns. Das Versprechen einer Radfortführung ist falsch. 

15. Januar 2025

Neue Radstreifen auf der Ludwigsburger Straße

Jahrelang bin ich auf der Ludwigsburger Straße zwischen dem Zuffenhausener Kelterplatz und der Heilbronnerstraße an der Friedrichswahl mit dem Rad, ausgebremst oder bedrängt vom Autoverkehr, Richtung Stuttgart gegurkt. 

Seit einiger Zeit gibt es nun immerhin auf Teilstücken einen Radfahrstreifen. Er beginnt leider nicht am Kelterplatz, da müssen sich Fahrbahnradelnde in den Autostau einreihen und an Ampeln zur Hauptverkehrszeit mehrmals warten. Aber anders kommt man nicht auf die Ludwigsburger Straße. (Würde doch Stuttgart die Radwege einfach mal lückenlos planen und umsetzen!) Schon lang sind auf die rechts zugeparkte Fahrbahn hier die Radpiktogramme aufgemalt. Wenn man sich nach dem Kelterplatz der Hohensteinstaße nähert, öffnet sich nach der letzten Bauminsel rechts ein Radfahrstreifen, der nach dem Ampelstopp geradeaus zur  Bushaltestelle führt. 

20. Dezember 2024

Schilderhopping - Böblinger und Rottweiler Straße nach Vaihingen

Wenn wir die Böblinger Straße ab Haltestelle Engelboldstraße hochradeln, sieht das aus wie ein reiner Radweg. Doch die Verkehrszeichen wechseln munter durch.  

Bis zur ersten Kehre befinden wir uns auf einem Radfahrstreifen. Der ist nur bergauf erlaubt, aber mir sind auf ihm auch schon Radler entgegen gekommen.  An dem Abzweig Feldbergstraße wird aus dem Streifen ein Zweirichtungsradweg (bergab muss man hier nach links in die Feldbergstraße abbiegen). Ab hier können mir also legal Radler:innen entgegenkommen. Der per Bordstein von der Fahrbahn getrennte Radweg geht hoch bis nach Vaihingen, wo er sich an einer Staffel in einen Radfahrstreifen umwandelt, der nur bergauf befahren werden darf. Mir ist auf diesem Radstreifen aber auch schon ein armer Fußgänger entgegengekommen, der ortsunkundig bergab wanderte. 

19. Oktober 2024

Stockfinster - Stuttgart dreht dem Radverkehr das Licht ab

Es ist zappenduster auf Stuttgarts Verbindungsstrecken zwischen den Ortsteilen. Die Stadt Stuttgart hat außerorts die Beleuchtung abgeschaltet. 

Der Grund sei Insektenschutz, heißt es auf der Seite der Stadt. Es dient aber auch dem Stromsparen (2 Prozent des derzeitigen Verbrauchs durch Straßenlaternen). Es betrifft rund 30 Außerortsstecken, darunter die Hofener Straße in Cannstatt zwischen Hofen und Cannstatt, die Rotenwald- und Geißeichstraße im Westen beim Birkenkopf, das Elsental, zwischen Dachswald  und Abzweig Jugendfarm, die Jahnstraße zwischen Degerloch und Geroksruhe, die Frauenkopfstraße zwischen Stelle und Ortseingang Frauenkopf und die Kirchheimer Straße zwischen Ruhbank und Sillenbuch. Nicht auf der Seite der Stadt genannt, aber auch stockfinster ist das Königsträßle zwischen U-Bahnhaltestelle Weinsteige und Degerloch-Waldau. 

Für Autofahrende kein Problem, Autos haben Abblendlichter (mit 50 bis 60 Meter Reichweite) und Fernlichter (100 bis 200 Meter), für Fußgänger:innen und Radfahrende aber ist das ein Problem. Das Königsträßle (eine frequentierte Verbindung durch den Wald) geistern die Leute zu Fuß mit Handyleuchten auf und ab (ob die das ein zweites Mal machen?). Und Kinder, die von der Waldau im Winter am Spätnachmittag zur U-Bahn wollen, stolpern im Finstern hinunter und lassen sich das nächste mal von den Eltern mit dem Auto abholen. 

Fahrräder haben zwar inzwischen gute Leuchten, aber der Lichtkegel reicht - wenn das Licht richtig eingestellt ist - zehn Meter weit. Der Anhalteweg bei Tempo 20 beträgt mindestens 14 Meter. Bodenwellen sind auf Entfernung nicht sichtbar. Die tiefe Wasserablaufrinne unten auf dem Königsträßle muss man kennen, sehen kann man sie nicht. 

Ich habe mir mit Kolleginnen (im Finstern radelt frau lieber nicht alleine) einige der ins Dunkel gelegten Strecken angeschaut. Wobei ich an meinem Lenker einen zugelassenen Zusatzscheinwerfer nutze, der weiter leuchtet, wenn ich ihn zuschalte. 

11. Oktober 2024

Schlaglochpiste neu asphaltiert - schön!

Eine Kleinigkeit, aber sehr gut für uns Radfahrenden. Die kleine, steile Josefstraße in Degerloch wurde neu asphaltiert. 

Auf der Karte ganz unten, habe ich sie markiert. Wer mit dem Fahrrad aus der Epplestraße in Degerloch kommt (oder aus der Albstraße), also dem südlichen Stadtkern, hat zwar einige Möglichkeiten, zur Alten Weinsteige und über sie runter in die Stadt zu kommen, aber ideal ist keine. Manche rollen auf der Oberen Weinsteige im Autoverkehr runter und biegen an der Ampel beim Königsträßle über die Linksabbiegespur in die Alte Weinsteige ab (Karte rote Linien). Das sind aber sehr wenige. Andere winkeln sich über den Fußgänger- und Fahrradüberweg über Zackegleise und Obere Weinsteige und fahren dann den linksseitigen Gehweg runter, der ziemlich schmal ist. Eine Gehwegfreigabe steht da nicht, bergauf allerdings schon. Und wer nach dem Beerdingungsistitut auf die Alte Weinsteige geradeaus weiterradeln will, darf das. Das Einfahrtverbotenschild (Einbahnstraße) hat eine Radfreigabe. Wir dürfen also mit dem Rad von oben kommen. Übrigens handelt es sich um eine unechte Einbahnstraße, was aber die Autofahrenden nicht wissen.  Ich finde die Route über die Josefstraße allerdings angenehmer.  

2. April 2024

Immer noch nichts gut am Schoettle-Platz

Wenn man vom Schwabtunnel runter radelt und an der Böblinger Straße ankommt, gibt es immer noch keine Möglichkeit, legal nach rechts in die Böblinger Straße abzubiegen. 

Und es fehlt immer noch - schon lange - vieles andere: Radstreifen, eindeutige Radführungen, Radampeln, Abbiegefreigaben für den Radverkehr, kurz: eine einladende Radinfrastruktur. 

Aus der Busspur darf man jedenfalls nicht mit dem Rad nach rechts abbiegen, man darf sie nicht mal befahren. Aus der Autofahrspur links daneben darf man auch nicht nach rechts abbiegen, da geht nur geradeaus. Dabei darf die Böblinger Straße als Einbahnstraße in Gegenrichtung, also Richtung Kaltental vom Radverkehr benutzt werden. Sie ist freigegeben. Nur kommt man halt regelkonform nicht dorthin.