13. März 2026

Wie soll der Vorplatz am Hauptbahnhof aussehen?

Der Arnulf-Klett-Platz zwischen Hauptbahnhof und Königstraße muss neu gestaltet werden, wenn der Bahnhof fertig ist. Privatautos sollen nicht mehr fahren, dafür sollen Fußgänger:innen und Radfahrende Platz bekommen. 

Und der Busverkehr bleibt. So die Stadt Stuttgart. Die Verlegung des City-Rings ist bereits beschlossen. Der Autoverkehr soll nicht mehr vor dem Hauptbahnhof vorbei rauschen. Was auch dem Radverkehr eine Chance gibt. 

Bisher gibt es nur diese Visualisierung der Stadt Stuttgart. Aber so wird das hoffentlich nicht aussehen. Der Wettbewerb, der ausgeschrieben werden soll (GRDrs-156/2024), wird hoffentlich ein Konzept zeigen, das dem Klimawandel - vor allem der Überhitzung der Städte - gewachsen ist und für den Radverkehr ernstzunehmende Streckenführungen bringt. Allerdings gibt es hier unterirdische Bauten (Stadtbahnhaltestellen, S-Bahn und Klettpassage), weshalb man nicht so einfach Bäume pflanzen kann. Dennoch ist eine Pflastersteinwüsste nicht mehr zeitgemäß.  Und ob der Autoverkehr wirklich bis zur Einmündung Lautenschlagerstraße geführt werden muss, stelle ich auch in Frage. Die Lautenschlagerstraße braucht man für den privaten Autoverkehr als Durchgangsstraße zum Bahnhof eigentlich auch nicht. Es gibt andere Möglichkeiten von ihr abzufahren. Den Ladengeschäften dort täte eine Fahrradstraße (ohne Pkw-Freigabe) und Fußgängerzone gut. 

Leider  gibt es noch diese Tiefgarage unter der Königstraße 1, weshalb man die Autos nach derzeitigen Vorstellungen auf der Schillerstraße dorthin führen will. Zugleich soll es immerhin auf der Schillerstraße Radwege geben. 

Aber wie gesagt: Das ist nicht der endgültige Plan. Und ich hoffe, dass die Teilnehmenden am Wettbewerb bessere Ideen haben, die mehr Grün und weniger Autoverkehr bringen. Das Wettbewerbsgebiet umfasst den ganzen Bereich zwischen Einmündung aus der Willy-Brand-Straße und der Riesenkreuzung auf der Heilbronnerstraße (Foto unten). 

Und ich hoffe, dass der Gemeinderat sich eine zukunftsweisende Version aussucht, nicht eine, die wie ein fantasieloser Kompromiss aus dem ideologisch motivierten Platzhunger des motorisierten Fahrverkehrs mit den Bedürfnissen der Menschen aussieht, die nicht in Autos sitzen. 

Im Gemeinderatsbeschluss (GRDrs-156/2024) zum Wettbewerb ist übrigens auch enthalten, dass es mehr Radabstellanlagen geben und geprüft werden soll, ob die Klettpassage dafür taugt. 



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