Vor einem Jahr hatte die Stadt ab Mercedesstraße eine von zwei Fahrspuren in eine Spur für Fahrräder, Busse und Taxis umgewidmet. Für uns bedeutete das auf der Hauptradroute 1 Richtung Fellbach eine deutliche Verbesserung. Am 24. März äußerte sich auch die Stadt im zuständigen Ausschuss des Gemeinderats in einem mündlichen Bericht sehr zufrieden über den Verkehrsversuch. Und wir Radfahrenden können es auch sein. Die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs hat sich signifikant verbessert. Wir radeln nicht mehr auf dem Gehweg unter der Bahnbrücke durch. Es gab keine Zusammenstöße mehr zwischen Fußgänger:innen und Radler:innen, auch wenn immer noch einige den linksseitigen Gehweg stadteinwärts regelwidrig benutzen. Übrigens ist auch die Zahl der Autounfälle drastisch zurückgegangen, unter anderem, weil der Fahrspurwechsel fehlt.
Unfälle mit Fußgänger:innen und Radfahrenden gab es April vergangenen Jahres hier gar keine mehr, die polizeibekannt wurden. Vorher waren so so sieben pro Jahr. Auch die Einmündung Kleemannstraße scheint entschärft, seitdem Radfahrende hier nicht mehr aus dem Tunnel vom Gehweg herunter vor die Autos fahren. Der Radverkehr hat sich auf dem Radstreifen mehr als vervierfacht. Der Fußverkehr hat sich fast verdoppelt.Die SSB berichtete außerdem, dass es im Gleichbereich keine negativen Effekte gebe, etwa wegen eines Autorückstaus. Alles gut also auch dort. Und wie ein Kommentator bemerk: Auch Rettungsdienst und Feuerwehr kommen hier blitzschnell durch, sie müssen sich im Feierabendverkehr nicht durch den Autostau schlängeln und hupen.
Wenn das mal keine gute Bilanz ist: Verbesserungen für den Radverkehr, keine Verschlechterung für den Autoverkehr, Busse stehen nicht mehr im Stau, allein durch die Umwidmung einer Fahrspur in eine sogenannte Umweltspur (Rad, Bus, Taxi). Das Ganze ist ein Verkehrsversuch, über den im Gemeinderat Ende dieses Jahres abschließend berichtet wird. Dass die CDU im Gemeinderat die Radspur trotzdem und offenbar prinzipiell am liebsten wieder weghaben würde, berichtete die Stuttgarter Zeitung (Plus). Die Grünen forderten, dass nun auch auf der anderen Bahntunnelseite Richtung Stuttgart endlich eine Fahrradspur (Umweltspur) kommt.


Du hast einen wesentlichen Punkt in Deinem Artikel vergessen: Alle Einsatzkräfte (RTW, Feuerwehr und Polizei) kommen jetzt in Windeseile durch den Tunnel. Früher brauchen sie minutenlang. Was die alten, weißen und dickbäuchigen Junx von der Autolobby-Partei CDU wollen oder nicht, interessiert Niemanden. Das bleibt so und Punkt.
AntwortenLöschenDas interessiert offenbar 29,7% der Wahlbevölkerung von BW doch. Und weitere gute 23% wollen eine ähnliche oder noch schlimmere Politik.
LöschenWir befinden uns mitten in einem riesen Rollback sämtlicher in den letzten Jahrzehnten mühsam erstrittenen Rechte für alle Schwächeren, auch im Straßenverkehr.
Danke für den Hinweis, habe es im Text ergänzt.
LöschenDie Spur ist sooo gut! Endlich nicht mehr mit den Autos stauen oder auf dem Gehweg die Fußgänger bedrängen. Nur auf dem kurzen Stück an dem zum Bahnhof abgebogen werden kann gibt es ab und an unachtsame Autofahrende, da muss man bremsbereit sein.
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