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19. Juli 2025

Skrupellos mit Motor

Dass Mopedfahrer sich für Radfahrer halten und gegen die Einbahnstraße über die Radfuhrt in die Tübinger Straße fahren, regt ja schon keinen mehr auf, so oft passiert das. Aber dass ein Autofahrer sich für einen Fußgänger hält und ungeniert die Verkehrsinsel benutzt, um nach links abzubiegen ist schon bemerkenswert. 

Das Foto stammt von Blogleser Simon, der die Szene am Vormittag des 17. Juli am Charlottenplatz beobachtet hat. Von wo der Böblinger gekommen ist, konnte er nicht beobachten. Der Fahrer hat jedenfalls mitten auf dem Aufstellplatz auf der Seite für Radfahrende den Verkehr abgewartet, der die Charlottenstraße herabkam und ist dann in die Planie Richtung Tunnel/Schlossplatz) abgebogen. Dass schwer Motorisierte Fußgängerbereiche befahren, passiert gar nicht so selten, denn ich habe mehrere Fotos davon. 

19. Juni 2025

Was ist eigentlich eine Verkehrsbehinderung?

Und vor allem: Wer behindert eigentlich welchen Verkehr? 

Die KI der Google-Suche zählt als Verkehrsbehinderung Staus, Unfälle, Bauarbeiten, Wetterbedingungen, Veranstaltungen und Fehlverhalten, darunter zu langsames Fahren, auf, nicht aber Autos. Sie scheint davon auszugehen, dass Verkehr nur der Autoverkehr ist und folglich auch nur er behindert werden kann. Für den Rad- oder Fußverkehr sind aber beispielsweise Autostaus keine Behinderung. Wiederum werden Radfahrerende auf Fahrbahnen gerne als Behinderung verteufelt. In unserem gängigen Verständnis von "Verkehrsbehinderung" scheint nur der Autoverkehr behindert werden zu können, nicht aber der Fußverkehr oder der Radverkehr. Beide werden jedoch vom Autoverkehr oft erheblich behindert. Tatsächlich ist der Autoverkehr die eigentliche Verkehrsbehinderung. Und zwar für alle Verkehrsarten, auch für ihn selbst.  

12. März 2025

Autofahrer sehen schlecht

Sechs Prozent der Menschen, die Auto fahren, sehen schlecht, weil sie keine Sehhilfe tragen oder eine Augenerkrankung haben. Aber abgesehen von medizinischen Gründen, sehen Autofahrende insgesamt vieles nicht, was sie sehen sollten. 

Der Berufsverband der Augenärzte schätzt die Zahl der Verkehrsunfälle auf 300.000 im Jahr, die auf schlechtes Sehvermögen zurückgehen. Eine Studie ergab, dass von den 99 Prozent, die ihre Sehfähigkeit als gut oder sehr gut bezeichneten, 16 Prozent nur noch unter 70 Prozent der gesunden Sehfähigkeit hatten. Die meisten Sehfehler lassen sich mit Brillen oder Operationen beheben. Der Grüne Star (Glaukom) verengt allerdings das Sehfeld so massiv, dass Verkehrszeichen oder Radfahrende komplett aus dem Blickfeld verschwinden, und Radfahrende dann wie aus dem Nichts aufzutauchen scheinen. 

Glaubt man der Presse und der Polizei, dann ist "übersehen" ein häufiger Grund für Zusammenstöße mit Radfahrenden, Fußgänger:innen oder Stadtbahnen.

4. Februar 2025

Sensoren an Autos sollen Fahrräder erkennen

An der Uni Oldenburg wird ein Assistenzsystem für Pkws und Lkws entwickelt, das Menschen auf Fahrrädern erkennen und die Autofahrenden warnen kann. 

Das ist jetzt mal der richtige Ansatz. Statt Radfahrende mit immer mehr Blinklichtern oder Warntools auszustatten, in der Hoffnung, sie könnten verhindern, dass Autofahrende mit ihnen zusammenstoßen, sollen die gefährlicheren Fahrzeuge dafür sorgen, dass Radfahrende nicht umgefahren werden. Es geht im Grundsatz darum, dass Autofahrende immer einen sicheren Abstand zu Menschen auf Fahrrädern halten und letztlich die Zahl der Zusammenstöße und Verletzungen von Radfahrenden deutlich verringert wird.

Das Forschungsprojekt heißt BikeDetect. Die Universität teilt auf ihrer eigenen Seite mit: "Ziel von BikeDetect ist die Entwicklung eines Sensorsystems in Form eines Labormusters zur Nachrüstung des motorisierten Verkehrs, um Abstände zu Radfahrenden im Straßenverkehr zur Erhöhung der Radfahrsicherheit detektieren zu können. Das optimale Sensorsystem wird auf Basis mehrerer Pre- und Feldtests konzipiert. Die Datenauswertung kombiniert Abstandsmessungen mit der automatisierten Erkennung von Radfahrenden im Straßenverkehr mittels KI Methoden. Praktische Sicherheitsanforderungen der kommunalen Planung (z.B. Mindestabstände, Ausführgeschwindigkeit der KI Modelle) fließen in die Umsetzung ein."  

4. November 2024

Wir rechtfertigen uns immer vor dem Autofahrer hinter uns

Ich vermute, wir alle haben es schon erlebt: Wir wollen mit dem Rad links abbiegen, müssen aber den Gegenverkehr abwarten und stehen. Schließlich hält ein Autofahrer an und winkt uns nett rüber. 

Wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn hinter ihm kommt kein weiteres Auto und wir hätten in Ruhe links abbiegen können. Und genau das ist der Grund, warum der Mensch im Auto anhält, obgleich er oder sie nicht muss: Hinter ihm kommt kein Auto. Er oder sie hält niemanden auf, der sich ärgern könnte. Also kann er uns was Gutes tun.

Die meisten, die Auto fahren, gucken in den Rückspiegel und treten in einen permanenten Dialog mit Menschen hinter sich ein. Er/sie soll nicht denken, dass ich zu langsam bin, nicht auf Zack, also ein schlechter Autofahrer oder eine ängstliche Autofahrerin. Fährt der hinter mir auf der Landstraße dicht auf, denke ich, dass er denkt, ich schleiche, und mich verachtet. Aber hier gilt nun mal 70 km/h, rechtfertige ich mich. Oder ich hänge hinter einem Radler fest, den ich nicht überholen kann, und hinter mir sammeln sich die Autos. Die Fahrenden ärgern sich jetzt sicherlich, halten mich für doof, dass ich nicht überhole. Und dann fange ich an, mich zu rechtfertigen: Schließlich gilt ein Überholabstand. Ich kenne die Regeln, ihr hinter mir nicht. Dieser Dialog kann aber nicht ausgetragen werden, das einzige Kommunikationsmittel, das ich in einem Auto habe, ist die Bremsleuchte und das Gaspedal (und der Blinker). Wenn der hinter mich mich nicht versehen will, kann ich nichts erklären. 

Wir kennen den Dialog mit dem Menschen im Auto hinter uns aber auch als Radfahrende.

2. November 2024

Gut gemeint, aber blöd gemacht

Da haben sich die Stadtplaner:innen echt was gedacht, aber leider nicht ganz zu Ende. Anscheinend versteht niemand so recht, was gemeint ist. 

Die Stadtgrabenstraße in Böblingen ist Einbahnstraße. An Parkplätzen mangelt es nicht und es sind auch viele frei. Dennoch stehen diese beiden Autos genau auf dem Radfahrstreifen. Radfahrende, die die Einbahnstraße in Gegenrichtung hochfahren dürfen, sollen das auf dem Radweg tun, der auf dem Gehweg liegt. Doch sie werden hier für zwanzig Meter auf die Fahrbahn geleitet. Der Abgang ist rot markiert, der Aufgang hinter den geparkten Autos ebenfalls. Das Zwischenstück sieht aber aus wie zwei Parkplätze. 

Grund für diesen Hüpfer über die Fahrbahn ist ein Restaurant mit Außengastronomie. Tische und Stühle stehen auf dem Gehweg, weshalb der Radweg an dieser Stelle keinen Platz hat (oder die Fußgänger:innen hätten keinen Platz zum Vorbeigehen). Es ist also eine Umfahrung der Außengastronomie. Um das Ganze für alle verständlicher zu machen, hätte man allerdings vielleicht besser den ganzen Radstreifen rot eingefärbt, nicht nur die beiden Stücke, wo es runter und wieder rauf auf den Radweg auf dem Gehweg geht. So jedenfalls nützt es keinem was, außer den Autofahrenden, die keine Lust haben, ihre Autos rechts in eine Parklücke zu manövrieren. Blöd gelaufen. 

27. Oktober 2024

Der Straßenverkehr ist ein Kriminalitätsschwerpunkt

Bei seltenen Einzeltaten mit ideologischem Hintergrund reagiert die Politik schnell mit Gesetzesänderungen und Verboten. Bei häufigen Taten, bei denen andere verletzt werden oder zu Tode kommen, nicht. 

Im Straßenverkehr werden knapp 1000 Menschen pro Tag verletzt (4 bis 5 sterben), 80 Prozent davon durch Menschen, die Auto fahren. Aber niemand redet von einem "nationalen Notstand" und die Politik bringt keine Strafverschärfungen ins Gespräch und plant keine Gesetzesänderungen. Die Taten, die mit dem Auto begangen werden, werden von uns nicht einmal als kriminelle Handlungen wahrgenommen, obgleich sie sogar in der Statistik der Straftaten (also der Kriminalitätsstatistik) auftauchen. 

Der Straßenverkehr ist tatsächlich ein Kriminalitätsschwerpunkt. Jede vierte Verurteilung in Deutschland hat mit einer Straftat im Straßenverkehr zu tun. Und da sind die Ordnungswidrigkeiten noch gar nicht mit drin wie rasen, mangelnder Abstand oder falsches und gefährdendes Parken. In einer - nicht vorstellbaren - Welt ohne privaten Autoverkehr würden nicht nur Umwelt und Krankenhäuser, sondern auch die Justiz deutlich entlastet. Das schreibt die taz in einem Beitrag unter dem Titel "Mit aller Brutalität", der sich mit dem Strafbefehl gegen den Mann beschäftigt, der den Fahrradaktivisten Natenom mit seinem Auto umgebracht hat.

12. August 2024

Typisch Autofahrer:in - typisch Radfahrer:in

Die meisten wünschen sich ein friedliches Miteinander im Straßenverkehr. Gegenseitiges Verständnis hilft dabei. Viele von uns fahren sowohl Auto als auch Fahrrad, zu Fuß gehen alle. Wir könnten also die jeweils anderen Verkehrsarten durchaus verstehen. 

Aber sowohl Radfahrende als auch Autofahrende bereiten einander wechselseitig Schreckmomente. Autos sind schwer und schnell und das Verhalten ihrer Fahrer:innen macht uns Radfahrenden oftmals Angst. Manchmal ist es Absicht, meistens nicht. Aber auch das, was Radfahrende tun, erschreckt manche Autofahrende. Und da geht es gar nicht um die Fehler, die wir alle mal machen, und die wir einander ruhig auch mal verzeihen können. 

Die Seite Discerning Cyclists hat sieben Autofahrer:innen-Typen beschrieben, denen man als Radfahrer:in begegnet, nette und weniger nette. Nach meiner Erfahrung überwiegen die freundlichen oder zumindest indifferenten, was wir nur deshalb nicht wahrnehmen, weil wir mit denen keine Probleme haben. Hingegen nehmen wir - wie umgekehrt Autofahrende bei uns Radfahrenden auch - diejenigen wahr, die sich krass verhalten. Um so deutlicher fallen uns die Wohmeinenden und Freundlichen auf. 

25. Juli 2024

Warum parken die auf dem Gehweg?

Die Falkenstraße in Stuttgart-Sonnenberg wurde neu gemacht: Fahrbahn und Gehweg, alles fein und schön glatt. 

Die Wohnstraße ist Richtung Möhringen Einbahnstraße und als solche in Gegenrichtung für den Radverkehr freigeben. Viel Radverkehr ist hier nicht, viel Autoverkehr auch nicht. Faszinierend ist es für mich zu sehen, wie sich die Autofahrenden verhalten. Sie parken alle linksseitig. Niemand parkt am rechten Bordstein, obgleich das nicht verboten ist. Als die Gehwegbordsteine noch hoch waren, parkte man auf der Fahrbahn, jetzt, da sie teils keine drei Zentimeter hoch und abgerundet sind, stehen in diesem Abschnitt (zwischen Fuchs- und Haldenwaldstraße) alle mit den linken Reifen auf dem Gehweg.  

Das erleichtert zwar den Begegnungsverkehr mit Radfahrenden. Aber nötig ist es nicht. Warum die Bordsteine hier keine mehr sind, erschließt sich mir nicht. Es sei denn, sie sollen als Parkverbot fungieren. Denn eigentlich darf an abgesenkten Bordsteinen niemand parken (kostet aber nur 10 Euro).

13. Juli 2024

In Stuttgart ist der Park Parkplatz

Parken kommt von Park, eigentlich aus dem Englischen von "the park", eingezäunter Bereich, Pferch, großer Garten. Deshalb stellt man Autos am besten im Park ab. Schließlich heißt es ja parken. 

Das illustrieren die an der Oper im Schlossgarten abgestellten Limousinen an einem Plenartag im Landtag sehr eindrücklich. Hier stehen immer mal wieder Limousinen auch länger, aber dieses Mal waren es besonders viele und sie standen lange. Die Autos (genauer, die Fahrer:innen und Insass:innen dieser Autos) nehmen den Fußgänger:innen den Platz weg und nebenbei auch den Radfahrenden auf der Hauptradroute 1, die sich bei ihrer Fahrt um die Oper herum eine immer kleinere Fläche mit immer mehr Fußgänger:innen teilen müssen. Ein schönes Beispiel, wie der Autoverkehr den Fuß- und Radverkehr zusammenpfercht.

Vor allem aber ist es illegal: Sie haben ihre Autos hinter dem Verkehrszeichen "Fußgängerzone - Rad frei" (Foto unten) abgestellt, also in einer Fußgängerzone. Das ist verboten. Es ist ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln, der mit 55 Euro Bußgeld bestraft wird. Aus gutem Grund. Fußgängerzonen sind keine Autozonen.

19. Juni 2024

Viele Autos auf Rad- und Busspur Charlottenplatz

Autofahrende werden wegen einer Baustelle und der Sperrung der Hauptstätter Straße am ehemaligen Breuninger Parkhaus durch die Esslinger Straße zum Charlottenplatz geleitet. Dort dürfen sie nur noch nach links zur Planie abbiegen. Daran halten sich enorm viele nicht. 

Geradeaus fahren geht nicht mehr, da steht eine Sperre. Aber rechts zur Charlottenstraße abbiegen geht noch, es ist halt nur verboten. In diesen Straßenabschnitt reinfahren darf nur der Linienverkehr, also der Bus, der hier sein neue Haltestelle hat, und der Radverkehr. Die Verkehrsschilder sind eindeutig. Das aber interessiert viele Autofahrende nicht (siehe unten). 

Für Radfahrende hat man eine kleine Radspur links neben die Busspur gelegt. Links steht auch eine kleine Radampel. Die Sperre lässt eine Lücke für Radfahrende, die geradeaus zur Landesbibliothek wollen. Eine durchaus angenehme Strecke. Auch auf die Verkehrsinsel rüber zum Auslandsinstitut kommt man schnell. 

9. Juni 2024

Einfach nur schamlos und frech

Scham kennen manche Autofahrende offenbar nicht. Sie haben gestern, am Samstag, dem 8. Juni, beim Fußballplatz der SpVgg Cannstatt die Grünanlage am Neckardamm erobert und zugeparkt. 

Ich sehe wohl nicht recht, dachte ich, als ich am Morgen (9:30 Uhr) da vorbei radelte in Richtung meines Ruderclubs. Als ich zurück radelte (13:38 Uhr) standen die immer noch so, und es war sogar noch ein Auto dazu gekommen. Auf dem Fußballplatz herrschte reges Treiben. Aber das ist samstags oft so, ohne dass Autos hier stehen. 

Vielleicht waren entlang der Hofener Straße die Parkplätze belegt, mit Sicherheit wollen Leute nicht weit laufen zur Sportveranstaltung. Vermutlich hat eine:r am Morgen angefangen und ist von der Hofener Straße aus reingefahren in den als Fußgängerzone ausgeschilderten Weg und hat sein/ihr Auto dort abgestellt. 

28. Mai 2024

Verkehrsgewalt: Böse Autos bauen Unfälle

In der Pesse "geraten" Menschen im Zusammenhang mit Autos in Situationen, für die niemand verantwortlich zu sein scheint. 

Zum Beispiel: Auto gerät auf Gehweg und verletzt Fußgängerin tödlich, Seniorin unters Auto geraten, Motorradfahrer gerät unter wendendes Auto, Auto gerät in den Gegenverkehr. In Berlin ist ein Auto auf den Bürgersteig geraten und hat Fußgänger erfasst, die nun in Lebensgefahr schweben.

Solche Formulierungen begegnen mir ständig in Medienberichten. (Wobei sich einzelne Medien, darunter die Stuttgarter Zeitung, davon inzwischen erfreulich absetzen.) Ich frage mich dann immer: Wie kann es sein, dass Menschen unter Autos und Autos irgendwohin geraten? Steuert die Autos niemand? Wenden die Autos eigenmächtig, steuern sie Gehwege an, überfahren Sie Fußgänger:innen? Sind die Leute, die drinnen am Lenkrad sitzen, gar nicht da? Werden sie völlig überrascht von den Aktionen ihres Autos? 

Weil in unserer sprachlichen Darstellung auch schwerster Zusammenstöße niemand die Autos zu lenken scheint, können wir dann sogar auch mal lesen: "... soll ein Pkw die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben." (Diese erste schnelle Meldung hat die StZ übrigens schnell korrigiert.)

9. März 2024

Ohne Poller geht es halt nicht

Stuttgarter Ecken funktionieren nur, wenn dort auch Poller stehen. Schraffuren allein halten Autofahrende nicht davon ab, ihre Autos an Ecken abzustellen. 

In der Sehnefelderstraße, Ecke Forststraße wurden die Ecken schaffiert, um Autofahrenden klar zu machen, dass man tatsächlich nicht auf den Ecken parken darf. 

Als ich kürzlich dort vorbeikam, sah es zivilisiert und manierlich aus. Die Ecken waren frei. Allerdings stehen in den schraffierten Flächen auch Pfosten. Es gibt sicherlich Autofahrende, die kriegen ihr Auto auch zwischen die Poller, aber das dürften Ausnahmefälle sein. 

26. Februar 2024

Krasser Egoismus hinterm Lenkrad

Das kennen wir schon lange. Die Autotransporter stehen auf dem Radweg an der Heilbronner Straße. Alles ist dicht. 

Diese Frechheit gegenüber den Menschen zu Fuß und auf den Fahrrädern scheint von den Ordnungskräften toleriert zu werden. Andernfalls hätte es längst eine polizeiliche Ansprache in den zuständigen Autohäusern gegeben. Danach sieht es für uns aber nicht aus. Denn die stehen da immer noch regelmäßig.

Blogleser Martin, der mir die aktuellen Bilder geschickt hat, schreibt mir: "Inzwischen wird am Pragsattel von den Porsche- und Toyota-Häusern der Radweg als Dispositionsfläche missbraucht.

12. Dezember 2023

Stuttgarter Ecken warten sehnlichst auf Poller

In der Liststraße in Stuttgart Süd sind an zwei Kreuzungen die sogenannten Stuttgarter Ecken entstanden. Sie wurden schraffiert und im Anschluss mit kleinen Flächen für Lastenräder oder E-Scooter markiert. 

Mit dieser Maßnahme sollen die Ecken von Falschparkern freigehalten werden, damit Schulkinder, aber auch ältere Menschen und solche mit Kinderwagen leichter über die Straße gehen können, auch deshalb, weil sie besser sehen, was kommt. Auch uns Radfahrenden nützt das, denn wir sehen beim Heranrollen besser in die Seitenstraßen hinein. Grundsätzlich darf auf Ecken ohnehin nicht geparkt werden. Vom Schnittpunkt er Verlängerungslinien der beiden Straßen, die sich kreuzen, müssen 5 Meter Abstand gehalten werden. Die Sperrflächen verdeutlichen dies. Sperrflächen dürfen nicht überfahren werden, und zwar auch nicht beim Wenden oder so, also unter keinen Umständen. 

Auch Radparken auf Sperrflächen ist verboten. Wir sehen auf dem Foto oben (mehr schlecht als recht)  auch ein Lastenfahrrad auf der Sperrfläche parken, links neben dem Motorrad, das da ebenfalls steht. Auch das ist nicht erlaubt! Aber wieso hat man hier keine Fahrradparkplätze (mit oder ohne Bügel) eingerichtet?

23. Oktober 2023

Menschen sind ja nicht doof

Ich habe über das Phänomen der Traffic Evaporation, der (Auto-)Verkehrsverpuffung, schon mal berichtet. Das Difu hat internationale Untersuchungen gesichtet und bestätigt: Wenn man eine Straße oder einen Block für Autos sperrt, gibt es nicht mehr Staus rundherum, sondern weniger oder keine.

Der Text des Deutschen Instituts für Urbanistik empfehle ich all jenen zum Lesen, die behaupten, der Autoverkehr sei wie Wasser und suche sich immer und stur andere Wege, wenn man einen Durchgang blockiert. Menschen sind nicht wie Wasser. Sie haben einen Verstand, können sich entscheiden und ändern ihr Verhalten. Wenn es schöner und leichter ist, zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, dann tun viele das lieber als mit dem Auto zu fahren. Die anderen fahren weiter mit dem Auto, haben es aber leichter, weil mehr Leute anders unterwegs sind.

Gute Maßnahemn können den Autoverkehr in umliegenden Straßen sogar halbieren.

28. August 2023

Platz freihalten für Radler:innen? Och nö!

In der Kolbstraße bergauf Richtung Lehen gab es mal einen Radfahrsreifen mit schönem vorgezogenem Aufstellplatz. Der Streifen wurde bald vom Gerüst am Eckhaus überbaut. Nun ist es dort nicht mehr schön. 

Autofahrende haben außerdem so ihre Probleme mit der roten Fläche für den Radverkehr und machen damit Radfahrenden Probleme. Häufig fahren sie mit ihrem Auto über ihre Haltelinie hinweg auf den roten Aufstellplatz. So ganz klar ist mir nicht, warum es ihnen so schwer fällt, diese Fläche einfach freizuhalten und an ihrer eigenen Haltelinie zu halten. Die Ampel sehen sie ja trotzdem. Und schneller geht es auch nicht. 

Da Radfahrer rechts nicht mehr durchkommen, fahren sie oft links an den wartenden Autos vorbei und quetschen sich dann vor den Kühler. Dass dieser Aufstellplatz durchaus gebraucht wird, sieht man auf dem Foto oben deutlich, auch wenn einer unter den Radfahrern ein Mopedfahrer ist, der da auch nicht hingehört. 

29. Juli 2023

Die Schamlosen - Teil 2

In die Radwegschleuse Tübinger Srtaße/Feinstraße reingefahren, geht aber nicht weiter, weil ein städtisches Fahrzeug den Radweg  zur Hälfte blockiert. Und nun? 

Autofahrende bringen sich und andere in missliche Situationen, weil sie irgendwo reinfahren und durchfahren wollen, wo sie nicht fahren dürfen. 

Dieser hier scheint üblicherweise durch die Radwegschleuse an der Feinstraße zu fahren, wird aber heute - wie alle Radfahrenden auch - davon überrascht, dass ein städtisches Fahrzeug zum Bäumegießen die Radwegspur stadtauswärts vollständig blockiert. Radfahrende müssen drum herum, für das Auto reicht der Platz nicht. 

17. Juli 2023

Die Schamlosen

Autofahrende schaffen es, ihr Auto überall dort abzustellen, wo sie eine Lücke sehen. Ganz egal, ob die Fläche dem Fußverkehr oder Radverkehr gehört und Halten und Parken komplett verboten ist.  

Dieser hat sich wieder mal in den Radfahrstreifen an der Kolbstraße eingefädelt, ohne Rücksicht darauf, dass da eine Radlerampel steht, die man nun nicht mehr sehen kann, und ohne Rücksicht darauf, dass von der anderen Seite Autofahrer in Einbahnstraße hineinschießen, wenn sie Grün haben. Passiert hier nicht mehr so häufig wie früher, aber eben doch immer mal wieder. Man fragt sich echt, was im Kopf dieses Autofahrers eigentlich vor sich gegangen ist. Wie kommt einer auf so eine Idee?