20. Dezember 2017

Radnavigation mal etwas anders

Mir ist ein Navigationsgerät aufgefallen, das mir erwähnenswert erscheint. Meistens kennen wir unsere Strecken. Aber manchmal weiß man dann doch nicht mehr, wie es weitergeht, und zückt das Handy.

Egal, ob wir eine App für eine echte Fahrardnavigation haben oder GoogleMaps nutzen, immer muss man das Handy irgendwie am Lenker anbringen. Was aus irgendwelchen Gründen schlecht sein mag, etwa, weil es regnet oder schneit oder weil die Halterung gerade abgefallen ist.

Zwar setzt dieser  Navi BeeLine, den auch We oveVelo vertreibt, nicht auf spezielle Fahrradkarten, wie mir scheint, dafür aber auf eine einfache und intuitive Lenkerlösung.
Per App gibt man das Ziel ein, die App zieht eine gerade Linie zum Ziel und lenkt einen dann über die Straßen dorthin. Am Lenker bringt man einen Clip an. Auf seinem Display sieht man nur einen Pfeil, dem man hinterherfährt. Wie das gemeint ist, dieses hinterher-Fahren, sieht man im Video. Die Kilometerentfernung zum Ziel wird auch noch angezeigt. Reduziert und schnell erkennbar. Kostet 110 Euro.

Die Fragen, die die Seite nicht beantwortet: Wie viel Akkuleistung zieht der Navi vom Handy ab? Hat die App Radwegepläne im Gepäck oder leitet sie nur den kürzesten Weg?

Ich habe keine Erfahrung damit, aber würde ich oft unbekannte Strecken durch eine Stadt kurven müssen, würde ich in Versuchung kommen, mir das Gerät zuzulegen. Hat jemand von euch Erfahrungen damit. Leuchtet euch das Prinzip ein? Oder nicht?

Kommentare:

  1. Das Ding wird mit Bluetooth Low Energy funktionieren. Wie der Name schon sagt, ist BLE recht energiesparend. Da das Handy für die Routenberechnung und den GPS-Empfang zuständig ist, aber kein Display ausleuchten muss, sollte der Energiebedarf geringer sein, als bei der Navigation mit Handy am Lenker.

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  2. Für diesen Anwendungsfall würde ich mir aber lieber das Tomtom Vio ansehen (https://www.tomtom.com/de_de/drive/scooter/).
    Ist zwar eigentlich für Motorroller gedacht, hat aber auch einen Fahrradmodus.
    Funktioniert vom Prinzip her wie das oben beschriebene Navi (App auf Smartphone, Anzeige auf Display am Lenker), aber die Anzeige mit kompletter TomTom-Karte ist m.E. viel besser als ein reiner Richtungspfeil, und das Ding ist auch für andere Fahrzeuge (Roller, Motorrad, Auto) nutzbar. Und preilich spielt es in der gleichen Liga.

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  3. Ich war bisher mit keinem Rad-Navi zufrieden. Es ist aber auch nicht so einfach wie Auto-Navigation, denn es ist eine Vielzahl von Wegen mehr möglich. Durch einen Blick auf die Karte (bzw. durch Ortskenntnis) habe ich normalerweise immer eine bessere Strecke gefunden.

    Solchen Nur-Abbiegehinweisen gegenüber bin ich noch skeptischer. Das fehlerfreie und klar Ansagen von Abbiegevorgängen klappt auch bei Autonavis nicht, bei meinen Rad-Navis (Garmin Edge 800 und Bosch Nyon) klappt das noch weniger. Ohne Blick auf das Display ist man da oft aufgeschmissen.

    Martin

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  4. Meine Vermutung ist, dass das so lange funktioniert, wie es in der Stadt nicht Schneisen wie Flüsse, Bahnstrecken oder Autobahnen/Schnellstraßen gibt, die nur wenige Querungen aufweisen.

    Gute Erfahrungen habe ich mit BikeCitizens gemacht. Der Finn (die Halterung von denen) verbleibt immer am Rad und ist dort mit einem kleinen Karbiner befestigt.

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  5. Ich habe ein ähnliches Gerät: Haiku. Zwei Franzosen habe es mit Crowdfunding entwickelt. Ich habe es bis jetzt nur ein paarmal benutzt und da hat es ganz brauchbar gelotst. Haiku kann auch Anrufe anzeigen. Problem war, dass die Verbindung leicht verloren ging und sich nur hakelig wiederherstellen ließe. Auf so etwas habe ich unterwegs natürlich keine Lust. Das sind aber vllt Kinderkrankheiten die noch gelös werden. Wenn du es testen willst, kann ich es dir gerne mal ausleihen.
    Ansonsten habe ich ganz gute Erfahrungen mit routingfähigen Fahrrad Avis. Da gibt es auch günstige wie z. B. das Traditionelle.

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    1. Mist, diese Autokorrektur, sorry.
      ... mit routingfähigen Fahrradnavis. Da gibt es auch günstige wie z. B. das Teasi.
      Jetzt aber!

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    2. Autokorrektur ... ich weiß nicht ... kann man Autos noch korrigieren?

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  6. Hallo, Radelfreunde, ich fahre seit einigen Jahren mit dem Navi Teasi one und bin damit sehr zufrieden. Es ist preiswert, die Karten werden regelmäßig aktualisiert und Anwender können selbst Verbesserungsvorschläge einbringen. Wege verändern sich ja hin und wieder. Meinen Teasi-Erfahrungsbericht findet Ihr auf radtouren.net. Mit Handy-Navigation habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht.

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  7. Ich habe ausgezeichnete Erfahrungen gemacht mit Handynavigation mit der Komoot-App in Verbindung mit der Finn Halterung am Lenker. Jedoch ist der Stromverbrauch recht hoch, was die Nutzererfahrung wiederum deutlich negativ beeinflusst hat. Der Akku ist immer genau dann alle, wenn man ihn am dringendsten braucht. Natürlich gibts auch dafür Lösungen (Powerbank, Lader am Nady etc.). Ich warte aktuell auf die Lieferung eines neuen Fahrrad-navis von Xoss. Dies ist aus einer Crowdfundingkampagne entstanden (https://www.indiegogo.com/projects/xoss-sprint#/) und für ca. 180 $ zu bekommen. Sieht dem Wahoo Elemnt äußerlich und funktional sehr ähnlich und soll >30h Laufzeit haben. Wird irgendwann Ende Januar geliefert. Ich bin gespannt.

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