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24. Juni 2026

Ups! - Ampel steht auf dem Radstreifen

Auf der Hauptradroute 1 in Cannstatt Richtung Stadtmitte geht nach der Kreuzung mit der Daimlerstraße der Radstreifen nicht mehr weiter. Man soll sich hier aufstellen und indirekt nach links abbiegen. Aber .... Ups! 

Da steht jetzt eine Behelfsampel mitten auf dem Radfahrstreifen über die Gleise mit hübschen Warnbaken drum herum. Aber hätte man sie nicht einfach etwas weiter rechts auf die Sperrfläche stellen können? Da hätte sie den Radverkehr nicht behindert. 

Dass man nicht geradeaus radeln kann, sondern links um die Ampel herum radeln muss, dürfte man auch in der Nacht gut erkennen. Immerhin bringt uns auch kein Autoverkehr aus der Daimlerstraße beim Umrunden in Bedrängnis, denn die ist in diese Richtung momentan gesperrt (Dopplbild unten). Also keine Problem?  

7. Mai 2026

Sonntagsfahrer auf der für Autos gesperrten Hofener Straße

Die meisten Sonntagsfahrer:innen sitzen auf dem Fahrrad und genießen es, dass die Hofener Straße am Neckar seit dem 1. Mai wieder an Sonn- und Feiertagen für den Auto- und Motorradverkehr gesperrt ist. 

Die meisten haben auch kapiert, dass an diesen Tagen der Gehweg verboten und alleine den vielen Spaziergänger:innen und Jogger:innen vorbehalten ist. 

Leider aber wollen es viele Autofahrende weder kapieren noch akzeptieren, dass sie an den Sperren und Verbotsschildern nicht vorbei fahren dürfen. Am vergangenen Sonntag kamen sie, als ich da radelte, in verblüffenden Massen von beiden Seiten, überholten  teils knapp, schüchterten Radfahrende mit ihren Kindern ein, versuchten trotz Rad-Gegenverkehrs zu überholen und wollten überhaupt nicht einsehen, dass man hier Sonntags nicht Auto fährt (außer den Winzern und Anwohnenden). 

4. April 2026

Fahrradspur in Cannstatt nützt allen Verkehrsarten

Die Radspur mit Busfreigabe zwischen Mercedeslstraße und Wilhelmsplatz in Cannstatt ist ein Erfolg. Die Unfallzahlen haben sich drastisch reduziert.  Der Autoverkehr staut sich trotzdem nicht mehr als vorher. 

Vor einem Jahr hatte die Stadt ab Mercedesstraße eine von zwei Fahrspuren in eine Spur für Fahrräder, Busse und Taxis umgewidmet. Für uns bedeutete das auf der Hauptradroute 1 Richtung Fellbach eine deutliche Verbesserung. Am 24. März äußerte sich auch die Stadt im zuständigen Ausschuss des Gemeinderats in einem mündlichen Bericht sehr zufrieden über den Verkehrsversuch. Und wir Radfahrenden können es auch sein. Die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs hat sich signifikant verbessert. Wir radeln nicht mehr auf dem Gehweg unter der Bahnbrücke durch. Es gab keine Zusammenstöße mehr zwischen Fußgänger:innen und Radler:innen, auch wenn immer noch einige den linksseitigen Gehweg stadteinwärts regelwidrig benutzen. Übrigens ist auch die Zahl der Autounfälle drastisch zurückgegangen, unter anderem, weil der Fahrspurwechsel fehlt. 

23. März 2026

Radverkehr bleibt im Fußverkehr stecken

Eine wichtige Radroute in Stuttgart wird zunehmend untauglich für den Radverkehr. Es handelt sich um die Strecke zwischen König-Karls-Brücke (Wasen) und Hofen auf dem Neckardamm. 

Seitdem die Wilhelmsbrücke gesperrt ist, bleiben Radfahrende zwischen neuem Rosensteinsteg und Einmündung Wilhelmsbrücke im Fußgängerverkehr stecken. Wobei diese Strecke ohnehin nur als Gehweg mit Radfreigabe ausgewiesen ist, also nicht im Radpendlertempo befahren werden dürfte, sondern nur in Schrittgeschwindigkeit. Das war schon immer völlig wirklichkeitsfremd, weil man auf so langen Strecken wie dem Neckardamm nicht Schrittgeschwindigkeit radeln kann. Solche Anordnungen zwingen Radfahrende deshalb systematisch in die Illegalität. Die Wilhelmsbrücke war die wichtigste Fuß-Verbindung zwischen Cannstatter Vorstadt und Cannstatter Altstadt. Jetzt müssen alle Fußgänger:innen den neuen Steg anstelle der abgerissenen Rosensteinbrücke benutzen. Das führt dazu, dass sie nun massenhaft auf dem links und rechts der Bäume zweigeteilten Gehweg zwischen Steg und Wilhelmsbrücke unterwegs sind (Foto oben). Das ist selbstverständlich ihr gutes Recht. Sie haben genug Nachteile und Umwege durch die Sperrung der Wilhelmsbrücke. 

14. Dezember 2025

Rosensteinsteg - eine vielversprechende Verbindung

Der neue Rosensteinsteg, der die alte Rosensteinbrücke ersetzt, ist seit Freitag für den Rad- und Fußverkehr offen. Wenn alles fertig ist, schafft er eine direkte Radverbindung zur Pragstraße. 

Drei Dinge gehen aber so nicht, wie sie derzeit angelegt sind. 

Der Steg ist knapp fünf Meter breit und als gemischter Geh- und Radweg ausgewiesen und nicht einfach nur als Gehweg mit Radfreigabe. Das ist gut. Fußgänger:innen werden hier zahlreich unterwegs sein, vor allem, wenn in den nächsten Tagen die Wilhelmsbrücke abgerissen wird. Dann wird es uns Radfahrenden übrigens wahrscheinlich zu schaffen machen, dass auf den beiden schmalen Fußwegen zwischen Wilhelmsbrücke und neuem Rosensteinsteg deutlich mehr Fußgänger:innen unterwegs sein werden als derzeit.

12. November 2025

Die nicht regelkonforme Ampel

Am Bahnübergang vom Cannstatter Wasen Richtung Neckarpark steht diese Ampel. Es ist klar, dass sie die Menschen, die hier teils in Massen rüberwollen, nachdrücklich stoppen will, wenn eine Bahn kommt. 

Sie zeigt nur Rot, oben für Fußgänger:innen, unten für Radfahrende. Eine Grünphase ist nicht angelegt. Sie steht außerdem sowohl vor dem Übergang als auch dahinter.  Fußgängerampeln müssen immer hinter dem Übergang stehen. Ampeln für den Radverkehr stehen an der Haltelinie, also vor der Querung, es sei denn sie zeigen auf der Streuscheibe sowohl das Fußgängerzeichen als auch das Fahrradsymbol. Dann stehen sie hinter der Querung. (Nur der Radverkehr kennt diese Varianz der Ampeln.) 

Diese Sorte Ampel, die wir hier sehen, gibt es eigentlich nicht. Für den Autoverkehr kennen wir Zweiphasenampeln (Schwarzampeln), die nur Rot und für den Übergang zu Rot Gelb zeigen. Eine grüne Streuscheibe haben sie nicht. Wenn man fahren darf, sind die beiden Streuscheiben schwarz. Es ist als gäbe es dann dort keine Ampel, und der Autoverkehr muss sich entsprechend vorsichtig verhalten. Er darf nicht darauf vertrauen, dass er freie Bahn hat. Bei der Abbiegung von der B14 über unseren Radweg an der Planie steht so eine Ampel (Foto unten). Man stellt sie dann auf, wenn der Autoverkehr nur einen Bahnübergang oder einen Radfahrstreifen kreuzt. Eine Schwarzampel steht auch an der Ausfahrt Steinstraße auf die chaotische Kreuzung am Tagblattturm, wo die Hauptradroute 1 langgeht. Das heißt, Autofahrende bekommen da nie Grün, dürfen also nicht durchstarten und darauf vertrauen, dass auf der Fahrbahn alles frei ist. Das ist durchaus sinnvoll. 

Schwarzampeln für den Fußverkehr sind allerdings nicht bekannt. Für den Radverkehr auch nicht.

27. Oktober 2025

Leichter an der Wilhelma vorbeiradeln

An der Wilhelma ist das Radfahren auf den Fußgängerflächen immer noch verboten, aber einen Weg gibt es nun, um vorbeizukommen. 

Es stehen neue Verkehrszeichen dort, und zwar die blauen Gehweg-Schilder ohne Radfreigabe. Sie bekräftigen, dass man hier nicht mit dem Rad fahren darf. Vorher standen hier jedoch die weißen, rot umrandeten runden Schilder, die das Radfahren verbieten. 

Dieser Austausch der Schilder macht für uns Radfahrende einen entscheidenden Unterschied. Denn jetzt endlich dürfen wir, wenn wir von der Pragstraße her kommen, auf der Fahrbahn an der Wilhelma vorbei radeln. 

23. Oktober 2025

Baustelle und Riesenumleitung auf dem Neckardamm

Radelt jetzt am Wochenende nicht auf dem Neckardamm zwischen König-Karls-Brücke und der Baustelle am Rosensteinbunker!

Man kommt nicht durch. Dort wurde erst der Kran zusammengebaut und nun soll am Sonntagabend der neue Rad- und Fußängersteg am per Schiff angeliefert und danach aufgehängt und installiert werden. Wie lange die Totalsperrung für uns Radfahrende dauert, ist für mich nicht erkennbar. Es ist auf dem Sailerwasen kein Durchkommen mit dem Fahrrad. Wirklich nicht! Man wird per ordentlich ausgeschilderter Umleitung (der man folgen sollte!) über den Steg über die Schönestraße und die Serpentinen hinunter auf den Gehweg der Schönestraße geleitet und zum Rosensteinbunker geführt, wo es dann auf bekannten Wegen weitergeht. Siehe grüne Linie auf der Karte ganz unten. Es gibt Alternativen, aber umständlich bleibt es. 

5. Oktober 2025

Ampelwarnung auf dem Radweg

Die Ampel am Fußgängerüberweg über den Radweg auf der König-Karls-Brücke wird gerne missachtet. Übrigens nicht unbedingt absichtlich, sondern weil manche sie gar nicht sehen. 

Sie ist zwar groß, hängt aber so hoch wie eine Ampel für Autofahrende. Solche Ampeln sind für Autofahrende optimiert, nicht aber für Radfahrende. Im Auto sitzt man zurückgelehnt und schaut nach vorn und leicht nach oben. Radfahrende aber sitzen nach vorn gebeugt und schauen schräg vor sich nach unten auf den Boden. Für sie ist die Bodenbeschaffenheit nämlich extrem wichtig. Um die Ampel zu sehen, müssen sie gezielt hochgucken. Richtung Cannstatt versteckt sie sich vor den Heranradelnden zudem zwischen Verkehrszeichen, manchmal wird sie von temporären Verkehrszeichen sogar verdeckt. Richtung Stuttgart ist sie hingegen gut sichtbar.

Es gibt viele, die nicht anhalten, wenn hier die Fußgänger:innen zu und von der Stadtbahnhaltestelle Grün haben und wir Rot, allemal, wenn gar kein Fußgänger sichtbar ist, der über unseren Radweg gehen will. Ich bin vor Jahren mal zwei Beamten der Fahrradstaffel der Polizei gefolgt, die sich miteinander unterhielten und bei Rot einfach weiter radelten. Als ich sie darauf ansprach, stellte sich heraus, sie hatten die Ampel nicht gesehen. 

Seit August weisen jetzt Achtung-Ampel-Verkehrzeichen auf dem Boden alle Radfahrenden bei der Anfahrt auf die Ampelanlage hin.

29. September 2025

Hurra, Volksfest! - Alles zugepollert

Zum Frühling- und Volksfest auf dem Cannstatter Wasen müssen die Leute vor Männern geschützt werden, die das Auto als Waffe benutzen und in Menschenmengen fahren. 

Allerdings werden schon seit etlichen Jahren Sperren an der Abfahrt vom Radweg König-Karls-Brücke zum Wasen und auf der anderen Seite der Hall of Fame auf dem Neckardam auf Höhe der Garagen aufgestellt, wenn Volksfest und Frühlingsfest ist. Früher eher, um Radfahrende auszubremsen, oft verbunden mit dem Verkehrszeichen "Radfahrer absteigen". Zum diesjährigen Frühlingsfest gab es in der Hall of Fame noch eine städtische Campagne, die unterstellte, das Radfahrende nicht auf Fußgänger:innen achten. Die ist zum Volksfest dankenswerterweise ausgefallen. 

Jetzt geht es im Grunde gar nicht mehr um uns. Zum Frühlingsfest wurden schwere Terrorsperren aufgestellt, durch die man durchradeln konnte. Diese Poller hat man nach dem Frühlingsfest auf dem Neckardamm stehen lassen, mit dem Ergebnis, dass bei einer Begegnung von Radfahrenden, einer warten musste, bevor der/die andere durch war. Diese Poller sind jetzt aus irgdendwelchen Gründen zusätzlich mit rotweißen Sperrgittern verkleidet, die die Durchfahrt nur noch an einer Stelle erlauben und dort noch enger machen (siehe Foto ganz unten). Jetzt müssen auch Fußänger:innen warten, wenn ein Radler kommt oder umgekehrt. (Man fragt sich echt, warum?) 

Die Sperre am Abgang von der König-Karls-Bücke zum Wasen ist jedoch erstmals seit vielen Jahren tatsächlich radverkehrsgerecht gestaltet.

22. August 2025

Das große Leuzekreuz

Von Autobahnkreuzen inspiriert scheint mir die Organisation der Radwege beim Leuze an der König-Karls-Brücke. 

Es hat durchaus was: viel Asphaltfläche, sich in die Ferne schlängelnde Radfahrspuren mit Pfeilen, durchgezogene Mittellinien, gestrichelte Seitenlinien, Zu- und Abfahrten, eine auf den ersten Blick nicht erfassbare Führung zu und von Abzweigen und eine extra Abfahrt zum Rastplatz (Vierbild rechts unten), also zu Radparkplätzen. Alles großzügig angelegt, wenn auch auch im Kleinformat, ein bisschen wie in einer Verkehrsschule. Was das Ganze von einer Verkehrsschule unterscheidet - in der Fahrräder die Autos symbolisieren - ist das völlige Fehlen von Verkehrszeichen und großem Wegweisern. 

14. April 2025

Endlich freie Radfahrt unter der Bahnbrücke Cannstatt

Der Radweg zur Bahnbrücke und unter der Bahnbrücke hindurch Richtung Wilhelmaplatz in Cannstatt ist fertig. Endlich!  

Es grenzt an ein Wunder. Das Nadelöhr ist beseitigt. Kein Schlängeln durch Fußgänger:innen auf dem sehr schmalen Gehweg unter der Bahnbrücke mehr. Man konnte zwar auf der Fahrbahn unter der Brücke durch radeln (gejagt von unwilligen Autofahrenden), aber auch nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten, denn sonst stand man mit den Autos im Stau. 

Jetzt haben die Autofahrenden nur noch eine Spur, die andere ist in einen breiten Radweg umgewandelt, der  vom "Linienvekehr" also Bussen mit benutzt werden darf.  Unzählbare Jahre nach Fertigstellung der Hauptradroute 1 Richtung Fellbach, gab es hier nur ein Gestoppel. Um einen Radstreifen ab Mercedesstraße haben wir kämpfen müssen, immer wieder war er auch zugeparkt. Auf einem Radweg, der auch Busspur ist, parkt es sich sicher nicht mehr so leicht. Und dieser breite Radweg geht sogar nach der Einmündung Kleemannstraße einfach so weiter unter der Brücke hindurch. Man glaubt es kaum, aber es ist wahr. 

12. April 2025

Eigentlich schon mal ganz schön, aber ...

Wer über den Rosensteinsteg vom Neckardamm auf die Neckarseite bei der Wilhelma rüber radelt, trifft auf einen sehr breiten neuen Radweg. Er hat aber eine Tücke. 

Ich bin da jetzt ständig geradelt, um die unmögliche Baustelle an der Wilhelmsbrücke zu umfahren. Der Steg unter der neuen Eisenbahnbrücke ist übrigens als Gehweg mit Radfreigabe ausgeschildert, was hoffentlich nicht so bleibt. Nach dem Steg geht es nach rechts auf breitem und glattem Asphalt runter Richtung Neckartalstraße und Kreuzung an der Wilhelma. Der Weg ist als gemischter Geh- und Radweg ausgewiesen. 

Weiter unten stößt man auf weiße Querstreifen, die uns bedeuten, langsam zu fahren. Es geht möglicherweise um eine Warnung vor der Baustellenausfahrt. Aber es ist durchaus sehr sinnvoll, hier wirklich runterzubremsen. 

16. März 2025

Rums - Strecke an der Wilhelmsbrücke zu

Am Dienstag wurde die Baustelle an der Wilhelmsbrücke in Cannstatt eingerichtet. Als ich gestern dort radelte, war sie immer noch da. Und da wird sie wohl noch eine Weile bleiben. 

Sie unterbricht komplett allen Fußgänger:innen und Radfahrenden den Weg auf dem Neckardamm. Kommt man von der König-Karls-Brücke her, gibt es keinerlei Vorwarnung. Wir stehen an Sperren, müssen uns in Pfadfinder:innen verwandeln und Behelfswege suchen, über die Fahrbahnen oder durch den Matsch und einen sehr hohen Bordstein runter. Für Fußgänger:innen etwas leichter, aber ebenfalls eine blanke Unverschämtheit. Rollstuhlfahrende sind aufgeschmissen. 

14. März 2025

Linksabbiegen? - Nö! Müssen Radfahrende nie.

Und wenn doch, dann wird es kompliziert und langwierig. So auch an der Pragstraße bergab. 

Die Pragstraße hat abwärts breite Radfahrstreifen hundert Meter nach der Löwentorkreuzung. Bekommen soll sie dort breite Radwege im Zuge der Verkehrsberuhigung für Autos. Nicht vorgesehen ist, dass man zum Mahle in die Haldenstraße abbiegt. 

Es ist typisch für unsere Radinfrastruktur, dass sie im Grunde davon ausgeht, dass Radfahrende immer lange Strecken geradeaus fahren. Bestenfalls biegen sie nach rechts ab. Nach links abbiegen ist oft nicht vorgesehen, vor allem nicht auf mehrspurigen Straßen. Radelt man auf einem Radfahrstreifen, kann und darf man ihn verlassen und sich auf der Linksabbiegespur einordnen und dann mit den Autos zusammen abbiegen. Von Radwegen aus, die baulich von der Fahrbahn getrennt sind, ist das schon schwieriger. 

In solchen Fällen richtet man dann eine indirekte Linksabbiegespur ein oder leitet Radfahrende über den Aufstellplatz für Fußgänger und eine Fußgängerüberquerung rüber auf die andere Seite. Auf der Pragstraße abwärts geschieht das an der Schock-Ampel. 

2. Februar 2025

Mit dem Mut des Verzweifelten

Die Schmidener Straße in Cannstatt ist für Radfahrende keine angenehme Straße. Darauf hat eine nächtliche Aktion aufmerksam gemacht

Die Schmidener Straße hat meist nur je eine schmale Richtungsfahrbahn, die uns zum Mischverkehr mit Autos zwingt. Stadtauswärts gibt es an der Oberen Ziegelei einen blitzkurzen Radfahrstreifen. Und der macht alles noch gefährlicher. Denn er endet dann im Heck geparkter Autos und man muss auf die Fahrbahn schwenken, genau dort, wo es auch noch bergauf geht. 
Um auf die miserable Situation für Radfahrende aufmerksam zu machen, hat ein Blogleser in der vergangenen Mittwochnacht eine Aktion gestartet und mich und die Presse davon unterrichtet. Er hat den Radfahrsteifen mit Sprühkreide verlängert und mit einem Körperumriss auf die Gefahr aufmerksam gemacht, dass Radfahrene von Autofahrenden getötet werden könnten, wenn sie auf die Fahrbahn schwenken. Außerdem hat er Planen unter anderem mit dem Schriftzug "Vision Zero" und "Warum hört der Schutzstreifen hier auf?" über die Heckscheiben von Autos gehängt und Fragen an  die Politik gestellt. (Siehe Fotos unten). Die Aktion, über die auch die Stuttgarter Zeitung berichtet hat, scheint mir fantasievoller und mutiger Ausdruck der Verzweiflung eines Radfahrers, der hier täglich in Bedrängnis gerät. Der Zeitung scheint es wichtig zu sein, sie als illegal einzustufen, wenngleich der Eingriff in den Straßenverkehr hier nicht gefährlich ist. Ähnliche Aktionen hat auch der Zweirat seinerzeit am Schutzstreifen der Kaltentaler Abfahrt gemacht, wo es jetzt einen Radfahrstreifen gibt. Ich bin dem Aktivisten dankbar, dass er mich und die Öffentlichkeit auf die Situation in der Schmidener Straße aufmerksam gemacht hat. Sicher Radfahren geht anders. Blogleser Elmar hat mir dann Fotos vom Tag danach geschickt und weitere Informationen über die Zustände an der Oberen Ziegelei geliefert, ich habe am Samstag fotografiert. 

Die Situation:

2. Januar 2025

Ein Rad-frei wäre doch wohl möglich

Die Liebenzeller Straße zwischen Wilhelmstraße und Daimlerstraße in Cannstatt ist für den Fahrverkehr gesperrt.

Blogleser Peter bemängelt, dass es für die Anwohnenden vorher keine Information gab. Und wäre eine Radfreigabe nicht möglich gewesen? Für Radfahrende ist sie keine ganz unwichtige Verbindung zwischen Cannstatter Altstadt (Einkaufen) und Wiesbadener Straße, die Fahrradstraße ist, Richtung Osten. Der Umweg über die Brunnen- und Daimlerstaße ist sehr, sehr weit und unzumutbar, auch weil es sich auf der Brunnenstraße zwischen eiligen Autofahrenden nicht nett radelt. Weshalb hier auch kaum Radfahrende unterwegs sind. Eine Umleitung ist auch nicht ausgeschildert. 

Im Baustellenkalender ist diese Sperrung nicht verzeichnet. Warum sie besteht, weiß ich nicht. 


16. November 2024

Eine Festung gegen den Radverkehr

Die Ausfahrt von der Wilhelmsbrücke in Cannstatt Richtung Altstadt ist seit einer Weile gesperrt. Zunächst waren hier nur Bodenmalereien zu sehen, inzwischen steht eine Sperre dort. Und die Rad- und Fußgängerampel ist außer Betrieb. 

Ich habe darüber schon einmal geschrieben und mich darüber mokiert, dass Radfahrende damit gezwungen werden, nach links oder rechts abzubiegen und zwar auf die Gehwege des Neckardamms, die fürs Radfahren nur freigegeben sind. Wo also Schrittgeschwindigkeit gilt, was niemand auf Dauer radeln kann, weshalb man immer in der Illegalität radelt. Radfahrende müssen da nicht radeln, sie können auch die Fahrbahn nehmen. Dieser Zugang zu Fahrbahn ist aber hier verwehrt. Das ist offenbar auch der Verkehrsbehörde bewusst geworden. 

27. September 2024

Wer denkt sich sowas aus?

Wer von Norden Richtung Fußgängerzone über die Wilhelmsbrücke in Cannstatt geradelt ist, darf jetzt nur noch auf Fußwege abbiegen (die fürs Fahrrad freigegeben sind). Auf die Fahrbahnen der Bad- und Überkingerstraße darf man nicht mehr. 

Das verbietet eine enorme Sperrfleche, die die Stadt markiert hat. Für die, die über die Überkingerstraße (auf dem Foto von links) kommen, ist eine Fahrradspur offen gehalten, ebenso für diejenigen, die von der Badstraße (auf dem Foto von rechts kommend) auf die Wilhelmsbrücke abbiegen wollen. Es ist offensichtlich niemand darauf gekommen, dass einige Radler:innen nicht auf den Neckardammgehwegen radeln wollen, sondern auf der Fahrbahn, auch weil ihr Ziel nicht dort liegt, wo der Neckardammweg sie hinführt. 

Und: Gehwege aber sind keine Radwege. Radfahrende dürfen nicht gezwungen werden, freigegebene Fußwege zu benutzen. 

29. Juni 2024

Cleaner Bahnhofsvorplatz mit Fahrradstraße in Cannstatt

Der neue Vorplatz des Cannstatter Bahnhofs ist rechtzeitig vor der EM fertig geworden.  

Es gibt eine freie Fläche mit vielen Bänken und Bäumen und einem Kiosk. Die Zugänge zum Bahnhof und die Bushaltestelle sind außerdem barrierefrei gestaltet. Und es gibt einen Trinkbrunnen. 

Bislang war der Bahnhofsvorplatz von Cannstatt Herrschaftsgebiet des Autoverkehrs, jetzt soll der Platz nach Aussagen der Stadt vorrangig den Fußgänger:innen und Radfahrenden zur Verfügung stehen. Zwischen Frösnerstraße und Parkhaus Wilhelmsplatz (König-Karl-Straße 69) soll die Durchfahrt für den Autoverkehr unterbrochen werden, heißt es in der Gemeinderatsdrucksache 1264/2021. Auf der Eisenbahn- und Bahnhofstraße soll eine Fahrradstraße eingerichtet werden. Bus und Taxis werden aber weiterhin dort fahren.